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Mittwoch, 29. Juli 2015

Fünf Mythen über ökonomisches Wachstum


Brian Czech
25. Juli 2015


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Mythos Nr. 1: Es ist ökonomisch
Um ökonomisch zu sein, muss etwas mehr wert sein, als es kostet. Ökonomische Aktivität per se ist eher günstig als schädlich. Technisch ausgedrückt: „marginelle Nützlichkeit ist besser als marginelle nicht-Nützlichkeit“.

Wenn man einen Teppich mag, aber die Enkelkinder mehr mag, wäre es nicht schön, ihnen den Teppich unter den Füßen wegzuziehen. Das ist elementare Mikroökonomie. Doch wenn wir uns umschauen und ein bisschen nachdenken, sieht es dann nicht so aus, dass all die ökonomische Aktivität den Großen Teppich allen unseren Enkeln unter den Füßen wegzieht? Wasserknappheit, Umweltverschmutzung, Klimawechsel, Lärm, Staus, gefährdete Spezies … für die Nachwelt wird es kein Ritt auf dem Fliegenden Teppich werden.

Wachstum ist wahrscheinlich größtenteils in der amerikanischen Geschichte ökonomisch gewesen. Aber wir müssen erkennen, wenn sich die Zeiten ändern und frühere ökonomische Ziele überholt sind. Im 21. Jahrhundert, als wir das fracking von Teersand überall betrieben und tonnenweise Rohöl in die schönsten Fischereigründe kippten beim Versuch, die Ökonomie noch mehr wachsen zu lassen, sah das mehr nach vergeblicher Mühe aus. Das ist elementare Makroökonomie.