Mittwoch, 18. Juli 2018

Der Mythos vom neo-imperialen China


Der Artikel liegt schon lange auf dem Desktop, aber er ist so wichtig, dass ich ihn jetzt trotzdem noch übersetze, weil es reichlich Spinner – besonders in der ‘Linken’ - gibt, die von dem neo-kolonialen China quatschen. Die sollten lieber mal darüber nachdenken, was der christliche Westen diesem großen Kulturland angetan hat. Aber wahrscheinlich haben sie davon nie etwas gehört.


Der Mythos vom neo-imperialen China


Die neue Seidenstraßen-Infrastruktur-Projekte können zu einem friedlichen und wohlhabenden Eurasien führen.


Pepe Escobar

19. März 2018


Übersetzt von Einar Schlereth
Ihr könnt ruhig den EU-Rattenschwanz weglassen - auch gegen den Rest kann die USA nicht anstinken.
Der geopolitische Schwerpunkt des noch jungen 21. Jahrhunderts erstreckt sich vom Persischen Golf bis zum Südchinesischen Meer entlang des Spektrums von Südwestasien bis nach Zentralasien und China. Damit wird der wichtigste Raum der New Silk Roads, auch bekannt als Belt and Road Initiative (BRI), zu umreissen.

Das Epizentrum der globalen Machtverschiebung im Osten bringt das US Think Tankland bis ins Mark zur Erschütterung - mit einer Vielzahl beschränkter Analysen, die von chinesischer "imperialer Überdehnung" bis hin zu Xi Jinpings chinesischem Traum, der "Alpträume" provoziert, reichen.

Das Grundargument ist, dass Kaiser Xi durch die Mythologisierung der Neuen Seidenstraße eine globale Machtergreifung anstrebt.

Was tatsächlich geschieht, ist, dass BRI dem Diktum von Mackinders eine neue Bedeutung verleiht, dass die Kontrolle der Weltinsel die Kontrolle über Eurasien bedeutet - der Antrieb hinter der ganzen Karriere des verstorbenen Zbigniew "Grand Chessboard" Brzezinski war.

Gewiss geht es bei BRI um die massiven Devisenreserven Chinas; das Bau-Know-how, die Überkapazitäten in der Stahl-, Aluminium- und Betonproduktion, öffentliche und private Finanzierungspartnerschaften, die Internationalisierung des Yuan und die vollständige Vernetzung von Infrastruktur und Informationsflüssen.

Dennoch ist BRI keine Frage der geopolitischen Kontrolle, die durch militärische Macht unterstützt wird; es geht um eine zusätzliche geopolitische Projektion, die auf Handels- und Investitionsverknüpfung basiert.

Montag, 16. Juli 2018

Ézilis Kommentar zu Frankreichs Fußballsieg


Ézilis Kommentar
16. Juli 2018


Übersetzt aus dem Englischen: Einar Schlereth
Frankreichs siegreiche Fußballmannschaft - und ich dachte immer, Frankreich liegt in Europa!

Ich enthalte mich eines Vergleichs zwischen der Medien-Berichterstattung über die anregenden Ursachen der IWF-Krawalle am 6. Juli und der Wiedergabe des Aufstandes in Haiti gegen die Unterdrückung. Lasst uns nur anmerken, dass sechzehn der 23 Spieler im französischen Team aus Familien kommen, die kürzlich nach Frankreich eingewandert sind, die meisten aus Afrika. Sieben Spieler sind Moslems. Gratulieren wir den afrikanischen Ländern, dass sie die Weltmeisterschaft im Fußball 2018 gewonnen haben, deren Söhne in ihren Ländern keinen Lebensunterhalt gefunden haben. Denn diese Länder sind vom westlichen Imperialismus, endlose IWF-Schulden und den neo-kolomialistischen Kriegen um Resoucen ruiniert worden. Die französische Mannschaft bereichert den französischen Sport und die Kultur kommt aus der Republik Kongo, Senegal, Guinea, Kamerun, Marokko, Togo, Angola, Mali, Algerien. Über 78% der  
französischen Mannschaft, die gerade die Fußball-Weltmeisterschaft gewann kommt aus Einwanderer-Familien. (Schaut euch an, Warum Afrikanische Wurzeln der Schlüssel für Frankreichs Mannschaft sind - https://bit.ly/2zHkc4H)

Quelle - källa - source

Französische Elitetruppen + Saudi-Koalition kooperieren im Kampf gegen die Houthi im Jemen


Die Makrone in Paris folgt offenbar den Spuren Napoleons, der allerdings nur bis Ägypten gekommen war. Aber Napoleon ist immerhin mit seiner Armee marschiert, während sich der Neuling wie Obama feige in seinem Palast versteckt und von dort aus seine Bombenattacken in Mali, Syrien, Jemen und der Himmel weiß nur, wo sonst noch, führt. Aber die christliche, demokratische EU-Gemeinde läßt diese unmenschlichen Kriege gegen einige der ärmsten Länder der Welt zu  und unterstützt sie sogar noch. Auch die UNO und der UN-Sicherheitsrat schweigt. Zumindest sollten die BRICS-Länder diese Angriffe, die letztlich auch ihnen gelten, schärfstens verurteilen.

Al Bawaba

17. Juni 2018


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Nach einem Bombenangriff auf die Hauptstadt Sanaa.
Französische Elite-Soldaten sollen im Jemen vor Ort sein, so ein Bericht der Zeitung Le Figaro vom Samstag, in dem ein Abgeordneter die Behauptungen unterstützt.

Der Bericht folgt Zeichen einer engeren Zusammenarbeit zwischen Paris und der von Saudi-Arabien geführten Koalition, die gegen Houthi-Rebellen in dem vom Krieg zerrissenen Land kämpft.

Es wird berichtet, dass französische Spezialeinheiten mit dem Militär der Vereinigten Arabischen Emirate im Jemen zusammenarbeiten; weitere Einzelheiten über ihre Rolle in dem Konflikt gab es nicht.

Ein französischer Abgeordneter erklärte Reuters auch, dass französische Truppen in Jemen wären, obgleich UAE Truppen jemenitische Kämpfer in ihrem Kampf gegen al-Qaeda im Süden des Landes unterstützen.

Die Streitkräfte der UAE befinden sich hauptsächlich in den Küstengebieten des Jemen, mit einer besonders starken Präsenz in der Hafenstadt Aden und auf der Insel Sokotra.

Die UAE hat auch enge Beziehungen mit den Milizen der Separatisten im Süden.

Sonntag, 15. Juli 2018

Obamas furchtbare Erbe in Haiti


Ézili Dantò
11. Juli 2018


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


«Die Straße ist lang und schwierig. Sein Schatten gab uns Schutz, Ruhe und Trost. Aber jetzt ist er fort. Er hat dieses Ende nicht verdient - li kite rès la pou nou menm - den Rest hat er uns überlassen." Èzili Dantò von HLLN Quelle
Ein sehr guter Freund, nein, ein Familienmitglied in diesem Kampf für Gerechtigkeit, Yves Point DuJour, der dieses Interview mit mir am 21. Januar 2017, dem Tag nach der Trump-Wahl, führte, starb plötzlich und verdächtig bald darauf am 3. Februar 2017. Das Interview handelt von Obamas schrecklichem Erbe in Haiti.

Ich schicke diesen Beitrag und widme ihn dem Andenken an Yves Point DuJour, der sein Leben gab, um diese Information zu verbreiten, und all unseren Freiheitskämpfern, die zum Schweigen gebracht wurden. Sie starben, ohne die Früchte ihrer Arbeit zu sehen.

Wir sind immer noch hier, Yves. Wir sind so dankbar für die drei Jahrzehnte Arbeit, die du für die Gerechtigkeit in Haiti geleistet hast. Wir erinnern uns an dich. Ich wünschte, du wärst hier, um uns zu helfen, die richtigen Informationen über diese Revolte im Juli 2018 zu erhalten. Ich habe mich so sehr auf dich verlassen, mein Bruder. Ich vermisse dich und schicke Liebe an deine Familie, die du zurückgelassen hast.

Oh, die Flüsse aus Blut, die wir Haitianer für die Freiheit und unsere Menschlichkeit vergossen haben. Ich wünschte, du wärst hier, um uns zu helfen, diese verblödeten Obama-Clinton-Bush-Marionetten aus unserem Land zu vertreiben.

Leute, ich möchte nur, dass es heute jeder weiß, ich schätze euch alle, die ihr das Èzili-Netzwerk seit über zwei Jahrzehnten unterstützt.... Wir werden an den Rand gedrängt, das stimmt. Aber wir freuen uns, dass wir einander haben. Wir stehen gegen Krieg, Ungerechtigkeit, Pädophilie, Kolonialismus, Profit über Menschen, falsche Nachrichten, falsche Bildung, falsche Geschichte, falsche Wissenschaft, falsche Medizin. Wir stehen für Wahrheit und Befreiung für die 7,5 Milliarden auf dem Planeten Erde und gegen all die Gehirnwäsche des tiefen Staates. Wir sind dankbar für das, was wir haben und wollen mehr Leute wie dich hier bei uns haben. Ich wollte euch das nur sagen und sagen, dass die Art und Weise, wie die Leute da draußen auf der Straße ihr Leben verlieren, dass man da nie weiß, wann es wieder einer von uns sein könnte. Ein weiterer Yves Point Dujour, Jean Ristil Jean Baptiste oder Pater Jean Juste.

Heute möchte ich euch zumindest für eure Anwesenheit danken. Ich weiß, wie zerbrechlich das ist.

Leute, seht euch die Ehrungen für Yves, Jean Ristil und Pater Jean Juste an. Diejenigen von euch, die neu sind, wissen vielleicht nicht, wie undankbar, langwierig und stressig diese Arbeit ist. Aber jeder von uns fügt seinen Teil hinzu. Heute ehren wir Yves und alle unsere Gefallenen und senden Liebe, Mut und Sicherheit an alle ohne Unterschied.

Wenn ihr könnt, hört euch das letzte Interview von Yves Point FuJour mit mir an. Verdammt, wenn wir nur in der Lage gewesen wären, die Unterdrückung in Haiti zu stoppen, wenn man uns nur gehört hätte. Wenn die dunklen Mächte die Menschen nur nicht letztes Jahr aufgehalten hätten. Oder im Jahr davor. Oder im Jahr davor. Oder, dass gestern vor 13 Jahren, am 6. Juli 2005. Dann würden die Leute, die letzten Freitag, den 6. Juli 2018, auf den Straßen Haitis gestorben sind, noch heute leben. Ruh in Frieden Power Yves, Jean Ristil, Drèd Wilmè. Wie Pater Jean Juste vor seinem Tod sagte: Der Rest bleibt uns überlassen - li kite rès la pou nou menm.
Meine Anmerkung: Hier noch ein exzellenter Artikel von Cynthia McKinney

Quelle - källa - source

Samstag, 14. Juli 2018

Der Präsident Eritreas trifft zum Friedensprozess in Äthiopien ein


Auch hier in meinem Dorf sprach ich mit einigen Eritreern, die von der großen Freude ihrer Eltern in Erritrea berichteten, als der äthiopische Präsident in Asmara eintraf. Es gab ein regelrechtes Fest. Ich wünsche beiden Ländern eine fruchtbare Zusammenarbeit und Freundschaft.


Eritrea war Teil Äthiopiens zwischen 1952 und 1993, als es sich selbständig machte. Foto: @fitsumaregaa, veröffentlicht am 14. Juli 2018


von Fernando Vicente Prieto

Aus dem Spanischen: Einar Schlereth


Eritrea und Äthiopien begannen einen Prozess der Annäherung, als am 8. Juli der Friedensvertrag unterzeichnet wurde.
Der eritreische Präsident Isaias Afewerki traf an diesem Sonnabend in Äthiopien ein, um den Friedensprozess zwischen beiden Ländern zu Ende zu bringen.

Während des Aufenthaltes von Afewerki im Nachbarland wird er sich mit dem äthiopischen Premierminister Abiy Ahmed treffen, um den Prozess der Annäherung zwischen beiden Ländern nach mehr als 20 Jahren des Konfliktes offiziell zu machen.

Der Chef des Präsidenten-Kabinetts von Äthiopien Fitsum Arega schrieb auf Twitter zu dem Besuch des eritreischen Würdenträgers:
«Präsident Afewerki kommt in sein zweites Haus, Addis Abeba.; bei seiner Landung erhielt er einen herzlichen Empfang von seinem Bruder Abiy Ahmed, öffentlichen Vertretern, von Künstlern, öffentlichen Persönlichkeiten und Mitgliedern der Regierung.»

Tausende Personen fanden sich am internationalen Flughafen Bole zu früher Morgenstunde ein, um bei dieser historischen Begebenheit anwesend zu sein und viele füllten auch die Straßen mit Plakaten, die Bilder beider Präsidenten und die Fahnen beider Länder zeigten.

Der Krieg zwischen beiden afrikanischen Ländern begann 1998 und endete erst im Jahr 2000 mit ca. 80 000 Toten. Das Friedensabkommen zwischen beiden Ländern am vergangenen Sonntag, den 8. Juli 2018, setzte dem Streit um Territorien ein Ende.

Quelle - källa - source

Donnerstag, 12. Juli 2018

Die City of London und der Große Diebstahl in Äthiopien


Thomas Mountain
11. Juli 2018

Aus dem Englischen: Einar Schlereth
City of London - Dreh- und Angelpunkt der Finanzmafia
Seit Jahrzehnten, bis zurück zu Bob Geldoff, der Millionen in bar Meles Zenawi überreichte, zu den Zeiten «Wir sind die Welt» 1983-84, angeblich für Nahrungsmittelhilfe für Opfer der Großen Äthiopischen Hungersnot, war die City of London unmittelbar am Großen Diebstahl in Äthiopien, eigentlich dem großen Afrika-Diebstal, beteiligt.

Ohne einen Platz, dein Diebesgut zu verstecken, warum sollte man es stehlen? Wenn du dein schmutziges Geld nicht verbergen kannst, wo es niemand finden kann, warum dann sich die Mühe machen? Und das ist genau das, was die City of London getan hat – sie hat Milliarden Dollar gewaschen, manche sagen Dutzende Milliarden, an gestohlenen «Hilfs»geldern für den verstorbenen Meles Zenawi und seine Gangster-Regierung in Äthiopien. Krieg, Dürre und Hunger – man sollte das Horn von Afrika besser das Horn des Hungers nennen, und dank der City of London, wurde das, was gedacht war, die Hungernden zu ernähren, die Obdachlosen unterzubringen, die Kranken zu pflegen und die Analphabeten zu alphabetisieren, in der finanziellen Jauchegrube deponiert, die sich selbst eine «City» nennt mit einer Bevölkerung von siebentausend.

Die City of London schafft ihre eigenen Regeln und es gibt Leute, die meinen, dass sie hinter Brexit steckt, weil sie nicht überleben kann, wenn sie den neuen EU-Bankbestimmungen folgen muss in Bezug auf Geldwäsche und Bilanzen. Geschäftsbücher frisieren, wird das genannt und das ist in die DNA der City of London eingepflanzt.

