Freitag, 29. April 2016

Brasilien: Dilma – Lass nicht locker!


Ich will euch wenigstens auf diesen leidenschaftlichen Brief von Peter Koenig an Dilma aufmerksam machen mit einigen Sätzen daraus. Und achtet darauf, dass er nicht nur auf die riesigen Öl-Vorräte Brasiliens zu sprechen kommt, sondern auch auf das WASSER! Das war schon in Libyen das Objekt der Begierde für die Imperialisten.
Nebenbei gesagt: Mein Auge ist zwar etwas besser, aber noch lange nicht richtig gut. Muss also noch zuwarten.


Brasilien: Dilma – Lass nicht locker!


Offener Brief an Präsidentin Dilma Rousseff
von Peter Koenig


28. April 2016
Lass nicht locker, Dilma!


Liebe Dilma Rousseff,
bitte, lassen Sie nicht locker! Lassen Sie nicht den korrupten neoliberalen rechten Flügel mit Hilfe – nein, auf Betreiben von Washington – Ihr Land stehlen, Brasilien den Brasileanern wegnehmen, alles herausreißen und zerstören, was Sie und Lula in den vergangenen 14 Jahren aufgebaut haben: freie Erziehung und Gesundheitsdienst, effiziente und moderne öffentliche Verkehrsmittel, ein soziales Basis-Sicherheitsnetz – eine etwas gleichere Gesellschaft. Während der vergangenen anderthalb Jahrzehnte waren Sie in der Lage, die Erträge von Brasiliens Reichtümern an die Mehrheit der Brasilianer zu verteilen, langsam den Trend weg von den Oligarchen, den Latifundisten zum Volk hin zu wenden, zu denen, die das Land bearbeiten, die ein Brasilien für alle Brasilianer gebaut haben, immer noch bauen und weiter bauen wollen.
Das sterbende Ungeheuer im Norden brüllt; es kann keinen freien und autonomen 'Hinterhof' dulden. Eine neue Sorte Staatsstreich ist erfunden worden – weniger Blut, mehr Betrug, Wahlbetrug (wie in Argentinien) und in Venezuela.

Mittwoch, 27. April 2016

Keine Beute, liebe Leute!

Liebe Leute!

Nun muss ich euch doch erklären, warum hier nicht viel passiert auf meinem Blog. Tja, das Problem mit Hüfte und Bein wird durch die Akupunktur laufend besser, aber dafür ist ein neues Problem aufgetaucht. Weil ich wenig draußen sein konnte (obendrein haben wir hier eine Saukälte - Frost jede Nacht, Eis und Schnee und Hagel jeden Tag) - saß ich viel zu viel vor dem Komputer. Zuerst hat sich ein Gerstenkorn am linken Augenlid gebildet, was nicht verschwinden wollte. Als es dann endlich besser wurde, fing das untere Auenlid zu schwellen und zu tränen an, zu jucken und zu brennen. Dies hier schreibe ich mit einem Auge - das linke habe ich mit einem Wattebausch abgedeckt. 

Es versteht sich, dass ich auf diese Weise nur schwer Dokumente lesen und noch schwerer übersetzen kann. Ich muss mich also gedulden, was mir mein Leben lang immer schwer gefallen ist. Ich kann euch hier nur ein paar Tips geben, wie den Blog fit4Russland und dort den Artikel 'Brzezisnki sucht einen Weg ...', zu dem mein Freund Klaus-Peter Kostag einen hübschen Kommentar verfasst hat.
Oder den Artikel 'The Empire Strikes Back' von Pepe Escobar ; den wichtigen Artikel 'Syria - Russia Reject Kerry's New Attempts to Shield The Terrorists' (Die Versuche von Kerry, die Terroristen zu schützen, wird von Syrien und Russland zurückgewiesen). Und Glenn Greenwald hat auch einen guten Text geschrieben 'To See the Real Story in Brazil, Look at Who Is Being Installed as President and - Finance Chief' (Um die wahre Story in Brasilien zu verstehen, muss man sich ansehen, wer als Präsident vorgesehen ist - und als Finanzminister). Inzwischen haben ja sogar schon einige westliche Medien die Wahrheit halb und halb geschrieben - dass Dilma absolut unschuldig ist und von einer Bande krimineller Parlamentarier (die nur ihr Amt vor dem Knast schützt) ihres Amtes enthoben werden soll, damit sie weiter ungestört stehlen und betrügen können.
Diese Artikel sind nun leider nicht ÜBERSETZT.  Ich bin untröstlich. Tschüß!

Dienstag, 26. April 2016

Torpedieren die USA den Friedensplan für Syrien?

Genau am selben Tag habe ich auch meine Bedenken geäußert über Obamas Aufrichtigkeit. Die USA lügen Russland und der Welt mit einer Infamie ins Gesicht - dass sie den FRIEDEN wollen, schicken aber gleichzeitig ihre Gangster-horden hochgerüstet nach Syrien hinein - die nicht mehr zu überbieten ist, so wenig wie die Verachtung für das arme syrische Volk.

Peter Orzechowski

14. April 2016

Wer geglaubt hat, die USA stünden aufrichtig hinter dem mit Russland vereinbarten Friedensprozess für Syrien, der dürfte jetzt eines Besseren belehrt sein: Die CIA arbeitet bereits an einem Plan B – der auch der US-Rüstungsindustrie weitaus besser gefällt als Frieden und Neuwahlen.




Laut dem Onlineportal des Wall Street Journal (WSJ) will die CIA die sogenannten gemäßigten Oppositionellen in Syrien mit zusätzlichen Waffen, darunter Luftabwehrsystemen, ausrüsten, sollte die vor sechs Wochen erzielte Vereinbarung über die Waffenruhe in Syrien scheitern.

Der seit dem 27. Februar bestehende Waffenstillstand erstreckt sich nicht auf den »Islamischen Staat« (IS), die al-Nusra-Front (ein syrischer Zweig der al-Qaida) und andere Gruppierungen, die der UN-Sicherheitsrat als terroristisch eingestuft hat.

Der WSJ zufolge beinhalte dieser von der CIA und ihren Geheimdienstpartnern aus verbündeten Ländern ausgearbeitete »Plan B« die erweiterte Unterstützung der Opposition »mit Waffensystemen, die ihnen helfen sollen, Schläge gegen Flugzeuge des syrischen Regimes und Artilleriestellungen auszuführen«. Wie das WSJ schreibt, könnten die USA und ihre Bündnispartner entsprechend den geplanten Empfehlungen der Geheimdienste »verschiedene Typen von Fliegerabwehrsystemen« nach Syrien schicken.

Hier weiterlesen.

