Mittwoch, 12. Februar 2014

Mütter gegen den Krieg - Brief an die Bundeskanzlerin

Brigitte Queck
Humboldtring 11
14473 Potsdam

                                                                                                                       Germany
                                                                                                        anna.demok@gmx.de
                                                                     
                                                                                                              T/F: 0331 71 17 71    

An die Bundeskanzlerin
Angela Merkel
                                                                                             Berlin/Potsdam, 10.02.2014

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

was uns veranlasst, Ihnen zu schreiben, ist die Sorge, dass Sie sich als Bundeskanzlerin und Christin von Ihrer seit Jahren praktizierten NICHT DIREKTEN MILITÄRISCHEN EINMISCHUNG in die inneren Angelegenheiten von Staaten verabschieden wollen.
In unserem Verein sind mehrere Christen, die nicht verstehen, wie Sie als Bundeskanzlerin am 30.01. 2014 auf einer Pressekonferenz nach einem Treffen mit dem UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, der ein größeres Engagement der Bundesrepublik im Ausland gefordert hatte, u.a. wörtlich erklärten  „gegebenenfalls müsse es auch eine militärische Unterstützung geben“.
Wir machen Sie in diesem Zusammenhang aufmerksam, dass sowohl der Bundespräsident Gauck, als auch die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen - beide Christen wie Sie - NICHT DIE MEINUNG DES DEUTSCHEN VOLKES VERTRETEN, als beide auf der Münchener Sicherheitskonferenz erklärt haben, „ dass die Bundesrepublik im Rahmen der EU und NATO bereit sein muss, mehr zu tun für die Sicherheit, die ihr über Jahre von anderer Seite gewährt wurde.“
(vgl: http://de.reuters.com/article/domestic/News/idDEBEEAOTO7L20140130 )

Von welcher Sicherheit sprechen Sie alle eigentlich ?
Die NATO hat jahrzehntelang in Staaten, die ihnen nicht genehm waren, sogenannte „Regimechanges“ (Sturz von Regierungen) betrieben, bzw. ,falls diese nicht von innen heraus gelangen, durch Bombardierung dieser Länder „Regimechanges“ mit Millionen von Opfern herbeigeführt .
(siehe Jugoslawien, Irak, Libyen, Afghanistan u.a.)
Wir möchten Sie an folgende internationale, wie nationale Gesetze (Grundgesetz) erinnern, die zu befolgen, die Pflicht von staatstragenden Politikern  ist:

1. Die UNO-Charta, insbesondere
Art. 2 Ziff. 7 der UNO-Charta über die Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten;
2.  NATO-Vertrag, Art. 1, der NATO-Militäreinsätze nur zur Verteidigung der eigenen Grenzen vorsieht;
3. Grundgesetz, Art. 87 a (1) bei dem es ebenfalls nur um den „Verteidigungsfall“ geht;
4. Grundgesetz, Art. 26, nach dem Angriffskriege und deren Vorbereitung
( medialer Kriegshetze eingeschlossen!), VERFASSUNGSWIDRIG SIND !
5.  2+4 Vertrag, insbesondere seine Präambel, sowie Art.2 in dem es
heißt, „DASS VON DEUTSCHEM  BODEN  NUR FRIEDEN AUSGEHEN WIRD. NACH DER VERFASSUNG DES VEREINTEN DEUTSCHLAND SIND HANDLUNGEN, DIE GEEIGNET SIND UND IN DER ABSICHT VORGENOMMEN WERDEN, DAS FRIEDLICHE ZUSAMMENLEBEN DER VÖLKER ZU STÖREN, INSBESONDERE DIE FÜHRUNG EINES ANGRIFFSKRIEGES VORZUBEREITEN,VERFASSUNGSWIDRIG UND STRAFBAR. DIE REGIERUNGEN DER BUNDESREPUBLIK UND DER DEUTSCHEN DEMOKRATISCHEN REPUBLIK ERKLÄREN, DASS DAS VEREINTE  DEUTSCHLAND  KEINE SEINER WAFFEN JEMALS EINSETZEN WIRD, ES SEI DENN IN ÜBEREINSTIMMUNG MIT SEINER VERFASSUNG UND DER CHARTA DER VEREINTEN NATIONEN.“

Die Ihnen wohlbekannten internationalen Gesetze und Festlegungen sind mit Ihrer Richtlinienkompetenz, besonders von Ihnen als Regierungschefin, einzuhalten! Ihr bewusster Verstoß dagegen wird strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen!