Heute kämpft Äthiopien, um eine nachhaltige Zukunft frei von Schulden und Bettelei zu schaffen und die Dollar-Milliarden auf den Konten in der City of London der ehemaligen Führer Äthiopiens können weit laufen bis sich die Situation verändert.

Die City of London ist das Herz des internationalen Bankstertums und muss geschlossen werden und die erschwindelten Gewinne der Gauner aus der ganzen Welt sollten an jene zurückgegeben werden, von denen sie gestohlen wurden. Die neue äthiopische Volksregierung hat geschworen, Äthiopiens Geld heimzuholen und hat versprochen, eine Liste der Übeltäter aufzustellen und wo sie ihre Beute versteckt haben. Dies könnte der erste Schritt sein, offenzulegen, wie die City of London Dreh- und Angelpunkt gewesen ist, wenn es um die Ermöglichung des Großen Diebstahls in Äthiopien ging.


Thomas C. Mountain ist ein unabhängiger Journalist in Eritrea, der seit 2006 hier lebt und berichtet. Sehen Sie Facebook bei thomascmountain oder kontaktieren Sie ihn am besten bei thomascmountain at g mail dot com.

Quelle - källa - source

Montag, 9. Juli 2018

Die Wiederkehr des plebeischen Mexiko: Populismus und Hegemonie

Katu Arkonada

9. Juli 2018

Aus dem Spanischen: Einar Schlereth



Am 1. Juli fand in Mexiko eine historische Wahl statt, bei der ein Projekt mit Wurzeln in der Linken und der nationalen Bevölkerung die Wahlen gewann. Andrés Manuel López Obrador, der Kandidat von Morena und der Koalition Juntos Haremos Historia (Gemeinsam werden wir Geschichte machen), gewann 30 Millionen Stimmen, 53 %, die höchste Ziffer, die je ein Präsidentschaftskandidat in dem nordamerikanischen Land erhielt.

 

Die Rückkehr des plebejischen Mexiko: Populismus und Hegemonie

 
Die größte Wahl der Geschichte (mehr als 4.000 Ämter standen zur Wahl, darunter der Präsident, 500 Abgeordnete, 128 Senatoren und 9 Gouverneure, darunter Mexiko-Stadt) hinterlässt einen überwältigenden Sieg. Es ist das Vertrauen in einen Führer, der angesichts der Widrigkeiten seiner dritten und letzten Präsidentschaftskandidatur aufgewachsen ist, aber vor allem ist es ein Votum gegen ein neoliberales Regime, das Mexiko in Gewalt, Armut und Ungleichheit gestürzt hat. Eine Stimme gegen den von der PRI, der PAN und der PRD unterzeichneten Pakt für Mexiko.

Das mexikanische Volk stimmte daher gegen eine von oben kommende, autoritäre Übereinkunft für einen neuen Zyklus neoliberaler Reformen. 1)  Es stimmte für den einzigen, der nicht auf dem Foto des Paktes für Mexiko erscheint, um ihm eine Chance zu geben, sondern der versprach, die Bildungsreform aufzuheben und eine Konsultation über die Energiereform durchzuführen, beides negative Hinterlassenschaften der sechsjährigen Amtszeit von Peña Nieto.


Aber hier kommt die erste Warnung. 53% der erhaltenen Stimmen gehen weit über den harten Kern von Morena (oder die PT oder PES, Verbündete in diesem Wahlkampf) hinaus. Es ist eine Abstimmung, die nicht als geliehen bezeichnet werden konnte, die sich wie nie zuvor auf die Unterstützung für einen Präsidenten in einem Präsidial-Land erstreckt, was an Hegemonie grenzt (politisch, nicht kulturell), aber eine äußerst anspruchsvolle Abstimmung, die in den ersten Monaten der neuen Regierung, die am 1. Dezember 2018 eingesetzt wird, echte Veränderungen fordern wird.

Diese Wahlen sind auch das Scheitern der Kommentatoren 2), der Intellektuellen und legitemierten Medienversteher des neoliberalen PRIAN-Regimes, die weder die Idee einer "Gefahr für Mexiko" noch im letzten Teil der Kampagne, der "nützlichen" oder gekreuzten Abstimmung (wieder) durchsetzen konnten.

Ebenfalls gescheitert sind bei diesen Wahlen der Betrug, der massive Stimmenkauf in vielen Wahlbezirken in Mexiko-Stadt (Iztapalapa oder Coyoacán, um nur zwei Beispiele zu nennen) oder auf dem Land (Puebla), was den Sieg von López Obrador zwar reduziert, aber nicht verhindert hat.

Und diese Wahlen waren vor allem die der Rückkehr des plebejischen Mexiko, der "die Armen zuerst", obwohl Morena [Partei der Nationalen Erneuerung. D. Ü.] und Amlo [Spitzname von Andrés Obrador. D. Ü.] paradoxerweise ihre Wählerbasis um die Mittel- und Oberschicht erweitert haben wie nie zuvor. Und zusammen mit denen von unten, der Jugend und vor allem denen aus dem neuen Jahrtausend, die, obwohl es auch paradox erscheinen mag, den ältesten Kandidaten gewählt haben, um sie zu vertreten. Es ist, kurz gesagt, der Sieg des Volkes über den Top-Elite

Tribunal in Brasilien akzeptiert ‘habeas corpus’ zur Freilassung von Lula (Update)


Gerade lese ich die Nachricht, dass gegen die Gepflogenheiten der Justiz der Richter der 1. Instanz das Urteil der höheren Instanz in Porto Alegre mit einer erneuten Anordnung stoppen konnte. Natürlich versuchen die USA und ihre Heiducken in Brasilien nach so viel Mühe, Lula unschädlich zu machen, ihr Äußerstes, um ihn im Gefängnis verrotten zu lassen. Das lässt sich an dem Jubel unserer Staatsmedien ablesen.

Oto Hiquita

8. Juli 2018

Aus dem Spanischen: Einar Schlereth

Der Richter João Pedro Gebran Neto unterzeichnete einen Befehl, die gerichtliche Entscheidung von Favreto zu annulieren, der Lulas Freilassung verhindern sollte.
Lula ist zuversichtlich (EFE Veröffentlichung)


Der brasilianische Führer verbrachte 90 Tage im Sitz der Bundespolizei von Curitiba, im Staat Paraná (sur).

Das Regional-Tribunal von Porto Alegre (TRF-4) von Brasilien nahm am Sonntag den Antrag des ehemaligen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva an, seine Freilassung aus dem Gefängnis zu genehmigen und seine Strafe wegen angeblicher Korruption auszusetzen.

Rodrigo Favreto, der Berufungsrichter von TRF-4, befahl seine sofortige Freilassung, die jederzeit erwartet wird. Richter João Pedro Gebran Neto unterzeichnete jedoch einen Beschluss, um Favretos Gerichtsentscheidung aufzuheben und Lulas Freilassung zu verhindern.

Aber der Korrespondent von teleSUR, Nacho Lemus, wies darauf hin, dass die Abgeordneten Wadih Damous, Paulo Pimenta und Paulo Teixeira, die Habeas Corpus beantragt hatten, erwarten, dass die Maßnahme umgehend umgesetzt wird.

Die Präsidentin der Arbeiterpartei (PT), Gleisi Hoffmann, äußerte in ihrem Twitter-Account ihre Emotionen über die Nachricht und versicherte, es sei "ein Sieg für die Demokratie und den demokratischen Rechtsstaat".

Der Korrespondent von teleSUR, André Vieira, berichtete seinerseits, dass sich einige Abgeordnete außerhalb der Bundespolizei in Curitiba im Bundesstaat Paraná (Süden) befinden, wo Lula seit dem 7. April inhaftiert ist, verurteilt für 12 Jahre und einen Monat Gefängnis.