Sonntag, 24. April 2016

Angst und Hass in den arabischen Nächten


Pepe Escobar
23. April 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

US-Präsident Barack Obama landete in Saudiarabien wegen des GCC-Petrodollar-Gipfels und um sprichwörtlich „die Golf-Alliierten zu beruhigen“ inmitten des Ölsturms. Dieser Doha-Gipfel sollte eine Senkung der Ölproduktion der OPEC verankern gemeinsam mit Russland – löste sich aber buchstäblich in Staub auf.

Die City of London – via der 'Financial Times' – will bei der globalen öffentlichen Meinung den Eindruck vermitteln, dass alles nur mit einem Streit zwischen Prinz Mohammed bin Salman – der den illegalen Krieg im Jemen führt – und dem saudischen Ölminister Ali Al-Naimi zu tun hat. Der Sohn des – siechen – Königs Salman bekam den Spitznamen „die unberechenbare neue Stimme der saudischen Energie-Politik“.

saudischer Ölminister und John Kerry

Ein berühmter Anruf um 15 Uhr kam am Sonntag nach Doha. Der junge Salman ließ die saudische Delegation rufen und sagte ihr, dass der Deal gestorben ist. Alle die großen Energie-Player waren von dieser Kehrtwendung verblüfft.

Doch die wahre Story laut einer finanziellen Quelle mit enger Verbindung zum Hause  Saud ist, dass „die Vereinigten Staaten dem Prinz mit den ernstesten Konsequenzen drohten, wenn er nicht einen Rückzieher in der Ölpreis-Einfrierung mache“.

Wie vorherzusehen geht das weit über einen internen Saudi-Streit oder das „irrige“ Verhalten des Prinzen hinaus, auch wenn das Haus Saud geplagt wird von einer Menge Ängste und Paranoia, wie ich hier analysiert habe.

Freitag, 22. April 2016

Erinnern wir uns an diesem 'Tag der Erde', dass wir die destruktivste Art auf Erden sind


Eigenartig dieser Artikel wie so viele andere seiner Art. Zu Anfang schildern sie genau und realistisch den Zustand unserer Welt, aber am Ende meinen sie, den Menschen ein bisschen Trost spenden zu müssen und geben einen Schmarrn von sich, mit dem alles negiert wird, was sie zuvor dargelegt haben. Und wie wir sehen, gibt es solche Leute nicht nur bei uns, sondern auch in Indien und im Rest der Welt.

Erinnern wir uns an diesem 'Tag der Erde', dass wir die destruktivste Art auf Erden sind

Pratap Antony

22.April 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Arme Erde
Wir Menschen existieren weniger als 1% der Zeit, in der es Leben auf Erden gibt. In dieser kurzen Zeit unserer Existenz haben wir alles beeinflusst; jedes Teil unseres kleinen blaue Planeten. Unser Heim!

Uns gibt es erst seit ungefähr 200 000 Jahren; Archäologen haben berechnet, dass Menschen vor etwa 200 000 Jahren in Südafrika in der Mittleren Paläolithischen Zeit entstanden.

Dann verließ ein Teil vor etwa 70 000 Jahren Afrika und begann, den gesamten Planeten zu kolonisieren. Wir verbreiteten uns vor etwa 40 000 Jahren nach Eurasien (es gibt keine geologische Grenze zwischen Europa und Asien – beide zusammen sind Eurasien.) und Ozeanien (Australien und bis zu den Fiji-Inseln) und erreichten von 14500 Jahren die beiden Amerika.

Donnerstag, 21. April 2016

Bernie Sanders unterstützt Haitis Arbeiter


Èzili, #Free Haiti
19. April 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

So viel Hilfe kam nach dem Erdbeben herein - in die Taschen der HELFER!

Senator Sanders glaubt, dass wir eine Politik des Fairen Handels einführen müssen, die nicht nur die Löhne in dem Land erhöhen wird, sondern in der ganzen Welt.

Als Präsident wird Bernie die Niedrig-Lohn-Länder ermutigen, ihre Minimum-Löhne anzuheben. In dieser Frage haben Hillary Clinton und Senator Sanders eine sehr starke Meinungsverschiedenheit. Hier nur ein Beispiel: Im Juni 2009 billigte das haitianische Parlament einstimmig, den Minimum-Lohn auf 62 cents pro Stunde – 5 Dollar pro Tag anzuheben. Das scheint nicht viel zu sein, aber wenn wir von dem absolutem Tiefstand reden, dann sind die Textil-Arbeiter in Haiti ganz unten. Sie sind die amschlechtesten bezahlten Arbeiter in der ganzen Hemisphäre.

Unglücklicherweise, statt mit dem Volk Haitis bei der Umsetzung der Erhöhung des Minimum-Lohns zu arbeiten, zog Hillary es vor, mit Fruit of the Loom, Hanes and Levi's zu arbeiten, um dies zu blockieren. Diese Unternehmen wollen den Arbeitern in Haiti so wenig wie möglich zahlen, damit die Aktienbesitzer ihrer Multis so viel wie möglich kassieren. Das ist nicht akzeptabel, sagt Sanders. Wir sind am tiefsten Punkt angelangt. Wir müssen die Minimum-Löhne anheben, nicht nur in den USA, sondern auch in Haiti und dem Rest der Welt. Dafür will Senator Sanders kämpfen als Präsident.

Kurzes Video von einer Presse-Konferenz der Textilarbeiter Haitis, die den Kampf zur Erhöhung des Minimum-Lohnes aufgenommen haben.



Quelle - källa - source


Gleichzeitig sendet Haiti Obama und Merten-Murean die Botschaft: Kein Wahl-Staatsstreich in Haiti! Obama, hör auf, die Demokratie in Haiti rauszureißen.

Außenminister John Kerry und Meten-Mulrean sagen, die Haitianer verdienen die SELECTION (eine Auswahl) jetzt. Die Haitianer sagen NEIN, wir gehorchen nicht. Die Stimmen müssen neu gezählt werden und das Schein-Parlament muss verschwinden. Jene, die wirklich gewählt worden sind, haben nichts von dem Wahrheist-Komitee zu fürchten …

Mittwoch, 20. April 2016

Live aus Damaskus: Die syrischen Wahlergebnisse


Ken Stone

18. April 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Menschenschlangen vor Wahllokalen in Damaskus ...


... und Tartus (hier ist eine Bildfolge aus vielen Städten)
Die syrischen Wahlen vom Dienstag waren ein Vertrauensbeweis des Volkes für seine Regierung. 5085444 Stimmen von 8834994 möglichen wurden abgegeben. Die Teilnahmerate war 58 % (praktisch identisch mit Kanadas vergangenen Bundeswahlen).