Auch sollte es Ihnen, sowie den im Brief aufgeführten staatlichen Vertretern der Bundesrepublik – allesamt Christen -  ein Bedürfnis sein, das 5. Gebot der Bibel  „Du sollst nicht töten!“  entsprechend anzuwenden!

Falls Sie alle, sowohl menschlich humanitäre, als auch gesetzliche Grundsätze,
(denen Sie mit Ihrem Eid auf das Grundgesetz und damit auch dem Völkerrecht verpflichtet sind!),  IN OFFENER FORM, sprich Kriegseinsätze deutscher Soldaten ohne UNO- Sicherheitsbeschluss und Parlamentszustimmung,  über den Haufen werfen, sind die Menschen in Deutschland gezwungen, Artikel 20 (4) Grundgesetz, nämlich das Widerstandsgesetz, zur Anwendung zu bringen, in dem es heisst:

„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben ALLE DEUTSCHEN DAS RECHT ZUM WIDERSTAND, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Da zur Zeit die Olympischen Winterspiele in Sotschi stattfinden, ist es uns ebenfalls ein Bedürfnis, unser Unverständnis zum Ausdruck zu bringen, dass ausgerechnet Deutschland sich der olympischen Idee, die über alle Grenzen hinweg Brücken bauen will, entzieht und keine staatlichen Vertreter zum Eröffnungszeremoniell  nach Sotschi entsandt hat!

Wir betrachten das als Affront gegen Russland,
das im 2. Weltkrieg mit ca. 30 Millionen Opfern den größten Tribut im Kampf gegen das faschistische Deutschland gezahlt hat und
das im Gegensatz zur US/NATO seine Militärpräsenz in Deutschland beendet hat, während die US/NATO unter Bruch des Völkerrechts und innerdeutschen Rechts  von deutschem Territorium aus Kriegsflüge in viele Teile der Welt startet.

Aus diesem Grunde sollten die deutschen Politiker die US/NATO boykottieren, die in Form von Angriffskriegen (Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen u.a.) Millionen von Menschenleben auf dem Gewissen haben!

Auch verurteilen Sie, als führende Politikerin unseres Staates nicht mit aller Konsequenz die Spionageakte der USA gegen alle Bürger unseres Landes, sowie seiner Institutionen und Betriebe!
Damit entstehen Deutschland jährlich Milliarden von Verlusten!

Mit einer solchen Politik, können Sie weder das Vertrauen der Bundesbürger in Deutschland (das ergaben auch unsere seit 15 Jahren wöchentlich stattfindenden Mahnwachen gegen den Krieg, bei denen wir mit vielen Menschen aus Deutschland und der Welt zusammenkommen),  noch der Welt gewinnen, die ja nicht nur aus der sogen. „westlichen Welt“ besteht.

In Erwartung Ihrer geschätzten Rückantwort
i.A. Brigitte Queck

 Diesen Brief unterstützen Vertreter:
des Deutschen Freidenkerverbandes
der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V. (GBM)
der Arbeiterfotografie
der KPD
des Arbeitskreises für Friedenspolitik- Atomwaffenfreies Europa e.V.
des  Rotfuchsfördervereins e. V.
des Antifaschistischen Komitees gegen Krieg und Sozialraub
des „Bündnissses für Soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde e.V. (BüSG)“
der DKP
der GrH
der VVN
des RFB
der Dabeler Friedensinitiative u. a.

Sowie Einzelpersonen :
Hans Fricke, Schriftsteller
Dietrich Hyprath, Ibiza (Islas Baleares)
Einar Schlereth, Schriftsteller
u.a.

Kommentare:

  1. Meinen herzlichen Dank den Initiatoren!

    André Marggraf, Berlin

    AntwortenLöschen
  2. Wir alle wissen, dass dieser Brief, so richtig und wichtig er ist, den US-Zäpfchen, namentlich die sog. "Bundesregierung" kilometerweit am Arsch vorbei geht.
    Die erwähnten strafrechtlichen Konsequenzen führen in diesen Kreisen bestenfalls zur Erheiterung, da Deutschland über KEINE Gewaltenteilung verfügt.... oder warum ist der Bundesgeneralanwalt politisch weisungsgebunden???

