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Sonntag, 24. Februar 2013

Ein Lanzenkampf mit Zahnstochern – Die Gründe für die Infragestellung des Konzernjournalismus

Die Artikel von MediaLens lese ich immer mit größtem Vergnügen. Mit David Edwards stehe ich in Briefkontakt und schimpfe immer, wenn er wieder einmal über mein Haus Richtung Stockholm zu seinen Verwandten geflogen ist, ohne einen Abstecher hierher zu machen. Nun ja, das ist nicht so leicht. Leider sind die Artikel der beiden Davids von Media Lens immer so lang, dass ich es mir unmöglich zumuten kann, sie zu übersetzen. Auch Susanne hat lange gezögert, aber nun hat sie es endlich geschafft. Danke.

David Edwards

23. Februar 2013
Übersetzt von Susanne Schuster


"Ein Kritiker, der auf eine unserer jüngsten Analysen reagierte, legte gegen unsere Verwendung des Begriffs „Konzernjournalist“ (corporate journalist) Widerspruch ein. „Das Problem ist, dass er keine klare Bedeutung hat. Chomsky schreibt regelmäßig Beiträge für ‚Konzernmedien’, genauso wie Pilger, Klein und Michael Moore. Pilgers Dokumentarfilme werden von ‚Konzernmedien’ gesendet. Klein wirbt für ihre Bücher über die ‚Konzernmedien’. Ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen …“

Noch schlimmer: „Diese Phrase ist nicht nur beabsichtigt als passiv-agressive Abwertung, sie soll auch diejenigen, an die sie gerichtet ist, entmenschlichen, sie gruppieren und dann en masse diskreditieren.“ (Dom, Media Lens Diskussionsforum, 24. Januar 2013)

Doch die Bedeutung des Begriffes „Konzernjournalist“ könnte kaum klarer sein: Er beschreibt jemanden, der dafür bezahlt wird, für einen Konzern zu schreiben.