Es waren z. B. über 80% in Homs, aber nur 52 % in Tartus. Was die ungleichen Ergebnisse erklären könnte, ist die Geschichte des Krieges. Leute, die am meisten unter dem Krieg gelitten haben, zum Beispiel in Homs, sind wohl dankbarer für ihre Befreiung und mehr motiviert, ihre politischen Rechte auszuüben als die Leute in Tartus, die überhaupt keine Kämpfe erlebt haben (obwohl sie viele tausend ihrer Söhne und Enkel im Krieg verloren haben).

Bedeutend war auch die Tatsache, dass über 140000 Flüchtlinge allein an einem Tag aus dem Libanon zurückkehrten, um zu wählen. Und die Wahlzeit in Damaskus, das sehr unter den Kämpfen gelitten hat, musste verlängert werden bis 23 Uhr, damit alle Menschen wählen konnten.

Dienstag, 19. April 2016

Der US-Scheinkrieg in Syrien


von Eric Margolis
18. April 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Königin Zenobia vor der Küste Latakias
Die große, lang erwartete Konter-Attacke gegen die ISIS hat endlich begonnen. Die Offensive, die Syrien und West-Irak umfasst, nimmt die ISIS-gehaltenten Städte Raqqa und Mosul, Iraks zweitgrößte Stadt, aufs Korn.

Aus verschiedenen Gründen bewegt sich die viel gepriesene „endgültige Offensive“ mit dem Tempo einer mittelalterlichen Armee aus besoffenen Fußsoldaten und der ganzen Verwegenheit ein Gartenparty von Ladies.

Als ehemaliger Soldat und Kriegskorrespondent finde ich das Spektakel sowohl erbärmlich als auch bizarr. In meiner Zeit bei der Armee pflegten unsere harten Feldwebel so ein Verhalten äffisch zu nennen. Es besteht keine Gefahr, dass diese erbärmliche Kampagne in die Annalen der Militär-Geschichte eingeht.

In der Tat stinkt die ganze Angelegenheit zum Himmel.

Enthüllt: Britische Militärfirma heuerte Ex-Kindersoldaten aus Sierra Leone für Irak-Einsätze an

Seitdem Kriege 'outsourced' werden, sammelte man anfangs halbkriminelle Typen in den USA ein (Blackwater), die im Irak eingesetzt wurden und die allerübelsten und grausamsten Verbrechen begingen, aber sie gehörten ja nicht zu der US-Armee und haben daher nicht die Ehre der US-Army beschmutzt (als hätte sich die jemals um die Ehre bemüht). Danach wurden zunehmend aus den ärmsten Schichten in der 3. Welt arme Teufel eingesammelt, ausgebildet, Knarre in die Hand und dann durften sie für eine Handvoll Dollar nach Herzenslust morden und vergewaltigen. Das wurde bald in England und Frankreich (das vor nicht langer Zeit die Fremdenlegion abgeschafft hat) nachgeahmt. Bisher habe ich nirgends gelesen, dass dieser "neue" Beruf - den man schlankweg als Killer aka Mörder bezeichnen kann - von den ach so humanitären und christlichen und ungeheuer zivilisierten Ländern verurteilt worden wäre. Ich finde es eine Schande, die zum Himmel stinkt. Aber ich bin wohl irgendwie abartig.

Enthüllt: Britische Militärfirma heuerte Ex-Kindersoldaten aus Sierra Leone für Irak-Einsätze an 

Enthüllt: Britische Militärfirma heuerte Ex-Kindersoldaten aus Sierra Leone für Irak-Einsätze an
 
 
Ehemalige Kindersoldaten aus Sierra Leone wurden durch eine private britische Militärfirma beschäftigt, um die Sicherheit US-amerikanischer Stützpunkte im Irak zu gewährleisten. Eine dänische Dokumentation enthüllt nun, dass ein 2.500 Mann starkes Kontingent für diese Aufgabe angeheuert wurde. Angesprochen auf den Einsatz von Ex-Kindersoldaten antwortete der Chef des Söldnerunternehmens: "Es tut mir leid, aber das einzige, das wir uns derzeit leisten können, sind Afrikaner.“ 
 
Hier weiterlesen.

Montag, 18. April 2016

Mit Putin telefonieren

Stefan Lindgren
18. April 2016


Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth

Putin live
Präsident Putin telefoniert einmal im Jahr mit dem russischen Volk und das fiel diesmal auf den vergangenen Donnerstag. 3 Stunden und 40 Minuten beantwortete er 80 Fragen – von gut 3 Millionen!

Wie gewöhnlich gab Putin einen Überblick zur ökonomischen Lage. Das BNP sank mit 3.7 % im vergangenen Jahr und wird wohl mit 0.3 % in diesem Jahr sinken. Aber 2017 wird das Wachstum wieder bei 1.4 % liegen.

Die Arbeitslosigkeit ist immer noch niedrig mit 5.6 %. Das „Mutterkapital“, ein Zuschuss, der 2006 eingeführt wurde, ist regelmäßig indexiert worden und liegt nun bei knap 6000 €. Das bekommt eine Familie beim 2. Kind. Das Geld kann zum Kauf einer Wohnung oder zur Reparatur einer Wohnung oder zum Sparen für die Pension verwendet werden.

Brasilien: Chronik eines angekündigten Staatsstreichs - Teil 1 und Teil 2 (Update)

Anti-Regierungsproteste in Brasilien
Anti-Regierungsproteste in Brasilien
Brasilien steht politisch am Abgrund. Doch wie konnte es zu der Situation kommen, die von westlichen Medien gerne als Aufbegehren des Volkes gegen eine korrupte Regierung dargestellt wird? RT Deutsch-Lateinamerikakorrespondent Frederico Füllgraf untersucht in zwei Teilen die Chronologie des angekündigten Staatsstreiches und sieht Verstrickungen, die bis nach Washington reichen.
Teil 1: Der Angriff auf den Rechtsstaat
Der brasilianischen Staatspräsidentin Dilma Rousseff geht es zur Zeit wie dem reisenden Tuchhändler Gregor Samsa, in Franz Kafkas Roman “Die Verwandlung” (1912): Eines morgens wacht sie auf und stellt fest, dass sie sich in ein ungeheuerliches Insekt verwandelt hat.
Doch nicht etwa der Spiegel in ihrem Badezimmer reflektiert die gespenstische Fratze. Nein! Das sagen ihr seit Monaten die Schlagzeilen der frisch gedruckten Tageszeitungen und die Morgensendungen der privaten Fernsehsender. Da steht und tönt es immer “Fora Dilma – Dilma raus!”, so wie man Hunde aus der Stube oder widerliche Mistkäfer aus dem Fenster jagt.
Hier weiterlesen.
Zahlreiche Brasilianer demonstrieren auch für Präsidentin Dilma Rousseff - diese jedoch in rot

Die Mammut-Demonstrationen FÜR Dilma Rousseff werden objektiverweise bei uns nirgends gezeigt.

