Das ist jetzt 57 Jahre her und ich weiß, dass es mich damals schon empört hatte. Und natürlich wussten wir damals schon, wer die Meuchelmörder gewesen sind: die Amis. Aber wir kannten nicht die Details und viele habe ich auch erst hier erfahren. Von den Massakern wusste ich noch nichts. Obwohl sie das ja immer machten. Wie in Korea, in Vietnam, in Indonesien gleich millionenfach, im Irak, Libyen, Syrien und dutzenden anderen Ländern. Alle fortschrittlichen Elemente - nicht nur die Kommunisten, die waren immer als erste dran wie unter Hitler - sondern auch liberale, demokratische, nationalistische Elemente, also alle Leute, die ihr Hirn zumindest teilweise benutzten. Bei Professor Gideon Polya könnt ihr die genauen Zahlen für jedes einzelne Land nachlesen. Auch der Amerikaner William Blum hat genaue Listen aufgestellt (Die geheimen Kriege der CIA), die aber nur die unmittelbar militärischen Tötungen und Morde umfassen. Wie kann so ein Land demokratisch genannt werden? Das war mir immer ein Rätsel und wird es wohl bis an mein Ende bleiben. Und mit der Ermordung von Mondlane, Cabral, Sankara, Gaddafi und vielen mehr schafften es die Washingtoner Schurken und ihre europäischen Knechte wirklich, wie Feldman schreibt, die "authentische Freiheitsbewegung Afrikas zu zerstören".
Bob A. Feldman
25. Juli 2017
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
„ … Ich habe viel über William A. M. Burden II aus „Peggy and I" gelernt und ich … war sehr vertraut mit seinem 20-jährigen Amt als Vorsitzender des Instituts für Verteidigungsanalysen (IDA) und seinem Beitrag für die Qualität der Ergebnisse dieses „think-tanks im Dienst des Verteidigungsministers und des Vereinigten Generalstabs … Seine Regierungs-Dienste erreichten ihren Höhepunkt in seinen zwei Jahren 1959 – 1961 als Botschafter in Belgien … Er ist in diesen Jahren immer ansprechbar für die Bedürfnisse der Columbia Universität gewesen, der er als Kurator diente ...“ - General und ehemaliger IDA Präsident Maxwell Taylor im Vorwort des Columbia University Kurators William A. M. Burden Buch von 1982 „Peggy and I: A Life Too Busy for A Dull Moment“:
„Bevor ich den Posten als Botschafter in Belgien akzeptierte, wurde mir 1957 … die Ernennung ‚eines öffentlichen Kurators‘ am Institur für Verteidigungsanalysen angetragen. Es wurde eine meiner Top-Prioritäten meines Lebens – Ich … wurde 1959 im Mai zum Vorsitzenden gewählt … Eine der unglücklichen Nebenwirkungen der Studenten-Protest-Bewegung gegen den Vietnam-Krieg war, dass der IDA auch das Ziel der anti-Kriegs-Proteste wurde, und seine Universitäts-Mitglieder wurden von der Fakultät und den Studenten unter Druck gesetzt, ihre Verbindungen aufzugeben ...“ - William A. M. Burden in seinem Buch „Peggy and I ….“
„Reine Klugheit, auf Basis, dass die Lumumba-Regierung unsere vitalen Interessen im Kongo und Afrika im allgemeinen bedroht, zu planen. Ein prinzipielles Ziel unseres politischen und diplomatischen Handelns muss daher sein, die jetzt entstandene Lumumba-Regierung zu zerstören ...“ - A. M Burden am 19. Juli1960 in einem Kabel an das US-Außenministerium.
„Die Belgier spielten irgendwie mit der Idee, dafür zu sorgen, dass Lumumba ermordet wird. Ich ging über meine Anweisungen hinaus und sagte, nun gut, ich denke auch, dass es keine schlechte Idee wäre, aber ich habe natürlich dies niemals an Washington berichtet - aber Lumumba wurde ermordet. Ich denke, dass es nur zum Guten war ...“ - A. M. Burden 1968 in einem Interview für Oral History für die Journalismus-Schule an der Uni Comumbia für Fortgeschrittene Internationale Berichterstattung mit dem Programm-Direktor John Luter.
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Als die Columbia und Barnard Studenten das erste Mal am 23. April 1968 die Hamilton Hall an der Columbia Uni besetzten, war eine ihrer sechs Forderungen, „dass die Universität alle Verbindungen mit dem Institut für Verteidigungsanalysen (IDA) abbricht und dass der (damalige) Präsident Kirk und der Kurator Burden von ihren Posten im Exekutiv-Komitee in dieser Situation sofort zurücktreten.“
