Posts mit dem Label Türkeis Erdogan hat noch einen 180° Schwenk gemacht - - er sieht die zukunft wohl auch in Asien - Plan für Aufbau in Syrien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Sonntag, 25. Dezember 2016

Wer profitiert vom 'Sarajewo Moment' der Türkei?

Ich habe in meinen Artikeln zu Putin und Erdogan (hier und hier) und mehreren Kommentaren darauf verwiesen, dass die Orientierung der Türkei nach Eurasien und SCO und OBOR das einzig Sinnvolle ist. Dann machte Erdogan wieder eine 180° Wendung - möglicherweise auf Grund übler Behandlung durch die USA - aber nun scheint er den Kanal vom Westen endgültig voll zu haben. Sinnvoll wäre auch, wenn jemand dem Erdogan mal stecken würde, sich die Minoritäten-Politik Russlands genauer anzusehen, dann könnte er das Kurden-Problem auch vom Tisch fegen, das so viel Unglück schon über beide Völker gebracht hat. Und wenn manche meinen - ich will mich da nicht ausnehmen - dass Putin gegenüber Erdogan zu nachsichtig und nachgiebig gewesen sei, so hat der schlaue Fuchs mit Geduld und Spucke am Ende doch Recht behalten. Eine Sache ist nämlich bisher von allen Analytikern übersehen worden: Durch den Deal mit der Türkei bekommt Russland wieder Zugang zum Mittelmeer und seiner Basis in Syrien. Wir konnten ja schon mehrmals sehen, wie schwierig sich die Gestaltung des Nachschubs gestaltete - erst jüngst, als die russische Flotte halb Europa umsegeln musste, um vor Syrien in Stellung gehen zu können. Durch die Dardanellen ist es ein Katzensprung. Das wird die USRAELNATO auch besonders stark fuchsen.

Pepe Escobar


21. Dezember 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Andrei Karlows Heimkehr
Lasst uns gleich zum Kern der Sache kommen: Ankara 2016 ist nicht Sarajewo 1914. Dies ist kein Vorspiel zum 3. Welt-Krieg. Wer immer den Mord am russischen Botschafter in der Türkei Andrei Karlow geplant hat – ein kühler, ruhiger, gefasster Diplomat der alten Schule – riskiert einen mächtigen Rückschlag.

Der Mörder Mevlut Mert Altintas war ein 22-jähriger Absolvent der Polizei-Akademie. Er wurde von der Turkish National Police (TNP) suspendiert wegen des Verdachts von Verbindungen mit der Fethullahist Terrorist Organization (FETO) nach dem gescheiterten Putsch am 15 Juli gegen Erdogan, doch kehrte er im November in den Dienst zurück.

Es ist kein Geheimnis, dass die Gülenisten die TNP stark infiltriert haben; ein spezielles Ergebnis des Angriffs wird ein noch eifrigerer Schlag gegen das Gulen-Netzwerk. Die türkische Untersuchung wird sich nicht nur auf den großen Sicherheits-Lapsus im Ankara Zentrum für moderne Kunst konzentrieren müssen – sondern weit darüberhinaus. Es ist nicht sehr beruhigend, dass der türkische Innenminister Suleyman Soylu eine scharfe Erklärung drei Stunden nach dem Ergebnis abgab.