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Mittwoch, 4. Februar 2015

Malcolm X hatte Recht über Amerika


Ohne Erziehung kommst du nirgendwohin in dieser Welt.
Chris Hedges
2. Februar 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Malcolm X glaubte nicht, anders als Martin Luther King jr., dass Amerika ein Gewissen habe. Für ihn gab es keinen großen Unterschied zwischen den hochtrabenden Idealen der Nation - die, wie er sagte, Schwindel seien - und dem Versagen, Gerechtigkeit für Schwarze zu schaffen. Er verstand, vielleicht besser als King, das innere Funktionieren des Imperiums. Er hatte keine Hoffnung, dass jene, die das Imperium führten, jemals in Berührung mit ihrem besseren Selbst kommen würden, um ein Land zu schaffen, das frei von Ausbeutung und Ungerechtigkeit wäre. Er argumentierte, dass seit der Ankunft des ersten Sklavenschiffes bis zum Auftauchen unseres großen Archipels von Gefängnissen und unseren armseligen, städtischen inneren Kolonien, wo die Armen festsitzen und ausgenutzt werden, das amerikanische Imperium feindlich gegenüber jenen war, die Frantz Fanon die "Verdammten dieser Erde" nannte. Das, so wusste Malcolm, würde sich nicht ändern, bevor das Imperium zerstört wäre.
"Es ist unmöglich für den Kapitalismus zu überleben, vor allem weil das System des Kapitalismus Blut saugen muss," sagte Malcolm. "Der Kapitalismus pflegte wie ein Adler zu sein, aber jetzt ist er eher ein Geier. Er pflegte stark genug zu sein, um von allen Blut zu sagen, ob sie stark waren oder nicht. Aber jetzt ist er feiger geworden, wie ein Geier, und kann nur Blut von den Hilflosen saugen. Sowie die Länder der Welt sich befreien, wird der Kapitalismus weniger Opfer finden, weniger zu saugen, und er wird schwächer und schwächer werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor er vollständig kollabieren wird."

King war in der Lage, einen rechtlichen Sieg durch die Bürgerrechtsbewegung zu erringen, wie er in dem neuen Film "Selma" dargestellt wurde. Aber ihm gelang es nicht, ökonomische Gerechtigkeit zu erlangen und den gefräßigen Appetit der Kriegsmaschine zu vereiteln, die, wie er ganz klar sah, verantwortlich war für die Misshandlung der Unterdrückten zuhause und im Ausland. Und 50 Jahre nachdem Malcolm X ermordet wurde im Audubon Ballroom in Harlem durch Auftragskiller der Nation of Islam, ist es klar, dass er, nicht King, Recht hatte. Menschliche Wesen können erlöst werden. Imperien nicht. Unsere Weigerung, die Wahrheit über das Imperium zu erkennen, unsere Weigerung, den unzähligen Verbrechen und Gräueln des Imperiums zu trotzen, hat den Alptraum hervorgebracht, den Malcolm vorhersah. Und während unser digitales Zeitalter und unsere bildungslose Gesellschaft eine erschreckende historische Amnesie erzeugen, werden diese Verbrechen ebenso schnell gelöscht wie sie begangen werden.

"Manchmal wagte ich zu träumen ... dass eines Tages die Geschichte berichten könnte, dass meine Stimme - die die Selbstgefälligkeit und Arroganz und Bequemlichkeit des weißen Mannes so störte - dass meine Stimme half, Amerika vor einer schweren, möglichlerweise sogar tödlichen Katastrophe zu bewahren," schrieb Malcolm.

Die Integration von farbigen Eliten, einschließlich Barack Obama, in die höheren Ränge der institutionellen und politischen Strukturen hat nichts dazu beigetragen, die räuberische Natur des Imperiums zu dämpfen. Identität und Geschlechter-Politik - uns steht bevor, dass uns ein weiblicher Präsident in Form von Hillary Clinton verkauft wird - haben, wie Malcolm begriff, Betrug und Diebstahl der Wallstreet begünstigt, die Beseitigung der Bürgerrechte, das Elend der unteren Klassen, in dem die Hälfte aller schulpflichtigen Kinder in Armut lebt, die Ausdehnung unserer imperialen Kriege und die gründliche und vielleicht fatale Ausbeutung des Ökosystems. Und solange wir nicht Malcolm X beachten, solange wir nicht die Selbstzerstörung begreifen, die dem Imperium zugrundeliegt, wird es bei uns und im Ausland immer mehr Opfer geben.

