Dies ist ja seit langem bekannt. In Frankfurt kannte ich einige
Arbeiter von OPEL, die alle bereits eingebauten Getriebekästen
wieder ausbauen mussten, weil sie zu teuer und zu haltbar waren. Aber
dass Fabrikanten Chips in Computer, Drucker etc. stecken, die das
Produkt nach einer bestimmen Zeit killen, ist eine neue Entwicklung.
Aber, wie man in dem Film unten sehen kann, gibt es inzwischen Leute,
die sich nicht damit abfinden, sondern Ratschläge erteilen, wie man
die Chips entfernt oder lahmlegt.
Außerdem ist meiner Meinung die von Rune Lanestrand angedeutete
Alternative 'Job oder Umweltzerstörung' falsch. Vor mehr als 100
Jahren fragte Lenin die Genossen, die in Bayern die Revolution
gemacht hatten, ob sie die damals 50-Stunden-Woche auf 6 Stunden pro
Tag verkürzt hätten. Hatten sie nicht. Aber schon damals war man
vielerorts der Auffassung, dass dies nicht nur angemessen, sondern
auch möglich wäre. Aber Marx und Lenin meinten ja, dass die
Menschen nicht so lange arbeiten müssten auch deswegen, um Zeit für
Studien zu haben und für Dinge, die sie gerne machten – kurz
gesagt, ein gutes Leben zu leben.
Rune Lanestrand
14. Mai 2012
Der Dokumentarfilmkanal zeigte gestern ein äußerst interessantes Programm darüber, wie Forscher große Mühe darauf verwenden, die Haltbarkeit von Computern, Druckern, Autos, Kühlschränken etc zu verkürzen.
Wenn der Drucker das nächste Mal den Geist aufgibt, musst du wissen, dass in ihm ein kleiner Chip steckt, der das Ding nach eine gewissen Anzahl von Druckseiten abstellt. Da man natürlich den „Fehler“ nicht finden kann, musst du einen neuen kaufen. Genial, nichtwahr?
In Kalifornien gibt es eine Glühlampe in einer Feuerwehrstation, die über einhundert Jahre alt ist und immer noch brennt. Die lange Lebensdauer wurde jedoch von den amerikanischen Herstellern als teuflisch betrachtet. Daher versammelte man bereits in den 20-er Jahren, als jene Glühlampe 20 Jahre alt war, sämtliche Hersteller weltweit und bestimmte, die Lebensdauer der Glühlampe zu verkürzen.
Damals begann man also, dass alle Hersteller kleine Details und heute Chips einbaute, die bewirkten, dass die Lebensdauer der Produkte kürzer wurde. Die Technik ist verfeinert worden, so dass die neuesten Glühlampen manchmal nur ein paar Monate halten.
Diese unnormale Foschung wird damit begründet, dass man dadurch mehr Jobs schafft. Ohne einen Gedanken, dass das zu enormer Umweltzerstörung führt, während die Werbung der Unternehmen betont, wie umweltfreundlich sie seien. Sicher, wir sitzen in der Klemme. Jobs oder Umweltzerstörung. Aber man kann ja trotzdem nicht auf diese unverantwortliche Weise fortfahren, die Umwelt zu zerstören und Raubbau an knappen Naturressourcen zu betreiben. Es gibt auch viele Jobs z. B. in einer künfitgen arbeitsintensiven, ökologischen und kleinbetrieblichen Landwirtschaft.
Den Film 'Glühlampenkonspiration' kann man hier sehen. Ein Großteil des Films ist auf Englisch, aber auch deutsche, französische und schwedische Forscher werden interviewt. Und es geht nicht nur um Glühlampen, sondern auch um viele andere Produkte. Sehr interessant. Es wird auch gezeigt, wie man einen Chip rausnimmt oder lahmlegt.
Wie ich gerade von Freunden erfahren habe, ist der Film für Deutschland gesperrt. Aber in den Kommentaren werden Alternativen auf YouTube und sonstwo angeboten. Oder, wie ein Freund schreibt, man kann sich mit Firefox das Add-On "Stealthy" runterladen.
Quelle – källa - source