Die Tatsache, dass der Kaffee eine solche Bedeutung in den
vergangenen Jahrzehnten gewonnen hat, ist mir neu. Und auch, dass
immer noch die große Mehrheit der Kaffeebauern in Armut lebt –
trotz Fair Trade und CSR und allen schönen Sprüchen. Aber ich
pflichte dem Autor trotzdem bei, Fair Trade Kaffee zu kaufen, denn
wir haben vor über 35 Jahren in dem „sozialistischen“ Tansania
die Kaffeebauern gesehen, die nicht genug verdienten, um die Kinder
in die Schule zu schicken. Und sie zeigten uns die Papierfetzen, die
sie seit Jahren statt Bezahlung erhielten. Trotz Verboten rissen sie
die Bäume heraus, um Nahrungsmittel für ihre Familien anbauen zu
können. Seither kaufe ich Fair Trade Kaffee.
Und hier noch ein deutscher Artikel über die verdammt harte Arbeit mit dem Kaffee, bevor wir ihn aus der Tasse schlürfen können.
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| Jede Menge Handarbeit! |
Prof. Gavin Fridell wird von Arturo Ezquerro-Cañete über gerechten und ungleichen Handel interviewt
7. April 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
(gekürzte Fassung)
Kaffee ist eins der wertvollsten Güter, die vom globalen Süden exportiert werden (übertroffen nur von Erdöl und illegalen Drogen); er bringt jedes Jahr Milliarden Dollar Profite für die Multis ein. Und doch, trotz der Ausdehnung und zunehmenden Sichtbarkeit von Fair-Trade Kaffee, lebt die Mehrheit der Kaffeebauern der Welt in relativer Armut. Gavin Fridells neue Buch 'Kaffee' (Polity, 2014) zeichnet nicht nur die lange und gewundene Geschichte der Ausbeutung und des Kolonialismus auf, sondern bemüht sich auch, die Täter dieser riesigen Ungleichheit zu entlarven.