    Im übrigen befürworte ich zur Bereinigung der Situation die französische Lösung von 1789, wohl wissend, das damit keine langfristige Lösung erreicht wird.
    Aber wir gehen doch alle (mehr oder weniger) regelmäßig zum Friseur, OBWOHL wir wissen, dass die Haare wieder nachwachsen.
    Aber von Zeit zu Zeit ist einfach ein Haarschnitt, gerne knapp unterhalb des Kinns einfach unvermeidlich, schon um den Wildwuchs zu beseitigen... und hier wird es IMHO mal wieder höchste Zeit...

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Soraya (obwohl ich ein anti-Royalist bin - hahaha), du hast ja so Recht. Auch mein 'Brief', den ich gerade veröffentlicht habe. Erst wenn ihr das millionenfach um die Ohren flattert, würde es VIELLEICHT was bewirken. Und natürlich bin ich auch für einen radikalen Haarschnitt.

    AntwortenLöschen
  4. @Im übrigen befürworte ich zur Bereinigung der Situation die französische Lösung von 1789, wohl wissend, das damit keine langfristige Lösung erreicht wird.

    Klappt schon,man darf nur nicht nachlassen.

    AntwortenLöschen
  5. Hallo Leute,

    aber mir scheint es so, als wenn viele nicht wissen, das die Luzifer Lady Merkel eine Jüdin ist!

    Scheint ja fast so, als wenn das ein Staatsgeheimnis ist...

    Also immer dran denken:

    Die Juden wollen der Menschheit nichts gutes tun! Nicht umsonst werden wir von denen Goj beschimpft, was soviel wie Sklave, Viehzeug, Untertan heißt...


    Also immer dran denken, die Juden sind schon seit Anfang ihres Glaubens aus jedem Staat verjagt worden, bis 1949, wo sie sich unter Verjagung der dort lebenden Palästinenser Land gekauft haben und an die Leute dort immer noch den Völkermord praktizieren! Bei uns deutschen machen die das auch, mit Gift in der Nahrung und Medikamenten, in der Luft und im Wasser wird bei uns auch der Völkermord vorrangetrieben...und das geht immer schneller...jetzt der vergiftete Genmais, der hier angepflanzt werden darf ...

    Es grüßen wie immer
    Die Germaniten
    Justavitz Jürgen
    ww.diegermaniten.de

    AntwortenLöschen
  6. Dieser Brief (Mütter gegen den Krieg - Brief an die Bundeskanzlerin) wurde von mir unterzeichnet.

    Aber:

    Ist "Soraya" ein US-amerikanischer agent provocateur, der zu Gewalt in Deutschland aufruft, damit westlichen Institutionen der Vorwand geliefert wird, die Freiheitsbeschränkungen zu erweitern, was ja im Sinne des transatlantischen Regimes ist?

    Dazu aufzurufen, zu verdrängen, dass die Henker selbst irgendwann zu Gehenkten werden können zielt nicht auf die Erzeugung bloßen Terrors ab? Wie kann man auf so was nur reinfallen?!

    Nicht blutiger Krieg - der im institutionell zuhöchst pervers-kriminellen Westen von der Bevölkerung verloren werden würde - darf und kann die Lösung sein, sondern nur gewaltfreie und umfangreiche Widersetzung der Gesamtbevölkerung gegen das Gesamtsystem ist die einzig akzeptable wegweisende, und damit zukunftsweisende Lösung.

    "Germaniten": Dass Christen und Juden denselben Ursprung haben, das hilft beim Abbau der Erzeugung des interreligiösen, interkulturellen Hasses nebenbei bemerkt auch nicht weiter, denn der Beginn des Imperialismus lag bereits davor

    Andreas Johannes Berchtold, Erdgeborener

    AntwortenLöschen
  7. Hinzufügung:

    ...der Imperialismus wird aber insbesondere von den christlichen Regimes vorangetrieben und geführt.

