Wie ihr seht, ist dies ein alter Artikel, der wahrscheinlich auch jedem Syrer beinahe unwirklich vorkommen wird nach allem, was inzwischen geschehen ist. Ich denke, es ist wichtig, dass wir uns dies einmal genau durchlesen. Ja, gewiss war es ein Bild des Friedens, aber damals schon war die Grundlage für das gelegt, was kommen sollte. Das Land war bereits unter dem Vater Bashar al-Assads einem neuen Kurs gefolgt: Beseitigung sozialistischer Maßnahmen und Öffnung für den Westen. Einfuhrzölle wurden gesenkt, ausländische Institutionen wurden sehr aktiv wie etwa der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst); und ihr könnt auch sehen, dass damals Syrien eine gute Presse hatte bei uns. Aber genau dieser Kurs verschärfte die sozialen Spannungen im Land und förderte Unzufriedenheit. Und es ist völlig natürlich, dass es dann zu Demonstrationen kommt, wie schließlich auch bei uns (noch). Was dann kam, wissen wir. Wie auf dem Maidan und in anderen Farben- Revolutionen tauchten Scharfschützen und andere bewaffnete Killer auf. Und es wurden immer mehr und mehr und am Ende wurden feige Söldlinge zu tausenden ins Land geschleust.
Auch wenn im Jahr 2007 noch Frieden herrschte und es den Menschen mehr oder weniger gut ging, hatte man - wie sie auch schreibt - damals bereits 2 Millionen irakische Flüchtlinge aufgenommen und auch viele aus dem Libanon. Und jenen Menschen ging es wahrlich nicht gut, aber sie waren immerhin in Sicherheit. Die würden sie gewiss gerne wieder haben - wenn sie die Wahl hätten. Deswegen kann man auch die große Zustimmung verstehen, die bei allen in Syrien herrscht nach den entschiedenen Aktionen, die Präsident Putin angeordnet hat. Dem Volk wäre von Herzen zu wünschen, dass der Friede wieder einkehrt. Und die große Mehrheit der syrischen Flüchtlinge würde stante pede kehrtmachen.
Ich hänge für euch unten noch ein aktuelles Video an, das in 5 Minuten glasklar erklärt, um was es in Syrien geht und wer die Akteure sind.
Susanna Böhme-Kuby
Mit dem Irak, dem Land zwischen Euphrat
und Tigris, verbinden Bewohner unseres heutigen Zeitdorfes trostlose
Bilder von Gewalt und Verwüstung. Die Zerstörung auch der antiken
Zeugnisse jener »Wiege der Menschheit« durch anglo-amerikanische
Bomben zeigt an, in welchem Maße der Menschheit das Bewußtsein von
Geschichte und Zusammengehörigkeit verloren geht. Alle sozialen
Übereinkünfte werden durch den Krieg außer Kraft gesetzt.
Im Nachbarland Syrien, zwischen
Mittelmeer und Euphrat, sieht die Welt ganz anders aus. Was sich den
Reisenden hier bietet, ist ein Bild des Friedens, religiöserer
Toleranz und orientalisch bunter Geschäftigkeit, das Bild eines
Landes im Aufschwung, das auf Kooperation mit dem Westen, mit Europa,
setzt.