Donnerstag, 20. Februar 2020

SARS, Kriege und die Farce

Satya Sagar hat Recht – uns wird regelmäßig eine Farce vorgespielt, damit die eigentlichen Absichten nicht ans Licht kommen. Im Fall Indien spricht er es ja aus, dass es die pure ABSICHT ist. Die Armen sollen arm bleiben und in ihrem Dreck verrecken, damit sich die Einprozenter in ihrer All-Macht sonnen können. In der WHO gibt es ja auch kluge Menschen, die genau wissen, was getan werden müsste. Aber sie bekommen ja schon Schläge, wenn sie China loben und deren Maßnahmen würdigen. Leider kann man über seine Satire kaum lachen.


SARS, Kriege und die Farce


Satya Sagar
1. Februar 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die Maske gibt das gute Gefühl, etwas getan zu haben. Die Mikroben unter der Maske haben es jedenfalls schön warm.

Vorbemerkung: Die globale Aufregung und Angst vor dem Coronavirus erinnert an die ähnliche Panik wegen SARS, die Vogel- und die Schweinegrippe in den vergangenen 1 1/2 Jahrzehnten. Angetrieben durch Halb-Wahrheiten, wenig Qualitätsdaten, sensationelle Medienprodukte sind diese Pandemien der Idiotie im besten Fall und geopolitische Verschwörungen im schlimmsten Fall. In diesem Zusammenhang legen wir nochmals einen Artikel über die SARS auf, der im Zusammenhang mit dem US-Krieg gegen Irak entstand. Es ist eine Story, die typisch geworden ist für alle globalen Angstmachereien unserer Zeit.

Die Depression überfällt mich an einem warmen und feuchten Abend in Bangkok. Ich bin gerade mit dem Abendessen fertig in dem Gedränge des Sukhumvit- Geschäftsviertel, mein Kopf voll mit dem Krieg gegen den Irak und da sehe ich diese Leute mit ihren Gesichts-Masken.

Vor ein paar Wochen wäre jeder, der in dieser Stadt ein Tuch vor dem Gesicht trägt, als Dschihadist gebrandmarkt worden, als ‘möglicher arabischer/ muslimischer/ dunkelhäutiger Terrorist mit dunkelen Absichten’. Die Stadt war schon lange vor Beginn des Krieges gegen den Irak in Alarmbereitschaft, um zu verhindern, dass "arabisch aussehende" Menschen schlimme Dinge tun - zum Beispiel arabisch auszusehen.

Gerade zur Zeit des anglo-amerikanischen Angriffs auf den Irak wäre die gesamte Stadt evakuiert worden, wenn sich in Bangkok ein "Araber" hinter einer Maske befunden hätte.

Anscheinend nicht mehr. Seriöse Menschen tragen heute in Thailand, Singapur, Malaysia und Hongkong Masken. Tatsächlich sagen sie, dass sie sich vor SARS retten müssen - dem grippeähnlichen Virus, der in Südostasien große Teile der Bevölkerung in Panik versetzt hat. Touristen sagen ihre Reisen in Scharen ab, Schulen werden geschlossen, die Wirtschaft bricht zusammen, Regierungen in der Krise, und die Chinesen - oh jene "Super-ansteckenden Chinesen" - werden überall abgewiesen.

Plötzlich packt mich eine irrationale Panik. Meine Güte – es gibt keinen Ausweg.

Wenn die Apostel des Armageddon, die das Weiße Haus leiten, dir nicht einige mysteriöse bösartige Mikroben beschaffen, dann schon. Für einen flüchtigen Moment, einen tief gefrorenen Moment, verliere ich die Hoffnung. Wir sind am Ende. Sie werden uns so oder so erwischen.

Darum geht es in der neu/ALTEN kolonialen Weltordnung - völlige Hilflosigkeit für uns einfache Bürger. Gefangen zwischen SARS und ihren Kriegen wird der einzige sichere Ort bald – ihr habt es erraten - auf dem Planeten Mars sein.

Ja, die Menschen, die ich mit diesen Masken gesehen habe, haben ein Recht darauf, sich zu schützen. Ich werde sie in keiner Weise verspotten. Um Voltaire zu paraphrasieren, ich glaube nicht, dass diese Masken ihnen medizinisch in irgendeiner Weise helfen, aber ich werde ihr Recht, sie zu tragen, bis zum Tode verteidigen. Und dann gibt es so viele von IHNEN da draußen, die es sowieso verdienen, dass man ihnen dauerhaft eine Maske auf das Gesicht setzt (damit wir nicht ihre ‘blutigen Lippen sehen’ müssen).

Ja, es gibt diese Mikroben, und viele von ihnen sind gefährlich. Ja, Menschen sind gestorben und tun es immer noch. Und es ist in der Tat wahr, dass wir wirklich nicht wissen, wie diese Pandemie sich entwickeln wird. Es gibt ständig Hinweise auf den großen Ausbruch der Grippe nach dem Ersten Weltkrieg, bei dem schätzungsweise 20 bis 40 Millionen Menschen starben. Wird SARS so groß sein?

Ich bin mit keinem indischen Weisen verwandt und kann solche Dinge nicht vorhersagen. Aber ich wette, dass weder die ‘medizinischen Experten’ noch die ‘Medien’ uns eine wirkliche Vorstellung davon geben können, was passieren wird. Angesichts der spärlichen Informationen, die über SARS vorliegen, ist das alles nur eitle Spekulation - eine Aktivität, mit der EINIGE Leute normalerweise viel Geld verdienen.

Selbst wenn man von dem zutiefst deprimierenden Gedanken ausgeht, dass im Laufe des nächsten Jahres ein Großteil der Menschheit durch SARS ausgelöscht werden wird (so deuten die Medien an), sollten wir uns von diesem herannahenden Abgrund entfernen, tief durchatmen (nur zu, tut es, solange es noch sicher ist), um über ein paar Fragen zu anderen Aspekten dieses PANDEMONIUMS einer Pandemie nachzudenken.

Zuerst den Kontext: Warum sind wir so voller Angst vor DIESEN Mikroben und nicht vor den Dutzenden anderen Wegen, bei denen Menschen vollständig vermeidbare Tode sterben?

Für alle, die diese Fakten noch nicht kennen, lasst sie mich aufzählen:
250 000 bis 500 000 Leute sterben jedes Jahr in der Welt an ganz gewöhnlicher Grippe, der gewöhnlichen ‘Garten’ Variante. Allein in den USA mit all ihren vorhandenen Impf- und medizinischen Versorgung, tötet die Grippe jährlich 36000 Menschen.

Dienstag, 18. Februar 2020

Der geopolitische Einsatz biologischer Waffen & Genetisch verändertes Saatgut: Konzipiert als Waffen (TEIL II + III)


Der geopolitische Einsatz biologischer Waffen (Teil II)


Larry Romanoff
10. Februar 2020
Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Es sollte offensichtlich sein, dass die Einleitung von Biokriegen, wie bei der konventionellen Kriegsführung, erheblich erleichtert wird, wenn man Militärbasen, Angriffswaffen und Trägersysteme so nah wie möglich bei seinen potenziellen Gegnern platziert. Dies ist ein Grund dafür, dass die USA ihre fast 1.000 ausländischen Militärstützpunkte eingerichtet haben - um die Fähigkeit zu gewährleisten, einen Feind innerhalb von 30 Minuten überall auf der Welt angreifen zu können. Die gleiche Strategie gilt natürlich auch für die biologische Kriegsführung, da das US-Militär eine Vielzahl dieser Labors im Ausland eingerichtet hat, die euphemistisch als "Gesundheitssicherheitsinfrastruktur" bezeichnet werden.

