Posts mit dem Label Spitzbergenvertrag - NATO - geplante Militärübungen - 2. Weltkrieg - Massaker an Russen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Spitzbergenvertrag - NATO - geplante Militärübungen - 2. Weltkrieg - Massaker an Russen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 5. Mai 2017

Deutschland will zum 2. Mal internationalen Spitzbergen-Vertrag brechen


In der 'Neuen Rheinischen Zeitung' las ich heute den von Brigitte Queck übersetzten Artikel von Pawel Iwanow, wo es um die Absicht der NATO geht, den internationalen Spitzbergen-Vertrag zu brechen und dort große Militärübungen abzuhalten. Nun, das wäre nicht das erste Mal. Schon im 2. Weltkrieg hat Deutschland diesen 1920 geschlossenen internationalen Vertrag gebrochen und auf Spitzbergen mit Zivilisten oder Soldaten Basen errichtet, anfänglich vor allem Wetterstationen. 


Rest von Kriegswetterstationen »Knospe« und »Nussbaum« in Signehamna (Krossfjord)
Aber das war nicht alles. Der Krieg griff auch auf Spitzbergen über: "Im September 1943 (kam es) zu einem großangelegten Angriff durch die weitgehend untätig in Nordnorwegen in Fjorden wartende deutsche Nordmeerflotte auf Svalbard. Zusammen mit 9 Zerstörern bombardierten die großen Schlachtschiffe Scharnhorst und Tirpitz Barentsburg und Longyearbyen, wobei neun  norwegische Soldaten getötet wurden und neunundvierzig gefangengenommen wurden." (Wikipedia)

Doch auch das ist noch nicht alles. Als ich 1992 ein Feature für den NDR über die Samen machte und in jenem Sommer - der nur Regen und Kälte bot - nach Kautokeino kam, in aller Frühe vor einem Restaurant mit Tankstelle hielt und eintrat, kam es statt einer Begrüßung zu einer Anklage. Der Wirt, der meine deutsche Autonummer gesehen hatte, sagte: "Sie wissen doch, dass die Deutschen vor ihrem Abzug in Svalbard 5000 russische Kriegsgefange massakriert haben?!" Ja, ich wusste es. Wie ich auch alle die anderen Kriegsgreuel kannte, die die Deutschen an den den völlig unschuldigen samischen Menschen begangen hatten. Sie wurden vertrieben, erschossen, ihre Rentier-Herden niedergemäht, die Siedlungen mutwillig vor dem Abzug dem Erdboden gleichgemacht, mit einem Wort, eine Politik der verbrannten  Erde. Seine Aussage wurde mir im übrigen etwas später im Hotelrestaurant auf der Anhöhe über dem Städtchen von einem norwegischen Ingenieur bestätigt.