Glecihzeitig gaben sie zum Ausdruck, dass diese Entscheidung die These stärkt, dass es Interessen über die Verhaftung des brasilianischen Führers hinaus gab, und sie sagen vorher, dass Lula seine Präsidentschafts-Kampagne mit den Reisen durch das Land wieder aufnimmt.

Trotzdem hat der Richter der ersten Instanz Sérgio Moro einen Antrag gestellt, um die Entscheidung aufzuheben, aber da sie von einer höheren Instanz kam, wird sie über die der 2. Instanz siegen, erklärte der Abgeordnete der PT Damous.

Sympathisanten des ehemaligen brasilianischen Präsidenten befinden sich vor dem Bundespolizeisitz in Curitiba in Erwartung der Befreiung.


Siehe auch:
Lula befürchtet Einmischung der USA in Brasilien.

Mit Hilfe von Deepl.

Quelle - källa - source

Freitag, 6. Juli 2018

Die USA und die NATO entmachten die krisengeschüttelte EU (VIDEO)


Manlio Dinucci



Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Zwei Gipfel, beide in Brüssel in einem 2-Wochen-Intervall, zeigen den status quo der europäischen Situation an. Das Treffen des Europa-Rates am 28. Junii bestätigte, dass die Union, gegründet im Interesse der ökonomischen und Finanz-Oligarchien, angefangen bei den größten Mächten, gegenwärtig zerbröselt wegen ihrer unterschiedlichen Interessen, die nicht nur auf die Migranten-Frage begrenzt sind.

Der Nord-Atlantik-Rat – der am 10.-11. Juli von den Staatsoberhäuptern von 22 EU-Ländern (von insgesamt 28) besucht wird (wobei England die Union verlässt) – wird die NATO und US-Oberkommando stärken. Donald Trump wird daher bei dem bilateralen Gipfel, der in fünf Tagen, am 16. Juli in Helsinki mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin stattfinden wird.

Was auch immer der US-Präsident am Verhandlungstisch festlegt, es wird die Situation in Europa grundlegend beeinflussen. Die Tatsache, dass die USA nie ein vereintes Europa als gleichberechtigten Verbündeten gewollt haben, ist für niemanden ein Geheimnis. Mehr als 40 Jahre lang, während des Kalten Krieges, hielten sie Europa in Unterordnung als Frontlinie der nuklearen Konfrontation mit der Sowjetunion.


Im Jahr 1991, als der Kalte Krieg vorbei war, befürchteten die Vereinigten Staaten, dass die europäischen Verbündeten ihre Führung in Frage stellen oder entscheiden könnten, dass die NATO jetzt überholt sei, da sie von der neuen geopolitischen Situation überholt sei. Dies ist der Grund für die strategische Neuausrichtung der NATO, die nach wie vor unter amerikanischem Kommando steht und vom Vertrag von Maastricht als "Grundlage für die Verteidigung" der Europäischen Union anerkannt wird, aber auch für ihre Osterweiterung, die die ehemaligen Länder des Warschauer Paktes mehr mit Washington als mit Brüssel verbindet.


Die NATO verwandelt Europa in ein Schlachtfeld gegen Russland

Donnerstag, 5. Juli 2018

Mexikos neu gewählter Präsident weist Bodyguards zurück: ‘Die Bürger werden mich schützen’


Tom Phillips
3. Juli 2018
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Andrés Manuel Obrador
Er ist gerade zum obersten Chef einer Nation gewählt worden, die in einen hartnäckigen Drogen-Konflikt verwickelt ist, der bereits mehr als 200 000 Menschenleben gefordert hat, in wenig mehr als einem Jahrzehnt.

Aber am Donnerstag hat der neue Präsident Andrés Manuel Obrador behauptet, er würde auf das Recht auf Schutz verzichten, um im engen Kontakt mit dem Volk zu bleiben.

«Ich möchte keine Bodyguards, was bedeutet, dass die Bürger auf mich aufpassen und mich schützen werden,» sagte López Obrador oder Amlo, als der er am bekanntesten ist, zu den Reportern, als er den amtierenden Präsidenten Enrique Peña Nieto aufforderte, die Amtsübergabe zu besprechen.

Amlo, ein 64- Jahre alter Linker, der die Gegner in den Wahlen am Sonntag übel zurichtete, wiederholte eine Maßnahme, die er schon mehrmals verkündete während seiner historischen Kampagne – eins von mehreren Versprechen, um sein Image als Mann des Volkes zu verstärken, der für Mexikos 53 Millionen Arme regieren will. [Mexiko hat insgesamt rund 126 Mill. Einwohner. D. Ü.]

«Ich möchte nicht herumgehen, von Bodyguards umgeben. Ich möchte, dass das Volk auf mich aufpasst,» sagte Amlo auf einer Veranstaltung im Staat Hidalgo im May.

Zu den anderen populistischen Forderungen gehört:

Sich zu weigern, in Mexiko Citys prunkvoller Präsidenten-Residenz Los Pinos zu leben. «Ich will in keinem Herrenhaus, welcher Art auch immer, wohnen,» sagte er auf einer kürzlichen Versammlung in den armen Vororten der Hauptstadt, und versprach, den Palast in ein Kunstzentrum zu verwandeln «für das Volk Mexikos».

Er will das Präsidenten-Flugzeug verkaufen und den Spitzenpolitikern des Landes verbieten, in privaten Jets und Helikoptern kreuz und quer im Land herumzufliegen. «All das wird beendet ... wir können keine reiche Regierung haben und ein armes Volk,» sagte er.

Das Präsidenten-Salär soll gekürzt werden und auch die Einkommen von Mexikos vergoldeter Bürokratie, wie er es nennt. «Ich werde nur die Hälfte verdienen, was Peña Nieto verdient – und wir werden die Gehälter der Leute an der Spitze kürzen, damit wir die Einkommen ganz unten erhöhen können,» fordert Amlo. «Die Lehrer werden mehr verdienen, die Krankenschwestern, die Ärzte, die Straßenfeger, die Polizei, die Soldaten, die Marine ... die Bauern.»

Amlos Versprechungen sind bei seinen Wählern gut angekommen, die wütend sind auf die Extravaganzen und die Korruption ihrer herrschenden Elite.

«Wir sind so glücklich,» sagte Lucero Robles, ein mexikanischer Maler, der Sonntag Nacht auch auf der Straße war, um den Sieg zu feiern. «Aber wir werden noch glücklicher sein, wenn sie ihm die Präsidentenschärpe umhängen werden [im Dezember].»
Dieser Artikel wurde ursprünglich in «The Guardian» veröffentlicht.

Quelle - källa - source


Montag, 2. Juli 2018

Nicht ein einziger Krieg in den vergangenen Jahren ist begonnen worden ohne die mächtige Presse «Artillerie» - RT Chef-Redakteurin


Diese wichtige Rede der Chef-Redakteurin Margarita Simonyan ist unbemerkt an mir vorübergegangen. Sie wurde zum Glück von RT erneut aufgelegt. Hier kommt die Übersetzung.


Nicht ein einziger Krieg in den vergangenen Jahren
 ist begonnen worden ohne die mächtige Presse 
«Artillerie» - RT Chef-Redakteurin


Margarita Simonyan

5. Juli 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth





Margarita Simonyan, Xi Jinping und Putin



Es hat in letzter Zeit keinen Krieg gegeben, der ohne "eine mächtige Presseartillerie" und "Präzisionsbombardierung" durch die Medien begann, durch TV, Radio, Zeitungen und online Werkzeuge, sagte RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan vor Präsident Putin und dem chinesischen Führer Xi Jinping.

Simonyan äußerte ihre Besorgnis über den wachsenden und oft hemmungslosen Einfluss der Medien und die Art und Weise, wie er die Welt um uns herum verändert, während des Staatsbesuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Moskau.