Malcolm verstand wie James Baldwin, dass wir nur, wenn wir die Wahrheit erkennen, wer wir als Mitglieder einer imperialen Macht sind, die farbigen Menschen zusammen mit den Weißen befreit werden können. Diese Wahrheit ist bitter und schmerzhaft. Sie erfordert die Anerkennung unserer Fähigkeit zum Bösen, für Ungerechtigkeit und Ausbeutung und sie fordert Reue. Aber wir hängen wie leichtfertige Kinder an den Lügen, die wir uns über uns selbst erzählen. Wir weigern uns, erwachsen zu werden. Und wegen dieser Lügen, die im gesamten kulturellen und politischen Spektrum geschaffen werden, hat keine Befreiung stattgefunden. Das Imperium verschlingt uns alle.

"Wir sind gegen das Böse, gegen Unterdrückung, gegen das Lynchen," sagte Malcolm. "Man kann aber nicht ANTI sein, wenn man nicht auch gegen den Unterdrücker und gegen den Lynchenden ist. Man kann nicht gegen Sklaverei sein und für den Sklavenhalter; man kann nicht gegen Verbrechen sein und für die Kriminellen. In der Tat, wie Muhammad lehrt, würde, wenn die gegenwärtige Generation der Weißen ihre eigene Rasse im Licht der wahren Geschichte studieren würde, dann würde sie selbst anti-weiß werden."

Malcolm sagte einmal, wäre er ein Schwarzer aus der Mittelklasse gewesen und ermutigt worden, Jura zu studieren, statt eines armen Kindes in einem Jugendgefängnis, das mit 15 die Schule verließ, würde ich heute vielleicht zur schwarzen Bourgeoisie der Stadt gehören, die Cocktails schlürft, der sich als ein Sprecher für und Führer von den leidenden schwarzen Massen anschmiert, weil seine größte Sorge wäre, ein paar Krumen von den üppigen Tischen der doppelzüngigen Weißen zu ergattern, zu denen sie so gerne gehören wollen.

Malcolms Familie, sich abmühend und arm, wurde herzlos von staatlichen Behörden auseinandergerissen nach einem Muster, das sich nicht geändert hat. Die Gerichte, die unzureichenden Schulen, die Wohnungen voller Kakerlaken, Erniedrigung, Vezweiflung, Armut, gierige Banken, herablassende Beamte, Polizei, Gefängnis und Bewährungshelfer taten damals ihre Arbeit wie heute auch. Malcolm sah die Rassenintegration als ein politisch steriles Spiel, das von der schwarzen Mittelklasse gespielt wurde, die bereit war, ihre Seele zu verkaufen, um das Imperium und den Kapitalismus am Leben zu erhalten. "Der Mann, der Würmer in den Fluss wirft," sagte Malcolm, " ist nicht unbedingt ein Freund der Fische. Alle die Fische, die ihn als Freund ansehen, die glauben, dass die Würmer keinen Haken haben, enden gewöhnlich in der Bratpfanne." Er bezog sich auf die apokalyptischen Schlachten im Buch der Offenbarung, wo die Verfolgten sich in einer Revolte gegen die Bösen erheben.

"Martin [Luther King Jr.] hat nicht das revolutionäre Feuer, das Malcolm bis zum Ende seines Lebens hatte," sagt Cornel West in seinem Buch mit Christa Buschendorf "Black Prophetic Fire". "Und mit revolutionärem Feuer meine ich, das System zu verstehen, unter dem wir leben, das kapitalistische System, die imperialen Tentakel, das amerikanische Imperium, die Missachtung des Lebens, der Wille, das Gesetz zu übertreten, sei es das internationale oder das heimische Gesetz. Malcolm verstand das von Anfang an, und es traf Martin schwer, dass er auf seine eigene moralische Weise sehr spät ein Revolutionär in seinem kurzen Leben wurde, während Malcolm das revolutionäre Feuer so früh in seinem Leben hatte."

Es gibt drei große Bücher über Malcolm X: "The Autobiography of Malcolm X: as Told to Alex Haley", "The Death and Life of Malcolm X" von Peter Goldman und "Martin & Malcolm & America: A Dream or a Nightmare" von James H. Cone.

