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Freitag, 27. Februar 2015

Die weltgrößten Wüsten Gobi und Sahel in Afrika und Asien breiten sich aus

Diese Probleme sind seit Jahrzehnten bekannt. Einer der wenigen Menschen, der das gesehen hat, war der Oberst Gaddafi, der das ungeheure Projekt der Begrünung der Wüste begann, was viele als ein weiteres Weltwunder ansahen. Aber das wurde bewusst von den USA und der EU zerstört. Und in der Sahara wird ein Krieg nach dem anderen von den alten und neuen Kolonialisten angezettelt. Keins dieser Verbrechen wird geahndet. Nein, die Täter werden mit Lob und Preisen bedacht und die Opfer merken nicht einmal, dass sie bis zum Hals in dem Sch...lamassel stecken.

Die weltgrößten Wüsten Gobi und Sahara in Afrika und Asien breiten sich aus

John Queally

25. Februar 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Kurz vor seiner Pensionierung hat der Umwelt-Forscher und gefeierte System-Analytiker Lester Brown eine schlimme Warnung für die Welt, die er mehr als ein halbes Jahrhundert in Fragen der Ernährungs- und Energiepolitik beraten hat: es ist kein Ende in Sicht für die Geißel der Klimaveränderung, der globalen Armut und des Hungers.

Tatsächlich geht, laut Brown, in mehreren anfälligen Gegenden der Welt die Situation von sehr schlecht zu viel schlimmer über.
"Wir kommen an die Grenze von dem Land, das unter den Pflug genommen werden kann und das Land, das als Weide brauchbar ist; außerdem gibt es zwei Gebiete in der Welt, wo bereits jetzt ernste Gefahren drohen," sagte Brown, der das Worldwatch Institute und das Earth Policy Institut gründerte, in einem Interview mit der Umwelt-Korrespondentin Suzanne Goldenberg vom Guardian.


5500 km lang und bis zu 400 km breit.

"Die eine Region ist das Sahelgebiet in Afrika, vom Senegal bis Somalia," erklärte Brown. "Dort bildet sich jetzt eine gigantische Dust Bowl, die sich quer über den Kontinent erstreckt und diese Dust Bowl bringt eine Menge der oberen Erdschicht zum Verschwinden, was am Ende zu ernsten Problemen führt."
Zu einem nicht fernen Zeitpunkt, "wird es dort zu einer Abrechnung" kommen.


Laut einem Bericht vom November, der auf der Arbeit des Earth Policy Institute basiert, haben die Dust Bowl-Bedingungen, die sich in Nordafrika und im ganzen Zentral-Asien bilden, bereits hässliche Konsequenzen.

In China sind sie seit 1990 zu einem fast jährlich wiederkehrenden Ereignis geworden, verglichen mit dem 31-Jahre-Rhythmus früherer Zeiten. In Nordchina und der Mongolei dehnen sich zwei große Wüsten - die Badain Jaran und die Tengger - aus und gehen ineinander über bei massiven Sandstürmen durch starke Windstürme Anfang Frühling. Die Wüste-Gobi  wächst auch und kommt immer näher an Beijing heran, da das Grasland an den Rändern sich verschlechtert. [Bei Wiki kann man lesen, dass Gobi ein völlig falscher Begriff ist und die beiden oben genannten Wüsten in der Landschaft Gobi liegen. D. Ü.]

Sie ist in Wirklichkeit größer - 70 km vor Beijing, wie Brown sagt.

Unterdessen verwandeln sich in der Sahelzone Afrikas jedes Jahr Millionen Hektar in Wüste und zwar in den Ländern Burkina Faso, Tschad, Niger und Nigeria. Der Staub aus der Bodele-Senke des Tschad ist seit Jahrhunderten um den Globus gewandert - Wissenschaftler glauben sogar, dass er dazu beitrug, den Amazonas fruchtbar zu machen. Aber die Staubmenge, die aus Westafrika davonfliegt, hat sich in den vergangenen 40 Jahren erhöht. Die Staubwolken aus der Sahara können tatsächlich die Luftqualität in dem fernen Houston/Texas beeinflussen und die Korallenriffe in der Karibik schädigen. [Als ich 1993 ein Jahr in Andalusien wohnte, blies uns oft genug der ultrafeine, rötliche Sand aus der Sahara zwischen die Zähne. D. Ü.]

Laut Brown werden durch die Verschlechterung der Situation in diesen Gebieten die Auswirkungen wahrscheinlich noch schlimmer sein als in den USA während der 30-er Jahre. "Unsere Dust Bowl war sehr ernst," wurde Goldenberg von Brown erklärt, "aber sie war mehr begrenzt und im Laufe einiger Jahre hatten wir sie unter Kontrolle .... diese beiden Regionen haben nicht diese Eigenschaft."