    DAS ist es, was dabei natürlich bewusst gemacht werden muss, nämlich, dass es die christlichen Regimes und nicht etwa echte Christen sind, die das vorantreiben und führen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Andreas, das ist kein Aufruf zur Gewalt gewesen, sondern eine Träumerei. Wird man doch wohl noch dürfen oder? Außerdem kommst du immer mit deiner 'gewaltfreien, friedlichen' Litanei. Das lieben die Imperialisten ja am allermeisten. Deswegen wird auch Nelson Mandela zum Heiligen gemacht, weil er der Gewalt abgeschworen hat. Mit Gewaltlosigkeit ist die Geschichte noch nie einen Millimeter vorangekommen. Aber keine Gewalt um der Gewalt willen, sondern als Verteidigung der eigenen Rechte. Das habe ich als 8-jähriger Junge im katholischen
      Bayern gelernt, wo ich als Heide, Polack (so nannte man alle Flüchtlinge) und armes Schwein (wir hatten ja alles verloren), in christlicher Nächstenliebe reichlich verprügelt wurde - auch von halbwüchsigen Mädchen, weil ich nicht in die Kirche ging. Aber ich schlug immer zurück, auch wenn es mehrere waren. Aber erst mit 15 Jahren war ich so stark, dass ich auch die älteren und stärksten Rüpel nach Noten verdreschen konnte. Und dann hatte ich meine Ruhe. Und diese - im wahren Sinne - FAUSTregel habe ich in meinem langen Leben wieder und wieder bestätigt gefunden. Wer soll denn auf deine frommen Worte der Gewaltlosigkeit hören - die Imperialisten?

      Löschen
  8. Du hast Deinen Standpunkt nun nochmals erklärt um ihn als richtig durchsetzen zu wollen, Einar. Es existiert aber auch ein anderer Standpunkt. Deine Frage ("Wer soll denn auf deine frommen Worte der Gewaltlosigkeit hören - die Imperialisten?") wurde zudem bereits im ersten Kommentar beantwortet (es war also überflüssig, diese bereits beantwortete Frage zu stellen, mit dem gescheiterten Versuch von der erfolgten Erklärung abzulenken):

    'Nicht blutiger Krieg - der im institutionell zuhöchst pervers-kriminellen Westen von der Bevölkerung verloren werden würde - darf und kann die Lösung sein, sondern nur gewaltfreie und umfangreiche Widersetzung der Gesamtbevölkerung gegen das Gesamtsystem ist die einzig akzeptable wegweisende, und damit zukunftsweisende Lösung.'

    So lange Christen sich nicht entsprechen widersetzen, solange sollte man nicht religiös sein.

    Diesen Schritt weiter denken zu können, dazu beizutragen, bewusst zu machen, dass das Praktizieren von Moral und Ethik religionsunabhängig sind, statt zu versuchen, Gewalterzeugungsbereitsschaft auch noch zusätzlich durchsetzen zu wollen, dass kann als richtige Pädagogik betrachtet werden.

    Gewalterzeugungsbereitschaft - unabhängig davon ob sie religiös oder nicht-religiös motiviert ist - muss als falsche Pädagogik betrachtet werden, auch das wurde also bereits erklärt.

    Diese Sequenz (", gerne knapp unterhalb des Kinns") im folgenden Satz macht zu den benachbarten Sequenzen dieses Satzes nämlich keinen Sinn, außer böses ins Unterbewusstsein implantieren zu wollen:

    "Aber von Zeit zu Zeit ist einfach ein Haarschnitt, gerne knapp unterhalb des Kinns einfach unvermeidlich, schon um den Wildwuchs zu beseitigen... und hier wird es IMHO mal wieder höchste Zeit..."

    Es mag sich von diesem psychologisch missbrauchenden Satz manipulieren lassen wer will - mit mir allerdings funktioniert das nicht!


    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hinzufügung:

      Das war dein Kommentar zu dem psychologisch missbrauchenden Satz, Einar:

      "Und natürlich bin ich auch für einen radikalen Haarschnitt."

      Macht zu den benachbarten Sequenzen der psychologisch missbrauchenden Sequenz des somit psychologisch missbrauchenden Satzes nämlich ebenfalls keinen Sinn.

      Nochmals: Wie kann man nur auf so was herein fallen?!

      Löschen
    2. Warum hast du diesen Brief unterschrieben: Mütter gegen den Krieg - Brief an die Bundeskanzlerin

      - um mich dann zu fragen: "Wer soll denn auf deine frommen Worte der Gewaltlosigkeit hören - die Imperialisten?"

      Diese Frage hinsichtlich dieses Widerspruchs solltest du dir selbst beantworten können. Die Ursache warst nicht du und nicht ich.

      Du hast dich von einem unterbewusst manipulierenden Kommentar leiten lassen.

      Nur um diese Gefahr sichtbar zu machen - kommentierte ich hier.