Teil 2 hier weiterlesen.

Sonntag, 17. April 2016

Hier mal wieder das allseits beliebte Potpourri



Einar Schlereth
17. April 2016


Hier kommt jetzt die volle Wahrheit über PALMYRA und zwar:
WIE AMERIKA DIE ÜBERNAHME UND ZERSTÖRUNG PALMYRAS UNTERSTÜTZT HAT
Den Artikel hat Prof. Tim Anderson am 15. April auf Global Research veröffentlicht.
Eine 30-köpfige Journalisten-Delegation besucht Palmyra und ein syrischer General erklärt im Detail die hässlische Wahrheit: „Washington und seine engen Alliierten Türkei, Saudiarabie Katar und Israel haben die Übernahme Palmyras durch die ISIS und seine Zerstörung unterstützt.“ Im Hintergrund hören sie, wie die Russen die Tretminen beseitigen. „Dreitausend haben sie schon beseitigt und weitere 30 explodierten in den 2 Stunden, die wir da waren,“ sagen die Journalisten.

Die Story ist kurz gefasst folgende: Im Mai 2015 rückten 1600 ISIS Terroristen – viele aus Tschetschenien, Saudiarabien, Tunesien und anderen Ländern auf Palmyra vor, während gleichzeitig Jabbat al Nusrah eine Invasion von NATO-unterstützten Islamisten aus der Türkei gegen Nordsyrien durchführte. Die USA behaupten seit 2014, sie führten Krieg gegen die ISIS. Sie hatten ihre Luftwaffe und supermoderne Überwachung in der Region, taten aber nichts, um den riesigen Ansturm auf Palmyra zu stoppen.

Bei der Verteidigung Palmyras fielen 200 syrische Soldaten und jetzt bei der Rückeroberung im März noch einmal 150 Mann.
So werden wir pausenlos von den US-Medien belogen bis zur heutigen Stunde. Die USA kämpft immer noch an der Seite der ISIS. Und jetzt drängeln sie sich heuchelnd in die Reihen jener, die das zerstörte Palmyra wiederherstellen wollen. Es ist zum Kotzen.


Washington fährt fort, die lateinamerikanischen Reform-Länder zu zerstören

In diesem Artikel klagt Paul Craig Roberts seine Regierung an, lateinamerikanische Präsidenten abzusägen, die sich für ihr Volk einsetzen, statt für amerikanische Geschäfts-Interessen und Washingtons Außenpolitik. Die USA wollen Präsident Nicolas Maduro in Venezuela, Präsident Rafael Correa in Ecuador, Präsident Evo Morales in Bolivien und Präsidentin Dilma Rousseff in Brasilien stürzen.

Washington ist es schon geglückt, Argentiniens Christina Kirchner aus derm Amt zu jagen und versucht jetzt, sie anzuklagen. Ihren Angriff gegen die brasilianische Regierung verbindet sie noch mit Erfindung von Verbrechen, die Washington dem ehemaligen Präsidenten Lula da Silva unterjubelt, um ihn auch anklagen zu können.

Roberts sagt, dass jede einzelne Person auf dieser Liste ein besserer Mensch als irgendjemand in Washington ist. Sie alle haben mehr Integrität, mit weit weniger Korruption behaftet und sind weit mehr jenen verpflichtet, die sie gewählt haben. Und hier spricht Roberts ein paar harte Wahrheiten aus: „Die Gefahr dieser Reformer ist ihre Unschuld. Sie glauben naiverweise an den guten Willen zwischen den Klassen. … Sie glauben das, trotz der Tatsache, dass Washington die spanische Elite benutzte, der Hugo Chávez kein Haar krümmte, um Chávez zu stürzen. Chávez musste vom Volk und dem Militär gerettet werden, bevor die spanischen Eliten ihn killen konnten. Chávez, ein Mann guten Willens, hat keine Rache an den Eliten geübt … und jetzt arbeiten diese Eliten daran, den Nachfolger von Chávez zu stürzen.

Lenin machte nicht diesen Fehler. Lenin bewahrte die Macht, indem er unzuverlässige Elemente eliminierte.
So hat es auch Pol Pot gemacht.
Pol Pot wird im Westen als eine verrückte Figur betrachet, die ganze Städte leerte und die Bewohner in Haufen Knochen und Schädel verwandelte. Er wird als Verrückter angesehen, aber er war einfach nur ein guter Marxist. Er verstand, dass er, würde er die Eliten und ihre Bürokraten leben lassen, seine Revolution in Geschichte verwandeln würde. Die Eliten würden ihre Medien und Washingtons Geld benutzen, um die Revolution des Volkes zu überrennen.

Die komplette und totale Unfähigkeit Washingtons, demokratische Ergebnisse in Lateinamerika zu akzeptieren, bedeutet, dass Lateinamerika, so lange es in der Zukunft keinen Lenin oder Pol Pot bekommt, vergessen kann, unabhängig von Washingtons Kontrolle und Ausbeutung zu existieren.“

Und am Ende empfiehlt Roberts noch das online journal 'Strategic Culture Foundation', wo Nil Nikandrow, den ich schon öfters übersetzt habe, aufzeigt, wie Washington gegen jene operiert, die nicht Washingtons Kontrolle akzeptieren:
http://www.strategic-culture.org/news/2016/04/04/the-us-media-war-against-leaders-latin-america-i.html
Ich bin geradezu sprachlos über den guten alten Paul Craig Roberts.

Und ich muss euch auch noch eine längere, sehr gute Analyse der aktuellen und sehr verwickelten brasilianischen Verhältniss empfehlen, die leider auf Französisch ist (vielleicht kann der Google Übersetzer von Nutzen sein).

Und von Paul Craig Roberts muss ich euch auch gleich noch einen prima Artikel zum zweiten Mal empfehlen (zuletzt war es in einer Fußnote, was sicher nicht überall angekommen ist):

President Killary: Would the World Survive President Hillary? (Präsidentin Killary: Würde die Welt sie überleben?)

Hillary Clinton hat sich als „Teflon-Kandidatin“ erwiesen. In ihrer ganzen Kampagne hat sie nicht den geringsten Schaden durch zahlreiche Skandale genommen, von denen jeder einzelne einen Politiker zerstören würde. Sie hat massive Schmiergelder erhalten via Honorare für Reden. Sie ist angeklagt, hoch geheime Dokumente missbraucht zu haben, etwas, wofür einige Whistleblower im Gefängnis sitzen. Hillary hat die Bomben in Libyen überlebt, die Benghazi-Kontroverse … Und natürlich gibt es noch eine lange Liste von früheren Skandalen: Whitewater, Travelgate, Filegate. Diana Johnstone nannte sie in ihrem neuen Buch „The Queen of Chaos“ „die Spitzenverkäuferin der herrschenden Oligarchie“.

