Millionen pilgern nach Indien wegen seiner Geistigkeit, Menschlichkeit und der 'größten Demokratie' etc. Hier sieht man, wie ein 90 % behinderter Mensch wegen seiner politischen Einstellung misshandelt und gefoltert wird. Bisher habe ich noch nicht einmal Stellungnahmen von 'Behinderten-Organisationen' gelesen. Man kann also auf die Menschlichkeit des indischen Staates wie die der "humanitären" Organisationen pfeifen.
Man muss sich ja auch fragen, wie ein so liebenswerter Mann, den ich auf seiner Vortragsreise in Schweden vor zwei Jahren kennenlernte, der schwer behindert an den Rollstuhl gebunden und von permanenter Hilfe abhängig ist, irgendwelche Straftaten begangen haben kann? Bombenwerfen ist ja wohl ausgeschlossen, aber seinen unabhängigen Geist, den kann er gegen das herrschende Unrecht einsetzen. Und das ist es, was der indischen Regierung offenbar als noch viel schlimmeres Verbrechen erscheint.
24. Juni 2014
EIN OFFENER BRIEF AN DEN MINISTER FÜR GESUNDHEIT UND FAMILIENWOHLFAHRT BETREFFS ÄRZTLICHER BEHANDLUNG DES INHAFTIERTEN PROFESSORS G. N. SAIBABA IM GEFÄNGNIS NAGPUR
den 24. Juni 2014
Verehrter Dr. Harsh Vardhan,
Am Vorabend des Jahrestags der Erklärung des Ausnahmezustandes (1975-1977) schreibe ich diesen Brief, um Ihnen die Notlage von Prof. Saibaba, Dozent am Lal Anand College der Universität Delhi zur Kenntnis zu bringen, der gegenwärtig seit dem 9. Mai 2014 im Nagpur-Gefängnis festgehalten wird.
