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Samstag, 30. Mai 2015

Myanmar: Der Rohingya Genozid (Update)


Heute bekam ich ein Dokument vom 'Asian  Center for Human Rights' herein, das eine sehr umfangreiche Dokumentation liefert über das Schicksal der Rohingyas in Myanmar. Sie werden von der UNO und der Regierung in Bangladesch im Stich gelassen oder noch schlimmer, von Bangladesch in einem Gebiet einer buddhistischen Minorität angesiedelt, wo sie selbst die Menschenrechte verletzen und die Minorität verjagen, um deren Land an sich zu reißen. Und die UNO hat hunderttausenden Rohingyas keine Papiere als Flüchtlinge gegeben, so dass sie ein leichtes Opfer der Al Qaida oder anderer extremistischer Gruppen werden.
Ich habe schon mehrmals über das furchtbare Schicksal der Rohingya geschrieben, aber die Story ändert sich nicht. Jetzt ist sie so akut geworden, dass sich heute 17 südostasiatische Länder in Bangkok versammeln, um das Problem zu lösen versuchen. Zwar ist man übereingekommen, den bereits geflüchteten Menschen zu  helfen - malaysische Schiffe sind ausgelaufen, um die auf offenem Meer treibenden Leute aufzunehmen - aber ob bezüglich langfristiger Lösungen mehr herauskommt als bei den EU-Konferenzen über die Flüchtlinge aus Nordafrika, ist zweifelhaft. Menschlichkeit wird weder hier noch dort groß geschrieben.
Ramzy Baroud
29. Mai 2015
Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Hunderte Rohingya-Menschen treiben auf offener Seee.
„Nein, nein, nein,“ war Australiens Premier Tony Abbotts Antwort auf die Frage, ob sein Land einige der beinahe 8000 Rohingya-Flüchtlinge aufnehmen werde, die auf dem offenen Meer treiben.

Abbotts Logik ist ebenso gnadenlos wie seine Entscheidung, die meistverfolgte Minorität der Welt in ihrer dunkelsten Stunde im Stich zu lassen. „Glaubt nicht, dass in ein leckes Boot zu steigen zum Wohle eines Menschen-Händlers etwas Gutes für dich und deine Familie getan wird,“ sagte er.