"Wir leben in einer einzigartigen Zeit, in der die Medien - die so genannte vierte Gewalt - in vielen Ländern versuchen, die erste zu werden, und manchmal auch die erste werden: Sie bestimmen die Spielregeln, kontrollieren die öffentliche Meinung, ändern nicht nur die Einstellung der Menschen gegenüber einem Führer oder einem Staat, sondern verändern die Werte ganzer Gesellschaften", sagte die Chefredakteurin von RT.

RT trennt Fakten von Fälschungen mit neuem Online-Projekt. Die Medien sind zu einer Waffe und einem lebensverändernden Werkzeug geworden, sagte Simonyan.

Die Medien können auch die Wahrnehmung von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verändern, wie z.B. "einen unbekannten, gewöhnlichen Menschen, wie Barack Obama, über Nacht zum Helden einer Generation machen oder umgekehrt, den Helden einer Generation, wie Julian Assange, zu einem Geächteten und Außenseiter zu machen".

Samstag, 30. Juni 2018

Der Untergang von Rojava - Kurdischer Verrat


Diesen ansgezeichneten Artikel habe ich mit Dank an Manfred Ziegler übernommen. Dies ist nicht nur auch meine Auffassung, sondern es geht um ein echtes Drama. Die Kurden lagen mir vor vielen Jahrzehnten auch sehr am Herzen, woran die wunderbaren Romane von Yasar Kemal einen großen Anteil hatten. Doch allmählich erfuhr ich mehr über das Schicksal des kurdischen Volkes, das auf drei große Länder, Irak, Iran und die Türkei verteilt ist (genau wie die Balutschen auch). Ihr Elend haben sie vor allem zwei Supergaunern zu verdanken, aus den eigenen Reihen: den Häuptlingen Barzani und Talabani, die zu den reichsten Männern in Kurdistan gehören. Ich bezweifle, ob diese Schurken selbst noch wissen, wie oft sie ihr Volk verraten und verkauft haben. An die Amerikaner, dann die Russen, an den Irak, an den Iran und vor allem auch an Israel. Nicht nur einmal, sondern immer wieder - hin und her. Den Kurden in Syrien ging es am besten im Vergleich zu den drei großen Ländern. Assad hat ihnen während des Krieges auch ein hohes Maß an Selbstbestimmung gegeben, worauf sie auch al-Assad die Loyalität geschworen haben. Das dauerte nicht allzu lange und sie verbandelten sich mit den Amis und noch enger mit den Israelis. Hinzu kam, dass sie in den von der ISIS befreiten Gebieten eine widerliche rassistische Politik gegen die Araber führten, die sie von ihrem Land und aus ihren Häusern vertrieben, wo sie seit Jahrhunderten lebten. Und an diesen Verbrechen sind nicht nur zwei Häuptlinge Schuld, sondern daran sind notwendigerweise viele Leute beteiligt. Und da kann man einfach nicht mehr solidarisch sein.

15.06.2018

Rojava – das waren einmal drei kurdische Kantone im Norden Syriens. Im Rahmen des Krieges gegen Syrien kamen die Dschihadisten des IS auch nach Rojava und bedrohten die bloße Existenz der kurdischen Bevölkerung. Für die Linke in Europa und darüber hinaus wurde der Kampf um Rojava zu einem Leuchtfeuer in den Untiefen des Krieges um Syrien. Oder war es vielleicht doch ein Irrlicht? Um die Frage zu beantworten, müssen wir tief in die Geschichte des Krieges um Syrien eintauchen.

Warum wird ein kleines unscheinbares Land, buchstäblich hinter den sieben Bergen seit Jahren in einem Krieg zerstört, an dem sich von Anfang an die NATO-Staaten, allen voran die USA und die Türkei, die Golfstaaten zumindest indirekt beteiligten und für den Milliarden Dollar ausgegeben wurden, in dem ungezählte Menschen getötet wurden.

Würden heute Aliens von Mars oder Venus kommen und den Krieg betrachten, hätten sie überhaupt keinen Zweifel: Es geht um Ressourcen, um regionale und globale Machtinteressen, um Regime-Change im Interesse und im Auftrag der USA. Es geht um den Konflikt zwischen USA, Israel und Saudi-Arabien auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite.

Und ebenso gilt: schon um 2007 konnten wir ahnen, was die Zukunft bringt – Regime-Change lag in der Luft.

2007 schrieb der amerikanische Journalist Seymour Hersh über eine mögliche Neuorientierung der US-Außenpolitik: Heimliche Aktivitäten, um den Iran und Syrien zu schwächen fanden statt. Die USA förderten sunnitische Extremisten. Das Flüchtlingslager Nahr al-Barid im Libanon wurde in Kämpfen zwischen der Armee und Dschihadisten so zerstört, wie später weite Teile Syriens. Die sunnitischen Extremisten hatten in Bahr al-Barid nur trainiert.

Freitag, 29. Juni 2018

Venezuela – auf dem Weg zur Widerstands-Wirtschaft


Peter König

29. Juni 2018


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Venezuela hungert nicht, es werden nur bestimmte waren gestohlen und nach Kolumbien verschoben.


Die Regierung von Venezuela hat vom 14. bis 16. Juni 2018 eine internationale Wirtschaftsberatungskommission des Präsidenten  ins Leben gerufen, um über die derzeitigen vom Ausland hervorgerufenen wirtschaftlichen Unruhen zu diskutieren und nach Lösungen zu ihrer Überwindung zu suchen. Ich war privilegiert und geehrt, Teil dieser Kommission zu sein. Venezuela wird buchstäblich durch Wirtschaftssanktionen erdrosselt, durch infiltrierte Unruhe-Stifter, ausländische ausgebildete Oppositionsführer, ausgebildet, um die Verteilung von Nahrungsmitteln, pharmazeutischen und medizinischen Geräten zu stören. Ein Großteil der Ausbildung und der Unruhen im Land wird von der National Endowment for Democracy (NED) finanziert, einer "NGO", die vom US-Außenministerium Hunderte von Millionen Dollar erhält, um die Demokratie zu "verbreiten" und einen "Regimewechsel" auf der ganzen Welt herbeizuführen, indem sie die demokratischen Prozesse souveräner Nationen boykottieren und untergraben, die sich weigern, sich unter das Joch des Imperiums und seiner "Verbündeten" zu beugen - also seine Vasallen, die Angst haben, sich für die inhärenten menschlichen Werte einzusetzen, und stattdessen rückgratlos nach der Melodie des mörderischen nordamerikanischen Regimes und seiner Handlanger tanzen.

Stellen Sie sich vor, Venezuela hat die bei weitem größten bekannten Erdölreserven der Welt unter seinem Territorium - mehr als 300 Milliarden Barrel Benzin, gegenüber 266 Milliarden Barrel, den zweitgrößten Reserven von Saudi-Arabien. Venezuela ist ein Nachbar, gernau gegenüber am Karibischen Meer, der Vereinigten Staaten mit seinen Raffinerien in Texas. Die Transportzeit von Venezuela zu den texanischen Raffinerien beträgt etwa 3 bis 4 Tage, verglichen mit 40 bis 45 Tagen aus den Golfstaaten, aus denen die USA etwa 60 % ihres Öls importieren, das durch die vom Iran kontrollierte Straße von Hormuz transportiert werden muss. Und außerdem ist Venezuela ein sozialistisches Land, das die Rechte der Arbeiterklasse verteidigt, Solidarität, Menschenrechte und wahre menschliche Werte fördert, so nah an den Grenzen einer erbärmlichen neoliberalen und zunehmend militarisierten, von Gier getriebenen Diktatur, die vorgibt, unantastbar zu sein. Zu wagen sich gegen die Drohungen von Invasion und Bomben aufzulehnen, ist für Washington einfach unerträglich.

