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Samstag, 27. Dezember 2014

Meine elf Gründe, mich dafür zu schämen, dass ich US-Amerikaner bin

Wolgang Jung ist mir kein Unbekannter. Ich lese ihn seit langem auf der Seite meines Freundes Folker Hoffmann (Gegenmeinung und Nachtwandler) und freue mich an seinen guten Übersetzungen. Bislang habe ich m. E. erst einmal etwas von ihm direkt bei mir aufgelegt. Aber diesen Artikel musste ich - dankend - einfach gleich auch bei mir einfügen, obwohl es ein PDF ist, was ich wegen der vielen Arbeit hasse. Warum ich's dennoch tat? Na lest selbst und ihr werdet es verstehen.



Der investigative US-Reporter Dave Lindorff nennt elf Gründe dafür, dass er sich schämt, US-Amerikaner zu sein.

Von Dave Lindorff
09.12.14

Ich muss es sagen: Ich schäme mich, US-Amerikaner zu sein. Das fällt mir nicht leicht, weil ich auch schon an ziemlich üblen Plätzen im Ausland gelebt habe und es immer noch eine Menge Gutes und viele bemerkenswerte Menschen in unserem Land gibt. Ich bin aber zu dem Schluss gelangt, dass die heutigen USA ein kranker und zerrütteter Staat sind, in dem das Böse und nicht das Gute überwiegt.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich auch schon früher wiederholt über unser Land entsetzt war. Das erste Mal im Alter von 17 Jahren, als ich begriff, welche Gräueltaten die USA auch in meinen Namen gegen das vietnamesische Volk begingen – im Süden mit Vergewaltigungen, mit der mörderischen Zerstörung von Bauerndörfern und mit dem Abwurf von Napalm-Bomben, in deren Feuerwalzen auch viele Kinder verbrannten (s. http://www.welt.de/geschichte/article114225870/Die-ganze-Story-um-das-Foto-vom-Napal-m-Maedchen.html ), und im Norden mit Bombenteppichen, die auch viele Deiche, Schulen und Krankenhäuser zerstörten. Ich war erschüttert und wütend, als ich später erfuhr, dass die US-Regierung während des Zweiten Weltkriegs eingebürgerte und sogar hier geborene US-Amerikaner japanischer Herkunft in Konzentrationslager eingesperrt und stillschweigend geduldet hat, dass sich weiße Faschisten in Kalifornien die Häuser, Farmen und Geschäfte der Inhaftierten aneigneten (s. dazu auch http://de.wikipedia.org/wiki/Inter
-nierung_japanischst%C3%A4mmiger_Amerikaner ). Diese schrecklichen Verbrechen verblassen aber angesichts der heute von US-Regierungen begangenen Untaten.

Lassen Sie mich einige Gründe nennen, warum mich dieser Staat krank macht: