Mittwoch, 20. November 2019

USA muss schon wieder Drohungen schleudern - gegen Ägypten diesmal

Einar Schlereth
20. November 2019

Die SU-34 im Einsatz

Die Amerikaner - sie werden schon wieder bedroht. Diesmal von den Ägyptern! Halt, Moment mal. Nee, die Ägypter haben niemand bedroht, die Amerikaner nicht und auch sonst niemand. Die wollen nur ein paar Flieger von den Russen kaufen und nicht von den Amerikanern. Von den Russen bekommen sie nämlich drei für das Geld, was ein einziger US-Flieger kostet. Und obendrein ist der SU- 34 Fighter wesentlich besser. Na und? Das ist doch ein korrekter deal, meint ihr nicht?

Das findet Sarah Abed von Globalresearch auch, wie sie in ihrem Artikcl vom 18. November 2019 schreibt. Außerdem sagt sie, dass die Amerikaner den Ägyptern drohen, falls sie die russischen Flieger kauften, sie mit jeder Menge Sanktionen rechnen müssten. Und die Pfeife Mike Pompeo hat noch einen draufgesetzt und zwar, dass die Ägypter damit rechnen müssten, dass sie die jährlichen 1,3 MRD.$ für ihr Militär verlieren würden. Harte Bandagen.

Nun ja, in gewisser Weise werden die Yankees schon bedroht, potenziell nämlich. Im Fall, dass sie demnächst vielleicht mal Bomben auf die Ägypter werfen wollten, könnten ihre Flieger abgeschossen werden. Ganz sicher nämlich.

Aber, wie Sarah Abed weiter berichtet, haben Putin und Sisi , der Militärdiktator Ägyptens, schon vor zwei Jahren  darüber gesprochen, das Russland eine Basis für Luftwaffe in Ägypten haben möchte.

Damit sieht die Sache schon ganz anders aus. Eine Basis kostet Geld, sehr viel Geld sogar. Somit könnte sich das Geschäft für Sisi dennoch lohnen in Bezug auf den Verlust der Militärhilfe. Außerdem erhält Ägypten damit doppelte Sicherheit - durch die SU-34 und die Anwesenheit der Russen. Die Amerikaner würden in ihrer "Bewegungsfreiheit" im Nahen Osten erheblich eingeschränkt werden, was ihnen natürlich gar nicht Recht ist.

Dienstag, 19. November 2019

Glencore-Mine in Peru vergiftet Kinder mit Schwermetallen


Gerade habe ich erfahren, dass eine Glencore-Mine in Peru Kinder mit Schwermetallen vergiftet. Das muss sofort aufhören! Bitte unterschreibe auch den Protest-Brief an Glencore: www.konzern-initiative.ch/glencore-protest-brief/

Öffnet bitte den Link und unterzeichnet den Aufruf. So weit möglich, bitte weiterverbreiten!

Glencore muss sofort aufhören, mit seiner Mine Kinder zu vergiften!


Sehr geehrte Damen und Herren

In Cerro de Pasco (Peru) sind Luft, Boden und Wasser mit Schwermetallen vergiftet. Daran Schuld: Eine riesige Glencore-Mine. Gerade für Kinder hat das dramatische Folgen: Blutarmut, Behinderungen und Lähmungen.

Eine Haaranalyse bei Kindern zeigt, dass sich die Bleikonzentration in den letzten Jahren weiter verschlimmerte. Glencore darf sich nicht länger aus der Verantwortung stehlen und muss sofort aufhören, Kinder und Erwachsene in Cerro de Pasco mit Schwermetallen zu vergiften.

Mit freundlichen Grüssen

____
Mehr Infos zur Glencore-Mine, die viele Kinder schwer krank macht:
www.konzern-initiative.ch/skandal/glencore-mine-vergiftet-kinder/

Im März habe ich über eine andere Mine in Rinconada in Peru berichtet, die direkt neben dem Naturschutzgebiet des Titicaca-Sees liegt und nicht nur den See, sondern noch eine ganze Stadt total verseucht (u.a. mit Quecksilber):
https://einarschlereth.blogspot.com/2019/03/willkommen-in-der-holle-die.html

Alle diese Bergwerksbesitzer sind Schwerverbrecher, aber gewitzt im Bestechen von korrupten Politikern. Morales wusste, warum er die deutsch/österreichische Lithium-Fabrik abwimmelte. 

Die Plünderung Iraks


Eric Margolis

18. November 2019


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Victor Hugo sagte von dem verwüsteten Balkan im 19. Jahrhundert: «Die Türken sind hier durchgezogen. Alles liegt in Ruinen oder trauert.»


Willkommen im modernen Irak.
Die Briten waren immer Meister des effektiven Imperialismus. Im !9.. Jahrhudnert gelang es ihnen, ein Viertel der Erde mit einer relativ kleinen Armee, die von einer großen Flotte unterstützt wurde, zu beherrschen.

Viele ihrer imperialen Untertanen waren dermaßen erstaunt, dass sie oft bereitwillig kooperierten oder wenigstens ihr Knie beugten.

Nennt es Kolonialismus 101. Als begeisterte Studierer der römischen Geschichte haen die Briten beizeiten die römische Strategie des ‘Teile und herrsche’ angewandt. Dies erlaubte dem Britischen Imperium, mit minimalen Kräften über eine riesige Zahl von Menschen zu herrschen.