Wenn das nicht spannend ist! Hier könnt ihr weiterlesen.

Noam Chomsky und ein paar Dutzend weitere Leute haben einen Brief in Umlauf gebracht

In diesem Brief haben sie Ideen und Vorschläge zu Politik, Ökonomie, Ökologie, Erziehung, Gesundheit, Rasse und natürlich Geschlecht/Sippe gemacht, um 'vorwärts zu kommen'. Damit soll eine breite Diskussion von Personen, Gruppen und Bewegungen in Gang gebracht werden, ABER damit sollen auch vorgeformte, starre Programme und Tagesordnungen, die durch Aktivisten von oben auferlegt werden, zurückgewiesen werden.

Oho, Nachtigall, ick hör dir trapsen. Wer ist da wohl vor allem und in erster Linie gemeint? Richtig – kommunistische Parteien. Dasselbe Lied haben wir nach 1968 gehört, als sich gerade wieder Parteien gebildet hatten, die wenigstens zum Ziel hatten, auf Grundlage des Marxismus-Leninismus zu arbeiten. Da wurden ganz schnell Basis-Bewegungen geschaffen gegen 'starre Parteistrukturen', in denen alles von ganz unten her (unter dem Pflaster liegt der Strand und so), anti-autoritär vorgeschlagen und beschlossen wird. Das mündete dann ganz schnell in die 'Bunte Liste', die 'Grünen' usw., die rasch ein populistisches, bunt gemischtes Partei(!)-Programm zusammenkochten und gewaltig auf den Putz hauten. Die Leute, die den einen Tag auf der Hasch-Wiese lagen, den nächsten Tag in einer ML-Partei Fuß fassten, waren am übernächsten Tag bei den Grünen (Fischer, Cohn-Bendit etc.) und wurden die Aktivisten, die von oben sagten, wo es lang geht.

Natürlich gibt es in Chomskys Brief gute Ideen und gewiss sollte man sie genau lesen, aber insgesamt gesehen ist dies kein neuer Gedanke, sondern eine uralt-Spalter-Idee.

VERBRECHEN GEGEN DIE MENSCHLICHKEIT IM JEMEN GEHEN WEITER

Dieser Artikel vom 12. April vom Washington's Blog sagt mit aller Deutlichkeit, dass es vor allem die USA sind, die den kriminellen Krieg im Jemen in Gang halten, 1. durch jede Menge Waffenlieferungen; 2. durch Flugleit-Koordinaten für die US-Bomber und 3. durch Ausarbeitung der Militärtaktik. Von all dem haben die Saudis null Ahnung – d. h. ohne das könnten sie gar keinen Krieg führen.

Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit haben sich sogar bis zur UNO rumgesprochen. Es werden gezielt Bomben auf Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Wasserwerke, Märkte, Wohnviertel usw. geworfen. Die Mehrzahl der Toten sind Frauen und Kinder und Alte, tausende Kinder verhungern und sterben an Krankheiten. Millionen Menschen finden kaum was zu essen. Hilfsgüter werden von der amerikanischen Flotte nicht durchgelassen.

Also wieder ein typischer US-Krieg mit einem humanitären Zweck.

Und hier gleich noch ein Artikel, der klar macht, warum die Saudis so eifrig versuchen, Jemen in die Steinzeit zu bomben: Die Jemeniten sitzen auf riesigen Ölfeldern – genau wie die Syrer auch – und die saudischen Ölquellen haben ihren 'Peak' längst überschritten, was möglichst niemand wissen soll, und deswegen müssen die Menschen im Jemen zu tausenden sterben.

'Pivot Asia' habt ihr ja schon gehört - da geht es um die militärische Umzingelung Chinas und Teil davon ist

USA sucht enge militärische Beziehungen zu Sri Lanka
von Vijith Samarasinghe
Denn die Inder sind unsichere Kandidaten, die sagen mal Hüh und dann wieder Hott. Die Amis haben sie zwar so halb vor ihren Karren gespannt, aber ein supergroßer Flugzeugträger wie Sri Lanka, den man außerdem nicht versenken kann, passt ihnen genau in ihre Rechnung.

Erst einmal ging das Flagschiff der 7. US-Navy am 26. März mit 900 Mann an Bord in Colombo vor Anker für einen 5-Tages-Besuch. Um dieselbe Menge wird wohl die Bevölkerung Sri Lankas in 9 Monaten wachsen. Natürlich kommen sie „um enge Verbindungen zu knüpfen, den Frieden zu fördern und die Stabilität im indo-asiatisch-pazifischen Raum“. Leute, checkt eure Bunker oder baut noch rasch einen. „Von wegen 'Frieden und Stabilität', wo die USA die größte Gefahr für Frieden und Stabilität darstellen,“ schreibt Vijith. „Sie sind gekommen, um aggressive Pläne gegen China vorzubereiten, um es den US-Interessen zu unterwerfen ...“

Präsident Sirisena und Außenministerin sind mit Ehren auf dem Flaggschiff empfangen worden. Damit alles glatt ging, haben die USA vorsichtshalber im Januar 2015 eine Wahl organisiert, die „einer von Washington orchestrierten Regime-change-Operation glich“, denn, stellt euch nur mal vor, der vorherige Präsident knüpfte enge Verbindungen zu China. Also, alles, was Recht ist, aber so geht es nicht. Er hat wohl nicht einmal in Washington vorher angefragt. Also raus mit ihm.

Nun wurden mit der neuen willigen Regierung Wirtschafts-Abkommen geschlossen und Gespräche über gemeinsame Militär-Manöver geführt. Langfristig ginge es um die Sicherheit der Seefahrt im Indischen Ozean, verlautete von US-Seite, wozu die Singhalesen Beifall klatschten.

Samstag, 16. April 2016

Der fehlende Part: Die US-Steuerbetrüger verstecken 1.4 Billionen Profite


Das haben sich doch viele von Anfang an bei den Panama-Papieren gefragt: Wo sind die US-Gangster? Zu klein? Alle durchs Netz gefallen? Nicht doch. Jetzt hat die britische Oxfam mal ein bisschen gestöbert und – du meine Güte – die haben richtige Berge mit Knete gefunden – alles vorbei den verfluchten Finanzämtern und ab nach Panama, den Cayman Inseln, nach Houston – hoppla, Houston? Das ist doch in den USA? Ja, na klar. Die USA sind ein Steuerparadies par excellence. Hatte ich keine Ahnung von. Wie auch. Stand nie vor so einem Problem. Aber nun weiß ich wenigstens, wo das, was ich immer zu wenig bekam, zu finden ist.
Der fehlende Part: Die US-Steuerbetrüger verstecken 1.4 Billionen Profite

Patrick Martin
15. April 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Ein Bericht vom Donnerstag der britischen Hilfsorganisation Oxfam fand, dass die 50 größten US-Multis 1.4 Billionen Dollar in Überseekonten versteckt haben, um die Einkommenssteuer in den USA zu umgehen, vor allem in Bermuda und den Cayman Inseln.

