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Mittwoch, 3. Juni 2020

Der Floyd-Mord verursachte Gewalt-Proteste Unterdrückung durch Polizeistaat


Joachim Hagopian 2. Mai 2020


Aus dem Englischen: Einar Schlereth
"Ich kann nicht atmen.” Wandbild von George Floyd von Eme Street Art im Mauerpark (Berlin, Deutschland + Foto von Singlespeedfahrer über Wikimedia Commons)

Wie oft werden wir noch eine weitere entsetzliche Episode erleben, in der rassistische weiße Polizisten böswillig einen anderen unbewaffneten Schwarzen ermorden, bevor wir erkennen, dass diese abscheuliche Ungerechtigkeit, die unseren Zorn an diesem Punkt schürt, vielschichtig ist und zum Kern dessen vordringt, was in dieser Welt schief gelaufen ist.

Die brutale Unterdrückung und Abschlachtung dunkelhäutiger Menschen auf dieser Erde seit Jahrhunderten hat die menschliche Geschichte blutrot gefärbt, dieselbe Farbe, die wir alle bluten. Die Eroberung, Kolonisierung, Abschlachtung und unmenschliche Ausbeutung von als "minderwertig" oder "schwächer" eingestuften Rassen, die zufällig dunklere Hautpigmente besitzen, ist leider eine tief verwurzelte historische Tatsache. Dass "das große Schmelztiegel-Land der Freien" namens Amerika schon immer im Epizentrum dieses wütenden Schlachtfelds um die Rassen stand, sollte kein Schock sein. Schließlich waren die Wurzeln Amerikas von Anfang an auf Rassismus gegründet, zuerst mit dem Völkermord an der indigenen Rasse, die die westliche Hemisphäre jahrhundertelang als ihre Heimat bezeichnete, und dann mit barbarischer Entwurzelung einer dunklerer Rassen aus ihrer afrikanischen Heimat für fast vier Jahrhunderte legalisierter Versklavung. Wenn das nicht tragisch teuflisch genug ist, so ist es doch eine Tatsache, dass die Vereinigten Staaten in ihrer 244-jährigen Geschichte während ihrer gesamten Existenz fast ausschließlich gegen praktisch jede nichtweiße Nation auf der Erde Krieg geführt haben - 93% der Zeit, um genau zu sein.

Daher ist es kaum verwunderlich, dass dieses durchdringende, brisante Thema der unterschiedlichen Hautfarbe seit seinen Anfängen immer noch ein tiefer, ungelöster, blutiger Dorn in Amerikas Psyche ist. Die Überraschung ist, wie wenig Fortschritte bei der Heilung dieser offenen Wunde gemacht wurden. Viele glauben, dass der Rassismus gegen Weiße auf dem Vormarsch ist, insbesondere die so genannten Opfer des "white male bashing", was teilweise zum Aufstieg von Trump geführt hat. Aber natürlich ist die Geißel des Rassismus des 21. Jahrhunderts, die von Covid-19 angefacht wurde, nicht nur auf die Vereinigten Staaten allein beschränkt, nur weil sich diese Empire-Nation, in der ununterbrochen Krieg herrscht und Rassenfragen nie gelöst wurden, derzeit in ihrem schwindenden Einfluss als reichstes und mächtigstes Land der Welt im freien Fall befindet. Rassismus ist ein ungelöstes weltweites menschliches Phänomen, das schon so lange existiert, wie die erobernden Langboote vor über einem Jahrtausend an fernen Küsten ankamen.