In meinem jüngsten Buch «Amerikanischer Raj» versuchte ich zu zeigen, wie das amerikanische Imperium Techniken des britischen imperialen Raj (raj= herrschen auf indisch) in Indien einsetzte, um den Nahen Osten zu kontrollieren. Jetzt können wir dieselbe Strategie in dem vergessenen Iraq im Einsatz sehen.

Wenige nur reden oder denken an den Irak heutzutage; die Medien ignorieren diese bedeutende aber zerstörte Land. Der Irak, lasst uns daran erinnern, war das Ziel einer großen westlichen Aggression, die von George W. Bush, Dick Cheney und Englands Tony Blair ausgeheckt wurde und von den Golf-Scheichtümernf und den Scheichtümern sowie Saudiarabien inanziert und angefeuert wurde. Die meisten Menschen verstehen nicht, dass der Irak immer noch ein von den USA besetztes Land ist. Wir hören nichts über die Mird Dollar, die große US-Ölfirmen seit 2003 herausgeholt haben. Für die USA war der Irak ein Schatzhaus aus Öl, das 12 % der Öl-Weltreserven besaß. Es war der 2. größte Produzent in der OPEC.

Denken wir daran, dass einer der führenden Neocons, die die Invasion im Irak ausheckten, Paul Wolfowitz war, der behauptete, dass die USA die Kosten der gesamten Invasion des Irak (geschätzte Kosten etwa 70 Milliarden Dollar) mit der Plünderungs Iraks bezahlt werden kann. Heute sind die Kosten der Besatzung schon auf ! Billion gestiegen. Aber Wolfowitz ist nirgends zu sehen. Unterdessen sagt Präsident Trump, dass die USA Syriens Ölfelder greifen werden. Wo immer es sein mag, Öl ist so amerikanisch wie Apfelkuchen.

Wohin ist also das ganze Geld verschwunden? Eine große Summe für korrupte irakische Politiker und noch mehr für die mindestens 10 US-Basen im Irak. Vielleicht auch ein kleiner Gewinn für den benachbarten Iran und Iraks Shia-Klerus oder Finanzhilfe für die ISIS im Irak und Syrien. Aber dennoch bleiben riesige Summen übrig, für die es keine Rechenschaft gibt von der Öl-Plünderung. Eines Tages werden wir es herausfinden.

In den vergangenen Wochen haben Schiiten und sunnitische Iraker Unruhen gestiftet, um gegen die anhaltende US-Proxy-Herrschaft eines in Washington zusammengestelltes Marionettenregime in Bagdad zu protestieren, das seltsamerweise auch einige iranische Unterstützung hat. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden 120 Iraker erschossen und etwa 6.000 verwundet. In dieser Zeit werden zahlreiche Palästinenser von Israel in Gaza getötet.

Im Plan des Cheney-Wolfowitz sollte der Irak als wichtigste US-Militärbasis dienen, um den gesamten Mittleren Osten, den Iran und Afghanistan zu kontrollieren. Dies geschah nicht wegen des heftigen irakischen Widerstands gegen die US-britische Herrschaft. Aber die USA haben immer noch einige Boden- und Marine-Trupen im Land und vor allem Luftwaffenstützpunkte im Irak. Dem angeblich "unabhängigen" Irak ist es nicht erlaubt, moderne Luft- oder Panzertruppen einzusetzen, und sein Luftraum bleibt unter US-Kontrolle. Die US-Truppen, die kürzlich nach Syrien geschickt wurden, kamen aus einer Irak-Garnison - eine kleine Version von Dick Cheneys imperialem Traum.

Seit der Invasion von 2003 wird der Irak von einer Reihe von den USA ernannten Persönlichkeiten regiert, die sich als ebenso korrupt wie unfähig erwiesen haben. Während des Krieges zerstörten die USA die meisten Wasser- und Abwassersysteme des Irak, was dazu führte, dass etwa 500.000 Kinder [inzwischen sind es mindestens die doppelte Anzahl. D. Ü.] an wasserübertragenen Krankheiten starben, einen Großteil der Industrie und des Handels ruinierten und Millionen von Männern arbeitslos wurden. Die öffentlichen Dienste sind non-existent.

Vor der Invasion der USA war der Irak in der arabischen Welt in den Bereichen Industrie, Landwirtschaft, Medizin, Bildung und Frauenrechte führend. All das wurde durch die "Befreiung" zerstört.

Ich war 2001 und 2003 im Irak und sah, wie weit es sich entwickelt hatte trotz der drakonischen Herrschaft Saddam Husseins. Ich war nur einer von einigen wenigen Reportern,, die versuchten, die westlichen Lügen über den Irak in Frage zu stellen. Die in Nebel gehüllt Geheimpolizei drohte mir, mich als Spion aufzuhängen,nachdem ich ihre Fabrik für biologische Waffen in Salman Pak enthüllt hatte, die insgeheim von britischen Technikern geleitet wurde.

Heute ist der Irak schlimmer dran als zu Zeiten von Saddam Hussein. Es wird geplündert und ausgebeutet, während das Volk leidet. So viel zur «Befreieung».


Eric S. Margolis ist ein preisgekrönter, international syndizierter Kolumnist. Seine Artikel erschienen in der New York Times, der International Herald Tribune, der Los Angeles Times, der Times of London, der Gulf Times, der Khaleej Times, der Nation - Pakistan, Hurriyet, - Türkei, Sun Times Malaysia und anderen Nachrichtenseiten in Asien.
Quelle - källa - source

Montag, 18. November 2019

Bolivien - eine Farbenrevolution - oder ein neuer Aufschwung für die Unabhängigkeit Lateinamerikas?