Es ist beängstigend zu erfahren, dass viele dieser ausländischen Bio-Installationen als so "streng geheim" eingestuft werden, dass sie sich dem Wissen und der Kontrolle selbst der lokalen Regierungen in den Ländern, in denen sie gebaut werden, entziehen. Es ist auch erschreckend zu erfahren, dass die Ebola-Ausbrüche alle in unmittelbarer Nähe zu mehreren dieser bekannten (und streng geheimen) US-Bio-Waffenlabors in Afrika stattfanden.

Vor einigen Jahren gab es große Befürchtungen, als amerikanische Wissenschaftler das spanische Grippevirus nachbauten, das 1918 rund 50 Millionen Menschen tötete. Sie verbrachten neun Jahre mit diesem Versuch, bevor sie Erfolg hatten, und jetzt werden große Mengen dieses Virus in einem hochsicheren staatlichen Labor in Atlanta, Georgia, gelagert. In jüngerer Zeit haben Wissenschaftler einen mutierten Superstamm des tödlichen Vogelgrippevirus H5N1 geschaffen, der direkt auf den Menschen übertragbar ist und eine Tötungsrate von mindestens 50 % aufweisen würde, was 2005 die Furcht vor einer globalen Pandemie auslöste, die Hunderte von Millionen Menschen töten könnte.

Ende 2013 kritisierten mehr als 50 der weltweit bedeutendsten Wissenschaftler die Forschung von Ron Fouchier und seinen Kollegen am Erasmus Medical Centre in Rotterdam, die mutierte Varianten des Vogelgrippevirus H5N1 entwickelt haben, die für den Menschen weitaus gefährlicher sind, heftig. Die Wissenschaftler schrieben, dass die Forschung darauf ausgerichtet war, das Virus zwischen Menschen vollständig übertragbar zu machen, und dass es eindeutig eine doppelte zivil-militärische Funktion habe. Diese künstlich erzeugte Grippe könnte die Hälfte der Weltbevölkerung töten, und zwar nicht zufällig. Das US-Militär finanzierte diese Forschung mit mehr als 400 Millionen Dollar.


Der koreanische Krieg
Image result for Metrazol Während und nach dem Koreanischen Krieg hat China sehr viel Beweise vorgelegt, dass die US-Armee biologische Krankheitserreger sowohl gegen die Chinesen als auch gegen die Nordkoreaner eingesetzt hat. Mehr als 25 US-Kriegsgefangene unterstützten die chinesischen Behauptungen - und lieferten weitere, sehr detaillierte Beweise für Anthrax, verschiedene Insekten wie Moskitos und Flöhe, die das Gelbfieber übertragen, und sogar Propagandaflugblätter, die mit Cholera infiziert sind, über den gesamten Nordosten Chinas und praktisch ganz Nordkorea. Die US-Regierung erhob sofort Anklage wegen Aufruhrs gegen die Soldaten, die ihre Geschichten über diese illegalen Aktivitäten erzählten, und übte enormen Druck aus, um sie zum Schweigen zu bringen, wobei sie den Verteidigern sogar mit nicht näher bezeichneten Vergeltungsmaßnahmen drohte. In einem letzten verzweifelten Versuch, diese ehemaligen Kriegsgefangenen zum Schweigen zu bringen, verließ sich das US-Militär auf die CIA, um sie mit einem neu entdeckten und gefährlichen Medikament namens Metrazol einer umfassenden Behandlung zu unterziehen, mit dem versucht wurde, alle Erinnerungen an ihre Aktivitäten in Korea vollständig auszulöschen und dabei offenbar den Verstand der Männer zu zerstören.

Global Research veröffentlichte am 07. September 2015 einen Artikel von David Swanson, der einige Details über die amerikanischen Versuche, Nordkorea mit der Pest zu überschwemmen, enthielt und mit der Aussage begann: "Dies geschah vor etwa 63 Jahren, aber da die US-Regierung nie aufgehört hat, darüber zu lügen, und es ist allgemein nur außerhalb der Vereinigten Staaten bekannt, werde ich es als Nachricht behandeln.

In allen Punkten korrekt. Curtis LeMay führte nicht nur seine aufrichtigen Versuche durch, die gesamte Zivilbevölkerung Nordkoreas durch Bombenangriffe auf praktisch jedes Haus im Land auszulöschen, sondern es gibt jetzt eine riesige und noch immer im Entstehen begriffene Menge an unbestreitbaren Beweisen, die die Amerikaner sowohl auf nordkoreanische als auch auf chinesische Insekten und Materialien, die Milzbrand, Cholera, Enzephalitis und Beulenpest tragen, fallen ließen. (26)

Am 10. September 2012 erschien in der Los Angeles Times ein Artikel, in dem das Thema Ärzte diskutiert wurde, die "immer noch versuchen, die Geheimnisse des Hantavirus zu diagnostizieren", mehr als 20 Jahre nachdem dieser tödliche Erreger 1993 in den USA erstmals identifiziert wurde. (101) In diesem Fall schien das Virus nur einheimische Indianer anzugreifen - die Infektionen konzentrierten sich auf ein Gebiet mit vier Staaten -, die plötzliche Atemprobleme entwickelten und oft innerhalb von Stunden tot waren. Die meisten Opfer berichteten, dass sie sich an einem Tag "nicht wohl fühlten" und am nächsten Tag an einem scheinbar sehr mysteriösen Erreger mit einer nicht bestimmbaren Quelle gestorben waren. Aber dann kam "ein glücklicher Hinweis" von einem Fernsehzuschauer, einem Arzt, der sagte, diese Krankheit schien der durch einen Virus, den er in den 1950er Jahren in Korea vom US-Militär beobachtet hatte, sehr ähnlich zu sein. Und tatsächlich bewiesen Tests, dass die Krankheit durch eine Abart desselben Hantavirus verursacht wurde, von dem die Truppen in Korea angegriffen wurden. (27)

LARRY ROMANOFF Fortsetzungen I + II

Larrys Fortsetzungen über China, Coronavirus und Biowaffen werden heute am 18. Februar 2020 übersetzt und aufgelegt.

Sonntag, 16. Februar 2020

Die Krise in Syriens Idlib hat Türkei in die NATO-Sphäre zurückgebracht


Erdogan wedelt wie Trump wie ein Kuhschwanz hin und her. Auf solche Typen ist kein Verlass. Ihnen nachzugeben, deuten sie als Schwäche. Putin hätte ihm sofort nach Abschuss des Jets eine empfindliche Lektion erteilen müssen. Für ihn und sein Land wäre der Anschluss an den eurasischen Raum ohne Zweifel vorteilhaft gewesen. Aber seine Blödheit wird ihn teuer zu stehen kommen. Doch diese Misere geht auf Putins Konto, als er die enorm erfolgreiche Offensive nach Befreiung von Aleppo abbrach.


