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Montag, 22. Januar 2018

Neue Post aus Russland vom 22. Januar 2018


Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


USA provozierte Ankara

Das russische Verteidigungsministerium kommentierte am Sonnabend die Situation im nordwestlichen Syrien, wo die Türkei eine militärische Operation über die Grenze einleitet Am 20 Januar gab der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan eine anti-Terroroperation in der syrischen Stadt Afrina bekannt.

„Ankaras Maßnahmen wurden durch Washingtons Erklärungen provoziert, dass man besondere kurdische Grenztruppen an der Grenze zur Türkei aufstellen wolle. Diese und andere US-Maßnahmen sollen den Zusammenbruch des syrischen Staates bezwecken und die bewaffneten militanten Gruppen stärken,“ hieß es.

Man meint, dass die US-Maßnahmen gegen die gemeinsame Erklärung Russlands und der USA verstießen, die im November in Da Nang/Vietnam getroffen wurde:

„Die Präsidenten bekräftigten ihre Aufgabe, Syriens Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität sowie säkulare Natur in Übereinstimmung mit der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrates zu bewahren.“

Die Türkei beabsichtigt, eine Sicherheitszone von 30 km von der Grenze zu schaffen, in der man der kurdischen YPG nicht erlauben wird, Truppen zu unterhalten (die YPG wird in der Türkei als ein anderer Name für die PKK angesehen, die als Terroristen gelten).

Experten glauben, dass der türkischen Operation Gespräche mit Russland vorausgegangen sind. Am 18. Januar besuchte der Chef des türkischen Generalstabs Hulusi Akar und der Chef des türkischen nationalen Geheimdienstes Hakan Fidan Moskau zu Überlegungen mit Russlands Verteidigungsminister Sergej Shoigu und dem Chef des Generalstabs, Armeegeneral Valerij Gerasimow.



Interfaks 19/1



Millionen nahmen ein Winterbad

  

US-Botschafter lässt sich das Bad auch nicht entgehen.
Vom 18. auf den 19. Januar nahmen Millionen Russen gemäß der alten russischen Tradition ein Winterbad. Rund um in Russland hacke man Löcher in das Eis, wo die Temperatur dicht unter dem Eis durchgehend +4 C beträgt. Präsident Putin badete im Kloster „Nilöknen“ auf der Insel Stolobnyj im See Seliger in Anwesenheit eines großen kirchlichen Aufgebots. Sogar der neue US-Botschafter in Moskau Jon Huntsman nahm ein Winterbad im Kloster „Neues Jerusalem“, um sich mit der russischen Tradition vertraut zu machen, teilte seine Sprecherin Maria Olson mit.



Vesti nedeli 21/1, moscow times 18/1



Drei Zahlen für die Putin-Unterstützung

Laut einer Untersuchung, die von dem Meinungsbüro VtsIOM veröffentlicht wurde, sagen 70 % der Russen, dass sie definitiv beabsichtigen, an der Wahl im März teilzunehmen und weitere 11 Prozent werden wahrscheinlich teilnehmen.

Insgesamt sagten 73,2 % der Befragten, dass sie für Putin stimmen würden. Pawel Grudinin von der Kommunistischen Partei und Wladimir Zjirinowski von der Liberalen Partei (LDPR) kommen mit 6.1 % auf den 2. Platz. 1.2 % sagten, sie würden für die TV-Journalistin Ksenia Sobtjak stimmen, während alle anderen Kandidaten weniger als ein Prozent erhalten werden.

Das Meinungsforschungsinstitut FOM kommt in seiner neuesten Messung auf 66 % Stimmen für Putin. Interessant im Zusammenhang ist, dass der Blogger Alleksej Navalnyj, der selbst nicht an der Wahl teilnehmen darf wegen eines bedingten Gefängnisurteils wegen grober Unterschlagung, jede Woche eine eigene Untersuchung durchführt. Laut seiner neuesten Messung bekommt Putin 62 % der Stimmen, also nicht so weit entfernt von den anderen Messungen. 


Moscow times, unz review 18/1