einartysken

Freitag, 27. Juli 2012

Die Karrieristen


Natürlich kann man es so sehen, wie Chris Hedges es tut. Ich habe Ähnliches oft gedacht und auch geschrieben. Es sind ja die Typen, mit denen man oft zu tun hat und allzu oft nicht im Guten. Aber meist eben nur mit den Chargen der untersten Stufe. Spitzenmanager, die Nobelpreis-gekrönten Erfinder von tödlichen Technologien oder Waffen können wir allenfalls im Fernsehen bewundern. Aber sie alle – von den untersten Chargen bis zu den Spitzenkräften in Wirtschaft und Politik – sind ja nur der Puffer. Sie alle sind austauschbar, wenn sie nicht mehr funktionieren, landen auf dem berühmten Müllhaufen – auch wenn es ihnen meist vergoldet wird. Gewiss sie haben Verantwortung, kleine und große und sehr große Verantwortung und sollten natürlich auch zur Rechenschaft gezogen werden, wie jeder kleine Mann/Frau, der/die Fehler begeht oder sich etwas zuschulden kommen lässt. Doch dabei dürfen wir das Ganze nicht aus den Augen verlieren. Das sind die ganz großen Tiere in den Kulissen, die die Strippen ziehen. Und letztlich ist es das kapitalistische System. So viel haben zwar inzwischen Millionen und aber Millionen Menschen eingesehen, aber die wenigsten sind so konsequent, es grundsätzlich in Frage zu stellen, und nicht nur immer daran herumdoktern zu wollen, es 'verbessern' zu wollen. Das kennen wir doch, das haben wir doch gehabt. Hier in Schweden, in Deutschland, in Kanada, bis zu einem gewissen Grad auch in den USA. Aber es hilft wirklich nichts, den Wolf in einen Schafspelz zu stecken. Die einzige Alternative ist und bleibt der Sozialismus. Und da gilt es, aus den bisher gemachten Fehlern zu lernen. Das sollte unsere Hauptaufgabe sein. Diese Diskussion - dachte ich - würde endlich nach dem Mauerfall möglich sein. Das war es nicht. Ob uns dafür überhaupt noch viel Zeit bleibt, bezweifle ich allerdings von Stunde zu Stunde mehr.


Die Karrieristen
Chris Hedges
23. Juli 2012


Die größten Verbrechen in der menschlichen Geschichte werden durch die farblosesten menschlichen Wesen möglich gemacht. Es sind die Karrieristen. Die Bürokraten. Die Zyniker. Sie machen die kleinen Aufgaben, die das große, komplizierte System der Ausbeutung und des Todes Wirklichkeit werden lassen. Sie sammeln und lesen die persönlichen Daten, die von Dutzenden von Millionen von uns durch den Sicherheits- und Überwachungsstaat gesammelt werden. Sie führen die Bücher von Exxon Mobil, BP und Goldman Sachs. Sie bauen oder dirigieren die Drohnen. Sie sind tätig in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit der Multis. Sie liefern die Form. Sie verarbeiten die Papiere. Sie verweigern den einen Nahrungsmittelkarten und den anderen Arbeitslosengeld oder medizinische Versorgung. Sie setzen die Gesetze und Regeln durch. Und sie stellen keine Fragen.