      Also nix gegen dich persönlich.

      Löschen
  9. Meine Fresse, was hab´ ich denn da für einen Troll geweckt?!

    Den religiös-esoterischen Philosophieansatz des neurotischen de facto Zwangsgutmenschen finde ich sowohl romantisch bis herzallerliebst, als auch genauso realitätsfern (hallo "Erdgeborener").

    Zum einen habe ich nach sechs Jahren katholischem Internat absolut gar keine Zweifel über das Wesen von (institutionalisierter) Religion im Allgemeinen, zum anderen genügen ein paar tausend Blicke in die Geschichte um zu verstehen, dass Religion zu keinem Zeitpunkt Teil der Lösung, jedoch zu jeder Zeit Teil des Problems und bei passender Gelegenheit stets Quelle der Gewalt und Unterdrückung (psychisch und physisch) war und ist.
    Selbst die reine Lehre des Theologietheorems propagiert Gewalt, insbesondere die monotheistische (in allen drei Hauptausprägungen), da diese den Anspruch auf absolute Wahrheit inhärent beherbergt und somit das Scheitern auf Grund unlösbarer Widersprüche programmiert ist.

    Aber lassen wir den pseudoreligiösen Faktor außen vor und erkennen an, dass unsere Spezies nicht deshalb zur unangefochten dominanten selbigen wurde, weil wir immer brav Salatköpfe gestreichelt haben.
    Gewalt gehört zur menschlichen Natur wie Gier und Betrug. Unschön aber wahr.
    All diese Eigenschaften bedürfen jedoch einschränkender und unterbindender Regeln, wenn es um zwingende soziale Konstrukte geht. Ein funktionierender Straßenverkehr ist ohne StVO ebenso undenkbar, wie eine Gesellschaft ohne Regelwerk, das autodestruktive Mechanismen verhindert.
    Um Regeln durchzusetzen, bedarf es einer Drohkulisse und in letzter Konsequenz eines Gewaltpotenzials, dass den Einzelnen motiviert, sich an die Regeln zu halten.

    Wenn aber Institutionen und Funktionsposten mit Köpfen besetzt sind, deren Bestreben die Aushebelung dieser Regeln ist, Kontrollmechanismen unwirksam geschalten wurden, das ganze noch auf einem pyramidalen Feudalsystem basiert, dann treten Effekte auf, die gesellschaftlich eben autodestruktiv wirken.
    Gewaltfreiheit ist zwar eine nahezu zwingende Voraussetzung für ein funktionierendes Gesellschaftssystem, aber wenn das nicht-an-die-Regeln-halten für eine kleine Gruppe einen unlauteren und überproportionalen Vorteil zum existenzbedrohenden Nachteil der großen Masse bietet, dann kann man diesen Zustand ab einem gewissen Grad nicht mehr durch Regelkonformität bereinigen, sondern muss selbst die gesellschaftlichen Regeln brechen, um wieder einen gesellschaftsfunktionsfähigen Zustand zu erreichen. Ein zerfetzter Unterschenkel muss zum Wohle des Gesamtorganismus amputiert werden, und kann nicht mit Globoli geheilt werden.

    AntwortenLöschen
  10. Und genau SO sehe ich die Mechanismen, die zur frz. Revolution führten. Und genau SO sehe ich die Parallelen der heutigen Zeit. Kippt ein Gesellschaftssystem, so dient die gewaltsame Umstrukturierung einem gesellschaftlichen Neuanfang. Dass dabei die Revolution ihre Kinder frisst, ist eigentlich natürlich und notwendig, denn einen Zustand anhaltender Revolution hält keine Gesellschaft auf Dauer aus, weshalb die revolutionären Antriebskräfte entfernt werden müssen, bevor ein tatsächlich neues System erfolgreich starten kann.

    Das dogmatisch fanatische propagieren der Gewaltlosigkeit aus Prinzip zementiert jedoch den Status Quo der systemischen Anarchie, da es korrektive Strömungen unterbindet und unterstützt so zwangsläufig imperialistisch feudale Tendenzen.

    So gesehen, lieber Andreas Johannes Berchthold, solltest du dich selber mal fragen, wer von uns beiden eher in die Schablone des US-amerikanischen agent provocateur passt, denn mit deiner Argumentation bist du zweifelsohne Anwärter für den NSA-citizen-of-the-year-award und spielst der herrschenden Elite voll und ganz in die Hände.
    Gut gemacht...