Montag, 25. Juni 2018

Äthiopien: Granatenanschlag auf neuen Präsidenten


BBC

Aus dem Englischen: Einar Schlereth


25. Juni 2018

[Das folgende Video konnte nicht korrekt kopiert werde, Schaut es auf der unten angezeigten Quelle des Artikels an.  D. Ü.]

Das BBC Team hat die Verwirrung nach der Explosion eingefangen.

Äthiopische Beamte sagen, zweil Leute seien tot und Dutzende verletzt [Inzwischen sind die Zahlen erhöht worden. D. Ü.] durch eine Explosion auf einer gigantischen Versammlung mit dem neuen Permierminister Abiy Ahmed.

Abiy Ahmed beschrieb es als «nicht erfolgreichen Versuch von Kräften, die nicht wollen, dass Äthiopien vereint wird.»

Er wurde schnell nach der Explosion aus der Gefahrenzone gebracht; man meinte, es käme von einer Granate, die mitten unter die tausenden Menschen auf dem Meskel Platz in Addis Abeba geworfen wurde.

Der stellvertretende Polizeichef der Hauptstadt wurde verhaftet wegen Sicherheitsmängeln.

Weitere acht Polizisten sind verhaftet worden zur Untersuchung wegen mangelhafter Sicherung des Platzes.

Äthiopiens GeEsundheitsminister twitterte, dass zwei Menschen gestorben seien. Er sagte, 44 Leute sind noch im Krankenhaus, von den fünf in einem kritischen Zustand sind.

Abiy wurde Premierminister, nachdem sein Vorgänger Hailemariam Desalegn unerwartet im Februar zurücktrat.

Warum Äthiopien am Beginn einer neuen Ära stehen könnte. Ist er der Mann, Äthiopien zu verändern?

Er ist auch der erste Führer des Landes von der Ethnie der Oromo, die seit drei Jahren die Hauptkraft der anti-Regierungs-Proteste standen, wobei hunderte Menschen ihr Leben verloren.

Sonntag, 24. Juni 2018

Der "sanfte" Coup der USA in Äthiopien (update)

Gerade kommt noch ein Artikel von T. C. Mountain rein: "Das Spiel ist aus; das Ende von Äthiopiens TPLF-Regime." Der ist vom 23. Juni 2018 - naja, dauert halt ein bisschen von Eritrea, wo Mountain wohnt, bis hierher. Der neue Premier Abiy, ein Oromo, und Eritreas Premier Aferverki haben Grüße ausgetauscht und Frieden und Zusammenarbeit gelobt, was über das äthiopische und eritreische Fernsehen ausgestrahlt wurde. Ich habe mit Äthiopiern und Eritreern Proteste organisiert und Flugblätter geschrieben und verteilt und bin überglücklich, dass ich diese Stunde noch erleben konnte.  

Ganz Äthiopien feiert!
 
Die Soft-Coup Story ist wohl korrekt, aber Mountains Geschichtsunterricht kann ich nicht unterschreiben. Bei Wikipedia stehen genau entgegengesetzte Berichte, was aber auch nicht so viel heißen will. Wer mehr oder Genaueres wissen will, muss sich selbst schlau machen. Und wer über die Oromo-Massaker im 19. Jahrhundert etwas findet, kann es gerne schicken. 

Thomas C. Mountain
20. Juni 2018


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


US-"Berater"
Die USA haben einen "Soft Coup" in Äthiopien gestartet, um den wachsenden revolutionären Druck des äthiopischen Volkes nach drei-jähriger Herrschaft unter Kriegsrecht zu mindern.
In den vergangenen drei Jahren gab es brutale Repressionen mit Tausenden von Toten und Zehntausenden, die in die Verliese des Regimes geworfen wurden, ohne dass ein Ende in Sicht war. Der Teufel nahm sich seinen Anteil, durch wachsende Devisenknappheit, Arbeitslosigkeit, Hunger und Krankheit, die das Land bedrücken, und um die jahrzehntelange Spaltung und Eroberung der ethnischen Kriegsstrategie des Regimes zu krönen sowie die folgende Strafe.
Unter dem Druck der Oromos, der über 40 Millionen starken und größten Nationalität Afrikas, platzt das alte Abessinierreich Äthiopien aus allen Nähten. Die meisten Menschen, vor allem Muslime, wollen Unabhängigkeit oder eine Art Selbstbestimmung von der infamen Unterdrückung der orthodoxen christlichen "Abessinier" des Haile Sellasie und Menelik, die von der heutigen ethnischen Minderheit des Tigray-Regimes immer noch fortgeführt wird.
In diesem "Soft Coup" hat sich das herrschende Regime, die ehemaligen marxistisch-leninistisch-Hoxha-Guerillakämpfer aus der Provinz Tigray, zu 100% demokratisch (sie haben bei den letzten Wahlen 100% der Parlamentssitze gewonnen), mit einem 42 Jahre alten Oromo, der als Premier installiert wurde,  sich selbst in das Abseits gedrängt. Die Oromo sind mit 40 Millionen die größte Nationalität des Landes und Afrikas.

Russland beteiligt sich an der syrischen Offensive im Südwesten trotz US-Warnungen

Leith Aboufadel

23. Juni 2018
Aus dem Englischen: Einar Schlereth




Die russische Armee beteiligt sich seit heute Nacht an der syrischen Offensive im Südwesten, gab eine Quelle den Al-Masdar News des Dara’a Gouvernements bekannt.
Die russische Luftwaffe hat einen massiven Angriff auf Dara’a im Nordosten heute Nacht geführt, in mehreren Gebieten, die von den Dschihadisten kontrolliert werden.
Laut einer militärischen Quelle in der Regierungs-Festung Izra’a hat die russische Luftwaffe über 20 Luftschläge im Nordosten durchgeführt.
Al Masdar erfuhr auch, dass die russische Luftwaffe speziell Angriffe auf die Städte Masikah, Aeeb und Busra Al Harir führte.
Die meisten Luftschläge galten der Dschihadisten-Hochburg Busra Al Harir, das direkt östlich von Izra’a liegt.


Dieser Angriff folgte 48 Stunden nach der ernsten Warnung des US-Außenministeriums an die russische und syrische Regierung vor einer Eskalation ihrer Offensive im Südwesten Syriens.


Dieser Artikel wurde ursprünglich in ‘Al Masdar News’ veröffentlicht.

Quelle - källa - source

Freitag, 22. Juni 2018

Die gesamte westliche Welt lebt in kognitiver Dissonanz

Paul Craig Roberts
21. Juni 2018

Aus dem Englischen: Klaus Madersbacher

In dieser Kolumne werde ich drei der aktuellen Top-Nachrichten verwenden, um die Diskrepanz zu veranschaulichen, die überall im westlichen Denken besteht.

Beginnen wir mit der Frage der Familientrennung. Die Trennung von Kindern von Einwanderern/Flüchtlingen/asylsuchenden Eltern hat einen solchen öffentlichen Aufschrei hervorgerufen, dass Präsident Trump sich von seiner Politik verabschiedet und eine Anordnung unterzeichnet hat, die die Trennung der Familien beendet.

Die Horrorszenarien von Kindern, die in Lagerhäusern privater Unternehmen eingesperrt sind, die von US-Steuerzahlern profitieren, während Eltern wegen illegaler Einreise verfolgt werden, weckten sogar selbstgefällige "außergewöhnliche und unverzichtbare" Amerikaner aus ihrer Stumpfsinnigkeit. Es ist ein Mysterium, dass das Trump-Regime beschlossen hat, seine Politik der Grenzsicherung durch die Trennung von Familien zu diskreditieren. Vielleicht sollte die Politik die illegale Einwanderung verhindern, indem sie die Botschaft aussendet, dass Ihnen Ihre Kinder genommen werden, wenn Sie nach Amerika kommen.