Paul Antonopoulos
13. Februar 2020


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Syrien war der eigentliche Grund, weshalb die Beziehungen zwischen der Türkei und den USA schelchter wurden, da letzere offen den syrischen Zweig der Kurdischen Arbeiter-Partei stützten, bekannt unter dem Namen Volksschutz-Einheiten (YPG), die von der Türkei als Terroristen gesehen werden. Obwohl die Türkei immer ein loyaler Alliierter und Mitglied der US-geführten NATO war, verbesserte der syrische Krieg die Beziehungen zwischen Ankara und Moskau, trotz einer anfänglichen Stockung, als die Türkei einen russischen Jet in Syrien 2015 abschossen, der zur Ermordung des Piloten durch einen türkisch-gestützten Terroristen führte. Russland verbesserte nicht nur die Beziehung durch den Verkauf des starken S-400 Raketen-Verteidigungssystems, sondern sympathisierte auch mit dem türkischen Sorgen mit der YOG und gesellten sich zur Türkei bei den Syrien-bezogenen Gesprächen im Astana und Sotschi-Format. Der S-400 Verkauf forderte den Zorn der NATO heraus und viele im politischen Establishment in Washington dachten daran, die Türkei aus dem Atlantik-Bündnis rauszuwerfen.

Es schien, dass durch die gestärkten Russisch-türkischen Beziehungen, die Türkei dem neuen multi-polaren Welt-System beitreten würden. Doch Ende Januar hatte Türkeis Präsident Erdogan einen Wutausbruch gegen Russland, weil er frustriert, dass angeblich «Russland sich nicht an Astana und Sotschi hält», da Moskau sich weigerte, seine syrischen Alliierten abzuhalten, die türkisch-gestützten Terroristen zu bekämpfen, die in Idlib im syrischen Nordwesten operierten.

Doch erlaubten die Astana- und Sotschi-Abkommen Operationen gegen Terror-Organisationen. Die syrische Armee kämpft gegen Al Qaida-Tochterorganisationen wie die turkistanische Islamische Partei und die Hayat Tahrir al-Sham.

Da Russland sich weigerte, seinen syrischen Alliierten im Stich zu lassen, eskalierte die Türkei die Situation in Idlib, indem sie tausende Soldaen mobilisierte, um illegal große Gebiete der Provinz zu besetzen. Der NATO-General-Sekretär Jens Stoltenberg vergeudete keine Zeit und verkündete nach der ersten Sitzung des Treffens der NATO- Verteidigungsminister auf der gestrigen Pressekonferenz, dass die NATO die Türkei in Idlib gegen Syrien unterstützen werde. Das geschah am selben Tag, als der US-Sonderbeauftragte für Syrien, James Jeffrey in einem Interview mit dem türkischen Nachrichtensender NTVsagte dass türkische Soldaten gegenwärtig in Idlib stationiert seien und das Recht hätten, sich zu verteidigen und dass Washington und Ankara ein gemeinsames geostrategisches Ziel in Syrien und Libyen hätten.

Da Russland und die Türkei tatsächliche sehr große unterschiedliche Auffassungen nicht nur in Idlib, sondern auch in Libyen haben, haben sowohl die NATO als auch die USA die Gelegenheit ergriffen, die Türkei fest zurück in ihr Lager und weg von Russland zu zerren und Ankara war überglücklich zu folgen. Denn die Türkei liegt in dem strategischen Raum in Eurasien, der als Brücke zwischen Ost und West dient, und kontrolliert gleichzeitig den Bosporus und die Dardanellen, wodurch sie einen großen Einfluss auf die Großmächte hat.

Samstag, 15. Februar 2020

Ansturm auf den Amazonas


Wir haben die Macht und ihr haltet das Maul!

Robert Hunziker
14. Februar 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

So wird demnächst der endlose Regenwald assehen - gefressen von der USA.




In diesem Monat hat Brasiliens [selected D. Ü.] Präsident ein neues Gesetz erlassen zur Förderung von Bergbau, der Landwirtschaft und der Energie-Produktion im Land der Indigenen im Amazonas. Folglich wird private Entwickler und private hedge funds das Land besetzen und entwickeln, das die Heimat der indigenen Völker seit tausenden von Jahren war.

Unterdessen hat schon im ersten Jahr von Bolsonaro im Amt die Abholzung um 85% zugenommen. Und mehr wird noch folgen.
In jüngster Zeit hat es mehrere eingreifende Entwicklungen im Amazonas gegeben. Vor weniger als zwei Monaten haben die führenden Amazonas-Wissenschaftler Thomas Lovejoy (George Mason Universität) und Carlos Nobre (Universität von Sao Paulo) eine starke Warnung an die Völker der Welt herausgebracht: «Heute stehen wir vor einem Schicksals-Augenblick: Der Wendepunkt ist da. Und zwar jetzt.» (Quelle: Amazon Tipping Point: Last Chance vor Action, Science Advances, Vol. 5, no. 12, December 20, 2019).

Wendepunkte sind endgültige Ereignisse in der Natur, die für Ökosysteme keine Umkehr ermöglichen, da die Funktionalität gerinnt. Betrachtet man die Endlosigkeit des Amazonas Regenwaldes ist seine Funktionalität so weltlich mächtig, dass der Verlust unbegreiflich ist und
wahrscheinlich ein Hinweis auf eine bevorstehende Schlussakte für zivilisiertes und unzivilisiertes Leben auf dem Planeten.

Nichtsdestotrotz wird die "Kipp-Punkt-Warnung" führender Wissenschaftler rücksichtslos mit extrem starker Gefahr flirtend von Bolsonaros Regierung beiseite geschoben, da der Amazonas-Regenwald an allen Fronten direkt angegriffen wird; es ist wie ein Anti-Klimawandel-Kreuzzug, was bedeutet, dass der Planet von allen Lebensformen, mit Ausnahme der Menschen, befreit wird, aber das kann nur so lange dauern, bis "
das Stampfen der Menschen" auf dem ganzen Planeten widerhallen wird.

Schon jetzt hat die späte Auswirkung der anthropogenen (vom Menschen verursachten) globalen Erwärmung über die Jahrzehnte erst jetzt begonnen, den Amazonas mit drei 100-jährigen Rekord-Dürreperioden, die alle 5 Jahre aufeinander folgen, zu erschüttern. Es ist beispiellos, noch nie zuvor geschehen, bis sich übermäßige Mengen an CO2 in der Atmosphäre angesammelt haben. [Ich verstehe nicht, dass ausgerechnet Hunziker das CO2 Märchen erzählt und die wirklich entscheidenden Momene beiseite lässt. D. Ü.]


Laut NASA haben schwerwiegende, wahrscheinlich dauerhafte, schädliche Dürreperioden in den Jahren 2005, 2010 und 2015 den Amazonas buchstäblich verändert und seinen besonderen "Kohlenstoffsenken-Status" verloren: "So verwandelt sich die Einflusssphäre des Amazonas in verschiedenen Regionen des Regenwaldes von der Bewahrung der Menschheit durch ihre mächtige "Kohlenstoffsenke" in einen beschämenden "Kohlenstoff-Emittenten", wie Kohlekraftwerke, die CO2 ausstoßen, aber nicht so rußig.