Gut. Böse. Diese Worten bedeuten nichts für sie. Sie stehen jenseits der Moral. Sie sind dazu da, das korporative System am Laufen zu halten. Wenn Versicherungsunternehmen Dutzende Millionen kranke Menschen fallenlassen, dass sie leiden und sterben, dann ist es so. Wenn Banken und Polizei-Behörden Familien aus ihren Häusern werfen, dann ist es halt so. Wenn Finanzunternehmen die Bürger ihrer Ersparnisse berauben, dann ist es halt so. Wenn die Regierung Schulen und Bibliotheken schließt, dann ist es halt so. Wenn die Militärs Kinder in Pakistan und Afghanistan ermorden, dann ist es halt so. Wenn die Warenspekulanten die Kosten von Reis und Mais und Weizen hochtreiben, dass sie für hunderte Millionen Arme auf dem ganzen Planeten unerschwinglich werden, dann ist es halt so. Wenn der Kongress und die Gerichte die Bürger ihrer bürgerlichen Rechte beraubt, dann ist es halt so. Wenn die Treibstoffindustrie die Erde in einen Ofen von Treibhausgasen verwandeln, die unser Verderben sind, dann ist es halt so. Sie dienen dem System. Dem Gott des Profits und der Ausbeutung. Die gefährlichste Kraft in der industrialisierten Welt kommt nicht von jenen, die radikale Gedanken hegen, ob islamischer Radikalismus oder christlicher Fundamentalismus, sondern von Legionen gesichtsloser Bürokraten, die stufenweise die korporativen Unternehmens- und Regierungs-Maschinen erklettern. Sie dienen jedem System, das ihre jämmerliche Quote an Bedürfnissen erfüllt.
Diese System-Manager glauben nichts. Sie kennen keine Loyalität. Sie haben keine Wurzeln. Sie denken nicht über ihre winzigen, bedeutungslosen Rollen hinaus. Sie sind blind und taub. Sie sind, zumindes hinsichtlich der großen Ideen und Muster der menschlichen Zivilisation und Geschichte, äußerst ungebildet. Und unsere Universitäten spucken sie aus. Anwälte. Technokraten. Geschäftshäuptlinge. Finanzmanager. IT-Spezialisten. Fachberater. Erdölingenieure. „Positive Psychologen“. Die Kommunikations-Obermacher. Kadetten. Verkaufsrepräsentanten. Komputer-Programmierer. Männer und Frauen, die keine Geschichte kennen, keine Ideen haben. Sie leben und denken in einem intellektuellen Vakuum, einer Welt von lähmenden Details. Sie sind T. S. Elliots „hohle Menschen“, „ausgestopfte Menschen“. „Gestalt ohne Form, Schattierung ohne Farbe“, schrieb der Dichter. „Paralysierte Kraft, Gestik ohne Bewegung.“
Es waren die Karrieristen, die die Genozide möglich machten, von der Ausrottung der einheimischen Amerikaner bis zum türkischen Gemetzel der Armenier, zum Nazi-Holocaust und Stalins Liquidierungen. Sie waren diejenigen, die die Züge am Laufen hielten. Sie füllten die Formulare aus und führten den Vorsitz bei den Eingentums-Konfiszierungen. Sie rationierten die Nahrung, während die Kinder starben. Sie stellten die Gewehre her. Sie führten die Gefängnisse. Sie setzten die Reiseverbote durch, konfiszierten Pässe, beschlagnahmten Bankkonten und führten die Segregation durch. Sie setzten die Gesetze durch. Sie machten ihre Jobs.
Politische und militärische Karrieristen, gestützt von Kriegsprofiteuren, haben uns in nutzlose Kriege geführt, einschließlich den 1. Weltkrieg, Vietnam, Irak und Afghanistan. Und Millionen folgten ihnen. Pflicht. Ehre. Vaterland. Karnevale des Todes. Sie opferten uns alle. In den vergeblichen Schlachten von Verdun und der Somme im 1. Weltkrieg mit 1.8 Millionen Toten, Verwundeten oder nie Gefundenen. Im Juli 1917 verurteilte der britische Feldmarschall Douglas Haig, trotz der Berge von Toten, noch mehr zum Schlamm von Passchendaele. Im November, als es feststand, dass sein versprochener Durchbruch bei Passchendaele versagt hatte, gab er das ursprüngliche Ziel auf – wie wir es in Irak taten, als es sich herausstellte, dass es keine MVWs gab und in Afghanistan, als Al Qaida das Land verlassen hatte – und setzte auf einen simplen Zermürbungskrieg. Haig „gewann“, wenn mehr deutsche als alliierte Soldaten sterben würden. Tod als Kerbholz.
