Ein typischer Pepe-Artikel, voller
Informationen, die unsere westlichen Politiker einfach ignorieren.
Interessant ist, dass er die Zukunft der BRICS trotz des Fiaskos in
Lateinamerika zuversichtlich sieht. Sein Wort in Gottes Ohr, wie es so
schön heißt. Was Escobar allerdings im letzten Absatz sagt, kann
ich nicht nachvollziehen. Von Indiens „edler Kunst der
gewaltfreien, starken Neutralität“ hat es seit der Unabhängigkeit
keine Proben abgelegt – etwa in Kaschmir, in Goa, in Dandakaranya,
in Ceylon? - und dass Indien bis 2050 China einholen wird, das glaube
ich nicht einmal, wenn China ab sofort sich nicht mehr
weiterentwickelt. Doch das wird Pepe wohl auch nicht glauben.
Was hat das BRICS-Mitglied Indien
wirklich vor?
Pepe Escobar
21. September 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
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| Indien - der sub-Kontinent |
Ihr habt wahrscheinlich nie von LEMOA
gehört. Nach Begriffen des Globalen Südens ist LEMOA (Logistics
Exchange Memorandum Agreement) eine ziemlich große Sache; es wurde
Ende August vom indischen Verteidigungs-Minister Mohan Parrikar und
dem Pentagon Oberboss Ash Carter unterzeichnet.
Wie Carter schon vier Monate vor der Unterzeichnung gejubelt hat, legt LEMOA fest, dass US-Streitkräfte unter gewissen Umständen nach Indien entsandt werden können. Im Grunde wird Delhi Washington erlauben, auf indischen Basen zu tanken, Kontingente und Ausrüstung zu halten, aber nur im Falle eines Krieges.
Theoretisch bietet Indien den USA keine permanente Militär-Basen an. Doch in Anbetracht von Pentagons Erfolgsbilanz kann sich das sehr schnell ändern. Kein Wunder, dass indische Nationalisten wütend waren und darauf bestanden, dass es keinen strategischen Gewinn bei diesem Zug gibt, besonders nicht für ein Land, das sehr stolz ist, zu den Begründern der Blockfreien Bewegung (NAM) zu gehören.
Dieser Schmusekurs mit dem Pentagon passierte nur wenige Monate, nachdem Premierminister Narendra Modi, dem 10 Jahre lang ein Visum in die USA verweigert wurde, vor beiden Häusern des Kongress mit Glanz und Gloria eine Ansprache hielt und erklärte, dass Indien und die USA natürliche Verbündete seien, was eine engere Partnerschaft erfordere.
Wie Carter schon vier Monate vor der Unterzeichnung gejubelt hat, legt LEMOA fest, dass US-Streitkräfte unter gewissen Umständen nach Indien entsandt werden können. Im Grunde wird Delhi Washington erlauben, auf indischen Basen zu tanken, Kontingente und Ausrüstung zu halten, aber nur im Falle eines Krieges.
Theoretisch bietet Indien den USA keine permanente Militär-Basen an. Doch in Anbetracht von Pentagons Erfolgsbilanz kann sich das sehr schnell ändern. Kein Wunder, dass indische Nationalisten wütend waren und darauf bestanden, dass es keinen strategischen Gewinn bei diesem Zug gibt, besonders nicht für ein Land, das sehr stolz ist, zu den Begründern der Blockfreien Bewegung (NAM) zu gehören.
Dieser Schmusekurs mit dem Pentagon passierte nur wenige Monate, nachdem Premierminister Narendra Modi, dem 10 Jahre lang ein Visum in die USA verweigert wurde, vor beiden Häusern des Kongress mit Glanz und Gloria eine Ansprache hielt und erklärte, dass Indien und die USA natürliche Verbündete seien, was eine engere Partnerschaft erfordere.