Noch nie dagewesene Dürreperioden mit 100 Jahre-Hochs, die alle fünf Jahre auftreten, sind ein deutliches Signal an die Welt, dass etwas schrecklich falsch läuft.

Bedenken mal: Laut NASA hat der zeitliche Abstand zwischen den Dürreperioden das Nachwachsen behindert. Der Regenwald reagiert einfach nicht mehr so wie früher. Er hat nicht genug Zeit zwischen den Dürreperioden, um sich selbst zu heilen und wieder zu wachsen. In der gesamten aufgezeichneten Geschichte wurde dies noch nie zuvor beobachtet. Die Auswirkungen sind geradezu schrecklich. (Quelle: Die NASA stellt fest, dass die Dürre im Amazonasgebiet eine lange Reihe von Schäden hinterlässt, NASA Earth Science News Team, 9. August 2018)

Währenddessen und bedauerlicherweise hat laut Brasiliens Nationalem Institut für Weltraumforschung die Abholzung des Amazonas im Jahr 2019 um 85% zugenommen. Wall Street-Makler würden für eine Aktie töten, die in einem Jahr um 85% gestiegen ist, und sie würden nicht mit der Wimper zucken, wenn es nötig wäre, um solch spektakuläre Ergebnisse zu erzielen, die in gewisser Weise dem 85%igen Abholzungsszenario des Amazonas entsprechen. Was sich im Jahr 2020 wahrscheinlich noch verschlimmern wird.

Freitag, 14. Februar 2020

Kurze Notiz - um euch den Appetit zu verderben

Einar Schlereth
14. Februar 2020

Eine kurze Notiz nur, die euch gründlich den Appetit verderben soll. Dann schaut erst einmal dieses herrlich bunte Bildlein an:


Von dieser Sorte Mammutläden gibt es mindestens zwei in Orten ab 10000 Einwohnern (in unserem kleinen Doppel-Dorf mit nur 1200 E. sind sie nur halb so groß). Diesen ganzen Dreck sehe ich prakisch nicht, sondern eile nur dran vorbei zu den Oasen, wo man 'un-processed food' - das heißt nicht verwurstete Lebensmittel findet. Ich habe meist nur eine relativ kleine Leinentasche bei mir, in die ich mein Gemüse, Obst, Mehl, Käse,1 l Milch für die Woche, 6 Eier für 2 Wochen u. dgl. reinwerfe. Dann an der Kasse sehe ich die hoch gehäuften Einkaufswagen mit all dem Dreck, den ihr hier auf dem Bild seht. Neban an stehen ja noch die Reihen mit Getränken, die den allergrößten Verdienst für die Supermärkte einbringen. Die ich auch niemals anrühre. Ich trinke Kaffee und eigene Säfte, meist ohne jede Zutaten. Und dann wundert es mich überhaupt nicht, wenn ich die Walrösser vor und hinter mir sehe. 
Für mich ist das eine planmäßig angelegte Vergiftungskampagne der Menschen und der armen Kinder, die mir ja wirklich leid tun, weil sie sich gar nicht gegen den Dreck wehren können. 

Und wie gesagt: GUTEN APPETIT!

Westliche, antti-chinesische Propaganda übertreibt und schafft Panik



André Vltchek
13. Februar 2020


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Man hält sich strikt an die Vorschriften.
Jetzt wird deutlich, wer Chinas Freunde sind und wo Chinas Feinde stehen. Im Westen feiern viele Länder und Indivduen die kurzfristigen Schwierigkeiten, denen China gegenüber steht und streuen noch Salz in die Wunden, womit sie anti-chinesische Stimmung schaffen.

Selbst die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat gewarnt, kein Reiseverbot gegen Länder, die vom Virus befallen sind, einzuführen. Und es ist auch die WHO, die Beijing lobt, laut und wiederholt für seine Leistung im Kampf gegen den neuen Virus.

Aber egal, was die Ärzte und die objektiven Daten sagen, so bewerfen mehrere westliche Länder bösartig Chinas entschlossene und erfolgreichen Anstrengungen, um den Virus einzudämmen und die Epidemie zu bekämpfen, mit Dreck. Sie übertreiben die Gefahr, verbreiten Angst unter den Leuten der ganzen Welt. In einer verächtlichen, manipulativen und unlogischen Weise verbinden sie die Epidemie mit dem ganzen chinesischen System.

Während Russland, das ein enger Verbündeter Chinas ist, aber auch Japan, das oft politisch gegen Peking ist, es relativ kühl nehmen und fieberhaft an der Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs arbeiten, verbreiten die Vereinigten Staaten und viele europäische Länder falsche Nachrichten, geben Reisewarnungen heraus und verbieten ihren Bürgern effektiv die Einreise nach Festlandchina, ja verbieten sogar Ausländern, die vor kurzem (innerhalb von 14 Tagen) China besucht haben, die Einreise in die Vereinigten Staaten.

Der bizarren Logik folgend, verteidigte der amerikanische Gesundheits- und Sozialminister Alex Azar kürzlich die Maßnahmen seiner Regierung:
"Die Ansteckungsgefahr für die Amerikaner ist nach wie vor gering, und mit diesen und unseren bisherigen Maßnahmen arbeiten wir daran, das Risiko gering zu halten.”

Die antichinesische Fremdenfeindlichkeit in den Vereinigten Staaten nimmt zu. Chinesen dürfen manche Restaurants nicht mehr betreten, und überall werden rassistische Schläge ausgeteilt.

Einige Aussagen sind so rassistisch, dass sie sogar in den Vereinigten Staaten selbst illegal sind. Einer der Leser (mit dem Decknamen @melpol) einer großen Medienseite Unz.com kommentierte kürzlich meinen neu gedruckten Aufsatz über den entschlossenen Kampf Chinas gegen die Krankheit:

"Die Chinesen sind Ekel erregende, seelenlose Betrüger. Ich hoffe, das Coronavirus löscht JEDEN Letzten aus".

Solche Erklärungen sind schockierend und nicht isoliert.

Sogar der weltbekannte slowenische Philosoph Slavoj Zizek, der nicht immer auf Chinas Seite steht, fauchte vor kurzem wütend gegen den Westen und seine rassistische Haltung gegen China in einem Essay auf RT:

"Das Coronavirus ist überall in den Nachrichten zu sehen, und ich gebe nicht vor, ein Facharzt zu sein, aber es gibt eine Frage, die ich gerne stellen möchte: Wo enden die Fakten und wo beginnt die Ideologie?

Das erste offensichtliche Rätsel: Es gibt weitaus schlimmere Epidemien, warum also eine solche Besessenheit, wenn täglich Tausende an anderen Infektionskrankheiten sterben?

Ein Extremfall war natürlich die Grippepandemie von 1918-1920, bekannt als Spanische Grippe, bei der die Zahl der Todesopfer auf mindestens 50 Millionen geschätzt wird. Etwa zu jener Zeit hatte die Grippe 15 Millionen Amerikaner infiziert: Mindestens 140.000 Menschen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, und allein in jener Saison starben mehr als 8.200 Menschen.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Eine Kultur des Betrügens?