Am Freitag traf ich Goldman - der als Reporter für eine Zeitung in St. Louis und später für Newsweek Malcolm kannte und über ihn schrieb - in einem New Yorker Café. Goldman gehörte zu einem winzigen Kreis weißer Reporter, die Malcolm respektierte, zu denen auch Charles Silberman von der Fortune und M.S. "Mike" Handler von der New York Times gehörte, die, wie Malcolm einmal sagte "keine der üblichen Vorurteile oder Rührseligkeiten über schwarze Leute hatten".

Goldman und seine Frau, Helen Dudar, die auch Reporterin war, trafen Malcolm 1962 im Shabazz Frosti Kreem, ein Speiserestaurant schwarzer Moslems im Nord-Ghetto von St. Louis. Bei dem Treffen goss er etwas Sahne in seinen Kaffee. "Kaffee ist das einzige, was ich intergriert wünsche", sagte er. Er fuhr fort: "Der durchschnittliche Negro lässt nicht einmal einen anderen Negro wissen, was er denkt, so misstrauisch sind sie. Er ist ein Akrobat. Er muss überleben in dieser Zivilisation. Aber ich als Moslem bin in erster Linie Schwarzer - meine Sympathien sind schwarz, meine Loyalität ist schwarz, alle meine Ziele sind schwarz. Aber als Moslem bin ich nicht daran interessiert, Amerikaner zu sein, weil Amerika niemals an mir interessiert war."

Er erzählte Goldman und Dudar: "Wir hassen nicht. Der weiße Mann hat einen Schuldkomplex - er weiß, dass er Unrecht tut. Er weiß, wenn er durch uns das durchgemacht hätte, was wir durch ihn durchgemacht haben, er uns hassen würde." Als Goldman zu Malcolm sagte, er glaube, dass in einer Gesellschaft, in der Rasse keine Rolle spielte, sagte Malcolm scharf: "Du sprichst von Phantasie. Du musst dich mit den Fakten befassen."

Goldman erinnerte sich: "Er war der Bote, der uns die schlechte Nachricht überbrachte, die niemand hören wollte." Trotz der "schlechten Nachricht" bei jenem ersten Treffen, machte Goldman weiter mehrere Interviews mit ihm, die oft zwei oder drei Stunden dauerten. Goldman hat Malcolm für seine "Um-Erziehung" zu danken.

Goldman war von Anfang an überrascht von Malcolms unfehlbarer Höflichkeit, seinem betörenden Lächeln, seiner moralischen Rechtschaffenheit, seinem Mut und, überraschenderweise, seiner Güte. Goldman erwähnt den Tag, als der Psychologe und Schriftsteller Kenneth B. Clark und seine Frau eine Gruppe von Studenten begleiteten, die meisten weiß, um Malcolm zu treffen. Als sie ankamen, war Malcolm von Reportern umringt. Frau Clark, die das Gefühl hatte, dass das Treffen mit den Reportern wohl wichtiger war, sagte zu Malcolm, dass die jungen Leute warten könnten. "Das Wichtigste sind diese jungen Leute," sagte Malcolm zu den Clarks, als er die Studenten heranrief. "Er machte keinen Unterschied zwischen weißen Kindern und Kindern," so zitiert Goldman in seinem Buch Kenneth Clark.

James Baldwin schrieb auch über Malcolms tiefes Feingefühl. Er und Malcolm waren 1961 in einem Radio-Programm mit einem jungen Bürgerrechts-Aktivisten, der gerade aus dem Süden zurückgekommen war. "Wenn du ein amerikanischer Bürger bist," erinnerte sich Baldwin, dass Malcolm den jungen Mann fragte, "warum musst du für deine Rechte als Bürger kämpfen? Ein Bürger zu sein heißt, die Rechte eines Bürgers zu haben. Wenn du diese Recht nicht bekommen hast, bist du auch kein Bürger." - "So einfach ist das nicht", antwortete der junge Mann. "Warum nicht" fragte Malcolm.

Baldwin berichtete über das Gespräch: "Malcolm verstand das Kind, und er sprach mit ihm als würde er zu einem jüngeren Bruder sprechen und mit derselben wachsamen Aufmerksamkeit. Was mich am meisten beeindruckte war, dass er nicht versuchte, das Kind zu bekehren: er versuchte, es um Denken zu bringen ... Ich werde nie Malcolm und das Kind vergessen, die einander gegenübersaßen, und Malcolms außergewöhnliche Güte. Und das ist die Wahrheit über Malcolm: er war einer der gütigsten Menschen, die ich je getroffen habe."

