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Freitag, 17. Mai 2019

Die venezolanischen Kommunen schützen den Staat

Dies ist ein Artikel, der sich auf denBericht von Federico Fuentes stützt, den ich vor zwei Tagen übersetzt habe, ergänzt noch durch lebendige Schilderungen des viel gelobten Journalisten Norton in einem Video.

Robert Hunziker

14. Mai 2019

Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die kommunale Revolution dringt vom Land in die Städte.

Die direkte Demokratie funktioniert wie ein Talisman. Schauen Sie sich die Venezuela's Kommunen an........
Die allgegenwärtigen Kommunen Venezuelas sind ein Beweis dafür, dass die direkte Demokratie funktioniert. Und interessanterweise sind eben diese Kommunen mächtige Puffer gegen Putschversuche und schützen die Heiligkeit der direkten Demokratie in ihrem Land.

Aller Wahrscheinlichkeit nach waren John Bolton und Trump und Pence und Pompeo und Rubio bis zur Unkenntlichkeit schockiert von dem gescheiterten Coup-Versuch, bei dem sie geholfen haben, eine demokratisch gewählte Regierung südlich der Grenze zu überwältigen, die umgangssprachlich als Erweiterung des Konzepts des Manifest Destiny in vollem Umfang bekannt ist.

Zum Entsetzen von Bolton/Rubio erwies sich der Oppositionsführer Juan Guaidó als Clown, der sich als Vertreter demokratischer Geister, Motivator und Retter verkleidete. Nun, er wurde als miserabler Misserfolg in den Mülleimer geworfen, ein internationaler Paria, der beschämt in der Abgeschiedenheit hockt. Seine amerikanischen Mitverschwörer sehen aus wie große, fette Betrüger.

Interessanterweise haben die Bürger Venezuelas nicht auf den offiziellen Aufruf von Juan Guaidó reagiert, sich zu versammeln, zu revoltieren und Maduro zu eliminieren und den Diktator zu stürzen. Das waren die Anweisungen an eine Öffentlichkeit, die totenstill sich nicht von der Stelle rührte. Niemand kam zu dem groß angekündigten Riesen-Ereignis, denn Juan Guaidó wollte "Venezuela wieder groß machen".

Nur in den USA fallen die Menschen auf so ein Geschwätz rein. Die politisch klugen Bürger Venezuelas kennen hohle Slogans, wenn sie sie hören. Schließlich haben sie eine direkte Demokratie, die wie ein Talisman funktioniert, warum etwas ändern?

Fest gelegte politische Ordnungen, Kommunen in Venezuela, haben sich als Sicherheitsnetz für Familien und ihre Gemeinden erwiesen. Es ist die direkte Demokratie bei der Arbeit, und sie funktioniert bemerkenswert gut unter den schwierigsten Umständen, so hart sie sein mögen, was die Standhaftigkeit der direkten Demokratie zeigt.
Was den Beweis für die Wirksamkeit, Bedeutung und Standhaftigkeit der venezolanischen Kommunen betrifft, so war die Kommune Indio Caricuao im Südwesten von Caracas eines der ersten Ziele der Unterstützer von Juan Guaidó. Sie plünderten die Gemeinde und zündeten ihr Hauptquartier an. Die Anwohner nutzten das Gebäude für Besprechungen, und es beherbergte eine von der Gemeinde betriebene Textilfabrik, die Projekte für die lokale Gemeinschaft finanzierte.

Es ist bezeichnend, dass die Anhänger von Guaidó eine prominente Gemeinde als erste Angriffslinie gewählt haben und nicht Maduro. Das logische Ergebnis dieses taktischen Zuges ist natürlich, dass sie die Macht der Kommunen anerkannt haben, die die Macht von Maduro verdrängen, was in der Tat im ganzen Land der Fall ist. Maduro ist mehr Aushängeschild als Manipulator der politischen Fäden. Das Volk kontrolliert diese Fäden über die direkte Demokratie im Großen und Ganzen in ganz Venezuela.

Unter der Leitung des ehemaligen Präsidenten Hugo Chavez wurden Kommunen gegründet. Er betrachtete die Kommunen als "grundlegende Bausteine eines neuen Kommunalstaates", der auf Selbstverwaltung durch die lokale Demokratie, durch die lokalen Kommunen basiert.

Laut dem venezolanischen Kommuneministerium hat das Land heute fast 47.000 registrierte Kommuneverwaltungen und fast 3.000 Kommunen. Die Kommunen konsolidieren ihre Netzwerke seit über einem Jahrzehnt und stellen eine starke Kraft im Land dar, die wohl mächtiger ist als Präsident Maduro.