Es ist seltsam, dass Männer aus Prinzip oder auch aus Unwissenheit die Tatsache vergessen: Dass die Geschichte der menschlichen Spezies sich in zwei Epochen teilt a) das Matriarchat, das mit dem homo sapiens am Anfang stand und ein paar Millionen Jahre relativ friedlich verlief sowie  b) das Patriarchat, das erst vor ca. 30 000 Jahren begann, also ein paar Sekunden der Menscheitsgeschichte. Aus dem Matriarchat sind bisher Waffen, Befestigungsanlagen, Stadtmauern, Kriege u. dgl. unbekannt - was uns vermuten lässt, dass es keine großen Schätze und Reichtümer zu stehlen und zu erschleichen gab. Aber dieser Artikel über männliche Manieren von Lawrence Davidson, der unsere Zeit betrifft ist unbedingt lesens- und nachdenkenswert.

                     Eine Kultur des Betrügens?

Lawrence Davidson

12- Februar 2020

Reichtum gibt es nur durch Betrug.

Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Betrug und die Lügen, die immer gemeinsam einherkommen, sind wahrscheinlich so alt wie die menschliche Spezies. Gleichzeitig wissen wir wahrscheinlich schon so lange, dass sie schädliche Eigenschaften sind. Das achte Gebot (von den berühmten zehn) sagt uns, dass wir kein falsches Zeugnis ablegen sollen, d.h. nicht lügen sollen. Die meisten älteren Gesellschaften hatten jemanden damit beauftragt, den Marktplatz auf verlässliche Gewichte und Maße zu überwachen - denn die meisten Kapitalisten aller Zeiten und Orte haben sich selbst überlassen, zu betrügen. Diese Realität wurde und wird noch immer durch die römische Warnung "caveat emptor" bestätigt, der Käufer sollte sich in Acht nehmen.

Dieses immerwährende Problem ist immer noch vorhanden und kann nur durch Bildung, Regulierung und Standards, die von Vorbildern und anderen würdigen Autoritätspersonen gesetzt werden, in Schach gehalten werden. Leider sind diese Standards im Falle der Vereinigten Staaten im Abrutschen begriffen, und daher erlebt unsere Neigung zum Betrug eine Wachstumsphase. Hier sind einige Beispiele aus jüngster Zeit:

(1) Die Astros-Baseballmannschaft hat betrogen, um die Weltmeisterschaft in der Saison 2017 zu gewinnen. Baseball ist der "Nationalsport" der Vereinigten Staaten und als solcher soll er einen ehrenvollen Platz in unserer Kultur einnehmen. Aber hat das das, was fast das gesamte Astros-Team gewesen sein muss (jeder Schlagmann muss an dem Plan beteiligt gewesen sein), davon abgehalten, sich in den "Spielplan" einzumischen, um die Pitching-Schilder ihrer Gegner zu stehlen? Ganz und gar nicht.

(2) Dann wurde uns gezeigt, wie zu allem bereit zahlreiche wohlhabende Amerikaner waren, den College-Aufnahmeprozess zu untergraben, indem sie ihre Kinder in Eliteschulen einkauften. Das Bildungssystem in den Vereinigten Staaten ist angeblich ein Zeichen von Nationalstolz, aber ebenso der Status des Reichtums. Warum also sollte letzteres nicht den Zugang zu ersterem sichern? Um dies zu erreichen, muss man nur betrügen (in diesen Fällen war Bestechung das Mittel dazu).

(3) Übrigens können sich auch Studenten an Hochschulen und Universitäten, an höheren Schulen oder in anderen Bereichen durch Plagiate an dem Betrugsprozess beteiligen. Semesterarbeiten und andere vorbereitete und illegale Arbeiten stehen online zum Verkauf.

Hier in den USA sind wir nicht mehr sicher, ob all dies wirklich so schlimm ist. Vielleicht ist es, wenn Sie damit durchkommen, einfach nur clever. Das ist die Botschaft, die die Öffentlichkeit von einer wachsenden Zahl traditioneller Rollenmodelle erhält - von denen, die heute auf den allerhöchsten Ebenen unserer Gesellschaft stehen und öffentlich Korruption zur Schau stellen.

Ich spreche hier über das Verhalten von Präsident Donald Trump (und seiner Entourage), dem es in weniger als drei Jahren im Amt gelungen ist, seine besondere ihm eigene Fahne der Verlogenheit (der Mann ist ein gewöhnlicher Lügner nach allen Maßstäben), Bestechung, Behinderung, Aufwiegelung und einfach nur Verachtung für alle möglichen Regeln zu schwingen. Und dieses Verhalten hat anderen die Lizenz gegeben, ihre eigene Missachtung sowohl der Ehrlichkeit als auch der Wahrheit auszuleben.

All dies sind sehr schlechte Nachrichten. Diese betrügerische Seite unseres Verhaltens ist, nachdem sie sich zunehmend durchgesetzt hat, zu einer echten Bedrohung für zwei Grundpfeiler unserer Gesellschaft geworden: die Integrität der Wissenschaft/Technik und die Praxis einer ehrlichen Regierung.


TEIL II – Betrügen als gesellschaftliche Bedrohung: Die Erosion der Wissenschaft

Beginnen wir mit Wissenschaft/Technik. Unsere Gesellschaft wäre nicht wiederzuerkennen, abgesehen von der Wissenschaft und Technologie, die allen materiellen Aspekten des modernen Lebens zugrunde liegt. Die wissenschaftliche Methode ist der sicherste Weg, den wir kennen, um die Wahrheit über Aspekte der materiellen Welt zu ermitteln. Doch heute besteht die Gefahr, dass diese Grundlage durch die Lügen und Fehldarstellungen, die unser tägliches Leben plagen, ausgehöhlt wird.

Wie wird dies erreicht? Nach Angaben der Union Besorgter Wissenschaftler scheint die Trump-Administration in ihrer Eile, alle Arten von Vorschriften abzuschaffen, und wissenschaftliche Fakten als Hindernisse zu betrachten, die es zu überwinden gilt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn es darum geht, "wissenschaftsbasierte Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen aktiv abzubauen, wissenschaftliche Beweise beiseite zu schieben und die jüngsten Fortschritte rückgängig zu machen", die auf wissenschaftlicher Forschung beruhen. Hier sind nur einige von Dutzenden Beispielen:

(1) Die von Trump ernannten Administratoren der Umweltschutzbehörde (EPA) haben der SACC [d.h. ihrem eigenen Wissenschaftlichen Beratungskomitee für Chemikalien] "verboten, sich zu Entscheidungen der EPA zu äußern", die z.B. den Arbeitnehmerschutz, Krebsrisiken und die (oft verdächtige) Qualität von Industriedaten betreffen.

(2) Das Innenministerium (Department of the Interior, DOI) "demontierte die Rolle der Wissenschaft", wenn es um den Schutz gefährdeter und bedrohter Arten ging.

(3) Das Landwirtschaftsministerium (USDA) verhinderte die Veröffentlichung eines Plans, wie die Behörde effektiv auf die Auswirkungen des Klimawandels reagieren kann.

(4) Präsident Trump erließ eine Executive Order, um "die Bundesbehörden von einem Drittel ihrer beratenden Ausschüsse zu befreien", von denen viele die Bundesbehörden wissenschaftlich beraten.