    Eigentlich wollte ich oben nur einen launigen, semiwitzigen Kommentar verfassen (Einar hats offenbar verstanden), aber sieh dir an, zu was mich dein Geschwurbel jetzt getrieben hat... also nichts gegen dich persönlich, aber dein Standpunkt schreit nach Gegenmeinung.

    Im übrigen bin ich immer noch für die französische Lösung von 1789 zur Bereinigung der Situation... schon allein der Einschaltquote wegen...

    AntwortenLöschen
  11. Vow Soraya, imponierend. Ich kann dir nur voll zustimmen. Und zu Andreas nochmal: ich bin mir sicher, dass ich deine Auffassung nicht umdrehen kann. Aber du hast an meinem persönlichen Beispiel (zur Erläuterung meiner Haltung) auch nicht verstanden, dass ich Gewalt zutiefst verabscheue. Dass ich die letzten Jahre auf dem Gymnasium - nachdem die Luft bereinigt war - sehr genossen habe. Später gab es eigentlich nur noch Fälle, wo ich radikal eingriff, wenn irgendwelche Rüpel sich über schwache Freunde oder Frauen hermachten. Dann habe ich aufgeräumt - und ich habe nie mehr Prügel bezogen. Meine Gewalt war als eine Notwendigkeit und reiner Selbsterhaltungstrieb. Und so - auf die Arbeiterklasse angewandt - hat Marx das auch immer gesehen. Er war kein Gewaltfetischist. Mein Standpunkt, wie gesagt, den ich klar machen möchte, weil wir hier ja eine öffentliche Diskussion führen.

    AntwortenLöschen
  12. Soraya ist hier (Desinformation):

    http://rotefahne.eu/2014/01/wikipedia-desinformation-im-auftrag-der-nato-doktrin/

    einzuordnen, schon deshalb, weil Soraya die Dinge eben ganz einfach verdreht:

    "Gewalt gehört zur menschlichen Natur wie Gier und Betrug. Unschön aber wahr."

    "Das dogmatisch fanatische propagieren der Gewaltlosigkeit aus Prinzip zementiert jedoch den Status Quo der systemischen Anarchie, da es korrektive Strömungen unterbindet und unterstützt so zwangsläufig imperialistisch feudale Tendenzen.

    So gesehen, lieber Andreas Johannes Berchthold, solltest du dich selber mal fragen, wer von uns beiden eher in die Schablone des US-amerikanischen agent provocateur passt, denn mit deiner Argumentation bist du zweifelsohne Anwärter für den NSA-citizen-of-the-year-award und spielst der herrschenden Elite voll und ganz in die Hände.
    Gut gemacht..."

    Im Gegensatz zum Menschen weiß das Tier nichts von Moral und Ethik. Gewalt gehört somit nicht zur menschlichen Natur, sondern zur tierischen Natur.

    Es ist nicht der richtige Weg, das Unterbewusstsein zur Gewaltbereitschaft hin zu lancieren. Das aber ist es, was agent provocateurs (und nicht etwa zu verwechseln mit einem bloßen Troll) wie "Soraya" versuchen.

    Es geht darum, der Menschheit bewusst zu machen, dass sie vom imperialistischen System zur Gewaltbereitschaft hin manipuliert wird, statt zum Gegenteil, nämlich geht es darum dazu beizutragen, zu verstehen, dass die grundsätzlich gewaltlose aber gemeinschaftliche Handlung der Widersetzung gegen Machtmissbrauch zum Erfolg führen würde. Dazu beizutragen, das ist es´, was ein Andreas Johannes Berchtold tut und das wird sich natürlich auch nicht mehr ändern.

