Freitag, 6. Mai 2011

WASSER AUS DER LUFT - mal eine gute Nachricht

Zur Abwechslung einmal eine gute Nachricht: ein kleiner Apparat, der bis zu 8 l Wasser täglich aus der Luft zieht. Das Wasser wird nach der Kondensierung vielfach gefiltert, wodurch alle Verunreinigungen der Luft durch Staub, organische Teilchen, Schwermetalle usw. entfernt werden, und durchläuft dann Mineralfilter, der ihm wieder nützliche Aufbaustoffe zuführen. Am Ende erreicht es einen Reinheitsgrad von 99.9%.
Vorläufig kostet die Maschine noch ca. 1400 Dollar. Auf den ersten Blick scheint das viel. Aber bedenkt man, welche Unmengen heutzutage von den Konsumenten für auf Plastikflaschen gezogenes Wasser bezahlt werden, das in den allermeisten Fällen eine schlechtere Qualität als Leitungswasser aufweist, dann hat sie sich schnell amortisiert – auch wenn die 280 Watt eingerechnet werden, die der Betrieb kostet. Einen Kostenpunkt hat die Firma EcoloBlue (siehe hier), die sie vertreibt, vorsichtshalber außen vor gelassen: die Filter aller Art, angefangen von denen aus reiner Kohle. Ich nehme an, dass diese nicht gerade billig sind. Nun hängt das davon ab, in welchem Rhythmus sie gewechselt werden müssen.
In die Rechnung muss allerdings der enorme Umwelteffekt einbezogen werden. Man denke an die Milliarden Plastikflaschen, die trotz Pfand täglich in die Umwelt fliegen, Flüsse, Seen und Meere verseuchen und nebenbei den qualvollen Tod ungezählter Tiere verursachen (von Fischen, Vögeln bis hin zu Walen, Robben usw.).
video

Einen weiteren positiven Effekt, auf den das Video hinweist, könnte – ja könnte, denn bei dem Preis kommt er noch nicht zum Tragen – dieser Apparat in Trocken- und Wüstengebieten bewirken. Denn selbst in der Wüste gibt es ausreichend Wasser in der Luft, um auf jeden Fall die Versorgung mit Trinkwasser zu garantieren. Und als Energiequelle steht die Sonne zur Verfügung.
Der Apparat müsste also in hohen Stückzahlen produziert werden, um für arme Menschen erschwinglich zu werden. Aber ich bin sicher, dass der Erfindungsgeist der Menschen für dieses Problem vielleicht ganz neue pfiffige Lösungen finden wird.

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