Die Frage ist: Wie kann es sein, dass die Amerikaner die unmenschliche Grenzkontrollpolitik sehen und ablehnen können, nicht aber die Unmenschlichkeit der Familienzerstörung, die das überwiegende Ergebnis von Washingtons Zerstörungwerk im Ganzen oder in Teilen in sieben oder acht Ländern im 21. Jahrhundert ist?

Millionen von Menschen wurden durch den von Washington verursachten Tod von ihren Familien getrennt, und seit fast zwei Jahrzehnten gibt es fast keine Proteste mehr. Kein öffentlicher Aufschrei hielt George W. Bush, Obama und Trump von klaren und unbestreitbaren illegalen Handlungen ab, die in dem von den USA selbst mitbegründeten Internationalen Recht als Kriegsverbrechen definiert werden, die gegen die Bewohner von Afghanistan, Irak, Libyen, Pakistan, Syrien, Jemen und Somalia gerichtet sind. Wir können dem ein achtes Beispiel hinzufügen: die militärischen Angriffe des von den Vereinigten Staaten von Amerika bewaffneten und unterstützten neonazistischen Marionettenstaats Ukraine gegen die abtrünnigen russischen Provinzen.

Die massiven Todesfälle, die Zerstörung von Städten und Infrastruktur, die Verstümmelungen, die physischen und mentalen Verwerfungen, die Millionen von Menschen auf der Flucht vor den Kriegen Washingtons nach Europa getrieben haben, wo die Regierungen aus einer Ansammlung von Idioten bestehen, die Washingtons massive Kriegsverbrechen im Mittleren Osten und Nordafrika unterstützt haben, haben keinen Aufschrei hervorgerufen, der mit Trumps Einwanderungspolitik vergleichbar wäre.

Trump: Dominanz auch im Weltall! Hurrah, wir brechen alle Verträge! (Update)

Hier liefere ich noch eine scharfe Warnung Russlands an Trump nach, die am 19. Juni veröffentlicht wurde: 'Der Weg in die Katastrophe' - Moskau warnt die USA vor der Aufstellung von WMDs (Waffen zur Massenzerstörung) im Weltall und droht mit 'harter Antwort'.

Einar Schlereth

22. Juni 2018

Vor kurzem haben die meisten Länder der Welt in der UNO für die Beseitigung der A-Waffen gestimmt, der inzwischen von 51 Ländern ratifiziert worden ist und somit völkerrechtlich Gültigkeit gewonnen hat. Die 9 Atom-Mächte haben sich aber nicht daran beteiligt.

Nicht nur das, sondern die Trump-Verwaltung will nun auch den Einsatzbereich von Atomwaffen in das Weltall verlegen. Hurrah, wir brechen alle Verträge! Nach dem Ausstieg Amerikas aus dem Menschenrechtsrat, dem Bruch des Iran-Abkommens, über das 9 Jahre lang verhandelt wurde, dem Rückzieher beim angekündigten Abzug aller US-Truppen aus Syrien, dem Ausstieg aus dem ABM-Vertrag etc. wollen die USA jetzt nun auch definitiv einem immer wieder von Russland und China geforderten Abkommen gegen Stationierung und Militarisierung des Weltalls eine Absage erteilen.
HURRAH! WIR BRECHEN ALLE VERTRÄGE!

Russland und China hatten sogar schon 2008 einen Entwurf vorgelegt:
"Treaty on the Prevention of the Placement of Weapons in Outer Space, the Use of or Threat to Use Force against Outer Space Objects" (PPWT). Das wurde von den USA blankweg vom Tisch gefegt, weil sie auf ihr «Recht auf Selbstverteidigung im All» pochten. Wie dieses Recht von den USA ausgelegt wird, das haben wir nach 2011 erlebt, wo die USA nach und nach 8 Kriege vom Zaun gebrochen haben.

Aber 1967 war in der UNO der ‘Weltraumvertrag’ geschlossen worden, der auch von Amerika unterzeichnet wurde. Dort hieß es:

« ... es (ist) den Mitgliedsstaaten untersagt, Massenvernichtungswaffen im All zu stationieren, und verpflichtet sie, den Mond und andere Himmelskörper allein für friedliche Zwecke zu nutzen. Auch dürfen keine militärischen Übungen im All oder auf dem Mond abgehalten werden. Ziel des Vertrages war in der Zeit des Kalten Kriegs, die Okkupation von Himmelskörpern durch einzelne Staaten zu verhindern.» (Der komplette Text liegt hier.)

Sehr interessant ist es, wenn man «Dominanz im Weltall» bei Google eingibt und sich das Ergebnis anschaut: Unisono die Seiten rauf und runter heißt es «US-Dominanz im All». Nur wenige Medien variieren ein bisschen die Sprüche von Trump und dem Pentagon. Die Fernsehsender, aber auch die großen Zeitungen bringen nur kurze Videoclips ohne Kommentare. Noch weniger sagen immerhin, dass die USA den Weltraumvertrag unterschrieben hat, gehen dann aber schnell zu Rivalitäten im Weltall seitens der Großmächte über, sprechen von ‘China im Weltall’ oder ‘Die Russen wollen den Krieg’, lassen wie die Bild, einfach das «Wir müssen das All dominieren» so stehen. Wie «Nun muss ich Golf spielen gehen» sagt Trump.
Ist ja nichts Besonderes weiter passiert.

Der russische Außenministet Sergej Lawrow hat entschieden protestiert:

Es geht nicht um die Nichtzulassung der Weltraummilitarisierung, da die Satelliten zu militärischen Zwecken sowohl von uns als auch von den Amerikanern in den Weltraum geschickt werden. Dies ist eine Sache für sich. Aber Waffen im Kosmos zu stationieren, wäre zu riskant und würde neue absolut nicht vorab kalkulierte, unberechenbare Gefahren schaffen.“

Und auch Putin warnte, dass Trump damit den 3. Weltkrieg provozieren könnte, was wahrlich nicht weit hergeholt ist.

Manche geben zu bedenken, dass Trump gar nicht die Befugnis hat, so etwas zu befehlen. Da hat das Pentagon, der Senat, der Militärausschuss etc. zu bestimmen. Aber wie wir bislang bemerken konnten, wurde alle Befehle Trumps befolgt. In diesem Fall sagte die Sprecherin des Pentagons, «dass daran schon lange gearbeitet wird». Genau und eines schönen Tages werden wir vor die vollendeten Tatsachen gestellt.

Was mich aber besonders wundert und erschüttert, ist das Fehlen massiver Proteste. Atomwaffen ist das Letzte, was uns zu unserem Glück noch fehlt oder wie? Bruce K. Gagnon ist Koordinator des Globalen Netzwerks gegen Waffen & Atomare Macht im Weltall und Autor des Buches ‘Come together now: Organizing‘ ist anderer Meinung:

«Was wir heute mehr denn je brauchen, ist eine einheitliche globale Kampagne jenseits aller trennenden Themen. Frieden, soziale Gerechtigkeit, Umwelt, Arbeit und andere Bewegungen müssen härter arbeiten, um unsere Probleme zu verlinken und integrierte Basisbewegungen gegen die zerstörerische Kraft der korporativen Oligarchien aufzubauen, die die meisten unserer westlichen Regierungen leiten. Der Ansturm auf die Privatisierung der Sozialfürsorge und die Privatisierung der Außen- und Militärpolitik muss in Frage gestellt werden, wenn wir die künftigen Generationen erfolgreich schützen wollen.»

