Einar Schlereth
10. Juni 2016
| 'Niger-Delta-Rächer' |
Die Rächer sind nur das neueste Glied einer langen Kette von Widerstandsformen gegen die endlose Plünderung des nigerianischen Reichtums durch die Ölgiganten wie Chevron, Exxon, Total, Shell etc. pp. Am 26. Mai hat Chevron das Handtuch geworfen als Folge mehrere schwerer Anschläge gegen ihre Anlagen.
Im Niger Delta, dem drittgrößten der Welt, leben 30 Mill. Menschen unter erbarmungswürdigen Bedingungen. Das Delta ist mit einem Netz von Pipelines überzogen, aber sehr vielen Armen fehlt es an Petroleum resp. Holz oder Gas, um ihr Essen zu bereiten. Die Dörfer bestehen aus elenden Blechhütten ohne Infrastruktur. Kein fließendes, sauberes Wasser, keine Kanalisation, keine Schulen, keine ärztliche Versorgung, kein nichts. Dafür gibt es überall Leckagen, so dass die Flüsse und die übrigen Gewässer mit Millionen Litern Öl völlig versaut sind.