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Mittwoch, 23. November 2016

Tulsi Gabbard zu Trump: Das Kriegsgetrommel meiden!


Dies ist praktisch die Fortsetzung des gestrigen Artikels und birgt eine echte Überraschung. Trump lud Tulsi Gabbard zu einem Gespräch über Syrien, Al Qaida und Außenpolitik ein. Ihr erinnert euch, dass ich seit 2015 mehrmals auf diese bemerkenswerte Frau verwiesen habe, die Hawai im Kongress vertritt und immer wieder schärfstens die Syrienpolitik Obamas angegriffen hat und vor allem vor einer no-fly-zone warnte, was einen Krieg mit Russland und vielleicht gar einen Atomkrieg bedeuten könnte. Lest ihre Sätze und dann überlegt mal, wieso nicht EIN EINZIGER WESTLICHER Staatsmann/frau so etwas über die Lippen brachte. Nun ja, wir wissen es, weil sie alle miteinander ein extrem feiges Lumpengesindel sind.

Und noch etwas ist an Tulsi Gabbard bemerkenswert. Auch sie ist eine Indigene. Wieso kommen die fortschrittlichsten Gedanken in der heutigen Welt von Indigenen? Ob Evo Morales aus Bolivien, die indigenen Völker, die jetzt am Sioux Standing Rock kämpfen, die Dalits und Adivasis in Indien oder Tulsi Gabbard aus Hawai. Vielleicht zeigt nichts besser unsere Verdorbenheit und Verkommenheit im Denken und Handeln an, das im großen und ganzen nur auf Zerstörung und Vernichtung ausgerichtet ist.

Präsident-elect Trump und Irak-Veteranin Tulsi Gabbard
Tulsi Gabbard zu Trump: Das Kriegsgetrommel meiden!

Sarah Westwood
22. November 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Die demokratische Kongress-Abgeordnete für Hawai Tulsi Gabbard sagt, dass sie und der gewählte Präsident Trump bei ihrem Treffen am Montag Syrien und den Kampf gegen den Islamischen Staat  diskutiert haben und sie ihn anflehte, den Konflikt in Syrien nicht zu verstärken.

„Ich hielt es für wichtig, die Gelegenheit zu ergreifen, mich mit Trump zu treffen, bevor das Kriegsgetrommel der Neocons uns in eine Kriegseskalation zum Sturz der syrischen Regierung zieht – ein Krieg, der bereits hunderttausende Menschenleben kostete und Millionen Menschen zur Flucht zwang, um sich und ihre Familien in Sicherheit zu bringen,“ sagte Gabbard in einer Erklärung nach ihrem Treffen mit Trump.

„Obwohl die Regeln politischer Schicklichkeit verlangt hätten, mich einem Treffen mit Trump zu verweigern, habe ich jedoch niemals und werde niemals mit amerikanischen und syrischen Leben spielen,“ sagte Gabbard.

Die progressive Frau aus Hawai wird gerüchteweise für die Kabinett-Posten eines UN-Botschafters oder Sekretärin für Angelegenheiten der Kriegsveteranen gehandelt. Gabbard, die eine der wenigen Demokraten war, die Bernie Sanders statt Hillary unterstützte, sagte, sie warnte Trump vor den Gefahren, eine no-fly-zone in Syrien einzurichten und ermutigte ihn, die Beendigung der US-Absichten, Bashar al-Assad zu stürzen, zu erwägen.

„Ich teilte mit ihm meine großen Sorgen, dass der Krieg in Syrien eskalieren würde, wenn eine no-fly-zone installiert würde, weil es katastrophal für das syrische Volk, unser Land und die Welt wäre,“ sagte Gabbard. „Es würde zu mehr Tod und Leid führen, die Flüchtlings-Krise verstärken und die ISIS und al-Qaida stärken und uns in direkten Konflikt mit Russland bringen, was zu einem Atomkrieg führen könnte.

Wir diskutierten auch meinen Gesetzes-Vorschlag, den illegalen Krieg zum Sturz der syrischen Regierung zu stürzen, zu beenden, und die Notwendigkeit, unsere wertvollen Resourcen zum Wiederaufbau unseres eigenen Landes und zur Vernichtung der al-Qaida, der ISIS und anderer Terroristengruppen, die eine Gefahr für das amerikanische Volk darstellen, zu verwenden,“ fügte sie hinzu.

Clinton förderte eine no-fly-zone in Syrien und verwarf die Sorgen, dass die Politik die Spannungen zwischen den USA und Russland sehr verstärken könnten. Trump hingegen schlug vor, sich nicht auf den Sturz von Assad zu konzentrieren, sondern auf den Kampf gegen den Islamischen Staat.


Quelle – källa – source


Auch der bekannte investigative Journalist Robert Parry schrieb positiv über diese Begegnung in „Trump's Tulsi Gabbard Factor“.
Einar Schlereth
23. Novemer 2016

Er sagt: „Indem Präsident-elect Trump die Hawai-Vertreterin Tulsi Gabbard einlud, eine Demokratin, die gegen „regime change“-Kriege ist, signalisiert er vielleicht einen größeren Bruch mit der republikanischen Neocon-Orthodoxie und ein größeres Revirement im außenpolitischen US-Establishment.“, wodurch „die autoritäten und imperialen Neo-Konservativen und ihre liberal-interventionistischen Gehilfen ihren harten Griff um die US-Außenpolitik verlieren könnten“.

Trump ist nicht nur durch Gabbards scharfe Worte gegen die islamistischen Terroristen dazu angeregt worden, sie einzuladen, sondern vor allem, dass Gabbard, die 35-jährige Irak-Veteranin, Senator Bernie Sanders unterstützte wegen seiner Opposition gegen die neocon-liberalen Kriegstreibereien und Kriegsabenteuer. Und schließlich war sie der Star in einem der stärksten politischen Videos in der Wahlkampagne „Die Kosten des Krieges“. Und diese Kommentare von Gabbard liegen ja Trumps eigenen Ansichten sehr nahe.

Des weiteren führt Parry aus, was die Neocons sich schon alles ausgemalt hatten, wenn der „schwache“ Obama endlich das Kommando abgibt und Killary das Ruder übernimmt. Da wären schon warme Plätzchen für „Fuck Europe“-Nuland und ihren erz-konservativen Mann Robert Kagan bereit gewesen, die alle im Zusammenspiel mit dem Kriegsverbrecher Netanyahu endlich Syrien und den Iran angreifen wollten.

Und da tritt der Trump mit seinen häretischen Ansichten auf den Plan. Er meinte, in Kooperation mit Putin die Krise in Syrien lösen zu können. Vergiss den Sturz von Assad, sondern die Terroristen im Ernst raus in die Kälte schicken und wirklich zu  bekämpfen und somit Gelder frei zu bekommen, um den Wiederaufbau der USA zu beginnen – naheliegend für einen Immobilien-Mogul. Das verwandelte ihn natürlich sofort in eine Putin-Marionette.

Natürlich dachten die Neocons, dass sie sich den Trump schon zurechtbiegen würden und dass sie ihm echte Falken-Küken ins Nest würden legen können, wie John Bolton als UN-Botschafter oder den ex-Direktor der CIA James Woolsey oder die Netanyahu-Favoriten Mitt Romney oder den ehemaligen New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani.

„Jedoch ist Trump bisher einen anderen Weg gegangen, mehr in Richtung mit dem libertären Denken der Koch-Brüder – nicht nur den berühmten Charles und David, sondern auch dem zerstrittenen William, der meinen Informationen nach ein geheimer Berater von Trump sein soll.

Trump hat zwar großartige Treffen mit Romney und Giuliani gehabt, hat aber bislang keine außenpolitischen Schlüsselposten an Neocons vergeben, außer den Posten als Nationalen Sicherheitsberater an General Michael Flynn, vormaliger Chef des DIA [militär. Geheimdienst D. Ü.], der aber gerade die US-Politik in Syrien und gegenüber den Terroristen scharf kritisiert hatte.“ Und nicht zu vergessen den Vize-Posten an Pence.

