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Samstag, 5. Mai 2012

Imperialistische "Goldgräberstimmung" in Myanmar


Ist es nicht rührend, wie besorgt sie alle um die Demokratie sind? Und die Oberganoven haben auch vorher schon glänzende Geschäfte mit den Herren Generälen gemacht. Für die ändert sich gar nichts. Jetzt kommen halt auch noch die kleineren Schmarotzer - wie Westerwelle und Co. dran. Und Aung San, wäre sie eine echte Politikerin, hätte ihren erzwungenen Hausarrest nutzen können, sich ein bisschen schlau zu machen. Als ich mir vor einiger Zeit ein Interview mit ihr anhörte, stellten sich mir die Haare zu Berge.

Rote Fahne

4. Mai 2012



Flüge nach Myanmar (Birma) und Hotels in der Hauptstadt Naypidaw sind zurzeit so gut wie ausgebucht. Zeitgleich sind Ende April neben dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton dort eingetroffen. Auch Hillary Clinton und der britische Außenminister William Hague waren schon da. Es herrscht "Goldgräberstimmung" unter den imperialistischen Politikern und keiner will zu spät kommen. Alle wollen mit der Oppositionspolitikerin Aung San Suu Kyi sprechen, aber auch mit Präsident Thein Sein.

Sie sind voll des Lobes für den "Öffnungskurs" des Landes in Richtung westlicher "Demokratie" und bieten dafür ihre "Hilfe" an. Der Präsident hat zwar seine Uniform als ehemaliger Junta-Chef einer Militärdiktatur ausgezogen, in der Verfassung wird aber immer noch die Vormachtstellung der Armee festgeschrieben. Aung San Suu Kyi hatte sich noch vergangene Woche geweigert, als neu gewählte Parlamentsabgeordnete den Amtseid auf diese Verfassung abzulegen. Auf Rat der westlichen Politiker wie unter anderem den von Westerwelle hat sie ihn inzwischen doch geleistet.