"Einer von Malcolms vielen Sätzen, die ich mochte, war 'Ich bin der Mann, der du glaubst zu sein', " sagte Goldman. "Was er damit meinte war, dass wenn ich dich schlage, würdest du zurückschlagen. Aber im Laufe unserer Bekanntschaft kam ich zu der Auffassung, dass es auch bedeutete, wenn du mich respektierst, respektiere ich dich auch."

Cone erweitert diesen Punkt in "Martin & Malcolm & America": "Malcolm X ist die beste Medizin gegen Genozid. Er zeigte uns durch sein Beispiel und seine prophetischen Predigten, dass man nicht im Dreck steckenbleiben muss. Wir können aufwachen; wir können aufstehen; und wir können mit dem langen Marsch zur Freiheit beginnen. Freiheit ist zuerst und vor allem eine innere Erkenntnis von Selbstrespekt, ein Wissen, dass man nicht auf diese Welt kam, um ein Niemand zu sein. Unsere Vorfahren kämpften gegen große Ungleichheien (Sklaverei, Lynchen und Segregation), aber sie betrieben keine Selbst-Zerstörung. Einige starben im Kampf und andere, angefeuert durch ihr Beispiel, marschierten weiter Richtung des gelobten Landes der Freiheit und sangen 'uns wird niemand zur Umkehr bewegen'.

Die Afro-Amerikaner können heute dasselbe tun. Wir können für unsere Würde und unseren Selbst-Respekt kämpfen. Stolz, ein Schwarzer zu sein, bedeutet nicht, gegen weiße Leute zu sein, es sei denn, Weiße sind gegen den Respekt vor dem Menschsein der Schwarzen. Malcolm war nicht gegen Weiße; er war für die Schwarzen und gegen ihre Ausbeutung.

Goldman bedauerte den Verlust von Stimmen wie die von Malcolm, Stimmen getränkt mit Verständnis unserer historischen und kulturellen Wahrheiten und ausgestattet mit dem Mut, diese Wahrheiten öffentlich auszusprechen.

"Wir lesen nicht mehr," sagte Goldman. "Wir lernen nicht mehr. Die Geschichte verschwindet. Die Leute sprechen über das Leben im Augenblick, als sei das eine Tugend. Es ist ein schreckliches Laster. Zwischen den Twitter-Zeilen und den 24-Stunden-Nachrichten-Zyklus verschwindet unsere Geschichte. Geschichte ist etwas Langweiliges, das man im Gymnasium erdulden musste und danach wird man es los. Dann studiert man Finanzen, Buchführung, Geschäftsmanagement oder Komputerwissenschaft. Es gibt nur noch verdammt wenige Geisteswissenschaftler. Und das hat unsere Geschichte ausgelöscht.

Die größere Persönlichkeit in den 60-er Jahren war natürlich King. Aber die überwältigende Mehrheit der Amerikaner wissen über King nur, dass er eine Rede hielt, in der er sagte 'Ich habe einen Traum' und dass sein Name mit einem Feiertag verbunden ist."

Malcolm verstand, wie King auch, den Preis dafür, ein Prophet zu sein. Die beiden Männer wurden täglich mit diesem Preis konfrontiert.

Malcolm, wie Goldman schreibt, traf den Reporter Claude Lewis nicht lange vor Malcolms Ermordung am 21. Februar 1965. Er hatte bereits mehrere Attentate auf sein Leben erlebt.

"Dies ist eine Zeit der Heuchelei," sagte er zu Lewis. "Wenn weiße Leute vorgeben, sie wollen, dass die Negros frei sind, und Negros gegenüber Weißen vorgeben, dass sie wirklich glauben, dass weiße Leute sie frei wünschen, dann ist dies eine Ära der Heuchelei, Bruder. Du täuscht mich und ich täusche dich. Du gibst vor, dass du mein Bruder bist, und ich gebe vor, dass ich wirklich glaube, dass du glaubst, du seist mein Bruder."

Er sagte zu Lewis, dass er kein hohes Alter erreichen werde. "Wenn du liest, wirst du finden, dass es sehr wenige Leute gibt, die denken wie ich, und die lang genug leben, um alt zu werden. Wenn ich von allen notwendigen Mitteln spreche, dann meine ich das von ganzem Herzen, meinem Verstand und meiner Seele. Ein schwarzer Mann sollte sein Leben geben, um frei zu sein, und er sollte auch fähig sein, das Leben jener zu nehmen, die ihm seines nehmen wollen. Wenn du wirklich so denkst, dann lebst du nicht lange."