Peter König

17. November 2019
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Für diese Menschen hat Morales gekämpft und wird weiterkämpfen.

Wie Túpac Katari, Anführer der indigenen Aymara, vor mehr als 200 Jahren,, der gegen die Spanier auftrat, wurde Evo Morales von seinem eigenen Volk verraten und "zerstückelt", von den Agenten der destruktivsten, schändlichsten und mörderischsten dunklen Elite regiert und rekrutiert und bezahlt wurden, eine Elite, die seit über 200  Jahren den Planeten regiert, die Vereinigten Staaten von Amerika Mit ihrem wertlosen Fiat-Ponzi-Pyramiden-Geld, dem aus Luft gefertigten US-Dollar, schaffen sie Armut auf der ganzen Welt und kaufen dann die Schwachen und Armen, um gegen die Führer zu plotten, die jahrelang daran gearbeitet haben, ihre sozialen Bedingungen zu verbessern.
Es ist ein Klassiker geworden. Es wird eine Farbenrevolution genannt und findet auf allen Kontinenten statt. Die Liste der Opferländer umfasst Kolumbien, Honduras, Argentinien, Paraguay, Ecuador, Chile, Brasilien und in gewisser Weise auch Uruguay (die derzeitige linksgerichtete Regierung ist machtlos und muss es auch bleiben, sonst wird sie "verändert" werden ... so läuft das Spiel) - und jetzt auch Bolivien. - Dann gibt es Georgien, die Ukraine, den Irak, den Südsudan, Libyen, Afghanistan und Indonesien, und die gesetzlosen Machthaber des Universums versuchen es auch Nordkorea, Syrien, Iran, Venezuela, Kuba, Nicaragua und in größerem Maßstab China und Russland (ich bin gerade aus China zurückgekehrt - wo die Regierung und das Volk sich voll bewusst sind, welche Absichten Washingtons hat hinter jedem Schritt, den sie tun).
In Afrika kauft Africom, das US-Militärkommando für Afrika, fast jeden korrupten afrikanischen Führer auf, der von den ehemaligen und neuen europäischen Kolonialisten Afrikas eingesetzt wurde, damit sie weiterhin die Reichtümer aus Afrika saugen können. Diese von Africom unterstützten afrikanischen Führer halten die afrikanische Bevölkerung in Schach, damit sie nicht aufstehen. Für den Fall, dass sie es nicht ganz schaffen, haben „sie“ den Angstmacher-Trupp namens Boko Haram ins Leben gerufen, ein Spross von ISIS / IS - dem Islamischen Staat, der vom selben Schöpfer, der CIA, dem Pentagon und der NATO, geschaffen wurde. Letzterer vertritt die europäischen US-Marionettenverbündeten; Sie vergewaltigen weiterhin Afrika und ernten die Vorzüge ihrer reichlichen natürlichen Ressourcen. In erster Linie sorgen sie dafür, dass die Afrikaner unterdrückt und schön ruhig bleiben. Wenn nicht, dann können sie leicht „verschwunden“. Aber  "sie" haben bemerkt, dass Afrika sich bewegt, allmählich aufwacht?
Und ja, nicht zu vergessen, das "entwickelte" und industrialisierte Europa, in dem ein ausgeklügelter "Regimewechsel" im Laufe der Jahre eine weitgehend wohlhabende Bevölkerung unterdrückt hat, die durch endlose pro-kapitalistische Propaganda und Konsumismus betäubt und apathisch gemacht wurde - Deutschland, Großbritannien, Niederlande, Dänemark, Schweden, Frankreich, Italien, Spanien - schauen Sie, was sie Griechenland angetan haben! - Griechenland ist eine rote Fahne, eine Warnung   für jedes EU-Land geworden, das es wagen könnte, aus dem von den USA diktierten Gleichschritt auszusteigen, was mit ihnen geschehen könnte.
Die Liste geht weiter mit osteuropäischen EU-Ländern, meist ehemaligen Sowjetrepubliken oder sowjetischen Satelliten. Sie sind EU-Mitglieder dank Großbritannien, dem Maulwurf Washingtons in der EU oder, wie ich sie gerne nenne - der europäischen Nicht-Union - ohne Verfassung, ohne Solidarität, ohne gemeinsame Vision. Sie sind alle zutiefst gegen Russland und die meisten sind auch gegen Europa, aber sie sind dazu geschaffen - und lieben es, aus der Schüssel dem EU-Napf zu fressen und zu saufen, dank den EU-Steuerzahlern. Das ist ungefähr der Stand der Dinge, in denen wir uns befinden. Natürlich gibt es eine Menge Zwang, aber Sie verstehen schon. Die US-Einmischung ist endlos, gnadenlos, rücksichtslos, ohne Skrupel und tödlich.
Bolivien ist nur das neueste Opfer. Der Prozess der Farbrevolution ist immer mehr oder weniger der gleiche - eine lange Vorbereitungszeit. Der Staatsstreich gegen Evo ist seit Jahren in Vorbereitung. Es begann bereits vor der ersten Wahl von Evo, als Washington erkannte, dass Bolivien nach der Säuberung von zwei von Washington auferlegten "Handlanger" -Präsidenten in den Jahren 2003 und 2005 eine Atempause brauchte. Aber das Reich gibt niemals auf. Dies ist eine goldene Regel, die in ihrer inoffiziellen Verfassung niedergelegt ist. Der PNAC (Plan für ein neues amerikanisches Jahrhundert), dessen Verfassen unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg begonnen hat, wird regelmäßig angepasst und aktualisiert, auch wenn der Name geändert wird (von Pax Americana zu PNAC). ist aber immer noch sehr lebendig und tickt.

