Donnerstag, 27. Februar 2014

US-Drogenkrieg zerstört die Regenwälder


In dem wichtigen Artikel steht leider kein Wort über die Auswirkungen auf das Klima, auch wenn die Leugner ja meinen, dass das keine Bedeutung hat. Siehe hierzu auch die gerade von Google aufgelegte Weltkarte zur Zerstörung der Wälder hier.


Landschaftsgestaltung

Thomas Riggins
25. Februar 2014

Die Regenwälder in der ganzen Welt verschwinden rapide dank des illegalen Abholzens, dem Pflanzen von Ölpalmen und anderen Plantagen und der Kahlschlag für Viehzucht und andere Formen kommerzieller Landwirtschaft. Jetzt warnen die Wissenschaftler vor einer weiteren Gefahr für die Regenwälder in Mittelamerika, besonders in Nicaragua, Guatemala, Honduras und einigen ihrer Nachbarn in einem Bericht in 'Science Daily', vom 30. Januar 2014, unter dem Titel 'Drug Trafficking leads to deforestation in Central America' (Drogenhandel führt zur Entwaldung).
Es scheint, dass der Drogenkrieg in Mexiko, der durch die falsche anti-Drogen-Politik der USA und der mexikanische Regierung (Militäroperationen und Gewalt statt Gesetze und Reformen) die Drogengangs tief in die entferntesten Dschungelgebiete von Mittelamerika getrieben hat - besonders in Schutzgebiete, wo sie riesige Gebiete der letzten unberührten Urwälder vernichten, um Landebahnen, Straßen und Lagerhallen bauen, um ihre Drogentätigkeit zu ermöglichen.
Ist es an der Zeit, den Drogenkrieg zu beenden?

Sie bauen auch "Agrounternehmen" auf, um ihr "GEld zu waschen". Es ist fast unmöglich zu glauben, dass all diese Aktivitäten vor sich gehen unter der Nase der USA und ihren Alliierten im sogenannten "Drogenkrieg" und nicht geschützt wird durch all die Bestechung und Korruption, in die alle Parteien involviert sind. Dies geht laut Kendra McSweeney schon seit Jahren so. Sie ist Wissenschaftlerin an der Ohio State Universität und ihre Forschung zusammen mit anderen legte die Grundlage für den Bericht. "Die Antwort auf die Razzien in Mexiko", sagte sie, war, dass die Drogenhändler sich nach Mittelamerika seit 2007 absetzten, um neue Wege in abgelegenen Gegenden zu finden, um ihre Drogen in die USA zu bringen. Als die Drogenhändler dort eindrangen, brachten sie eine ökologische Verwüstung mit sich."

Die indigene Indio-Bevölkerung, die in den Wäldern lebt, leidet darunter, wenn die Händler Landebahnen und Straßen bauen. Die Drogengelder werden benutzt, um Regierungsbeamte zu bestechen und wegzusehen, wenn die Händler ihre Geschäfte machen und die Wälder abholzen. Rancher, illegale Holzfäller und Landspekulanten dehnen ihre Aktivitäten immer mehr aus auf Kosten der Waldvölker, angefeuert durch die Drogengelder und den Wunsch der Dealer, ihre Profite durch "legitime" Geschäfte zu waschen. "Die Drogenpolitik," sagte McSweeney, "ist eine Politik der Aufrechterhaltung des Bestehenden, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht."

Außer den Toten und der Vernichtung von Völkern, Unschuldige und Schuldige gleichermaßen, bringt der Schaden und die Zerstörung der Regenwälder durch die US-Politik ein großes ökologisches Problem mit sich. "Das US-geleitete militarisierte Verbot hat es z. B. erreicht, dass die Drogenhändler ausweichen und in immer abgelegenere Ökosystemen mit großer Artenvielfalt getrieben werden. Die Reformierung der Drogenpolitik könnte den Druck auf die schwindenden Wälder vermindern."

Aus den im Artikel genannten Gründen ist es umso wichtiger, dass der fehlgeschlagene und nutzlose US "Krieg gegen Drogen", der zu einem "Krieg gegen die Menschen und die Natur" geworden ist, beendet wird und dass eine vernünftige Politik eingeleitet wird, um die Probleme der Drogensucht und der sie verursachenden sozialen Bedingungen angegangen werden.


Quelle - källa - source

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