Oh weh, nun würde ich ja keinen Pfennig mehr auf Karzais Leben
setzen. Nun kann er hautnah erleben, was seine 'Freunde' von ihm als Marionette immer gehalten haben. Ich kann mir nicht vorsstellen, welche Hintertür er sich offengelassen hat. Zu den Taliban überlaufen? Kann mir nicht denken, dass die ihn haben wollen. Zu den Amis kann er sich auch nicht mehr absetzen, wenn er in Kabul die Koffer packen muss. Er hat ein bisschen zu lange gewartet, um auf einmal patriotische Gefühle zu zeigen und den starken Mann spielen zu können. Die Amis werden sich eine Unterschrift besorgen, auch über seine Leiche.
5. Dezember 2013
Mit seiner Weigerung, den Afghanisch-US „Sicherheitspakt“ zu unterzeichnen, der es den US-Truppen erlauben sollte, bis über 2014 hinaus in Afghanistan zu bleiben, hat Präsident Hamid Karzai den USA eine klare Botschaft übermittelt: Afghanistan braucht keine US-Truppen mehr auf seinem Boden.
Im Unterschied zur US-Behauptung, dass die Präsenz seiner Truppen bedeutet, Sicherheit und Ordnung im Land zu gewährleisten, kann sich Karzai offenbar nicht mehr ein sicheres Land mit US-Stiefeln auf seinen Türschwellen vorstellen. Im Gegenteil verbleibt mit den US-Truppen ein bestimmendes Gefühl von Unsicherheit, das seine dunklen Schatten über die gesamte Region geworfen hat.