    Wer zur Gewaltbereitschaft gegen imperialistische Machthaber aufruft (statt zu gemeinsamer gewaltloser Widersetzung dagegen), der unterstützt damit das Ziel der zunehmenden Beschränkung der Freiheitsrechte, so simpel und einfach entlarvt sich diese Person "Soraya", egal was diese hinter diesem Pseudonym steckende Person in ernster zu nehmenden Blogs davon ablenken wollend auch dazu abschwurbelt.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Andreas, wer jetzt ganz im Sinne der imperialistischen Machthaber Reklame für pazifistisches Geschwurbel von sich gibt, das bist du. Ich habe dich schon einmal aufgefordert, nur einen Fall zu nennen, wo Pazifismus die Verhältnisse und Lebensbedingungen des Volkes grundlegend verändert oder nur wesentlich verbessert hat. Aber darauf hast du nicht geantwortet. Stattdessen fährst du fort, dich an der Kampagne gegen die großen Revolutionen, angefangen bei der Großen Französischen Revolution - was seit 1989 en vogue ist - zu beteiligen. Und von dem Geschwurbel haben wir nach Mandelas Tod tonnenweise in den Hals gewürgt bekommen. Mandela ist nach seiner Freilassung zum Verräter geworden und so wird er von der Mehrheit des Volkes in Südafrika auch gesehen. Das kannst du auch im gestrigen Artikel über Südafrika nachlesen.

      Löschen
  13. Wer jetzt ganz im Sinne imperialistischer Machtmissbraucher Reklame für 'radikalen Haarschnitt - gerne unterhalb dem Kinn' macht und damit also diesen Imperialisten in die Hände arbeitet, damit diese die Freiheitsbeschränkungen für die Bevölkerungen steigern können, solch nicht-pazifistisches Geschwurbel kommt nicht von mir. Das Gegenteil kommt vonb mir, nämlich dass friedlich und aber umfangreich widersetzt werden muss. Was hast du eigentlich dagegen, Einar?!

    Und Mandela wurde von mir nie anders eingestuft als du das gerade geschrieben hast. Ich kann mich aber erinnern, dass als ich in einem deiner Blogs (v. 15. Juli 13) dazu genau das schrieb, du genau diesen meinen Kommentar gelöscht hattest. Du hattest mir nachher geschrieben (diese Email v. 16.07.13 21:41 habe ich noch), dass das ein Versehen gewesen sei. OK, akzeptiert, kann ja mal passieren...? Hast du irgendwie ein Problem damit, dass ich die Dinge richtig sehe, in meinem vergleichsweise jüngeren Alter, oder was ist dein Problem, Einar?

    Was ich nicht akzeptiere ist nicht-pazifistisches Geschwurbel, also die Unterstützung von aggressiven imperialistischen Fallen.

    Gerade habe ich auch dies noch unterzeichnet: https://petition.digitalcourage.de/strafanzeige/

    Ihr auch?

    AntwortenLöschen
  14. Lieber Andreas, dies ist von dir:
    "Nicht blutiger Krieg - der im institutionell zuhöchst pervers-kriminellen Westen von der Bevölkerung verloren werden würde - darf und kann die Lösung sein, sondern nur gewaltfreie und umfangreiche Widersetzung der Gesamtbevölkerung gegen das Gesamtsystem ist die einzig akzeptable wegweisende, und damit zukunftsweisende Lösung." und damit willst du ja wohl auch deine Gedanken durchsetzen oder etwa nicht? Ich aber kann ihn in keiner Weise akzeptieren. Und was das Löschen angeht - das war die Zeit, wo ich täglich bis zu 100 spams löschte und da ist manch einer mit über Bord gegangen, nicht nur du. Jedenfalls habe ich das nicht gelesen und DANN gelöscht, das ist
    absoluter Quatsch.

    AntwortenLöschen
  15. Bitte mitunterzeichnen und umfangreich weiter verbreiten, läuft am 11. März 14 aus:

    Deutscher Bundestag Petition 48994

    Internationale Wirtschaftsbeziehungen - Kein Transatlantisches Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen EU und USA

    https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2014/_01/_27/Petition_48994.html


    AntwortenLöschen
  16. Seit Jahrzehnten wird die "Gesamtbevölkerung" erfolgreich diversifiziert. Und zwar in immer kleinere Fraktionen. Diese werden erfolgreich gegeneinander aufgehetzt. Sehr erfolgreich sogar.
    Gleichzeitig wird das Bildungsniveau konsequent gesenkt. On top wird die große Masse wirtschaftlichem Druck ausgesetzt, der von weiten Teilen auch existenzbedrohend wahrgenommen wird. Zusätzlich werden Angsbilder (Terrorismus, XXX-Seuche -> wir werden alle störben!!1!11) in schnellem Wechsel erzeugt und auf die Masse abgefeuert.
    Die Kombination von allem sorgt für ein Stressklima, in dem automatisch, weil natürlicher Reflex, die Aufmerksamkeit auf ich-bezogene Themen gelenkt werden. Kennt man ja, alter Hut (-> Psychologie der Massen).
    Damit wird erreicht, dass die Bevölkerung innerhalb der propagandistischen Einflußsphäre keine reale Chance bekommt, sich konsensual zu solidarisieren.
    Bildlich gesprochen kann man den künstlich erzeugten Stress als psychologisches Schlachtfeld sehen.
    Und in diesem Bild sehe ich einen Andreas Johannes Berchthold mitten auf diesem Schlachtfeld stehen und ethisch-moralische Prinzipien anmahnen. Viel Glück, du wirst es brauchen...
    Ich gebe dir zwar recht, dass deine Vorstellung die schönste von allen ist, leider auch die unrealistischste.

