Posts mit dem Label Diplomatenkrieg - russische und westliche Manöver 1: 20 - Diskriminierung der Russen in Estland - neue US-Sanktionen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Dienstag, 5. September 2017

Neue Post aus Russland vom 4. September 2017


Stefan Lindgren

Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth


Der diplomatische Krieg USA – Russland


Der diplomatische Zwist zwischen Russland und USA droht jetzt, die Beziehungen für absehbare Zeit zu schädigen. Die Beschränkung des amerikanischen Personals in Russland hat dazu geführt, dass Visierungen in die USA nicht ausgeführt werden können. Von russischer Seite sagt man, dass der Beschluss des Weißen Hauses, das größte russische Konsulat in den USA in San Francisco zu schließen, die Arbeit nicht beeinträchtigen wird.

Im Zusammenhang mit der Räumung des Konsulatgebäudes klagt Russland die USA an des Bruchs internationalen Rechts. Die USA verlangte am 31. August, dass die russischen diplomatischen Aktivitäten in San Francisco sowie in den Gebäuden der russischen Handelsvertretungen in Washington und New York zum 2. September aufhören sollen. Die russischen Diplomaten hielten diese Forderung ein, aber das Diplomatenpersonal soll noch einen Monat Zeit haben, die Wohnungen zu räumen.
Trotzdem drang die amerikanische Polizei dort ein und Russland befürchtet, dass man „kompromettierendes Material“ dort platzieren würde.

Ria.ru vom 4/9




ZAPAD 2017
Die russisch-weißrussischen Manöver ZAPAD 2017 sind ein übliches Herbstmanöver, das in diesem Jahr enorme Aufmerksamkeit in der westlichen Presse auf sich gelenkt hat. Es heißt dort, dass die Übungen eigentlich 100 000 Soldaten umfassen, nicht 12700, wie die Länder selbst sagen.

Es wird auch fälschlicherweise behauptet, dass das Manöver ohne Beobachter stattfindet. Sowohl Weißrussland als auch Russland haben NATO-Beobachter eingeladen, obwohl die OSZE-Regeln für Manöver dieser Größenordnung keine Beobachter erforderlich machen.

Die Russen nehmen mit 5500 Mann, 70 Flugzeugen und Helikoptern sowie 680 Kampffahrzeugen teil, inkl. ca. 250 Panzer, 200 Artilleriegeschütze, Raketen-Abschusssysteme und Granatwerfer samt 10 Fahrzeugen. Sämtliche Ziffern liegen unter der OSZE-Grenze für Beobachterpflicht.

Die westliche Seite führt gleichzeitig Aurora -17 durch, gemeinsam mit Schweden und der NATO. 2017 veranstaltet die NATO mehr als 40 Übungen in europäischen Ländern, der Türkei, in der Ostsee und im Mittelmeer.

In Estland gab es im Mai den „Spring Storm“ mit 9000 Soldaten, davon 2300 von anderen NATO-Ländern. Die Amerikaner fuhren mit ihren Abrams-Panzern buchstäblich bis auf einen Steinwurf an die russische Grenze. Im selben Monat wurde in Estland „Baltic Fortress“ mit Kriegsschiffe aus mehreren Ländern, nur 150 km von der russischen Küste entfernt.