Ohne angemessene wissenschaftliche Standards für die Überprüfung und Regulierung erhalten wir das, was David Michaels, ehemaliger Assistant Secretary of Labor for the Occupational Safety and Health Administration (OSHA), als "Söldnerwissenschaft" bezeichnet. Dabei handelt es sich um "Science-for-hire, die von Chemie- und Pharmaunternehmen in Auftrag gegeben werden, um zu beweisen, dass ihre schädlichen Produkte nicht schädlich sind, indem sie ihnen das quantitative Imprimatur erteilen". Dies geschieht angesichts eines unzureichend überwachten Kapitalismus, in dem Wissenschaft und Wahrheit um des Profits willen getrennt werden. Vor einer ordnungsgemäßen Regulierung endete dieser Ansatz damit, dass viele Verbraucher getötet und verstümmelt wurden. Dies wird sich mit der Deregulierung von Trump wiederholen.


Teil III - Betrug als soziale Bedrohung: Die Erosion der ehrlichen Regierung

Die weit verbreitete Ansicht, dass diejenigen, die die US-Regierung führen, nicht vertrauenswürdig sind und die Regierung nicht im Interesse der Nation als Ganzes führen, ist nicht neu. Nach mehreren Umfragen, die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs regelmäßig durchgeführt wurden, begann sich dieses Gefühl in den 1960er Jahren zu verbreiten und hat sich bis heute gehalten.

Mittwoch, 12. Februar 2020

OTAVA Yo


Einar Schlereth
12. Februar 2020

Was zum Teufel ist das? OTAVA Yo ? Das ist eine russische Musikgruppe, auf die ich im Blogg meines Freundes Stefan stieß. Schon die ersten Töne haben mich begeistert und aus der miserablen Stimmung gerissen, die ich täglich beim Lesen der Nachrichten bekomme. Und diesen Einstieg spiele ich euch auch gleich vor:


Wem das nicht gefällt, der kann gleich aufhören, weiter zu lesen und zu hören.
Diese Freude am Spielen, die Souveränitat, wie sie ihre alten Instrumente handhaben, das Zusammenspiel, die kleinen Gesten auf die Reaktionen des Publikums im Boot und am Ufer, die Begeisterung der Spaziergänger und die Schönheit der Stadt, die ich auf meiner Seite in mehreren Kurzreportagen beschrieben habe - das alles hat mich umgeworfen. Die Kommentare sind zu 99% auf Russisch - nur einen begeisterten deutschen fand ich auf den ersten Seiten und von einem Norweger einen auf English: Wonderful Russian folk! And Yulia, the violinist is gorgeous!
In der Tat!

Beilage: Eine reguläre Tourismus-Tour durch St. Petersburg mit 
Erläuterungen: https://www.youtube.com/watch?v=XO_QHJDaPXg

Seither habe ich fast jeden Tag ein paar Videos von dieser Gruppe angehört und -geschaut. Denn, was sie machen, das sind kleine Theater- oder Musical-Aufführungen, mit einer Leichtigkeit präsentiert, dass es eine wahre Freude ist und ohne jemals ins Banale, Schnulzige, Ordinäre abzugleiten. Schade ist nur, dass man nichts versteht. Vielleicht finde ich irgendwo die Texte, die man sich dann von Google notdürftig übersetzen lassen könnte. 
Hier nun noch einige Informationen, die mir Stefan zuschickte.   
Sie spielen seit 2000 zusammen, zuerst als Straßenmusikanten, seit 2003 als Band. Auf Wikipedia gibt es sogar einen kurzen und lobenden Abriss zu ihrer Geschichte. Die englische Version ist etwas ausführlicher. Dort werden die 22 Länder aufgeführt, wo sie schon aufgetreten sind, ihre Alben und ihre großen Preise. Auch ihr YouTube channel mit vielen ihrer Videos. 
Aber Stefan sagte auch, dass er die Gruppe für politisch radikal hält und dass sie freche Lieder zu brisanten Themen geschrieben hätten. Ihre Lieder fußen im übrigen nicht nur auf russischer, sondern auch auf irischer, finnischer etc. Musik Und Stefan hat auch noch den russischen link zu ihren 4000 Videos auf Yandex mitgeschickt (sicherheitshalber beide Varianten):

Zum Abschluss noch dieses herrliche Video:


Viel Spaß!

Coronavirus wird eine westliche Ausrede für Sinophobie und “China-Bashing”


Lucas Leiroz de Almeida

10. Februar 2020


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Der Coronavirus ist zweifellos eine der größten epidemischen Tragödien unserer Zeit [was ich entschieden bezweifle. D.Ü.] Hunderte Tote und tausende Kranke sind der Beweis. Für jeden Menschen guten Glaubens und Interesse an dem Wohlergehen des Volkes, ist er ein Grund der Sorge und des Mitleids gegenüber den Opfern. Jedoch wird diese gute Absicht mit den Menschen in einigen westlichen Ländern nicht befolgt.

Die Falschinformationen, die von westlichen Medien verbreitet werden verursacht bei einfachen Menschen eine große Verwirrung und lassen sie glauben, dass jeder Chinese vom tödlichen Virus angesteckt ist, was eine große Welle von Hass gegen alles und jedes, was mit China zu tun hat. Diese Epidemie wird eindeutig von westlichen Mächten als Mittel für einen Hybrid-Krieg angesehen.

Während der Virus mehr Opfer fordert, wachsen sinophobe Gefühle überall auf der Welt. In den asiatischen Ländern wird der antichinesische Rassismus von Tag zu Tag stärker, wie wir in Japan sehen können, wo der Twitter-Hashtag "#ChineseDontComeToJapan" einer der Top-Internet-Trends ist. Auch in Vietnam, Hongkong, das, wie wir uns erinnern, zu China gehört, und Südkorea verbreiten private Unternehmen antichinesische Propaganda und sagen, dass chinesische Kunden dort nicht willkommen seien.

Auch in Europa - einem Kontinent, der die Menschenrechte, politische Korrektheit und Demokratie als höchste Werte beansprucht - kann man Hass gegen China erleben, wie wir zum Beispiel in Frankreich sehen, wo Zeitungen und Zeitschriften Lügen über China und den Coronavirus verbreiten und so den Mythos einer "gelben Bedrohung" mitschüren. Auch in Großbritannien veröffentlichte The Herald Sun eine Ausgabe mit der berüchtigten Überschrift "Chinese Virus Pandemonium", und in Deutschland veröffentlichte der Spiegel eine Ausgabe mit "Coronavirus". Made in China" als Titel veröffentlicht.

Auf dem amerikanischen Kontinent werden die gleichen antichinesischen rassistischen Gefühle von den Medien geschürt. In einer kanadischen Schule in Toronto wurden Kinder, die China besuchten, durch die wütenden Familien der Schüler daran gehindert, die Schule zu besuchen. In Brasilien wurde eine junge Schülerin, die von einer japanischen Familie abstammt, von einer älteren Frau beleidigt, die sie mit einer Chinesin verwechselte. Während des rassistisch-kriminellen Angriffs wurde das Mädchen in der Metro von Rio de Janeiro öffentlich mit einem Schwein verglichen.

