Hiermit ist die China-Serie von Jeff Brown beendet. Er hat sich mit Bedacht und Einfühlungsvermögen einer fremden Kultur genähert und dadurch eine Menge Erkenntnisse gewonnen, die Menschen mit Überheblichkeit und Besserwisserei auf immer verschlossen bleiben. Das verdient unsere Anerkennung.
3. TEILKP: Eine kapitalistische Fallgrube hat China im großen und ganzen vermieden: den neo- Liberalismus. Unternehmen in Staats-Besitz bleiben ein Eckstein der chinesischen Ökonomie („... wir müssen unbeirrbar die öffentliche Ökonomie konsolidieren und entwickeln, festhalten an der führenden Rolle der Ökonomie im Staatsbesitz und unaufhörlich ihre Vitalität, Hebelkraft und Bedeutung vermehren“: siehe Xi, S. 1274). Wie du betont hast, sind die großen chinesischen Banken mehrheitlich in staatlicher Hand (China Rising, S. 199); folglich gab es keine bail-outs (Hilfspakete) für Privatbanken und Aktienbesitzer. Im Vergleich mit den Zwangsvollstreckungen gegen Hausbesitzer und die Hilfspakete für private Institutionen in den USA – welche Bedeutung hat das deiner Meinung nach?
JB: Die Westler hören, was sie hören wollen, wenn Baba Beijing über strukturelle Reformen und angebotsorientierte Wirtschaft spricht. Dann haben sie die Illusion, es bedeute die Privatisierung des Grundeigentums und den Verkauf von staatlichen Betrieben an Goldman Sachs zu Ausverkaufspreisen. So lange die KPC an der Macht ist, wird das nicht passieren. Reformen und Politik werden im kommunistischen Rahmen bleiben. Punkt Schluss.
![]() |
| ICBC - größte Bank der Welt |
