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Mittwoch, 5. Februar 2014

CHINA führt allgemeine Krankenversicherung zu einem Bruchteil der Kosten ein

Chinas alte Menschen halten sich fit.

Sarah L. Bhatia
3. Februar 2014

Chinas demographische Landschaft verändert sich schnell und die Regierung hat darauf mit dem Start einem ambitiösen sozialen und Gesundheitsreform-Programm reagiert, um den sich verändernden Bedürfnissen eines Landes mit 1.3 Mrd. Menschen zu entsprechen. In dieser Woche wurde ein 5-Jahres-Plan gebilligt, um ein umfassendes, landesweites soziales Sicherheits-Netzwerk zu schaffen.

Karen Eggleston, Direktorin des Asia Health Policy Program (AHPP) wird von Sarah L. Bhatia zum Erfolg von Chinas Krankenkassenreform interviewt – einschließlich des kürzlich eingerichteten Allgemeinen Gesundheits-Versorgungssystems – und zum langen Weg, der noch bevorsteht.


SLB:  Warum ist allgemeine Gesundheit und Wohlbefinden der chinesischen Bürger innerhalb eines größeren globalen Kontextes wichtig?
KE: Es gibt viele Gründe. Grundlegend ist, dass Chinas Bewohner fast 20 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht. Aber es spielt auch eine große Rolle in der Wirtschaft und es ist abhängig von einer gesunden Arbeiterschaft, vor allem da die Bevölkerung immer älter wird. Die Fähigkeit der Regierung, die Bedürfnissee seiner nicht versorgten Bürger zu befriedigen, trägt zu einem produktiveren und stabileren China bei und wird auch dazu beitragen, die riesige Kluft zu schließen, die wir in der ganzen Welt in puncto Wohlbefinden sehen.

China kann potentiell auch ein Modell für andere Entwicklungsländer wie Indien liefern, die überlegen wollen, wie eine allgemeine Krankenversicherung zu einem Zehntel des Einkommens der meisten Länder, die sie schon zuvor eingeführt haben, funktioniert.

SLB: Was sind die größten Veränderungen bei Chinas Versicherungssystem seit 1949?

KE: Eine der bedeutendsten Veränderungen ist, dass China eine elementare allgemeine Krankenversicherung in einer relativ kurzen Zeit erlangt hat. In der MAO-Periode (1949-1978) gab es eine Krankenversicherung, die an die zentrale Planwirtschaft gekoppelt war, die eine grundlegende Versorgung seitens der Regierung garantierte mit einer Menge regionaler Abweichungen. Als 1980 die Wirtschaftsreform einsetzte, brach ein großer Teil des Systems – insbesondere die Finanzierung der Versicherung – zusammen. Die Mehrheit von Chinas Bürgern waren in den vergangenen Jahrzehnten sehr schneller sozialer und ökonomischer Entwicklung nicht versichert.

Chinas Gesamtbevölkerung verändert sich dramatisch, was bedeutet, dass sie andere Gesundheitsbedürfnisse hat, wie etwa die Behandlung chronischer Krankheiten und die Pflege einer zunehmenden Zahl älterer Menschen (zu dieser Problematik siehe auch hier). Die Zentral-Regierung versucht, ein System einer erschwinglichen Grundversorgung zu schaffen – ein Konzept, wofür Chinas Barfußärzte die Pioniere waren, das aber verfiel – und Gesundheitsdienste, die den neuen Bedürfnissen entsprechen.

SLB: Wie funktioniert Chinas Krankenversicherungs-System? Gibt es Teile der Bevölkerung, die noch keine adäquate Versorgung und Pflege erhalten?

KE: China hat ein System gehabt, bei dem die Leute ihre Ärzte auswählen konnten. Patienten wollen normalerweise in Kliniken gehen, die mit Krankenhäusern von gutem Ruf zusammenarbeiten, aber, wenn man nicht versichert ist, dann muss notgedrungen dorthin gehen, wo man die Pflege auch bezahlen kann. „Es ist schwer, einen Doktor zu sehen und es ist teuer“, ist die Klage der Patienten in China gewesen; daher ist es ein explizites Ziel der Reformen, dies zu ändern.

Der Begriff „universale Deckung“ hat verschiedene Definitionen. China führte anfänglich eine Versicherung ein, die nur 20 bis 30 % der Kosten deckte von zuvor unversicherten Bürgern, besonders in ländlichen Gegenden. Die Deckung ist zwar erhöht worden, aber ist immer noch begrenzt. Wie bei den vorhergehenden Systemen gibt es immer quer durch die Bevölkerung Unterschiede.

China hat nicht nur eine riesige Bevölkerung mit riesigen ökonomischen Unterschieden, sondern obendrein gibt es einen großen Prozentsatz von Wanderarbeitern. Es ist eine Herausforderung, sich etwas auszudenken, wie man diese Menschen abdecken kann, damit sie besser versorgt werden. Die Regierung ist sich bewusst, dass Segmente der Bevölkerung nicht gleichmäßig versorgt werden und fährt fort, diese Frage zu lösen.

SLB:
Was sind die größten Neuerungen der jüngsten Jahre in Chinas Krankenkassen-System?

KE: Ein der bemerkenswertesten Dinge, die China erreicht hat, ist wirklich sein neues Krankenkassensystem. Obwohl die gegenwärtige Kostendeckung noch nicht besonders großzügig ist, deckt es doch alle ab, und es sind Mechanismen eingebaut, damit jedes Jahr besser bezahlt wird. China arbeitet daran, die Grundversorgung und die Gesundheitsdienste der Bevölkerung zu stärken, und steckt gewaltige Summen von Regierungsgeldern in diese Bewmühungen. Es ist das einzige Entwicklungsland mit gleichen Pro-Kopf-Einkommen, das solche Ergebnisse bisher erzielt hat.


Eggleston hat vor kurzem ein Arbeitspapier veröffentlicht über Chinas Krankenkassenreformen seit Mao auf der AHPP Webseite und einen Artikel im Milken Institute Review.


Quelle - källa - source

2 Kommentare:

  1. Da sollten sich die eu - Affen mal ein Beispiel dran nehmen ; Die Gesundheit der Arbeitenden Bevölkerung zu erhalten fördern , so bekommen alle ein stück vom Kuchen , der Arbeitnehmer das es für die Familie reicht nicht so knapp bemessen und die Abkassierer - Oligarchen nehmen sich sowieso was sie wollen . Aber wo der Mensch nicht genug verdient , Krank wird durch Überarbeitung ; Da klappt das nicht mehr auch nicht für die Abzocker - Oligarchen ! Werden die auch Umerzogen ? Das sie nix mehr merken 1+1=2 so einfach ist das ,lol ;) Die konnten das früher vor 40 Jahren noch - aber Heute ich weiss ja auch nicht ,lach .

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  2. Vielleicht sollte die USA da mal Nachhilfe- Stunden nehmen..... :-))
    diwini

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