Sonntag, 17. November 2019

DER MAUERFALL IN BERLIN: Feiern oder nicht feiern?



Jacques Pauwels

15. November 2019


Aus dem Französischen: Einar Schlereth
Die Kunst des Westens
Es ist unmöglich, dem Verschwinden der Mauern, die die Völker diskriminieren, entgegenzuwirken, und deshalb ist es unmöglich, den Fall der Berliner Mauer im November 1989 nicht zu begrüßen oder, wenn wir dorthin gehen, nicht den Fall anderer Mauern anzustreben, die heute, dreißig Jahre später, noch vorhanden sind oder sich im Bau befinden. Aber es ist legitim zu fragen, ob der Zusammenbruch des Kommunismus in Osteuropa und der Sowjetunion, der mit dem Fall der Berliner Mauer eingeleitet wurde, ein Triumph für die Demokratie war.

Bei dieser Befragung sollte bedacht werden, dass die Demokratie nicht nur einen politischen, sondern auch einen sozialen Aspekt hat: Es ist ein System, in dem die Demos, die große Masse der einfachen Menschen, nicht nur ihren Standpunkt darlegen können, insbesondere durch Wahlen, sondern auch bestimmte Vorteile in Form von Sozialdienstleistungen genießen. Stellen wir die entscheidende Frage, cui bono?, "Wem nützt das? ». Die Antwort wird Sie vielleicht überraschen.

Die Nutznießer der so genannten Revolutionen in Osteuropa waren ganz gewiss der Landadel, die ehemalige herrschende Klasse und ihr enger Verbündeter, die Kirche, katholisch in den meisten osteuropäischen Ländern, aber orthodox in Russland, einst auch ein großer Grundbesitzer.

Durch die Oktoberrevolution 1917 in Russland und die 1944/45 von den Sowjets in Osteuropa eingeleiteten Veränderungen hatten der Adel und die Kirche ihre riesigen Landbesitze (sowie ihre Schlösser, Paläste usw.) zur gleichen Zeit wie ihre vorherrschende politische Macht verloren. In den Jahren nach dem Fall der Mauer konnten aber nicht nur die Adelsgeschlechter der ehemaligen deutschen und österreichisch-ungarischen Reiche, sondern vor allem auch die katholische Kirche in Osteuropa ihren 1945 verstaatlichten Grundbesitz wiedererlangen. Das Ergebnis ist, dass die katholische Kirche wieder einmal der größte Grundbesitzer in Polen, Tschechien, Kroatien, Ungarn usw. ist. Die Plebejer Osteuropas - darunter die polnischen Farmpächter und slowenischen Schreber-Gärtner auf dem kleinen Platz hinter dem Dom von Ljubljana - müssen nun deutlich höhere Mieten zahlen als in der sogenannten "schlechten Zeit" vor 1914 und/oder 1945.

Es wurde jedoch nie ein Wort darüber in unseren Mainstream-Medien gesagt oder geschrieben; im Gegenteil, man hat uns glauben lassen, dass Karol Jozef Wojtyla, Papst Johannes Paul II., mit dem ultrakonservativen amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan und der CIA gegen die Sowjets zusammengearbeitet hat, nur um die Demokratie in Osteuropa wiederherzustellen. Dass das Haupt der katholischen Kirche, eine eminent undemokratische Institution, in der der Papst alles zu sagen hat, während Millionen gewöhnlicher Priester und Gläubiger nichts zu sagen haben, ein Apostel des demokratischen Evangeliums sein kann, ist eine absurde Vorstellung. Wenn der Papst wirklich für die Demokratie kämpfen wollte, hätte er mit der katholischen Kirche selbst beginnen können. Dass Johannes Paul II. wirklich nichts mit wahrer Demokratie zu tun hatte, zeigt sich daran, dass er die "Theologie der Befreiung" verurteilte und mit Händen und Füßen gegen die mutigen Verfechter dieser Theologie - meist einfache Priester und Nonnen - kämpfte, die den demokratischen Wandel in Lateinamerika förderten, ein Wandel, der dort viel notwendiger war als in Osteuropa.

Natürlich war die katholische Kirche in Lateinamerika immer ein großer Grundbesitzer, dessen Privilegien und Reichtum - das Ergebnis der blutigen Eroberung des Landes durch die spanischen Eroberer - durch eine echte Demokratisierung zum Vorteil der Bauern und anderer Proletarier hätte beseitigt werden können. Zweifellos aus diesem Grund hat sich der Papst für den Wandel in Osteuropa eingesetzt, sich ihm aber in Lateinamerika widersetzt.

Samstag, 16. November 2019

Der Staatsstreich in Bolivien: 5 Lektionen


Vielen Dank an Leo Mayer für seine Übersetzung des sehr vernünftigen Artikels von Atilio Borón aus dem Spanischen. Es ist erschreckend, dass die Staaten der Dritten Welt immer noch ihre Armeen von den USA ausbilden und bewaffnen lassen. Der Hauptgrund ist wohl der, dass korrupte Politiker und Militärs den hohen Dollar-Bestechungen nicht widerstehen können.

