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Donnerstag, 10. November 2016

Hillary gegen Donald: Kling Klang, die Hexe ist tot! Sieg für den Zauberer von Oz!

Diana Johnstone
9. November 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth


"Es gibt keinen Platz wie zuhause.“
Das ist die Lehre. Selbst wenn zuhause Kansas ist.


Der wahre Sinn dieser Wahl ist nicht, wie die bitter enttäuschten Hillary Anhänger immer noch behaupten mit Tränen in den Augen und Angst in der Kehle, ein Sieg für Rassismus und Sexismus.

Der wahre Sinn dieser Aufregung ist, dass das Globalisierungs-Projekt der Wall Street von den Bürgern seiner Heimat verworfen wurde.

Das hat weitgehende Auswirkungen für die europäischen Länder, die in dieses ruinöse Projekt gezerrt wurden.

Hillary Clinton war die Kandidatin des militär-industriellen Komplexes und des internationalen Finanzkapitals. Sie stellte sich selbst als Portalfigur dieser Kräfte dar, als Königin des Regime Wechsels. Sie hatte den Ehrgeiz, diejenige zu sein, die die Welt nach dem Bilde der Diktate der Wall Street formt. Es war ein Projekt, das enthusiastisch und mit viel Geld von den Einprozentern unterstützte wurde, die von Waffenverträgen und Handelsabkommen profitieren, die sie selbst in eigenem Interesse schreiben.


Um von dieser eigentlichen Bedeutung ihrer Kandidatur abzulenken, appellierte die Clinton Kampagne an den Wunsch nach Ehrbarkeit der gebildeten Städter und portraitierte die Trump-Anhänger als rassistische Tölpel, die von dem gehässigen Wunsch beseelt sind, Minoritäten zum Sündenbock zu machen aus Rache für ihre eigenen Unzulänglichkeiten. Sie sind „zu bedauern“ und du möchtest keiner von ihnen sein oder?

Trump war sexistisch, weil er sich auf bestimmte Frauen als „bimbos“ bezog. Elizabeth Warren stellte ihn deswegen zur Rede auf einer Plattform, wo Hillary zuhörte mit weit offenem Mund vor Freude – sie, die sich auf Bill Freundinnen als „bimbo eruptions“ (in etwa Betthasen-Dummerchens) bezog. Verderbtheit und Heuchelei ersoffen in Politik-Diskussionen. Das Schlimmste, was die Clinton-Kampagne vorweisen konnte, war ein elf Jahre altes Gespräch im Umkleidezimmer – lediglich Worte, schwerlich vergleichbar mit Bills chronischen Handlungen.

Dennoch gingen Millionen der Clinton-Kampagne auf den Leim und waren zerschmettert, entsetzt, überzeugt, dass der einzige Grund für Trumps Sieg sein „Rassismus“ und „Sexismus“ jener niedrigen Klasse in der globalisierten Gesellschaft war: die weißen heterosexuellen Männer der Arbeiterklasse.

Weit entfernt, es gab andere Gründe, um für Trump zu stimmen. Rassismus und Sexismus liegen weit unten auf der Liste.

Die Trump Wähler waren empört über Hillarys Lügen und Korruption. Viele von ihnen hätten für Bernie Sanders gestimmt, hätten sie die Wahl gehabt. Diese Wahl wurde ihnen genommen durch die Manipulatoren der Demokratischen Partei, die auf ihre eigene Werbekampagne hereinfielen, „die erste weibliche Präsidentin“ zu wählen. Ein brandneues Produkt auf dem Präsidentenwahlmarkt! Seid die ersten, für eine weibliche Präsidenten zu stimmen! Neu, verbessert!

Bernies Erfolg zeigte bereits, dass Millionen nicht diese Frau wollten. Aber die Manipulatoren der Demokratischen Partei und ihre Oligarchen machten stur weiter mit ihrem Plan, Hillary Clinton einem widerstrebenden Land aufzuzwingen. Sie haben sich diese Niederlage selbst eingebrockt.

Entgegen dem, was man glauben konnte, wenn man die New York Times las, gab es sogar Intellektuelle, die für Trump stimmten, oder zumindest sich weigerten, für Hillary zu stimmen, aus dem einfachen Grund, dass Trump weniger wahrscheinlich die Welt in ihren dritten und letzten Krieg führen würde. Er sagte Dinge, die diesen Eindruck erweckten, aber diese Erklärungen wurden von den MSM ignoriert, weil sie Überstunden machten, um das Bild eines Menschenfressers zu verstärken. Kein Krieg mit Russland? Dann musst du eine Putin-Puppe sein!

Die Trump Wähler hatten mehrere Gründe, für Trump zu stimmen. Vor allem wollten sie ihre Jobs wiederhaben, Jobs, die dank der neoliberalen Politik, diese in Billiglohnländer zu transferieren, verschwunden waren.


Aber Rassismus ist das einzige von der globalisierten Elite anerkannte Motiv, die Globalisierung abzulehnen. Die britischen Bürger, die dafür stimmten, die EU zu verlassen, um ihre traditionelle Demokratie wieder zu bekommen, wurden auch gebrandmarkt als „rassistisch“ und "xenophob“. Opposition gegen Rassismus und Xenophobie ist die natürliche moralische Verteidigung eines Projektes von globaler Herrschaft, die gewöhnliche Bürger jeder Entscheidungsmacht beraubt.

Diese außerordentlich boshafte Kampagne hat scharfe Unterschiede in den Vereinigten Staaten ans Licht gebracht und verschärft. Die Trennung zwischen Stadt und Land ist ganz deutlich auf den Wahlkarten zu sehen. Aber diese Trennungen sind verschärft worden durch eine Kampagne, die Donald Trump als rassistischen Verrückten darstellte, einen neuen Hitler, der den Faschismus nach Amerika bringt Der Anti-Rassismus dieser Kampagne, der „Hass“ verurteilt, hat  eigentlich Hass erzeugt.

Nein, meine Lieben, Trump ist nicht Hitler. Er ist ein Wizard of Oz. Er ist ein Entertainer, der einen erstaunlichen Trick zustandegebracht hat dank der drastischen Moral und des intellektuellen Niedergangs der amerikanischen politischen Systems.

Er ist weder so gefährlich, wie seine Gegner befürchten, noch so fähig, „Amerika wieder groß zu machen“, wie seine Anhänger hoffen. Er ist das geringere Übel. Was aus ihm in Washington wird, steht jedem frei sich auszumalen.

Quelle - källa - source

4 Kommentare:

  1. der artikel spricht mir aus dem herzen.

    schade das man sowas nicht in der systemjournalie lesen kann.

    der mainstream weigert sich beharrlich die wahrheit zu verkünden und sägt weiterhin wie irre am ast auf dem sie sitzen.

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  2. danke für die Übersetzung des Artikels.
    Unsere unsägliche Nato-Presse hat sich auch dazu geäußert. Eine gute Zusammenfassung gibt es hier
    Weltuntergangsstimmung , Arroganz und komplette Ahnungslosigkeit – die Reaktionen der deutschen Medien auf Trumps Wahlsieg
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=35765

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