    Völlig egal wie richtig du mit deiner Sichtweise aus moralischer Perspektive liegen magst, du wirst es nicht schaffen, die "Masse" diesbezüglich unter einen Hut zu kriegen. Dafür haben Systemmechanismen gesorgt.

    "Im Gegensatz zum Menschen weiß das Tier nichts von Moral und Ethik."
    und
    "Gewalt gehört somit nicht zur menschlichen Natur, sondern zur tierischen Natur."

    Stimmt, aber wir sind die Meisterspezies im Ignorieren... und wer bei uns völlig skrupellos ist, steigt die gesellschaftliche Leiter hinaus und verschafft sich mitunter einen Platz in der Geschichte. Gewalt ist sehr wohl ein menschliches feature. Gewalt prägt alle Facetten unserer Existenz: Geschichte, Religion, Politik, Unterhaltung, Sprache, Wettbewerb (auch sportlich) etc. Zu sagen, Gewalt ist keine menschliche Eigenschaft, ist einfach sachlich falsch und zeugt überdies hinaus eben nicht von einem klaren Blick auf die Dinge, sondern offenbart eine wunschgetriebene Perspektive.

    Der Mensch denkt, er ist ein "Kopfmensch", aber in Wirklichkeit ist er ein "Bauchmensch".
    Totschlagbeispiel: Massenpropaganda. Sie funktioniert ausschliesslich auf emotionaler Ebene. Und sie funktioniert...
    Technisch ausgedrückt: Der Konsens einer Masse ist immer der kleinste gemeinsame Nenner. Ein Ratioargument steht in der Komplexität weit über Komplexität einer Emotion und kann so eigentlich nie kleinster gemeinsamer Nenner einer großen Masse sein.

    Den physischen Widerstand abzulehnen aus Angst vor Repressionen ist jetzt nicht unbedingt ein förderlicher Standpunkt um einen revolutionären Prozess in Gang zu setzen. So ganz grundsätzlich, meine ich...
    Ins Wasser springen aber nicht nass werden wollen.... so ungefähr...

    Wir wollen im Grunde genommen beide das selbe, jedoch mit unterschiedlichen Ansätzen.
    Deinen Ansatz halte ich eben für romantisch, aber nicht umsetzbar. So funktioniert unsere Welt nunmal nicht.
    Sämtliche strategischen, noch so offensichtliche Probleme werden kollektiv bis zu einem Punkt ignoriert, an dem nur noch eine Entladung stattfinden kann. In dieser Situation von einer hochgradig diversifizierten Masse auf hohem Stresslevel konsensuale Ratio abzufordern... nun ja, wie gesagt... viel Glück, du wirst es brauchen...

    AntwortenLöschen
  17. "Sämtliche strategischen, noch so offensichtliche Probleme werden kollektiv bis zu einem Punkt ignoriert, an dem nur noch eine Entladung stattfinden kann."

    Genau dieses systembedingte falsche Prinzip gilt es global umzukehren, sonst ist es bald vorbei mit der Menschheit.

    Mein Ansatz ist nicht 'romantisch' - sondern ist ganz simpel verständlich einfach nur (folge)richtig.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Soraya, das ist vergebliche Liebesmühe. Für Andreas ist alles 'ganz simpel verständlich einfach nur folgerichtig'.
      Wenn das doch so ganz simpel ist, wie du sagst, dann müsste es doch EIN Beispiel in der Welt geben, wo das irgendwann einmal geklappt hat. Aber nein, davon erzählst du uns nichts. Hänge nur weiter deinen Träumen nach. Die hatte ich irgendwann zwischen 10 und 15 Jahren, bevor ich sie endgültig ad acta legte.

      Löschen