Sonntag, 2. Mai 2021

Argentinien verurteilt Agro-Chemie-Firmen wegen Umgehens der Umweltgesetze

teleSUR/age-JF
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

30. April 2021

Aufgestapelte Agrochemie-Container auf einer Straße in Argentinien, April 2021. | Foto: Twitter/ @HuracanRodrigui

Argentinien hat am Donnerstag Bayer, Syngenta, Dow und Dupont mit einer Geldstrafe in Höhe von 783 Millionen US-Dollar belegt, weil sie gebrauchte Container auf den Feldern des Landes nicht einsammeln.

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 "Dies ist die größte Umweltsanktion in der Geschichte Argentiniens", erklärte der Direktor der Agentur für nachhaltige Entwicklung (OPDS), Juan Brardinelli, und erwähnte, dass 70 Unternehmen im Jahr 2020 in Buenos Aires mehr als 13 Millionen Plastikbehälter in Umlauf gebracht haben.

"Nur eine Million dieser Behälter wurde zurückgewonnen. Wir sprechen hier von Millionen von Containern, die herumliegen und Verschmutzung verursachen."

Die Behörden fanden Hunderte von Containern, die an der Seite einer ländlichen Schule abgeladen wurden. Die OPDS ermittelt immer noch und durchkämmt die gesamte Hauptstadt nach zurückgelassenen Containern.
"Die Bußgelder wurden letzte Woche mitgeteilt und ihr Wert entspricht 1.000 Grundgehältern", bemerkte Brardelli und bestand darauf, dass die Überreste der Container schädlich für die menschliche Gesundheit sind.

Die argentinischen Gesetze besagen, dass Hersteller und Importeure von Agrochemikalien für die Sammlung und Behandlung der von ihnen verkauften Behälter verantwortlich sind.

Dennoch versicherte der Verband CampLimpio, der für die Sammlung und Behandlung der Behälter verantwortlich ist, dass die verhängten Sanktionen unbegründet sind und kündigte an, gegen die Maßnahme der Regierung Berufung einzulegen. 

Quelle - källa - source

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