Parry spinnt den Faden noch weiter mit dem Gedanken, dass Trump sich dem eigentlichen Vipernnest (ISIS, al-Qaida, Daesh) zuwenden könnte, der Terroristen-Zentrale am saudischen Hof. Doch das halte ich für übertrieben, denn da würde er den Netanyahu von rechts und links abwatschen.

Parry sagt abschließend: „Viel wird davon abhängen, wen Trump als Außenminister wählt. Wenn es jemand wie Senator Rand Paul oder Tulsi Gabbard oder ein Libertärer aus der Welt der Kochs ist, wäre das eine schlechte Nachricht für die Neocons. Ist es jemand wie Romney, Giuliani, Bolton oder Woolsey, dann könnten sie aufatmen.“

Auf Deutsche Wirtschafts Nachrichten ist auch eine interessanter Artikel zu Tulsis Gespräch mit Trump erschienen.

4 Kommentare:

  1. "Lest ihre Sätze und dann überlegt mal, wieso nicht EIN EINZIGER WESTLICHER Staatsmann/frau so etwas über die Lippen brachte. Nun ja, wir wissen es, weil sie alle miteinander ein extrem feiges Lumpengesindel sind."

    Ist das so? Ist Feigheit der ausschlaggebende Faktor ihres Handelns? Ich denke nicht.

    Das wäre ein Grund den man verstehen, auch halbwegs akzeptieren könnte. Im Sinne von; lieber 5 Minuten Feige als ein Leben lang tot.

    Ihre Gründe sind so abgrundtief verdorben wie diese Kreaturen selbst verdorben. Es sind durch und durch niedere Menschen die aus niedrigsten Motiven heraus Unheil, Unglück, Tod und Trauer über die Menschen bringen.

    Sie können nicht anders als Antimoralisch, Antiethisch, Antisozial, Antimenschlich handeln, weil sie selber eben genau so sind. Ein Haufen verlogenes, heuchlerisches, niederstes Pack.

    Damit ist auch die nächste Frage beantwortet.

    "Wieso kommen die fortschrittlichsten Gedanken in der heutigen Welt von Indigenen? Ob Evo Morales aus Bolivien, die indigenen Völker, die jetzt am Sioux Standing Rock kämpfen, die Dalits und Adivasis in Indien oder Tulsi Gabbard aus Hawai."

    Das sind eben die normalen Menschen die Werte in sich tragen wie Wahrhaftigkeit, Ehrlichkeit, Moral, Ethik, liebe zum Geschöpf, liebe zur Natur und Umwelt. Also die Werte von der Westen immer behauptet es seien westliche Werte. Eben all die positiven Werte, die der Westen völlig negiert.

    Der Souverän

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  2. Darüber will ich nicht mit dir streiten. Es kommt wohl beides zusammen. Wenn Obama 'zum Spass' sagt, 'denk an die Drohnen', und alle lachen, dann bleibt bestimmt manchem das Lachen im Hals stecken. Und meinst du nicht, dass viele von diesen Ganoven genau wissen, was recht und was nicht recht ist. Aber wenn die Summen so verlockend hoch sind und andererseits man auch weiß, was es bedeutet, draußen in der Kälte zu stehen plus dem, was sonst noch passieren kann, dann
    greift man zu und lässt den lieben Gott einen guten Mann sein.

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    1. Natürlich wissen sie ganz genau was sie tun. Erst recht was Recht und Unrecht ist. Schließlich sind Gerichte nicht nur mit von/ bei der Party, sondern auch hauptsächlich.

      Geht es denn noch verkommener, widerwärtger und heuchlerischer, wenn gerade die die vorgeben im Dienste des Rechts zu stehen, die größten Verbrecher darstellen...

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  3. Hare Krishna, kann ich da nur sagen :-D

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