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Mittwoch, 2. April 2014

Entgegnung auf 'US-Kriegsplan für Europa und Russland'


Einar Schlereth
02. April 2014

Es ist überzeugend, dass dies ein amerikanischer Traum ist. Man stelle sich vor, es geschieht, wie die Amerikaner es wünschen: Europäer und Russen vernichten sich gegenseitig in einem netten, kleinen, begrenzten Atomkrieg, wodurch sie sich selbst als Konkurrenten der Supermacht ausschalten würden. Bliebe China allein übrig, das dann durch einen atomaren Erstschlag der USA auch noch ausgeschaltet werden
könnte.

Aber ich halte das für illusorisch. Nun gut, dass die Herren hier in Europa zu dämlich sind zu begreifen, wie der Hase läuft ist ein Fakt. Die ganze Welt amüsiert sich bereits
über die sagenhafte Blödheit der europäischen Politiker. Aber Russland, insbesondere unter der Führung Putins, ist eindeutig nicht so blöd.

US-Basen
Gewiss würde es die Amerikaner den Teufel scheren, ob ein paar Millionen Europäer inklusive ihre besten Freunde, die Engländer, draufgehen würden, auch nicht, wenn einige tausend der 'ihren' draufgehen würden. Ihr 'Fuck Europe' oder 'diese zurückgebliebenen Europäer' sind ja keine 'Ausrutscher' sondern ihre Alltagssprache. Aber dummerweise wären es nicht nur einige wenige Amerikaner. Die USA haben immer noch 22 Militärbasen (siehe Bild) und
56 000 Mann in Deutschland.

Mit den übrigen Besatzungsmächten sind es 80 000 Mann. Dazu kommen weitere Dutzende Militärbasen in Europa einschließlich der größten in Kosovo, Bondsteel mit 5000 Mann. Wikipedia gibt die Gesamtstärke der US-Truppen mit 76 000 an, was sicher eine geschönte Zahl ist. Der US-Tross an Hilfspersonal und Zivilisten ist da ja sowieso nicht enthalten. Insgesamt wird es sich also um ein paar 100000 Amerikaner handeln. Die aufs Spiel zu setzen, wäre wohl selbst für die Amerikaner zu viel.