1950 betrug die Weltbevölkerung nicht einmal ein Drittel der heutigen 8.2 Mrd. Menschen. Damals schaffte es das Ständige Komitee des Weltkongresses der Kämpfer für den Frieden (später nannte es sich Weltfriedensrat), für einen Aufruf zur Ächtung der Atombombe und speziell zur Verurteilung des Ersteinsatzes von Atomwaffen, was die USA damals schon ins Auge gefasst hatten, 500 Mill. Unterschriften zu sammeln, wodurch damals der dritte Weltkrieg verhindert wurde.
Heute sind allein in den BRICS-Ländern, Brasilien, China, Indien, Südafrika und Russland, fast die Hälfte der Menschheit für ein Verbot der Atomwaffen, aber die andere Hälfte unter der Fuchtel der USA kann sich nicht aufraffen, sich den Milliarden Friedensfreunden in der Welt anzuschließen. Das ist eine Schande für die Menschheit. Kommt es zum Krieg, dann wird es nicht nur 70 Millionen Opfer wie Ende 1945 geben, sondern 700 Millionen oder noch viel mehr. Wer will die Schuld auf sich nehmen? An der werdet ihr zerbrechen!

Bluewin titelte Trump will ins All. Da sage ich nur: Dann lasst ihn doch – ab ins All mit ihm.

Montag, 18. Juni 2018

Neue Post aus Russland vom 18. Juni 2018

Stefan Lindgren

Die Neue Post wird bis zum 6. August 2018 Ferien machen.

Aus dem Schwedischen: Einar Schlererth

Willkommen zur FIFA 2018


Der Startschuss zur FIFA fiel im Luzjnikistadion am Donnerstag. Die Spiele finden in 12 Arenen in 11 Städten statt: Moskau, St. Peteresburg, Sotschi, Kazan, Saransk, Kaliningrad, Wolgograd, Rostov am Don, Nitschni Nowgorod, Jekaterinenburg und Samara. Die Nationale-Mannschaften aus 32 Ländern werden an den Spielen teilnehmen.

Gleichzeitig hieß Russland 400 000 ausländische Touristen willkommen. Kremls Sprecher Dmitrij Peskow erklärte am Tag zuvor, dass alle Staatsmänner der Welt willkommen seien zu dem Ereignis, einschließlich Donald Trump. Unter den ausländischen Führern werden erwartet Abchasiens Präsident  Raul Chadschimba, Präsident Ilham Alijew von Aserbaidschan, Präsident Nikol Pasjinjan von Armenien, Alexander Lukaschenko von Weißrussland, Kasachstans Präsident Nur Sultan Nasarbajew, Kirgisistans Präsident Sooronbai Dscheenbekow, Libanons Premierminister Saad  Al Hariri, Moldawiens Präsident Igor Dodon, Panamas Präsident Juan Carlos Varela,  Paraguays Präsident Mario Abdo Benitez, Saudiarabiens Kronprinz Mohammad bin Salman bin Abdulaziz Al Saud, Tadschikistans Emomalij Rahmon, Usbekistans Präsident shavkat Mirziyoyev und Südossetiens Präsident Anatolij Bibilov.


Niederlage gegen Mexico - aus der Balance
Russland hat mindestens 12 Milliarden Dollar für neue Arenen, neu Transport-Möglichkeiten, Hotels und sonstige Infrastruktur ausgegeben. Die meisten Bauwerke sind fertig geworden und trotz gewisser Kontroversen über Korruption, konnten die Kosten unter Kontrolle gehalten werden. *

Der Kreml betont, dass die Investitionen sich langfristig lohnen werden [das traf ja auch auf Sotschi zu. D. Ü.]. Drohungen von Fußball-Huligans, Angriffe von Terroristen oder Störungen von politischen Aktivisten sind in großem Maße neutralisiert worden durch die Einführung besonderer Sicherheitssysteme in den meisten Städten, berichtet Fred Weir vom Christian Science Monitor.

Csm 13/6; tass 14/6



Trump: die Krim ist russisch


Donald Trump hat korrekt die Krim als russisches Territorium bezeichnet und hat die Ukraine den korruptesten Staat der Welt genannt.

Die Aussagen waren inoffiziell, aber haben bereits Hysterie in der Ukraine ausgelöst. Für Putin geben diese Worte einen guten Start für kommende Gespräche mit Trump, berichtet die Tageszeitung Vzgljad.

Diese Aussagen wurden kürzlich bei einem Mittagessen des G7 Treffens in Kanada gemacht und wurden von BuzzFeed wiedergegeben. Bereits 2016 gab Trump im übrigen seine Ansicht bekannt, dass die Krimbewohner es besser haben in Russland als in der Urkaine.

Vzgljad 15/6



Das russische Selbstbild


Das staatliche Meinungsforschungsinstitut VtsIOM  hat das Resultat einer Studie veröffentlicht, wie die Russen sich selbst sehen, ihre positiven und negativen Eigenschaften.

Sonntag, 17. Juni 2018

Freidenker-Schriftsteller und Politiker in Bangla Desh erschossen

Das ist dieselbe Situation, wie sie bei uns in der Weimarer Republik herrschte. Linke, Freidenker und vor allem Kommunisten wurden straffrei umgenietet. Das Programm hat der Sozialdemokrat Ebert mit Eifer verfolgt. Vielleicht ist es bei uns auch bald wieder so weit.


International Humanist and Ethical Union

12. Juni 2018


Aus dem Englischen: Einar Schlereth


Shahzahan Bachchu war lokal und innerhalb der säkularen Bewegung Bangladeschs als freimütiger, manchmal feuriger Aktivist für den Säkularismus bekannt. Über seinen Verlag Bishaka Prakashani (Star Publishers) druckte er Gedichte und Bücher zum Thema Humanismus und Freidenkertum. Er war auch ein politischer Aktivist und diente als ehemaliger Generalsekretär der Munshiganj Bezirkseinheit der Kommunistischen Partei.

Er soll heute Abend in der Nähe seines Hauses im Dorf Kakaldi im Bezirk Munshiganj nahe der Hauptstadt Dhaka erschossen worden sein.


Berichten zufolge stürzten vier Männer, die mit zwei Motorrädern ankamen, in das Teehaus in Kakaldi, wo Shahzahan gegen 18:30 Uhr Ortszeit saß, eröffneten das Feuer auf ihn und fuhren mit ihren Fahrzeugen davon. Shahzahan war auf der Stelle tot. Die Polizei sagte: "Wir erfuhren, dass er ein Online-Aktivist und frei denkender Schriftsteller war und einen Verlag hatte. Wir müssen noch feststellen, ob es sich um einen extremistischen Angriff handelt. Aber wir behalten alle Möglichkeiten im Auge."

Shahzahans Tochter, ebenfalls Atheistin, sagte vorhin auf ihrer Facebook-Seite:"Mein Vater Shahzahan Bachchu ist tot. Er wurde In unserem Dorf von zwei Leuten ermordet."

IHEU-Präsident Andrew Copson sagte:

«Wir sind untröstlich, dass das Gespenst der Gewalt in die freidenkerische Gemeinschaft in Bangladesch zurückgekehrt ist. Jeder humanistische Schriftsteller und weltliche Aktivist und freidenkerische Verleger, der in den vergangenen Jahren getötet wurde, war ein Verteidiger der Rechte anderer, ein Verfechter der Menschlichkeit und der Vernunft und der Gerechtigkeit. Ihre Morde stehen gegen all diese universellen Werte. Wir fordern die Regierung von Bangladesch erneut auf,die Dschihadnetzwerke , die diese Verbrechen verüben, auszulöschen, und die internationale Gemeinschaft, Druck auf Bangladesch auszuüben, damit es seine Humanisten und Aktivisten der Menschenrechte schützt und verteidigt".