Die Warnungen über Bodenerosion und die nicht nachhaltigen Anbaumethoden, die gegenwärtig in weiten Gebieten des Planeten herrschen, wurden seit Jahrzehnten von Ökologen und Landwirtschaftsexperten angesprochen. Seit die Bedrohung durch globale Erwärmung in die öffentliche Debatte gedrungen ist, haben sich die Risiken noch verstärkt. Brown gehörte zu den ersten und gründlichsten Geistern, der die Aufmerksamkeit auf die weltweite Klimaveränderung lenkte und eine Reihe von Büchern dem Thema widmete - insgesamt als Plan B bezeichnet - die Lösungen für die herannahende Krise darlegten. Die neueste Edition ist Plan B 4.0: 'Mobilizing to Save Civilization'.

Nun kündigte Brown vergangenen Monat in einer Erklärung an, dass er offiziell in diesem Jahr in Pension gehen würde und das 'Earth Policy Institute' nach der Veröffentlichung seines nächsten Buches 'The Great Transition: Shifting from Fossil Fuels to Solar and Wind Energy' schließen werde.

"Nach gründlichem Nachdenken über mein Lebens mit 80 Jahren", erklärte Brown "und bei großer Wertschätzung meiner Mitarbeiter und Unterstützer habe ich mich entschlossen, als Präsident des 'Earth Policy Institute' zurückzutreten und meine Arbeit am 1. Juli 2015 zu beenden.

Ich glaube, dass das Institut erreichte, was es sich vorgenommen hat, als wir 2001 begannen. Und jetzt ist es an der Zeit für eine Veränderung und die Verantwortung für die Organisation weiterzureichen. Ich plane, mit der Forschung fortzufahren und über Themen zu schreiben, zu denen ich Sinnvolles beitragen kann."

Danielle Nierenberg, die sich 2001 Worldwatch anschloss und danach ihr eigenes Institut 'Food Tank' gründete, sagte, dass die Welt Brown viel zu verdanken habe durch seine jahrzehntelange Arbeit und einzigartige Vision.

"Er ist der Schöpfer bei der Verschmelzung der Umwelt- und Ernährungs-Themen," sagte Nierenberg. "Wenn man über Nahrung und Umwelt spricht, wendet sich jeder an Lester Brown."

Während die Welt weiterhin mit den Katastrophen ringt, die durch unsere eigene menschliche Entwicklung entstanden, schrieb Brown dies in seiner Einleitung zu Plan B 4.0: "Die Frage, der wir gegenüberstehen, ist nicht, was wir tun müssen, weil das ziemlich klar zu sein scheint für jene, die die globale Situation analysieren. Die Frage ist, wie wir es tun sollen in der verfügbaren Zeit. Unglücklicherweise wissen wir nicht, wieviel Zeit uns noch bleibt. Die Natur hat den Zeitplan, aber wir können die Uhr nicht sehen."

Und er fuhr fort: "Das Denken, dass uns in diesen Schlamassel brachte, wird uns kaum davon befreien. Wir brauchen ein neues Denken."
Die Gesellschaft sollte schließlich die Frage stellen, ob das, was getan werden muss, als möglich angesehen wird.

Quelle - källa - source

4 Kommentare:

  1. Ein sehr interessanter Bericht - das ist ein Thema, das sonst zu "leise" ist, um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Völlig zurecht auch der Hinweis auf den Brother Leader Gaddafi. In einigen Jahrzehnten wird man hoffentlich verstehen, dass er kein "verrückter Diktator" war, sondern ein Visionär, der seiner Zeit weit voraus war.

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  2. ist einartysken ein Computer der NSA?

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  3. Na klar, irgendwoher muss ja die Knete kommen. Solche Typen wie du zahlen ja nicht, die machen nur dumme Sprüche.

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  4. Wenn Brandstiftern die Feuerwehr gehört, mehr oder weniger Brände?

    Wenn Terrorismusbekämpfer an Öl- und Militärkonzernen beteiligt sind, mehr oder weniger Terrorismus?

    Wenn weltherrschaftliche Imperialisten die Klimawissenschaft bezahlen, mehr oder weniger Angst, Unterdrückung und neoliberal-faschistische Diktatur?

    1970 Bis zum Jahr 2000 werden wir in einer Eiszeit sein!

    1976 Wegen der globalen Abkühlung wird im Jahr 2000 ein Weltkrieg ausbrechen!

    1989 Bis zum Jahr 2000 werden globale Erwärmung und steigende Meeresspiegel alle Länder von der Landkarte gewischt haben!

    1990 Wir haben noch 5 bis 10 Jahre für die Regenwaldrettung!

    1999 Die Himalaya-Gletscher werden in 10 Jahren verschwunden sein!

    2000 Schnee wird bald der Vergangenheit angehören!

    2007 Mehr Hurricans durch globale Erwärmung!

    2008 Bis 2013 wird die Arktis eisfrei sein!

    2012 Mehr Hurricans durch globale Erwärmung!

    2014 Die Wissenschaft ist bewiesen!

    Der Wert eines Konfliktes besteht in den entstehenden Schulden, wer die Schulden beherrscht, beherrscht alles.

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