Lewis fragte ihn, wie er in erinnert werden will. "Ehrlich," sagte Malcolm. "In allem was ich tat oder tue. Selbst wenn ich Fehler macht, wurden sie aufrichtig gemacht. Wenn ich Unrecht habe, habe ich ehrlich Unrecht. Ich denke, das beste, was ein Mensch sein kann, ist ehrlich zu sein."

"Der Preis der Freiheit," sagte Malcolm kurz vor seiner Ermordung, "ist der Tod."


Chris Hedges hat zwei Jahrzehnte als Auslandskorrespondent gearbeitet in Mittelamerika, dem Nahen Osten, Afrika und dem Balkan. Allein 15 Jahre für die New York Times.


Quelle - källa - source

2 Kommentare:

  1. "Es ist nur eine Frage der Zeit, bevor er [Anm.: der Kapitalismus] vollständig kollabieren wird."
    sagte marx nicht dasselbe vor 150 jahren? ich verrate euch ein geheimnis: das derzeitige wirtschaftliche system, das wohl besser interventionismus genannt werden sollte, wird kollabieren. die kreditexpansion ist am ende. jeder neue dollar/euro/yuan schulden erschafft immer weniger bip. das sieht jeder. aber der kapitalismus, die auf dem privateigentum beruhende ordnung, wird weiter bestehen. es werden wahrscheinlich einige danach mehr oder weniger haben als jetzt, aber der sozialismus wegen undurchführbarkeit wird nicht eingeführt werden.
    "Aber ihm gelang es nicht, ökonomische Gerechtigkeit zu erlangen"
    wenn ihr unter ökonomischer gerechtigkeit eine ähnliche einkommenverteilung versteht, müsst ihr enttäuscht werden. der einzige weg, das auf die schnelle zu erreichen, wäre die umschichtung von besitz. das verstößt gegen die grundrechte und wäre prinzipiell ein fehler. denn wem sollte der besitz genommen werden? wer sollte die unternehmen bekommen, wer landstücke, wer geldkapital? sind die empfänger qualifiziert es zu verwalten oder werden sie, da sie es nicht selbst erarbeitet haben, in 20 jahren in derselben lage sein wie am anfang? wenn es gerechtfertigt ist, nach ethnischen kriterien besitz umzuverteilen (ist es nicht es ist rassismus!!), müsste man dasselbe nicht auch für, sagen wir mal, aus lateinamerika stammende menschen machen?
    der einzige weg zu wohlstand führt über arbeit und gleiche behandlung für alle. schwarze werden bei einigen jobs nun bevorzugt eingestellt. das ist nicht mehr gerechtigkeit, sondern privilegierung. ökonomisch lässt sich darüber nur sagen, dass die arbeit von weißen relativ zu ihrer produktivität dadurch billiger wird, weil sie benachteiligt sind, sodass diese intervention die schwarzen in den sektoren, wo diese privilegien nicht herrschen, benachteiligt.
    "Die Integration von farbigen Eliten, einschließlich Barack Obama, in die höheren Ränge der institutionellen und politischen Strukturen hat nichts dazu beigetragen, die räuberische Natur des Imperiums zu dämpfen"
    das war jedem klar, der nicht auf obamas hautfarbe, sondern auf seine politischen handlungen gesehen hat. schwarze führen keine "schwarze politik". so etwas ist wunschdenken, weil es nicht existiert. es gibt logische sachzwänge, die sich aus dem kapitalistischen system ergeben, und dieses system ist für schwarze und weiße gleich, weil es auf der logik des menschlichen handelns basiert. die unmöglichkeit des dauerhaften erfolges von willkürlichen beitzumverteilungen oder von anderen interventionen zugusten der schwarzen gehören dazu. bei der kriegspolitik hatte er jedoch mehr spielraum.
    "Der Preis der Freiheit," sagte Malcolm kurz vor seiner Ermordung, "ist der Tod."
    meiner meinung muss man um frei zu sein nur dafür sorgen, dass feindlich gesinnte personen nicht meine gefühle manipulieren und den verstand ausschalten. freiheit beginnt im kopf, nicht im grab.
    rote_pille

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  2. “America will never be destroyed from the outside. If we falter, and lose our freedoms, it will be because we destroyed ourselves. “ - Abraham Lincoln
    De Friese

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