Der größte Steuerbetrüger ist der Technologie-Gigant Apple mit 181 Mrd. $ offshore. General Electric steht an 2. Stelle mit 119 Mrd. $, genug um die 28 Mrd. $ 4 x zurückzuzahlen, die sie an Bundesgarantien während des Wall Street Crash von 2008 erhielt. Microsoft hat 108 Mrd.$ in Überseekonten und bildet mit Multis wie Exxon Mobil, Pfizer, Cisco Systems, Google, Merck und Johnson&Johnson die top Zehn.

Die Übersee-Steuerparadiese sind durch die jüngsten Enthüllungen durch die „Panama-Papiere“ in den Blickpunkt geraten. Bei der Anwaltsfirma Mossack/Fonseca hatten 214000 Unternehmen Briefkastenfirmen. Unter den Kunden befanden sich 29 Milliardäre, 140 Top-Politiker und 10 Regierungschefs.

Aber diese Summen sind winzig im Vergleich zu denen, die von Einzelpersonen versteckt werden. Laut Oxfam kosten die Manipulationen der 50 größten US-Multis den US-Steuerzahler jedes Jahr 111 Mrd. $ und weitere 100 Mrd. $ klauen sie noch aus Ländern der 3. Welt, von denen viele verzweifelt arm sind.

Die 111 Mrd. $ im Jahr würden reichen, um 90 % der Kinderarmut in Amerika zu beseitigen. Und es ist mehr Geld als das Essensprogramm für Bedürftige im Jahr kostet.

Oxfam hat die Veröffentlichung des Berichts auf den 18. April gelegt, der letzte Tag, an dem Dutzende Millionen arbeitende Amerikaner ihre Einkommens-Steuererklärung abgeben müssen, oder sie müssen Strafe zahlen (bis zu 2 % des Haushaltseinkommens!).

[Ich erspare mir den Rest mit allen Details. Zahlen sind ja auch auf Englisch zu verstehen.
Hier nur noch ein gutes Zitat von Kofi Annan, dem ehemaligen Generalsekretär der UNO:]
„Afrika verliert mehr Geld jedes Jahr durch Steuerbetrügerei als es an internationaler Entwicklungshilfe bekommt.“

Quelle - källa - source 

Ein syrisches Déjà vu

Seit Syrien als Land von den Westmächten geschaffen wurde im Nachspiel des ersten Weltkrieges ist das Land ständig starkem Druck von außen ausgesetzt gewesen. Hans Öhrn schreibt über die Geschichte Syriens, das immer ein wichtiger Eckstein im Spiel der Großmächte gewesen ist.
2012 standen Hans Öhrn, unser Freund Hashim al-Malki und ich reisefertig in Stockholm, um nach Damaskus zu fliegen. Zwei Stunden bevor ich bei Hashim durch die Tür kam, war die Reise gecanselled worden, da man unsere Sicherheit nicht gewährleisten konnte.  Kurz danach machte Hashim den zweiten Versuch, der erfolgreich war, doch konnte ich leider nicht teilnehmen. Er hat sich seitherintensiv mit dem Land auseinandergesetzt und ein Ergebnis ist dieser Artikel.

Ein syrisches Déjà vu
Hans Öhrn
FiB4/ 2016


Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


"Im Frühjahr 1957 bekam der Chef von Syriens Nachrichtendienst Abdul Hamid Sarraj Besuch von einer Reihe bekümmerter Armeeoffiziere mit Taschen voller Dollar. Das Geld hatten sie von ein paar „unzuverlässigen und boshaften“ Beamten in der US-Botschaft in Damaskus erhalten gegen das Versprechen, an einer CIA-finanzierten Operation zum Sturz der syrischen Regierung teilzunehmen.
Syriens damaliger, demokratisch gewählter Präsident Shukri al-Quwwatli hatte im Jahr zuvor mit der Sowjetunion ein Kooperationsabkommen geschlossen, nachdem ihm die USA Hilfe verweigert hatten, weil Washington vielen Männern um al Quwwatli misstraute. Syrien hatte auch erklärt, dass das Land eine „neutrale“ Haltung im Kalten Krieg zwischen den Großmächten der Welt einnehmen wollte, der damals in vollem Gang war. In den Augen der USA ein Verrat, weshalb sie al-Quwwatli loswerden wollte.

Freitag, 15. April 2016

Ézili Dantó zu Kuba, Hillary und Trump


Ézili Dantó zu Kuba, Hillary und Trump
14. April 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Hier eine Empfehlung eines kurzen Dokumentar-Videos zu Kuba mit ihrem Kommentar: „Die Gier der weißen Länder, ihre Unmoral, ihre Kriegshetze und ihr Imperialismus werden sich nie ändern.“ Es ist ein Video auf Facebook, das ich leider nicht übernehmen oder einbetten kann. Also hier klicken.


Das von Ézili gegründete HLLN (Haitische Anwalts-Netzwerk) unterstützt nicht die Wall Street Schein-Demokratie der US-Duopol -  allerdings, sagt Ézili: "Wir sind mit der Auffassung solidarisch, dass unter der ganzen Kandidaten-Bande Hillary Clinton die erprobte Kriegshetzerin, Freundin von Diktatoren, Todesschwadronen und Besitzern von sweatshops mit Sklaven-Löhnen ist. Selbst Donald Trump hat eine weniger imperialistische, nicht interventionistische Plattform als die alles ermöglichende Hillary.

Für alle, die im Dreck stecken, ist sowohl Sanders als auch Trump das kleinere Übel. Trump würde die Leute nicht einschläfern und könnte eine Revolution für Veränderung auslösen mit mehr Auswahl bei den nächsten Wahlen. Bernie würde vielleicht der Arbeiterklasse mehr helfen als der Clown Trump, aber er würde nicht besser als Obama sein, und der war unerträglich. Eine Hillary Präsidentschaft könnte wahrscheinlich schneller einen unerklärten Atom-Krieg in Gang bringen, von dem die Eurasier seit dem Ende ihres letzten Weltkrieges reden."