Nach Angaben von Kommunalführern wie Gsus Garcia von der sozialistischen Kommune ‘Altos de Lidice’ erkennen sie an, dass Chavistas (Chavez-Anhänger) im Mittelpunkt der Gründung von Kommunen standen, aber die kommunen umfassen Einwohner, die gegen Maduro sind, und einige, die ihn bevorzugen. Ihr Fokus liegt auf ihrer lokalen Kommune, nicht auf Maduro. (Quelle: Frederico Fuentes https://einarschlereth.blogspot.com/2019/05/venezuelas-krise-mit-den-augen-der.html)

Ein Paradebeispiel ist die Kommune ‘Panal 2021’, die aus 3.600 Familien besteht. Die Kommune finanzierte sich zunächst durch Verlosungen und staatliche Mittel, aber heute ist sie selbstfinanzierend und selbstverwaltet. Panal 2012 verfügt über (1) eigene Bäckereien, (2) eine Textilfabrik, (3) eine Zuckerverpackungsanlage und (4) ein wachsendes Lebensmittellager und Distributionszentrum, um sicherzustellen, dass keine Familie hungrig ist.


Die Einnahmen aus kommunal betriebenen Unternehmen werden in einer kommunalen Bank hinterlegt, wobei die Bürgerversammlungen entscheiden, wie die Mittel für Gemeinschaftsprojekte umverteilt werden. Es ist die direkte Demokratie am Arbeitsplatz.

Ebenso generieren die Kommunen im ganzen Land ihre eigenen Einnahmen und kümmern sich um ihre lokalen Kommunwn. Sie brauchen keine staatlichen Mittel. Nicht nur das, sondern sie versorgen auch städtischen Zentren, die nicht organisiert sind; Panal 2021 ist auch mit anderen Kommunen auf dem Land verbunden, um Lebensmittel in die Städte zu bringen, die sie zu viel günstigeren Preisen als private Supermärkte verkaufen. So werden die Venezolaner durch die direkte funktionierende Demokratie ernährt.

Laut Quellen in Venezuela: "Unabhängig davon, was als nächstes in Venezuela passiert.... wird das starke Niveau der in den vergangenen zwei Jahrzehnten aufgebauten Kommunen nicht leicht verschwinden. Es gibt noch viel Kraft, ein hohes Maß an Organisation. Wohin man auch schaut, man findet eine Kommune, eine Genossenschaft und eine Art Komitee oder Organisation.... Wenn[die Regierung] fallen sollte, wird diese Organisation immer noch hier sein; dieser riesige Geist der Beteiligung wird immer noch existieren, und es wird ein Problem für jede Regierung sein, die versucht, sie zu demontieren." Quelle

Es ist wahrscheinlich, dass internationale Medienquellen den Status Venezuelas in ihrem eigenen Rausch von Unwahrheiten, die sich einfach von ihren eigenen Geschichten ernährten, falsch charakterisiert haben. Aber andererseits ist das heute ja die Norm.

Unterdessen ist Venezuela trotz extremer katastrophaler Umstände und einschließlich einiger Fälle von Menschen, die gelitten haben, im Großen und Ganzen den Kommunen verpflichtet, die sich umeinander kümmern, sie ernähren, kleiden, sie gesundheitlich behandeln und schützen, von Familien, die zusammen arbeiten, um ihr eigenes Schicksal zu bestimmen.

Es nennt sich direkte Demkratie. Und es funktioniert!

Nachsatz: Chris Hedges hat auf ‘On Contact’ den Reporter Ben Norton interviewt, der einen Monat in Venezuela verbrachte. Hier ist das Video:



Robert Hunziker, MA, Wirtschaftsgeschichte DePaul University, ist ein freiberuflicher Schriftsteller und Umweltjournalist, der über 200 Artikel veröffentlicht hat, darunter mehrere in Fremdsprachen übersetzte, die in über 50 Zeitschriften, Magazinen und Websites weltweit erschienen sind. Er wurde in zahlreichen FM-Radiosendungen und im Fernsehen interviewt.
Quelle - källa - source

1 Kommentar:

  1. einander zu helfen und was Sinnvolles aufzubauen, das ist es was die Menschen tun sollten. Veränderung geht nur von unten.
    Davon sind wir in Deutschland weit entfernt. Es fehlt an Bewusstsein. Die Obrigkeits-Hörigkeit ist auch sehr verbreitet. Viele glauben noch an Poli-Ticker und dass die es richten.

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