Offensichtlich gibt es ein weiteres epidemisches Problem am chinesischen Horizont, nämlich die Verwendung von gefälschten Nachrichten und Fehlinformationen als Instrumente zur Schürung von Hass gegen China, wodurch ein Szenario rassistischer Aggressionen gegen das chinesische Volk, die Kultur, die Sitten, die Traditionen und die Politik entsteht. Es handelt sich auch um einen Fall von Hybridkrieg oder, anders ausgedrückt, um einen lebenden Beweis dafür, dass auch nichtmilitärische Mittel in der Kriegsführung eingesetzt werden können.

Rekord-Temp in ANTARKTIS – TRUMP sagt: Gibt es nicht



Die Antarktis leidet unter Hitzerekord mit 18,3 ° C
Countercurrents Collective

11. Februar 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Luftbild vom schmelzsenden Gletscher auf der King George Insel (UN Photo/Eskinder Debebe)

Die Meteorologische Organisation (WMO) hat bestätigt, dass die Antarktis wahrscheinlich einen neuen Rekord mit über 18 °C am Donneerstag erlebte.

Im Gespräch mit Journalisten hat die Sprecherin Clare Nullis von der WMO gesagt, dass der Rekord vom Norden des Kontinents ungewöhnlich sei, selbst während der aktuellen warmen Sommermonate.

"Die argentinische Forschungsbasis, die Esperanza genannt wird, liegt an der Nordspitze der antarktischen Halbinsel; sie hat gestern einen neuen Temperaturrekord aufgestellt: 18,3°C, eine Zahl, die man normalerweise selbst im Sommer nicht mit der Antarktis in Verbindung bringen würde. Damit wurde der frühere Rekord von 17,5°C, der 2015 aufgestellt wurde, übertroffen".

Experten der WMO werden nun überprüfen, ob das Temperaturextrem einen neuen Rekord für die antarktische Hauptlandmasse des Kontinents darstellt.

Er darf nicht mit der Antarktischen Region verwechselt werden, die sich überall südlich des 60. Breitengrades befindet und in der im Januar 1982 auf der Insel Signy eine Rekordtemperatur von 19,8°C gemessen wurde.



Das ‘Föhn’- Phänomen



Die WMO Experten werden die meteorologischen Bedingungen des Ereignisses untersuchen, insbesonder, ob es mit dem Wetter-Phänomen in Verbindung steht, das ‘Föhn’ genannt wird.

Dienstag, 11. Februar 2020

Mit welchem Recht invadiert Kanada und seine Gendarmerie das Wet’suwet’en – Territorium?


Kim Petersen
9. Februar 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Besetzung der Vancouver-Hafeneinfahrt
Im 19. Jahrhundert schrieb Gilbert Sproat, ein Kolonialbeamter, einen Bericht über seine Zeit unter dem Volk der Nuu Chah Nulth an der Westküste von Vancouver Island. Er bemerkte, dass die ursprünglichen Bewohner "seit Tausenden von Jahren jeden Zentimeter der Westküste kennen". 1)

Trotz dieser Anerkennung der langfristigen Besiedlung war die Haltung der Siedler-Kolonialisten gegenüber den Urvölkern herablassend. Dies kommt in einem Gespräch zwischen Sproat und einem Tseshaht-Häuptling deutlich zum Ausdruck:

Häuptling: "Wir sehen Ihre Schiffe und hören Dinge, die unsere Herzen schwach werden lassen. Sie sagen, dass bald noch mehr Männer von König Georg hier sein werden, die unser Land, unser Brennholz und unsere Fischgründe an sich reißen werden; dass wir auf einen kleinen Fleck gesetzt werden und alles nach den Vorstellungen der König-Georg-Männer tun müssen.“

Sproat: “... Es stimmt, dass mehr König-Georg-Männer (wie sie die Engländer nennen) kommen werden: Sie werden bald hier sein. Aber euer Land wird zu einem gerechten Preis gekauft werden.»

Häuptling: «Wir wünschen nicht, unser Land noch unser Wasser zu verlaufen, lasst eure Freunde in ihrem Land bleiben.»

Sproat: «Mein großer Häuptling, der große Chef der König-Georg-Männer, sieht, dass ihr euer Land nicht bearbeitet, und hat befohlen, dass ihr es verkauft. Das Land hat für euch keinen Nutzen ... Der weiße Mann wird euch Arbeit geben und euren Fisch und euer Öl kaufen.»

Häuptling: «Aber wir werden nicht das tun, was die weißen Männer wünschen.»

Sproat: «Ob ihr wollt oder nicht ... Der weiße Mann wird kommen. Alle eure Leute wissen, dass sie eure Vorgesetzten sind. ...»

Häuptlling: «Wir wollen nicht den weißen Mann. Er wird stehlen, was wir haben. Wir wünschen zu leben, wie wir wollen.» 2)

Sproat war mit dem Ergebnis zufrieden. Er und andere Siedler-Kolonialisten sprachen oft über unser Rechte als Fremde, den Bezirk [von Alberni] in Besitz zu nehmen. Wir hatten das Recht auf einen ‘bona fidepurchase’ (Kauf in gutem Glauben), denn ich hatte das Land von der Regierung gekauft und es ein zweites Mal von den Einheimischen erworben. Da die Indianer jedoch jegliche Kenntnis der Kolonialbehörden in Victoria bestritten und das Land an uns verkauft hatten, vielleicht aus Angst vor geladenen Kanonen, die auf das Dorf gerichtet waren, war es offensichtlich, dass wir den Distrikt gewaltsam in Besitz genommen hatten. 3) In einem Lobgesang auf die weiße Vorherrschaft 4) wurde Kleecoot, ein großer See auf Vancouver Island 5) , zu Ehren von Sproat umbenannt.

Mexicos Präsident AMLO zeigt, wie man’s macht


Ellen Brown
9. Februar 2020


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


AMLO tritt sein Amt an

Während sich US-Fürsprecher und lokale Politiker um die Gründung ihrer ersten öffentlichen Banken bemühen, hat der neue Präsident Mexikos mit dem Bau von 2.700 Filialen einer staatlichen Bank begonnen, die 2021 fertiggestellt werden sollen, wenn sie die größte Bank des Landes sein wird. Auf einer Pressekonferenz am 6. Januar sagte er, das neoliberale Modell sei gescheitert; private Banken würden nicht den Armen und den Menschen außerhalb der Städte dienen, so dass die Regierung einschreiten müsse.

Andrés Manuel López Obrador (bekannt als AMLO) wurde mit dem linken britischen Oppositionsführer Jeremy Corbyn verglichen, mit einem bemerkenswerten Unterschied: AMLO ist jetzt an der Macht. Er und seine linke Koalition gewannen die mexikanischen Parlamentswahlen 2018 mit einem Erdrutschsieg und stürzten damit die Partei der Institutionellen Revolution (PRI), die das Land über weite Teile des vergangenen Jahrhunderts regiert hatte. Die Wahl von AMLO, die als "erstes vollwertiges linkes Experiment" Mexikos bezeichnet wurde, markiert einen dramatischen Wandel in der politischen Richtung des Landes. AMLO schrieb 2018 in seinem Buch "Eine neue Hoffnung für Mexiko": "In Mexiko stellt die regierende Klasse eine Plünderbande dar.... Mexiko wird nicht stark werden, wenn unsere öffentlichen Institutionen weiterhin im Dienste der reichen Eliten stehen".