Ézili empfiehlt außerdem einen Artikel vom BLACK AGENDA REPORT „Trump Way to the Left of Clinton on Foreign Policy – In Fact, He’s Damn Near Anti-Empire“ (Trump steht in der Außenpolitik weit links von der Clinton – eigentlich schon fast gegen das Imperium), in dem Glen Ford darlegt, dass die Amerikaner Bernie Sanders zu danken haben, dass er das Wort 'Sozialismus' – wenn auch nicht in seiner wahren Bedeutung – wieder gangbar gemacht hat, doch hat Donald Trump der Welt einen noch viel größeren Dienst erwiesen, indem er die eigentlichen Säulen der US-imperialen Politik in Frage stellt: die NATO-Allianz; den US- Atom“Schirm“; das globale Netzwerk von über 1000 Militärbasen; die militärische „Eindämmung“ Chinas und Russlands; und die „strategischen“ Ansprüche im Persischen Golf. Würden sich die USA von diesen „Verpflichtungen“ befreien, könnte die Welt aufatmen und sich wichtigeren Dingen widmen.

Aber bei uns stößt die Linke ins Horn der Elite gegen Trump.
Und Paul Craig Roberts hat einen vernichtenden Artikel über die Clinton für das Magazin Compact geschrieben: "Killary Clinton - würde die Welt ihre Präsidentschaft überleben" (engl. Version ist hier) Hat jemand die gesehen? Ich fand sie nicht. 

Quelle – källa – source

Des Westens hochgerüstete Kriegsverbrecher, “FSA” und Al-Qaeda an der Handarat-Front & Aleppo


Dies schrieb ich genau vor einem Monat einleitend zum Artikel "Mission in Syrien erfüllt ..." und dem Abzug der russischen Truppen: "Wieder eins der großzügigen Angebote Wladimir Putins, die auf normale Menschen ihre Wirkung nicht verfehlen würden. Aber seit wann sind die Amerikaner normal? Ich bin äußerst skeptisch. Die könnten jetzt blitzartig zusammen mit Erdogan und ihrer Saudi-Mafia die lang ersehnte no fly zone im Norden des Landes errichten. Aber gut - ich will den Teufel nicht an die Wand malen." Die no fly zone ging nicht, aber dafür massenhafte Einschleusung von frischen Mörderbanden mit schweren Waffen. Wie können die sich unbemerkt von den russischen Satelliten ins Land schleichen? Die Mission war eben nicht beendet. Putin hatte selbst gesagt, dass sie nicht eher gingen, bevor nicht der letzte Terrorist beseitigt ist. Wieder werden die Hoffnungen des syrischen Volkes zunichte gemacht.

Des Westens hochgerüstete Kriegsverbrecher, “FSA” und Al-Qaeda an der Handarat-Front & Aleppo

14. April 2016 
 
Aleppo-Fronten
Angriffskriege, wie gegen Libyen, Syrien, den Jemen,.., sind das größte Menschheitsverbrechen überhaupt. Deutschland ist beteiligt!

Handarat-Camp
Die West-Terroristen erneut mit US-made BGM-71-TOW-Raketen. Die wahren Verbrecher sitzen in den westlichen Regierungen.  Sie wollen keinen Frieden und gehen über weitere Tausende von Leichen, ihre Gier ist unersättlich, ihre Proxy-Milizen “FSA”-Idlib-aleppo-Jaish al Fatah-AL-KAIDA-Bündnisse in Syrien, in der Ukraine NEONAZIS.

Der sogenannte Plan “B” der US-angeführten Angriffskriegsmafia scheint bereits zu laufen. Überall neue Söldner und internationale Al-Kaidas bis unter die Zähne neu mit Waffen hochgerüstet.
Von der Kleidung her ein Al-Kaida-Extremist, mit US- made BGM-71-TOW-Rakete. Ein seltenes Video, meist wird es nicht gezeigt, dass Erdowahns TIP-Turkmen-Al-Kaidas ebenfalls mit TOW-Raketen hochgerüstet sind.:




[Hier folgen noch jede Menge Bildbeweise über die Mörderbanden in nagelneuen Uniformen und mit neuen schweren Waffen.]

Donnerstag, 14. April 2016

Wo sind Marx und Lenin, wenn wir sie brauchen?


Diese Frage habe ich mir ja schon öfters gestellt, aber wenn das ein ehemaliger hoher US-Beamter sich fragt, dann muss irgendetwas in dem Laden verdammt schief laufen. Nun ja, auch wenn er nach einer Revolution schreit, fällt es mir schwer zu glauben, dass er wirklich weiß, wovon er spricht.
Marx und Lenin

Wo sind Marx und Lenin, wenn wir sie brauchen?


Paul Craig Roberts
9. April 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Marx und Lenin waren ihrer Zeit voraus. Marx schrieb, vor dem offshoring der jobs und vor der Finanzialisierung [das wird hier so erläutert, dass die Finanzmärkte die industrielle Ökonomie und Landwirtschaft beherrschen. D. Ü.] Lenin stand einer kommunistischen Revolution vor, die voreilig handelte in einem Land, in dem feudale Elemente noch über den Kapitalismus herrschten. Im 21. Jahrhundert ist Amerikas Kapitalismus nicht eingeschränkt von Regulierungen, die ihn demokratisierten und der Gesellschaft dienstbar machten. Heute ist der Kapitalismus finanzialisiert mit der Konsequenz, dass seine Produktivkraft im Dienst der Schulden gesogen wird.

Als ich noch ein junger Mann war, war eine Person mit einer Million Dollar sehr reich. Jeder mit ein paar Millionen wurde als reicher als nur reich angesehen. Heute gibt es Leute, die tausende Millionen Dollars haben.

Mittwoch, 13. April 2016

Die Bergkarabach Story, die ihr nicht erfahren sollt nach Meinung der USA


Die Bergkarabach Story, die ihr nicht erfahren sollt nach Meinung der USA

Joachim Hagopian
10. April 2016

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Armenien, Aserbaidschan und Bergkarabach

Am frühen Morgen des 1. April begann Aserbaidschan eine größere militärische Offensive in der umstrittenen Region Bergkarabach (BK), das von armenischen Truppen geschützt und verteidigt wird, seit die russisch vermittelte Feuerpause 1994 einen blutigen 3-jährigen Krieg beendete. Während der asirische Präsident Ilham Aliyew nach Baku zurückflog, nachdem er 24 Stunden zuvor John Kerry in Washington getroffen hatte, der behauptete, man habe „eine endgültige Lösung“ gefunden, war Aserbaidschan schon im Krieg.

Durch das Überraschungselement in Verbindung mit einer großen Militäroperation mit drei Angriffskeilen gegen Bergkarabach vom Süden, Südosten und Nordosten gelang es der asirischen Armee mindestens drei Dörfer und mehrere strategische Höhen in dem umstrittenen Land zu besetzen. Es wurden große Verluste auf beiden Seiten gemeldet, auch unter armenischen Zivilisten, deren Häuser mit Granaten und Raketen beschossen wurden. Obwohl nach drei Tagen von Russland eine Feuerpause vermittelt wurde, gab es wiederholte Brüche und auch Kampfoperationen.

