Chefredakteur von Countercurrents
27. August 2019
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
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| Haltet Abstand und keine Fragen! |
Es wird nicht übertrieben sein zu sagen, dass Kaschmir das schlimmste Konfliktgebiet der Welt ist. Schauen Sie irgendwo sonst in der Welt, wo es Konflikte gibt, es gibt nirgends ein totales Kommunikationsverbot. Von Gaza bis West Papua, von Hongkong bis zu den Gelben Westen in Frankreich...... die Welt weiß, was dort passiert. Von Jammu und Kaschmir in Indien wissen wir jedoch nicht, was dort vor sich geht, da es ein komplettes Verbot fur sämtliche Systeme der Kommunikation gibt.
Seit Beginn Countercurrents im Jahr 2002 habe ich viele Konflikte in verschiedenen Teilen der Welt abgedeckt, angefangen beim Irak-Krieg. Nirgends war es so schlimm für die Kommunikation wie hier.
Am 5. August 2019 hob die indische Regierung die Artikel 370 und 35A auf, die Jammu und Kaschmir in der indischen Union einen Sonderstatus einräumten. Man löste den Staat auf und teilte ihn in zwei Unions-Territorien auf. Es sind 25 Tage vergangen. Jammu und Kaschmir sind nicht zu erreichen. Medienberichten zufolge gibt es kein Internet, kein Telefon, kein Kabelfernsehen. Die Leute müssen sich stundenlang in den Regierungsbüros anstellen, wo ein paar Telefone bereit stehen, um mit ihren Lieben zu sprechen. Sie müssen zuerst den Zweck des Gesprächs offenlegen, um das Telefon benutzen zu dürfen. Die Menschen in Kaschmir sind vom Rest Indiens und dem Rest der Welt völlig abgeschnitten. Kaschmirischen Studenten, die in verschiedenen Teilen Indiens studieren, geht das Geld aus. Allerdings wurden in den letzten Tagen in Teilen von Sri Nagar einige wenige Festnetzanschlüsse wiederhergestellt. Es ist sehr schwierig, ein Gespräch zu führen, auch wenn die Festnetzanschlüsse wiederhergestellt wurden.
Einigen Medienberichten zufolge, die sich einschleichen, gehen die Vorräte zur Neige. Auch die lebenswichtigen Medikamente gehen zur Neige.
Ein junger Arzt, der der Welt die Notlage der Kaschmiris berichtete, die sehr dringend Medikamente benötigen, wurde von der Polizei weggerissen vom Apparat, nachdem er sich die dreiwöchige Gesundheitskrise in Kaschmir geäußert hatte.
Der Telegraph berichtete:
"Omar Salim, Urologe am Government Medical College, war in Srinagars Presse-Enklave erschienen, um mit den Medien zu sprechen und trug eine Arztmantel. Er hielt ein Schild in der Hand, auf dem stand, dass er eine "Bitte und keinen Protest" vorbringen wolle.
Er hatte 10 Minuten lang gesprochen, als die Polizei ankam und ihn an einen unbekannten Ort entführte, was deutlich machte, dass die Behörden keine Fragen zu ihren Taten dulden würden.