Passchendaele forderte 600 000 mehr Leben auf beiden Seiten, bevor es zu Ende war. Das ist eine neue Geschichte. Generäle sind fast immer Clowns. Soldaten folgten John, dem Blinden, der sein Augenlicht ein Jahrzehnt zuvor verloren hatte, in eine vernichtende Niederlage in der Schlacht von Crécy 1337 im Hundertjährigen Krieg. Wir entdecken, dass die Führer nur Durchschnittstypen sind, aber erst, wenn es zu spät ist.
David Lloyd George, der britischer Premierminister während der Passchendaele-Kampagne war, schrieb in seinen Memoiren: „[Vor der Schlacht von Passchendaele] bereitete die Führung des Panzercorps Karten vor, die zeigten, wie ein Bombardement unausweichlich das Wasser an ganz bestimmten Punkten sammeln würde, da die Abzugskanäle vernichtet würden. Die einzige kategorische Antwort war, 'Keine dieser lächerlichen Karten mehr zu schicken'. Karten müssen mit Plänen übereinstimmen und nicht die Pläne mit den Karten. Fakten, die mit Plänen kollidierten, waren Unverschämtheiten.“
Hier hat man die Erklärung, warum unsere herrschenden Eliten nichts gegen den Klimawandel unternehmen, sich weigern, rational auf den ökonomischen Zusammenbruch zu reagieren und unfähig sind, mit dem Kollaps der Globalisierung und des Imperiums fertig zu werden. Dies sind Umstände, die in die eigentliche Lebensfähigkeit und Nachhaltigkeit des Systems eingreifen. Und Bürokraten wissen nur, wie man dem System dient. Sie kennen nur die Managementfähigkeiten, mit denen sie in West Point [berühmte US-Militärakademie. D. Ü.] oder in der Harvard Business School geimpft werden. Sie können nicht auf die Herausforderung von Annahmen und Strukturen reagieren. Sie können nicht intellektuell oder emotional erkennen, dass das System implodieren könnte. Und dann tun sie das, wovor Napoleon als dem größten Fehler, den ein General begehen könnte, warnte – ein imaginäres Bild von einer Situation malen und es als real anzusehen. Aber wir ignorieren unbekümmert zusammen mit ihnen die Realität. Die Manie auf ein Happy End macht uns blind. Wir wollen nicht glauben, was wir sehen. Es ist so niederschmetternd. Also ziehen wir uns in den kollektiven Selbstbetrug zurück.
In Claude Lanzmanns monumentalen Dokumentarfilm „Shoah“ über den Holocaust interviewt er Filip Müller, einen tschechischen Juden, der die Liquidierungen in Auschwitz überlebte als Mitglied des „speziellen Details“. Müller erzählt diese Geschichte:
„Eines Tages 1943, als ich bereits im Krematorium 5 war, kam ein Zug aus Bialystok an. Ein Gefangener des „speziellen Details“ [a prisoner on the special detail - darunter kann ich mir absolut nichts vorstellen. Man muss wohl den Film gesehen haben. D. Ü.] sah eine Frau im „Entkleidungsraum“, die Frau eines Freundes von ihm. Er ging direkt zu ihr und sagte ihr: 'Ihr werdet vernichtet. In drei Stunden seid ihr Asche.' Die Frau glaubte ihm, weil sie ihn kannte. Sie rannte herum und warnte alle Frauen. 'Wir werden getötet. Wir werden vergast.' Mütter, die ihre Kinder auf den Schultern trugen, wollten das nicht hören. Sie meinten, die Frau sei verrückt. Sie jagten sie fort. Dann ging sie zu den Männern. Vergebens. Nicht, dass sie ihr nicht glaubten. Sie hattten Gerüchte gehört im Bialystok Ghetto oder in Grodno oder sonstwo. Aber wer wollte das hören? Als sie sah, dass niemand hören wollte, zerkratzte sie sich das ganze Gesicht. Aus Verzweiflung. Im Schock. Und sie begann zu schreien.“
Blaise Pascal schrieb in „Pensées“: „Wir rennen unbedacht in den Abgrund, indem wir jemanden vor uns stellen, damit wir ihn nicht sehen.“
Hannah Arendt, als sie „Eichmann in Jerusalem“ schrieb, notierte, dass Adolf Eichmann vor allem von „einem auserordentlichen Eifer (motiviert war), auf den eigenen Vorteil zu achten“. Er trat der Nazi-Partei bei, weil sie gute Karriere-Möglichkeiten bot. „Das Problem mit Eichmann war, dass so viele wie er waren, und dass die Vielen weder pervertiert noch sadistisch waren, dass sie furchtbar und erschreckend normal waren und sind.“ … „Je länger man ihm zuhörte, umso offensichtlicher wurde es, dass seine Unfähigkeit zu reden mit einer Unfähigkeit zu denken verbunden war, nämlich vom Standpunkt eines anderen aus zu denken“, schrieb Arendt. „Mit ihm war keine Kommunikation möglich, nicht weil er log, sondern weil er umgeben war von der verlässlichsten aller Absicherungen gegen Worte und die Gegenwart anderer und folglich gegen die Realität als solche.“
