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Samstag, 20. Juni 2015
OSTEUROPA IM ÜBERBLICK 19
"Die Militaristen" gegen "die Friedensstifter"?
1.Teil
Rostislaw Ischtschenko,
09. Juni 2015
Übersetzt aus dem russischen: Thomas
Wohl fast jeden Tag müssen Sie panischen Materialien über die "Appeasement-Politik" seitens der russischen Regierung lesen, dass die ukrainische Armee dabei ist, eine ungeahnte Macht zu erreichen, über «den Verrat Russlands», die angeblich die Kiewer Putschisten auf eigene Kosten unterhält und dabei gleichgültig auf den sich im eigenen Blut erstickenden Donbass blicken. Und ständig die Frage: «Warum wird die Junta nicht vernichtet bevor sie sich gefestigt hat?» Ständig tönt das Thema genau in der Form im Äther der Fernsehsendungen, in den sozialen Netzen und sogar in den Streitgesprächen der Küchenpolitiker.
Ich denke, dass man zu diesem Thema mehr als einen Artikel schreiben muss. Denn die ständigen Verschärfungen der Situation im Donbass, die aggressiven Erklärungen Kiews in Bezug auf Pridnestrowje, die offenen Drohungen der USA an die Adresse von Russland und die Frage: «Wie lange werden wir das noch ertragen müssen?» reizt sogar die ausgeglichendsten und erfahrensten Experten bis auf`s Blut.
Der patriotische Diskurs in den Massenmedien begann mit Strelkow und mit Mythen vom «Helden des Widerstands in Noworossija» und von einem "Friedensstifter Surkow", dann lassen Sie uns auch mit Strelkow beginnen. Dabei ist es nötig sich zu erinnern, dass die Situation der Opposition von "den Militaristen" und "den Friedensstifter" schon seit langem besteht und sich heute zu etwas entwickelt hat, wie etwa die persönliche Opposition von charismatischen Partisanen und den Helfern des Präsidenten. "Die militaristische" Bewegung hat aktiv begonnen, gegen die russische Macht von radikalen Positionen aus zu opponieren, Strelkow hat seit langem aufgehört, eine Ikone oder zumindest die einzige Ikone zu sein (die heranwachsende Ordnung hat sich die Autorität und das Charisma im Verlauf der Kampagnen erworben), und unter dem Einfluß der nicht konstruktiven Kritik stand nicht mehr nur Surkow sondern schon bald Putin und das ganze System der russischen Macht.
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