Pepe Escobar
23. April 2016
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
US-Präsident Barack Obama
landete in Saudiarabien wegen des GCC-Petrodollar-Gipfels und um
sprichwörtlich „die Golf-Alliierten zu beruhigen“ inmitten des
Ölsturms. Dieser Doha-Gipfel sollte eine Senkung der Ölproduktion
der OPEC verankern gemeinsam mit Russland – löste sich aber
buchstäblich in Staub auf.
Die City of London – via
der 'Financial Times' – will bei der globalen öffentlichen Meinung
den Eindruck vermitteln, dass alles nur mit einem Streit zwischen
Prinz Mohammed bin Salman – der den illegalen Krieg im Jemen führt
– und dem saudischen Ölminister Ali Al-Naimi zu tun hat. Der Sohn
des – siechen – Königs Salman bekam den Spitznamen „die
unberechenbare neue Stimme der saudischen Energie-Politik“.
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| saudischer Ölminister und John Kerry |
Ein berühmter Anruf um 15
Uhr kam am Sonntag nach Doha. Der junge Salman ließ die saudische
Delegation rufen und sagte ihr, dass der Deal gestorben ist. Alle die
großen Energie-Player waren von dieser Kehrtwendung verblüfft.
Doch die wahre Story laut
einer finanziellen Quelle mit enger Verbindung zum Hause Saud ist,
dass „die Vereinigten Staaten dem Prinz mit den ernstesten
Konsequenzen drohten, wenn er nicht einen Rückzieher in der
Ölpreis-Einfrierung mache“.
Wie vorherzusehen geht das weit über einen internen Saudi-Streit oder das „irrige“ Verhalten des Prinzen hinaus, auch wenn das Haus Saud geplagt wird von einer Menge Ängste und Paranoia, wie ich hier analysiert habe.
Wie vorherzusehen geht das weit über einen internen Saudi-Streit oder das „irrige“ Verhalten des Prinzen hinaus, auch wenn das Haus Saud geplagt wird von einer Menge Ängste und Paranoia, wie ich hier analysiert habe.