Der Staatsstreich in Bolivien: 5 Lektionen

Bolivien Cinco leccionesvon Atilio Borón (*)

von Leo Mayer übersetzt

Hunderttausende sind auf den Straßen gegen die Faschisten

Die bolivianische Tragödie vermittelt in eindrucksvoller Weise mehrere Lektionen, die unsere Völker und die popularen sozialen und politischen Kräfte für immer lernen und in ihr Bewusstsein einschreiben müssen. Hier ist eine kurze Aufzählung als Auftakt für eine detailliertere Behandlung in der Zukunft.

Erstens, gleichgültig, wie vorbildlich die Wirtschaft geführt wird, wie Wachstum, Umverteilung, Investitionsfluss gewährleistet sind und alle makro- und mikroökonomischen Indikatoren verbessert werden, die Rechte und der Imperialismus werden niemals eine Regierung akzeptieren, die ihren Interessen nicht dient.

Zweitens ist es notwendig, die von verschiedenen US-Agenturen und ihren als Akademiker*innen oder Journalist*innen getarnten Sprecher*innen veröffentlichten Ratschläge und "Handbücher" zu studieren, um die Anzeichen der Offensive rechtzeitig wahrnehmen zu können.

Diese Schriften betonen immer die Notwendigkeit, den Ruf des populären Führers zu zerstören, was im Fachjargon als "Charaktermord" bezeichnet wird, indem man ihn als Dieb, korrupt, Diktator oder Dummkopf bezeichnet.

Das ist die Aufgabe der sozialen Kommunikator*innen, der selbsternannten "unabhängigen Journalist*innen", die zugunsten ihrer quasi-monopolistischen Kontrolle der Medien das Gehirn der Bevölkerung mit solchen Verleumdungen bombardieren, begleitet in diesem Fall von Hassbotschaften gegen Ureinwohner*innen und die Armen im Allgemeinen.

Drittens, sobald dies erreicht ist, sind die politische Führung und die wirtschaftlichen Eliten an der Reihe, "einen Wechsel" zu fordern, um der "Diktatur" von Evo ein Ende zu setzen, der, wie Jorge Mario Vargas Llosa vor einigen Tagen schrieb, ein "Demagoge ist, der an der Macht bleiben will".

Ich nehme an, er wird in Madrid mit Champagner anstoßen, wenn er die Bilder der faschistischen Horden sieht, die plündern, brennen, Journalisten an einen Pfahl fesseln, eine Bürgermeisterin rasieren und rot anstreichen, das Protokoll der letzten Wahl zerstören, um Don Marios Auftrag zu erfüllen und Bolivien von einem bösen Demagogen zu befreien.

Ich erwähne seinen Fall, weil er der unmoralische Fahnenträger dieses abscheulichen Angriffs war und ist, dieses grenzenlosen Verbrechens, das populäre Führer kreuzigt, eine Demokratie zerstört und die Herrschaft des Terrors durch Banden von angeheuerten Mördern installiert, um ein würdiges Volk zu bestrafen, das die Kühnheit hatte, frei sein zu wollen.

Viertens: Die "Sicherheitskräfte" betreten die Szene. In diesem Fall geht es um Institutionen, die von zahlreichen militärischen und zivilen Stellen der Regierung der Vereinigten Staaten kontrolliert werden. Sie trainieren sie, bewaffnen sie, machen gemeinsame Übungen und bilden sie politisch aus.

Ich hatte Gelegenheit, dies festzustellen, als ich auf Einladung von Evo einen Kurs über "Antiimperialismus" für hochrangige Offiziere der drei Waffengattungen eröffnete. Bei dieser Gelegenheit war ich schockiert über den Grad der Durchdringung mit den reaktionärsten us-amerikanischen Slogans aus der Zeit des Kalten Krieges und über die unverhohlene Wut, die durch die Tatsache verursacht wurde, dass ein Indígena der Präsident ihres Landes war.

Was diese "Sicherheitskräfte" taten, war, sich von der Bühne zurückzuziehen und das Feld für die unkontrollierten Aktionen faschistischer Horden frei zu machen und dadurch die Bevölkerung, die Aktivist*innen und die Persönlichkeiten der Regierung einzuschüchtern.

Mit anderen Worten, eine neue gesellschaftspolitische Figur: der Militärputsch "durch Unterlassung", der es reaktionären Banden, die von der Rechten rekrutiert und finanziert werden, erlaubt, ihr Gesetz durchzusetzen. Als der Terror herrschte und angesichts der Machtlosigkeit der Regierung, war das bittere Ende unvermeidlich.
Bundesregierung begrüßt den vom Militär erzwungenen Rücktritt des bolivianischen Präsidenten "als wichtigen Schritt ...

Regierungssprecher Steffen SeibertZahlreiche Regierungen Lateinamerikas und auch die Linksfraktion im Bundestag sowie der Vorsitzende der Labour-Partei in Großbritannien Jeremy Corbyn bezeichneten das Vorgehen des Militärs einhellig als Putsch. Anders die Bundesregierung und das Auswärtige Amt unter Leitung von Heiko Maas (SPD).
Evo Morales hatte bereits Neuwahlen angekündigt, als er durch anhaltende gewalttätige Angriffe der rechtsextremen Opposition auf öffentliche Gebäude, Amtsträger*innen und deren Familienangehörigen, auf Rundfunk- und Fernsehanstalten, Gewerkschaften, Einrichtungen indigener Organisationen, und schließlich durch die Militär- und Polizeiführung aus dem Amt gedrängt wurde. Die Bundesregierung kann keinen Putsch erkennen und begrüßt den Rücktritt von Evo Morales.

Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte: "Ich würde gerne für die Bundesregierung sagen, dass mit seinem Rücktritt Staatspräsident Morales den Weg zu Neuwahlen freigemacht hat und dass wir das als wichtigen Schritt betrachten hin zu einer friedlichen Lösung." Regierungssprecher Steffen Seibert, Bundespressekonferenz am 11. November 2019

siehe https://youtu.be/zomaVIYKtgA (Min. 50)
.. zu einer friedlichen Lösung"

Fünftens, Sicherheit und öffentliche Ordnung hätten in Bolivien niemals Institutionen wie der Polizei und der Armee anvertraut werden dürfen, die vom Imperialismus und seinen Lakaien der einheimischen Rechten kolonisiert wurden.

Als die Offensive gegen Evo gestartet wurde, wurde eine Politik der Beschwichtigung und der Nichtbeantwortung der Provokationen der Faschisten gewählt. Dies führte dazu, dass diese ermutigt und die Einsätze erhöht wurden: zuerst, um eine Stichwahl zu verlangen; dann, Betrug und Neuwahlen; dann, Wahlen aber ohne Evo (wie in Brasilien, ohne Lula).

Später tritt Evo zurück; bevor er sich weigerte, der Erpressung nachzugeben, verbreiten sie Terror in Mittäterschaft von Polizei und Militär und zwingen Evo schließlich zum Rücktritt.

Wie aus dem Handbuch. Alles nach dem Handbuch.

Werden wir diese Lektionen lernen?

(*) Atilio Borón, geboren in Argentinien und Lateinamerikaner aus Überzeugung. Soziologe und Politikwissenschaftler. Er erwarb seinen Bachelor-Abschluss in Soziologie und später seinen Master-Abschluss in Politikwissenschaft. Er promovierte in Politikwissenschaft an der Harvard University.

Quelle: El golpe en Bolivia: cinco lecciones, 11 noviembre 2019, telesurtv.net


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Sturm auf die Macht in Brasilien

Was der Staatsstreich gegen Evo Morales für einen indigenen Menschen wie mich bedeutet

Das Volk demonstriert gegen die Faschisten

Nick Estes
14. November 2019
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Evo Morales ist mehr als der erste indigene Präsident Boliviens - er ist auch unser Präsident.
Der Aufstieg eines bescheidenen Aymara-Coca-Bauern zum höchsten Amt der Nation im Jahr 2006 markierte die Ankunft der indigenen Bevölkerung als Vorreiter der Geschichte. Innerhalb der sozialen Bewegungen, die ihn an die Macht brachten, entstanden indigene Visionen des Sozialismus und der Werte von Pachamama (der Andenerdmutter). Evo steht für fünf Jahrhunderte indigener Entbehrung und Kampf in der Hemisphäre.

Ein Putsch gegen Evo ist also ein Putsch gegen indigene Völker.

Evo's Kritiker, von der linken und rechten Seite des Antistaates, weisen schnell auf seine Fehler hin. Aber es waren seine Siege, die diese jüngste gewalttätige Gegenreaktion beflügelt haben.

Evo und seine Partei, die indigene Bewegung für den Sozialismus (MAS auf Spanisch), verstaatlichten Schlüsselindustrien und nutzten große Sozialausgaben, um die extreme Armut um mehr als die Hälfte zu verringern und den Gini-Koeffizienten des Landes, der die Einkommensungleichheit misst, um beachtliche 19% zu senken. Während der Amtszeit von Evo und MAS lebte ein Großteil der indigenen Mehrheitsbevölkerung Boliviens zum ersten Mal in ihrem Leben über der Armut.

Die Leistungen waren mehr als nur wirtschaftlich. Bolivien machte einen großen Sprung nach vorne bei den indigenen Rechten.

Einst am Rand der Gesellschaft, wurden die indigenen Sprachen und Kulturen gründlich in das plurinationale Modell Boliviens integriert. Das indigene andine Konzept von Bien Vivir, das ein harmonisches Miteinander und die natürliche Welt fördert, wurde in die Verfassung des Landes aufgenommen und wurde zu einem Maßstab für institutionelle Reformen und sozialen Fortschritt. Die Wiphala, eine einheimische mehrfarbige Flagge, wurde neben der Trikolore zur Nationalflagge, und 36 einheimische Sprachen wurden neben Spanisch zu offiziellen Nationalsprachen.

Der indigene Sozialismus von Evo ist zum Standardträger der internationalen indigenen Gemeinschaft geworden. Die geschätzte Maori-Juristin Moana Jackson bezeichnete di e Verfassung Boliviens von 2009 einmal als das "Nächste einer Verfassung in der Welt, die von einer indigenen kaupapa (einer kommunalen Vision) stammt".

