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Dienstag, 9. Juli 2019

Venezuela: Die Bachelet-Lüge (UPDATE)

Da ich hier Michelle für ihren Schnitzer in Bezug auf Venezuela gescholten habe, will ich ihr nun zugutehalten, dass sie die US-Regierung wegen ihrer Behandlung der Flüchtlinge in den KZ's an der mexikanischen Grenze scharf verurteilt hat. Es muss schließlich auch bedacht werden, dass die Flüchtlinge von dem Terror der USA aus ihren Ländern quasi rausgebombt wurden (genau wie in Syrien, in Afghanistan, Irak, Libyen, Somalia etc.). Und dann wundern sich die USA und die EU: Was wollen die denn hier? Was haben die hier zu suchen? Diese ärmsten der armen Teufel verlangen nicht einmal Reparation, sie wollen keine Almosen, sie wollen nur irgendeine verdammt schlecht bezahlte Arbeit. Dafür bekommen sie entweder die Kugel oder werden in einen Käfig im KZ gesteckt. Humanismus à la USA seit 240 Jahren.

Wir können sicher sein, dass der verlogene Bachelet-Report massenweise uns allen unter die Nase gerieben wird. Prestige und Knete machen es möglich.  Hingegen wurde der Report von Maurice de Zayas umgehend in den Papierkorb befördert. Aber Klaus Madersbacher und ich haben ihn da wieder rausgeholt, übersetzt und auf antikrieg und hier aufgelegt.  Und Peter König erklärt uns hier das schmutzige Spiel der famosen Michelle.

Venezuela: Die Bachelet-Lüge

Peter König

9. Juli 2019
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
 

Beim Lesen des Bachelet-Berichts über die Menschenrechte wird nach dem dreitägigen Besuch des Hohen Kommissars in Venezuela, der am 5. Juli am Nationalfeiertag in Venezuela veröffentlicht wurde kaum auf die tödlichen Sanktionen und Blockaden der Vereinigten Staaten verwiesen. Wie ist das möglich? Der Hohe Kommissar für Menschenrechte erwähnt nicht die Verbrechen aller Verbrechen, die an Venezuela begangen wurden?

Das Zentrum für Ökonomie und Politik-Forschung in Washington veröffentlichte vor ein paar Wochen einen Bericht von Jeffrey Sachs und Mark Weisbrot, der zum Ergebnis kam, dass mehr als 40 000 Menscheen in Venezuel seit 2017 als Ergebnis der Sanktionen gestorben sind. Der Vorrat an Nahrungsmitteln, Medizin, medizinischer Ausrüstung wurde geringer, was Krankheit und die Todesrate erhöhte. Jeffrey Sachs schrieb in dem Bericht, den er bei Democracy Now wiederholte: «Die amerikanischen Sanktionen zielen bewusst darauf ab, Venezuelas Ökonomie zu zerstören und dadurch einen Regimewechsel zu erreichen «Es ist eine vergebliche, herzlose, illegale und gescheiterte Politik, die großen Schaden dem venezolanischen Volk zufügt».

Ist Michelle Bachelet von Washington gekauft? Ist sie bedroht worden? Hat sie von Washington ein Papier erhalten, was in dem Bericht zu stehen hat? Ist ihr gesagt worden, dass die Verurteilung der Sanktionen nicht statthaft ist, sonst ... oder wer weiß, was «sonst» noch alles bedeuten kann? Glaubt mir, es kann das Schlimmste bedeuten.

Natürlich wusste M. Bachelet, was sie tat, als sie den Job der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte am 1. Sept. 2018 annahm. Es war und ist immer noch eine Herrausforderung und bedeutet Prestige. Es bereitet Prestige um die Welt zu reisen und ausgewählten Ländernzu erzählen, dass sie die Menschenrechte brechen – während andere gelobt werden, gewöhnlich jene, die die schlimmsten Menschenrechtsverbrechen begehen, so lange sie nur im Bett mit denen in Washington liegen. Aber, wenn nicht Michelle Bachelet, wer weiß, wer sonst Hochkommissar geworden wäre? Vlelleicht ein Saudi?
Diese Erwägungen sollten wir nicht vergessen. Sie war villleicht der ‘Kompromiss’, den Washington akzeptierte.

Was jedoch Frau Bachelet nicht vergessen sollte und sehr wahrscheinlich nicht vergaß, als sie den Prestige-vollen Job annahm, ist ihr Vater Alberto, Arturo, Miguel Bachelet Martinez. Ihr Vater war der Luftwaffen Brigadegeneral, der sich dem CIA-Pinochet Coup von 1973 widersetzte. Er wurde kurz nach dem Putsch am 12. September 1973 verhaftet, gefoltert und starb am 12. März 1974 im Kerker, wie gewöhnlich an «Herzversagen». In Wirklichkeit starb er an der Folter. Einer seiner beieden Chef-Folterer, der pensionierte Luftwaffenoberst Edgar Cevallos Jones, starb vor ein paar Monaten, und der zweite, Ramon Caceres Jorquera wurde vor kurzem aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrest gestellt vom gegenwärtigen Präsidenten Sebastian Piñeras des Obersten Gerichts wegen «ernsthafter Demenz und Irrelevanz». Die beiden waren Pinochets Folter-Spitzenleute, ein ‘joint command’.