| Fernando Lugo |
Shamus Cooke
24. Juni 2012
Der jüngste Coup gegen Paraguays demokratisch gewählten Präsidenten ist nicht nur ein Schlag gegen die Demokratie, sondern auch ein Angriff gegen die arbeitende und arme Bevölkerung, die Präsident Fernando Lugo unterstützte und wählte, den sie als Bollwerk gegen die reiche Elite ansehen, die das Land seit Jahrzehnten beherrscht.
Die US-Mainstreammedien und Politiker nennen die Ereignisse in Paraguay nicht einen Coup, da der Präsident durch den von der Elite dominierten Kongress „legal wegen Amtsvergehen angeklagt“ ist.
„Der Kongress von Paraguay
versucht, unseren Präsidenten Fernando Lugo abzusetzen vermittels
eines Amtsenthebungsverfahrens, für das ihm weniger als 24 Stunden
zur Vorbereitung gegeben wurden und nur zwei Stunden, um seine
Verteidigung darzulegen. Es scheint, dass eine Entscheidung zu seiner
Verurteilung schon vorliegt ... Der Hauptauslöser für das Verfahren
ist ein bewaffneter Zusammenstoss zwischen Bauern, die für ihre
Landrechte kämpfen, und der Polizei … Aber dieser gewaltsame
Zusammenstoss ist nur ein Vorwand, da es klar ist, dass der Präsident
dafür keine Verantwortung trägt. Auch haben Lugos Gegner keine
Beweise für ihre Anklagen beim heutigen 'Prozess' vorgelegt.
Präsident Lugo schlug eine Untersuchung des Vorfalls vor, aber die
Opposition war nicht interessiert und zog ein abgekartetes
Rechtsverfahren vor.“