Das indigene-sozialistische Projekt hat erreicht, was der Neoliberalismus immer wieder versäumt hat zu tun: Reichtum für die ärmsten Sektoren der Gesellschaft umzuverteilen und die am stärksten marginalisierten Menschen zu stärken. Unter der Führung von Evo und MAS befreite sich Bolivien als Rohstoffkolonie. Vor dem Putsch versuchte Evo, seine großen Lithium-Reserven zu verstaatlichen, ein Element, das für Elektroautos notwendig ist. Seit dem Putsch sind Teslas Aktien in die Höhe geschnellt. Bolivien tadelte imperialistische Staaten wie die Vereinigten Staaten und Kanada, indem es den Weg des Ressourcennationalismus beschritt, um Gewinne in der gesamten Gesellschaft neu zu verteilen.

Das war Evo's Verbrechen.

Dane Wigington erklärt Kältestürze in den USA

Dane Wigington  erklärt die super-extremen Kältestürze in den ganen USA von Osten bis zum Westen. Die Bevölkkerung wird maßlos terrorisiert, aber sie lässt es sich gefallen.


Quelle - källa - source

Die Entscheidungen der USA werden jetzt von Boliviens Soldateska umgesetzt


15. November 2019

Waffen treffen jetzt Entscheidungen für die Vereinigten Staaten in Bolivien


Das schwedische Außenministerium hat den Staatsstreich in Bolivien nicht verurteilt. Staatliche Medien berichten, dass Präsident Evo Morales "aus der Macht gezwungen" wurde, an dem er sich angeblich durch illegale Methoden festhielt.
Jeder, der daran zweifelt, dass es sich um einen Staatsstreich handelt, wird es schwierig finden, die Illegalitäten zu erklären, die jetzt geschehen. Die neue Präsidentin, Jeanine Anez, wurde von einem nichtparlamentarischen Parlament gebilligt. Boliviens Polizei hindert Abgeordnete der Moral-Mehrheitspartei daran, das Gebäude zu betreten.

Als die selbsternannte Interimspräsidentin Boliviens, die rechte Rechtsanwältin Jeanine Anez, vom Parlament gebilligt werden sollte, konnte sie kein Quorum erreichen, d. H. die Mindestanzahl, die für Entscheidungen erforderlich ist.

Es ist unwahrscheinlich, dass die Architekten des Putsches dadurch verhindert werden. Waffen müssen die Entscheidungen treffen. Militär und Polizei haben am Mittwoch Abgeordnete, die Morales unterstützen, daran gehindert, das Parlamentsgebäude zu betreten. Das bolivianische Militär gibt bekannt, dass es den "Führungswechsel" unterstützt und dem neuen Präsidenten die Treue schwört. Inzwischen ist klar, dass die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten in Lateinamerika hinter dem Putsch stehen. Fünf Länder lehnten Morales Plan ab, zum Tanken zu gehen, als er gezwungen wurde, das Land zu verlassen, eine konzertierte Handlung.


Was in den USA wie ein unwiderstehlicher Magnet erscheint, ist unter anderem. die Tatsache, dass Bolivien über die weltweit größten Lithiumreserven verfügt (die eines Tages Öl als entscheidende Energiequelle ersetzen können, da es in Smartphones, Laptops, Hybridautos und Elektroautos verwendet wird).

Die loyalistische Taktik der USA bestand darin, die Wahlergebnisse sofort in Frage zu stellen, und als die OAS (Organisation der Staaten von Amerika, 60 Prozent von den USA finanziert) in einem Bericht Neuwahlen in Bolivien "empfahl", um "einen wirklich demokratischen Prozess zu gewährleisten", konnten die USA nur beitreten zum OAS-Bericht.

Die Behauptungen , dass Evo Morales die Wahl mit massivem Betrug gewonnen hat, werden unter anderem von dem in Washington ansässigen Think Tank Center für wirtschaftliche und politische Forschung (CEPR) verneint.
Der neue Präsident ist nichts weiter als eine Marionette. Sie ist mit dem konservativen kolumbianischen Politiker Héctor Hernando Hincapié von der konservativen Partei verheiratet, der sich mit der Partei des Faschisten Alvaro Uribe, den Zentraldemokraten, verbündet hat.

2013 postete sie ihr Credo auf Twitter: "Ich träume von einem Bolivien, das frei von satanischen Riten ist. Die Stadt ist nichts für Inder, die im Hochland oder im Chaco bleiben sollten."

Anez führt jetzt eine "freie" Regierung von Vertretern indigener Völker, die in Bolivien die Mehrheit bilden.
Der neue "Präsident" hat seine Wurzeln in einem weißen Umfeld mit starken faschistischen und kriminellen Elementen. 2017 wurden zwei Brasilianer, Carlos Andrés Añez Dorado und Fabio Adhemar Andrade Lima Lobo, von der brasilianischen Polizei festgenommen, nachdem sie in einem Flugzeug mit 480 Kilogramm Kokain an Bord gelandet waren.
Einer der beiden Drogendealer ist ein Neffe von Anez. Sie verzichtete auf jeglichen Kontakt mit dem nahen Verwandten und wies darauf hin, dass der andere Gefangene, Andrade Lima Lobo, der Sohn eines ehemaligen Abgeordneten für Morales Partei "Die Bewegung für den Sozialismus" (MAS) ist.
Einer der ersten Schritte von Anez ist natürlich, den Putschisten Juan Guaidó als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas anzuerkennen. Kaka sucht eine Frau.
 
Koenigs Prognose
Personen mit Einblick in die amerikanische Machtpolitik, wie Peter Koenig, der 20 Jahre als Ökonom bei der Weltbank arbeiten,  hat bereits am 21. Oktober  vor dem Putsch beschrieben, was passieren würde , wenn die Opposition unter Führung von Carlos Mena Mesa, in Bolivien an die Macht kommt .

