3. September 2013
Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth
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| Was machen schon ein paar Hormone! |
Vereinfacht kann man sagen, dass USAs Präsident Barack Obama unserem Land die Ehre mit einem offiziellen Staatsbesuch erweist, um uns für das Übelste zu belohnen, wofür Schweden in der heutigen Politik steht.
Nämlich die Tatsache, dass Schweden seine allianzfreie Politik aufgegeben hat und
u. a. unter amerikanischem Befehl in Afghanistan kämpft, JAS-Flugzeuge nach Libyen schickte, Soldaten nach Mali, sich praktische der NATO angeschlossen hat, Militärübungen und Bombenabwürfe mit US- und NATO-Flugzeugen über Norrbotten und über dem Vättern übt. Mit anderen Worten: den Teufel über die Grenzen gelassen hat.
Man sagt auch, dass Obama besonders geschätzt hat, dass Schweden sein Veto einlegte gegen die Diskussion über die Abhörung der EU durch die USA. Alles, was schlecht ist, soll nun honoriert und mit der bereitwilligen Hilfe der Medien zu höchster Staatskunst erhoben werden.
Obama will auch seinen Beifall dafür zollen, dass Schweden und sein Landwirtschaftsminister Eskil Erlandsson sich stark machten für die Anerkennung der GMO-Gewächse in der EU. Und für Schwedens extreme Haltung zum Freihandel, was vor allem dem großen Partner, der USA zugutekommt.
Es laufen mir kalte Schauer über den Rücken, wenn ich im schwedischen Fernsehen morgens sehe, wie Handelsministerin Ewa Björling sich warm redet für ein vorbehaltloses Freihandelsabkommen mit den USA: Besonders in der Landwirtschaft, was die Tore für GMO-Lebensmittel und mit Hormonen gesättigte Fleischklopse öffnet aus den absolut umweltschädlichsten und qualvollsten Tierfabriken der Welt.
Den Reportern auf allen Kanälen glitzern die Augen, wenn Ewa Björling ihre Propaganda, frech aus der Luft gegriffen, damit versüßt, dass eine Familie in Schweden durch das Freihandelsabkommen jährlich 4500 Schwedische Kronen mehr in der Brieftasche haben wird und wenn wir die Grenzen öffnen, um das krankheitsfördernde junk food (= minderwertiges Fressen) aus den USA importieren. Wobei Schweden gleichzeitig mit den USA im Rücken der übrigen EU den Weg weisen soll, behauptet eine ebenso gläubige wie hinsichtliche Umwelt und Nahrungsqualität unwissende Handelsministerin.
Quelle - källa - source
