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Donnerstag, 13. Oktober 2016

Warum die Neuen Seidenstraßen Washington Angst einjagen


Pepe Escobar 11. Oktober 2016


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Die neuen Seidenstraßen
Vor beinahe 6 Jahren schlug Präsident Putin Deutschland vor, „eine harmonische ökonomische Gemeinschaft zu schaffen, die sich von Lissabon bis Wladiwostok erstreckt“.

Diese Idee stellte ein ungeheures Handels-Emporium dar, das Russland mit Europa vereinigte oder, mit Putins Worten, „einen vereinten kontinentalen Markt mit einer Kapazität von Billionen Dollar“.

In einer Nussschale: Die Eurasien-Integration

Washington geriet in Panik. Die Dokumente zeigen, wie Putins Vision – obwohl extrem verführerisch für die deutschen Industriellen – am Ende durch Washingtons kontrollierte Zerstörung der Ukraine zunichte gemacht wurde.

Vor drei Jahren hat Präsident Xi Jinping in Kasachsten und dann in Indonesien Putins Vision ausgeweitet, indem er Einen Gürtel, Eine Straße (OBOR), resp. die Neuen Seidenstraßen vorschlug und die geoökonomische Integration mit dem Pazifischen Asien noch durch ein riesiges Netzwerk von Autobahnen, Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnen, Pipelines, Häfen und Fiber-Optik-Kabeln steigerte.
Präsident Xi Jinping präzisiert die Neuen Seidenstraßen
In einer Nussschale: ein noch ambitiösere Version der Eurasia-Integration, deren Handel und Wirtschaft zwei Dritteln der Weltbevölkerung zugutekommt. Der Unterschied ist, dass dies mit immensen finanziellen Muskeln ausgestattet ist durch einen Seidenstraßen-Fond, die Asian Infrastructure Investment Bank (AIIB), der Neuen Entwicklungsbank der BRICS (NDB) und einer umfassende kommerziellen Offensive in ganz Eurasien und den offiziellen Beitritt des Yuan in die Sonderziehungsrechte des IWF; d. h. die Taufe des Yuan als eine Schlüsselwährung, die es wert ist, von jeder Zentralbank eines neuen Marktes auf Lager zu haben.