Er schrieb:
"Carlos Mena wird das Land an den IWF mit einem Sparpaket übergeben schreibt vor, das Bolivien seit 13 Jahren erspart blieb - ein Hauptgrund, warum Evo Morales in der Lage war, soziale Reformen durchzuführen, von denen alle Bolivianer profitierten, aber auch in makroökonomischer Hinsicht durch Neuverhandlung und teilweise Verstaatlichung der bolivianischen Gasabkommen. Gleichzeitig wurden die Auslandsschulden des Landes abgebaut und große Devisenreserven aufgebaut.
Morales hat die Entwicklungen im benachbarten Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Ecuador genau verfolgt. Offensichtlich war Washington nicht in der Lage gewesen, Wahlen mit seinen schmutzigen Methoden zu manipulieren - wie es die Vereinigten Staaten in den oben genannten Ländern bereits "erfolgreich" gemacht hatten -, um einen US-freundlichen Kandidaten zu bekommen, nämlich Carlos Mena - Dann war das Land "geraucht" worden. Es ist nicht schwer, eine solche Katastrophe vorherzusagen. Schauen Sie sich nur an, was in Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador und Peru passiert, wo sich Armut, Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Kriminalität ausbreiten.
Ein bisschen Geschichte - Carlos Mena war Vizepräsident von Präsident Sánchez de Lozada, genannt 'Goni' (August 2002 bis Oktober 2003), ein Geschäftsmann, der an der neoliberalen Finanzabteilung der Universität von Chicago ausgebildet wurde. Sánchez de Lozada war ein fester Bestandteil Washingtons, der Spanisch mit einem starken englischen Akzent sprach und die US-Interessen ohne zu blinzeln vor Bolivien ließ. 2003 musste er aus Protesten der Bevölkerung gegen den sogenannten "Bolivianischen Gaskonflikt" zurücktreten (als "Goni" Boliviens riesige Erdgasreserven praktisch an ausländische Unternehmen, hauptsächlich US-amerikanische, für einen Scheindiebstahler spendete).
Die blutigen Auseinandersetzungen, die Goni zur Flucht in die USA zwangen, forderten das Leben von 59 Demonstranten, Soldaten und der Polizei. Nachfolger von Goni wurde sein Vizepräsident Carlos Mena, der in die Fußstapfen von Goni trat und die Politik von Goni in Bezug auf Boliviens Erdgas fortsetzte. Nach weniger als zwei Jahren musste Carlos Mena sein Amt jedoch auch 2005 nach ununterbrochenen Demonstrationen und Protesten der Bevölkerung verlassen.
Neuwahlen Ende 2005 brachten Evo Morales auf den Präsidentenposten Boliviens, den er von Anfang 2006 bis jetzt innehatte. Ein Blick auf den sozioökonomischen Fortschritt Boliviens sollte jeden überzeugen, der sich für die Bevölkerung Boliviens interessiert, dass Morales viel Gutes geleistet hat und als Kandidat für das Zentrum für wirtschaftspolitische Forschung (CEPR) 2019 in Washington stehen sollte Der Erfolg war größtenteils das Ergebnis kluger politischer Entscheidungen und nicht eines „Rohstoffbooms“.
Bolivien war die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft in Lateinamerika in den letzten fünf Jahren, durchschnittlich 5,2% (doppelt so hoch wie der lateinamerikanische Durchschnitt), und konnte unter der Herrschaft von Evo Morale seit 2006 die Armutsquote des Landes um 42% und die extreme Armut um 60% senken. . Das Land beendete auch 20 Jahre "Herrschaft" des IWF durch Morales Bruch mit dieser berüchtigten Bretton-Woods-Institution.
Weitere bemerkenswerte Erfolge sind:
* Steigerung des Pro-Kopf-BIP um real 50% im Jahr 2018 gegenüber 2005;

* Die staatlichen Einnahmen aus Kohlenwasserstoffen stiegen von 2006 bis 2011 um das Siebenfache auf 4,95 Mrd. USD, hauptsächlich aufgrund der Verstaatlichung und der damit verbundenen politischen Veränderungen. Dies war der Hauptgrund, warum es der Regierung gelang, makroökonomische Stabilität zu erreichen und ihre sozioökonomischen Ziele zu erreichen.
* Die Arbeitslosigkeit ist von 7,7% auf 4,4% im Jahr 2008 gesunken und ist bis 2018 stabil geblieben.* Die öffentlichen Investitionen sind im Einklang mit dem Wirtschaftswachstum Boliviens gestiegen. Bolivien hat die höchsten öffentlichen Investitionen der Region in Prozent des BIP.
* Die Gesamtinvestitionen betrugen in den letzten fünf Jahren durchschnittlich fast 22% des BIP pro Jahr.
* Im Jahr 2010 führte die bolivianische Regierung eine Politik der "quantitativen Lockerung" ein, um den Kauf von Finanzinstrumenten zu ermöglichen, d. H. Anleihen und ähnliche Schuldverschreibungen, basierend auf den Erträgen staatseigener Unternehmen. Am Ende 2018 zeigte die Bilanz der Zentralbank auf 44% seiner Investitionen war in der öffentlichen Vermögen gemacht worden, was einen Anstieg von 12% seit 2010 "

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