Gitta Sereny zieht dieselbe Folgerung in ihrem Buch „In jene Dunkelheit“ über Franz Stangl, den Kommandanten von Treblinka. Die Zuteilung zur SS war eine Beförderung für den österreichischen Polizisten. Stangl war kein Sadist. Er sprach ruhig und höflich. Er liebte seine Frau und die Kinder sehr. Er nahm nicht wie andere Nazi-Offiziere im Lager Jüdinnen als Konkubinen. Er war effizient und sehr organisiert. Er war stolz darauf, eine offizielle Belobigung als „bester Lagerkommandant in Polen“ bekommen zu haben. Gefangene waren einfach Objekte. Güter. „Das war mein Beruf“, sagte er. „Es machte mir Spaß. Es erfüllte mich. Und ja, ich war ehrgeizig dabei, das will ich nicht leugnen.“ Als Sereny Stangl fragte, wie er als Vater Kinder töten konnte, antwortete er, dass er „sie selten als Individuen sah. Es war immer eine riesige Masse … Sie waren nackt, zusammengepfercht, rannten, wurden mit Peitschen angetrieben ...“ Später sagte er Sereny, dass er, als er über Lemminge las, er an Treblinka gedacht habe.
Christopher Brownings Essay-Sammlung „Der Pfad zum Genozid“ bemerkt, dass es der „moderate“, „normale“ Bürokrat war, nicht der Fanatiker, der den Holocaust ermöglichte. Germaine Tillion hob hervor „die tragische Bereitwilligkeit [während des Holocausts], mit der 'anständige' Leute zu den herzlosesten Henkern werden konnten, ohne scheinbar zu bemerken, was mit ihnen geschah“. Der russische Romancier Vasly Grossman bemerkte in seinem Buch „Forever Flowing“ (Für immer fließend), dass „der neue Staat nicht heilige Apostel, Fanatiker, inspirierte Erbauer, gläubige, hingebungsvolle Schüler brauchte. Der neue Staat brauchte nicht einmal Diener – nur Beamte“.
„Der widerlichste SS-Typ war für mich persönlich der Zyniker, der nicht mehr wirklich an die Sache glaubte, aber weitermachte, um seinetwillen die Blutschuld einzutreiben,“ schrieb Dr. Ella Lingens-Reiner in „Prisoners of Fear“ (Gefangene der Furcht), ihre Memoiren über Auschwitz. „Jene Zyniker waren nicht immer brutal zu den Gefangenen, ihr Verhalten änderte sich mit ihrer Laune. Sie nahmen nichts ernst – weder sich selbst noch die Sache, weder uns noch unsere Situation. Einer der Schlimmsten war Dr. Mengele, der Lager- Arzt, den ich schon erwähnt habe. Wenn ein Trupp neu angekommener Juden eingeteilt wurde in jene, die arbeiten konnten und jene, die sterben mussten, pfiff er eine Melodie und wies rhythmisch mit dem Daumen über die rechte oder linke Schulter – was 'Gas' oder 'Arbeit' bedeutete. Er hielt die Bedingungen im Lager für übel und tat einiges, um sie zu verbessern, aber gleichzeitig beging er gefühllos Mord, ohne irgendwelche Bedenken.“
Diese Armeen von Bürokraten dienen einem korporativen System, das uns buchstäblich töten wird. Sie sind kalt und beziehungslos wie Mengele. Sie erledigen sorgfältig ihre Aufgaben. Sie sind gelehrig. Fügsam. Sie gehorchen. Sie finden ihren Selbst-Wert in dem Ansehen und der Macht der Corporation, des Ganzen, in dem Status ihrer Position und in ihren Beförderungen. Sie beteuern sich selbst gegenüber ihre Güte durch ihr privates Handeln als Ehemänner, Ehefrauen, Mütter oder Väter. Sie sitzen in Schulbänken. Sie gehen zu Rotary. Sie gehen in die Kirche. Es ist moralische Schizophrenie. Sie errichten Mauern, um ein isoliertes Bewusstsein zu schaffen. Sie verwirklichen die tödlichen Ziele von ExxonMobil oder Goldman Sachs oder Raytheon oder Versicherungsgesellschaften. Sie zerstören das Ökosystem, die Wirtschaft und den Staatskörper und verwandeln Arbeiter und Arbeiterinnen in verarmte Sklaven. Sie fühlen nichts. Metaphysische Naivität endet immer mit Mord. Sie zerreisst die Welt. Kleine Akte der Güte und Wohltätigkeit maskieren das monströse Böse, das sie stiften. Und das System rollt weiter. Die Polareiskappen schmelzen. Die Dürre wütet über die Felder. Die Drohnen liefern den Tod aus dem Himmel. Der Staat geht unerbittlich weiter, um uns alle in Ketten zu legen. Die Kranken sterben. Die Armen verhungern. Die Gefängnisse füllen sich. Und die Karrieristen tapsen weiter und machen ihre Jobs.