Die armenische Presse legt Beweise vor – wovon hier nichts zu sehen ist – dass die asirische Armee nicht nur täglich die Waffenruhe bricht, sondern auch in Armenien, nicht nur in Bergkarabach, Dörfer angreift. Am Freitag, dem 8. April, hat der Pressesekretär des armenischen Verteidigungsministeriums enthüllt, dass asirische Kräfte zivile Siedlungen mit 120mm Mörsern unter Feuer genommen haben in den Dörfern Karmir, Ttujur und Baghanisin in den armenischen Provinzen Tavush und Gegharkunet. Zum Glück wurde niemand verletzt. Aber wenn es die ersten Opfer gibt, dann können die Konsequenzen für Aserbaidschan weitreichend sein.

"Das miese Geschäft mit dem Luxusgut Wasser!" (1)


Das Problem Wasser wird in der Tat sträflich vernachlässigt. Deswegen übernehme ich dankend zumindest den 1. Teil des Artikels. Den 2. Teil findet ihr, wenn ihr unten auf die Quelle geht und dann oben rechts Teil2 anklickt. Besonders skandalös ist es, wenn z. B. wie in Kalifornien mitten in einer katastrophalen Dürre die Elite auf ihr Recht pocht, Golf und Kricket zu spielen, was den Verbrauch riesiger Mengen Wasser voraussetzt.   

Guido Grandt
5. April 2016

Die globalen Krisenherde im Nahen und Mittleren Osten, in der Ukraine und in verschiedenen afrikanischen Staaten sowie die Flüchtlingskrise, halten die Öffentlichkeit in Atem. Dabei wird eines der größten Probleme der Menschheit sträflich vergessen. Und das ist geradezu eine Schande!

Wasser - ein "überlebenswichtiges" Thema

Wissen Sie, was am 22. März für ein Tag war? Natürlich ein Dienstag, werden Sie nun antworten, ohne zu wissen, auf was ich tatsächlich hinaus will. Tatsächlich wird seit 1993 jedes Jahr am 22. März der Weltwassertag begangen.

Na und?, werden Sie jetzt vielleicht sagen. Was interessiert mich das? Deshalb werde ich Ihnen nachfolgend aufzeigen, warum gerade Sie dieses Thema angeht!

Wasser wird immer knapper

Wissen Sie, dass während Sie diese Zeilen hier lesen, gerade irgendwo ein Kind durch verunreinigtes Wasser stirbt? Jede Minute. Meinen Sie nicht auch, dass dies ein wichtiger Grund ist, sich mit diesem überlebenswichtigen Thema zu beschäftigen?

Auf der Welt leben annähernd 750 Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dabei wird immer mehr davon benötigt, weil es immer mehr Menschen und Dürren gibt. Denken Sie nur an die Dürre in Äthiopien, von der mittlerweile 15 Millionen Menschen betroffen sind. Durch den Ausfall der Ernten und damit auch den Verlust des Viehs, hungern sie und haben auch kein ausreichendes Trinkwasser zu Verfügung.

Doch auch in hochzivilisierten Ländern wie beispielsweise den USA, gibt es Dürreperioden. Beispielsweise in Kalifornien, bei denen seit dem Jahr 2010 etwa 40 Millionen Bäume zum Opfer gefallen sind.

Trinkwasser ist ein Luxusgut

Trinkwasser ist bereits jetzt zu einem der kostbarsten Güter auf der Welt geworden. Mitunter bestimmt es sogar den Reichtum von Nationen. Laut einer UNICEF-Statistik steigt die Wasserknappheit extrem an. Bis im Jahr 2025 werden wir etwa 17 Prozent mehr von dem kostbaren Nass benötigen, als bisher.

Der Hauptgrund: Trinkwasser wird auch benötigt, um Nahrungsmittel zu produzieren. Und die Bevölkerung in den Entwicklungsländern wächst stetig. Insgesamt wird sich der Wasserverbrauch überproportional um rund 40 Prozent erhöhen.

Immenser Wasserverbrauch für die Erzeugung von Nahrungsmitteln

Ich führe Ihnen nachfolgend einmal ein paar Beispiele auf, wie viel Wasser zur Herstellung unserer Nahrungsmittel verwendet wird.

Der Wasserverbrauch pro Produkt beträgt bei einer Tasse Kaffee 140 Liter, einem Glas Milch 200 Liter, einem Hamburger 2.400 Liter und einem Rindersteak sogar 7.000 Liter! Soviel Wasser braucht man also, um diese Lebensmittel - unter Berücksichtigung aller Faktoren - zu erzeugen.

Das ist mehr als Wahnsinn, finden Sie nicht auch?

Im 2. Teil zeige ich Ihnen auf, wie manche Konzerne und Anleger von der Wasserknappheit profitieren und welche verheerenden Auswirkungen dies auf die Armen dieser Welt hat.

Dienstag, 12. April 2016

Die Panama-Papiere und Russland - Putin kommentiert und Sahra Wagenknecht auch (Update)

Sahra Wagenknecht erklärt in einer 'Aktuellen Stunde' zu den Panama-Papieren: siehe am Ende.


Stefan Lindgren 11. April 2016
Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth
Roldugin - Künstler des Volkes und glänzender Cellist
Die anonyme Leckage von 2.6 Terabyte Daten aus dem in Panama ansässigen Registrierungsbüro Mossack-Fonseca hat in vielen Massenmedien eine Zielrichtung gegen Russland und Präsident Putin persönlich bekommen.

Er ist „selbst im höchsten Grad verwickelt, ja vielleicht in gewissen Fällen … der wirkliche Besitzer der Gelder, die aus Russland hinausgeschleust werden“, schreibt Dagens Nyheter Wirtschaftschronisten Birgitta Forsberg am 10.April.  Doch Putins Name taucht in dem Material gar nicht auf. Hingegen meinte man, dass eine Reihe Personen seiner Umgebung darin in einer Weise auftauchen, die Putin hineinverwickelt.
  • Putins Pressechef Dmitri Preskow kommt auch nicht im Material vor, aber die Frau, die er im vorigen Jahr heiratete, Tatiana, Nawka, soll ein Unternehmen im Wert von 1 Mrd. Dollar 2014-15 im Steuerparadies besessen haben. Das Unternehmen ist jedenfalls nicht mehr dort – und die Wertangabe zweifelhaft.
  • Jirij Kowaltschuk, Banker, der aus unklaren Gründen „Putins Bankier“ genannt wird, kommt im Material vor. Er ist der größte Teilbesitzer in der Bank Rossija wo Putin nicht Teileigner ist. Die Bank wurde 2014 auf die schwarze Liste der USA gesetzt wegen angeblicher Verbindung zu Putin.