Der neue Präsident hat seine Wahlversprechen eingehalten. Im Jahr 2019, seinem ersten Jahr im Amt, hat er das getan, was Donald Trump versprochen hatte - "den Sumpf trockenzulegen" - und die Regierung von Technokraten und Institutionen zu befreien, die er nach 36 Jahren gescheiterter marktorientierter neoliberaler Politik als korrupt, verschwenderisch oder die Transformation Mexikos behindernd ansah. Zu den weiteren Errungenschaften gehören die erhebliche Anhebung des Mindestlohns bei gleichzeitiger Kürzung der staatlichen Spitzengehälter und überdimensionierten Renten, die Vergabe von Kleinkrediten und Zuschüssen direkt an die Bauern, die Garantie der Preise für die wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturen, die Einführung von Programmen zugunsten von Jugendlichen, Behinderten und älteren Menschen sowie die Einführung eines Infrastrukturplans in Höhe von 44 Milliarden Dollar. López Obradors Ziel sei es, ein "neues Paradigma" in der Wirtschaftspolitik zu schaffen, das das Wohlergehen der Menschen verbessert und nicht nur das Bruttoinlandsprodukt erhöht.


Das Ende der neoliberalen Ära


Um dieses Versprechen einzulösen, wandelte AMLO im Juli 2019 die staatliche Bundessparkasse Bansefi in eine "Bank der Armen" (Banco del Bienestar oder "Wohlfahrtsbank") um. Er sagte am 6. Januar, dass die neoliberale Ära alle staatlichen Banken bis auf eine, für deren Ausbau er die Genehmigung für 2.700 neue Filialen erhalten habe, beseitigt habe. Zusammen mit den 538 bestehenden Filialen der ehemaligen Bansefi wird sich die Zahl der Filialen in zwei Jahren auf 3.238 erhöhen und damit jede andere Bank des Landes bei weitem übertreffen. (Die Banco Azteca, die derzeit nach der Zahl der Filialen die größte ist, hat 1.860.) Das digitale Bankwesen wird ebenfalls entwickelt werden. In einem Gespräch mit einer lokalen Gruppe im Dezember sagte AMLO, sein Ziel sei es, dass die Bank der Armen 13.000 Filialen erreicht, mehr als alle Privatbanken des Landes zusammen.

Auf einer Pressekonferenz am 8. Januar erklärte er, warum diese neue Bank notwendig sei:
«Es gibt mehr als 1.000 Gemeinden, die keine Bankfiliale haben. Wir verteilen [Wohlfahrts-]Ressourcen, aber wir haben keine Möglichkeit, dies zu tun. . . . Die Menschen müssen zu Zweigstellen gehen, die zwei, drei Stunden entfernt sind. Wenn wir diese Dienstleistungen nicht nahe an die Menschen bringen, werden wir den Menschen keine Entwicklung bringen. …
Sie sind bereits im Bau. Ich lade Sie innerhalb von zwei, höchstens drei Monaten zur Einweihung der ersten Filialen ein, denn sie arbeiten bereits, sie bekommen das Land ... denn wir müssen es schnell machen.»

Der Präsident sagte, dass die 10 Milliarden Pesos (530,4 Millionen Dollar), die für den Bau der neuen Zweigstellen benötigt werden, aus den Ersparnissen der Regierung stammen würden; und dass 5 Millionen bereits an die Banco del Bienestar überwiesen worden seien, die die Mittel an das Verteidigungsministerium weiterleiten würde, dessen Ingenieure für den Bau verantwortlich seien. Das Militär wird auch für den Transport der materiellen Mittel zu den Zweigstellen für die Sozialhilfezahlungen eingesetzt werden. AMLO fügte hinzu: "Sie helfen mir. Sie unterstützen mich. Das Militär hat sich sehr gut verhalten, und es macht keinen Rückzieher. Sie sagen mir immer: "Ja, ihr könnt, ja, wir tun es. Weiter. ”

Der Befürchtung, dass die staatseigene Bank Einlagen von den Geschäftsbanken abziehen und auf andere Weise konkurrieren könnte, wie z.B. durch zinslose Kredite an kleine Unternehmen, trat AMLO entgegen:
«Es gibt keinen Grund, sich über den Aufbau dieser Filialen zu beklagen. ... Wenn Privatbanken Zweigstellen bauen wollen, haben sie jedes Recht, in die Städte zu gehen und ihre Zweigstellen zu bauen, aber da sie es nicht tun werden, weil sie glauben, dass es kein [gutes] Geschäft ist, müssen wir es tun ... es ist unsere soziale Verantwortung, der Staat kann sich seiner sozialen Verantwortung nicht entziehen.»


Probleme mit der Zentralbank

Während das Parlament die neue Bank genehmigt hat, kann die mexikanische Zentralbank sie immer noch blockieren, wenn gegen die Bankvorschriften verstoßen wird. Ricardo Delfín, der bei der internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG arbeitet, sagte der Zeitung La Razón, wenn das Geld zur Finanzierung der Bank nicht aus Kapital, sondern aus einem Darlehen der Bundesregierung stammt, wird sich dies nachteilig auf die "Kapitalisierungsquote" der Bank auswirken. Aber AMLO behauptet, dass die Bank autark sein wird. Die Finanzierung des Baus wird aus den Ersparnissen des Bundes aus anderen Programmen stammen, und die Betriebskosten der Bank werden durch kleine Provisionen gedeckt, die bei jeder Transaktion von den Kunden, die zumeist Sozialhilfeempfänger sind, gezahlt werden. Die Filialen werden auf staatseigenem oder gestiftetem Land errichtet, und Softwarefirmen haben angeboten, kostenlos zu beraten.

Über die Zentralbank sagte er:

«Wir werden mit denen von der Bank von Mexiko sprechen und dabei die Autonomie der Bank von Mexiko respektieren. Wir müssen sie erziehen, denn für sie ist dies ein Anachronismus, ja sogar ein Sakrileg, denn sie haben andere Vorstellungen. Aber jetzt sind wir hier [in der Regierung],, nachdem wir den Menschen gesagt haben, dass sich die neoliberale Wirtschaftspolitik ändern wird. . . .
Es sollte keine Hindernisse geben. Wie will die Bank von Mexiko verhindern, dass wir eine [Bank]-Filiale haben, die Ressourcen zugunsten des Volkes verteilt? Welchen Schaden verursacht das? Wem schadet es?»

AMLO hat wiederholt versprochen, sich nicht in die Geschäfte der Zentralbank einzumischen, die seit einem Vierteljahrhundert autonom ist. Aber er hat auch gesagt, dass er möchte, dass ihr Mandat von der reinen Werterhaltung des Pesos durch die Bekämpfung der Inflation auf die Förderung des Wachstums ausgedehnt wird. Die Sorge ist laut der Financial Times, dass er die Zentralbank zur Finanzierung von Regierungsprogrammen nutzen könnte, in Anlehnung an die Fußstapfen der ehemaligen argentinischen Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner, "deren heterodoxe Politik zu hoher Inflation und, wie viele Ökonomen glauben, zur aktuellen Krise des Landes führte".