Quelle - källa - source

2 Kommentare:

  1. "Diese Armeen von Bürokraten dienen einem korporativen System, das uns buchstäblich töten wird.":

    Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
    Wird es eine dunkle und geheime Ordnung geben
    Ihr Gesetz wird der Haß sein und ihre Waffe das Gift
    Sie wird immer mehr Gold wollen und ihre Herrschaft über die ganze Erde verbreiten
    Und ihre Diener werden untereinander durch den Kuß des Blutes verbunden sein.
    Die Gerechten und die Schwachen werden ihren Regeln gehorchen
    Die Mächtigen werden ihr zu Diensten sein
    Das einzige Gesetz wird das sein, welches sie im Schatten diktiert
    Sie wird das Gift bis in die Kirchen hinein verkaufen
    Und die Welt wandert mit dem Skorpion unter ihren Sohlen.

    http://www.j-lorber.de/proph/seher/johannes-von-jerusalem.htm

    Aber:

    [HG 1.33.12] Wer aber überhören je wird den Willen Gottes in seinem Herzen, der wird auch sterben, aber ewig am Leibe nimmer auferstehen. Und da werden kommen Würmer der Erde über sein Fleisch und werden es aufzehren samt Haaren, Haut und Knochen; seine Seele und Geist aber werden dann wieder zur Unterlage der Berge Jahrtausende als gefestete Körper dienen müssen im finsteren Bewußtsein ihres Elends und ihrer totalen Nichtigkeit, bis sie endlich wieder nach dem gnädigen Willen von oben irgendein Tier aufnehmen wird, von wo sie dann von Stufe zu Stufe sich durch die ganze Tierwelt werden elend, stumm und sprachlos durcharbeiten müssen, um endlich wieder einmal zur Würde des Menschen gelangen zu können. Dies merket euch wohl; denn da werdet ihr dann viele tausend Male sterben müssen, ehe ihr wieder zum Leben aus der Liebe und Gnade Gottes gelangen werdet! Bedenket, was der Herr euch hier sagen läßt! - ("Lorber")

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  2. You are Right anonymous
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