Diese Nakba – Katastrrophe – geschah vor 72 Jahren und vor 62 Jahren begann ich für das Recht der Palästinenser zu kämpfen – vermittels Flugblättern, Reden, Demonstrationen – gemeinsam mit tausenden Palästinensern und Millionen anderen Menschen in der ganzen Welt, von denen viele auch Flüchtlinge oder Vertriebene waren. Sie alle verstanden den Schmerz des palästinensischen Volkes über den Verlust ihrer Heimat, den Diebstahl ihres Landes durch ein wildfremdes Volk, die keineswegs Juden waren, sondern nur den jüdische Glauben angenommen hatten. Aber alle Mühen, alle Reden & Demos waren umsonst, weil die Zionisten sich in alle Regierungen des Westens eingenistet haben und mit Waffen und hunderten Milliarden Dollars unterstützt wurden. Gegen diese Macht waren wir alle hilflos. Der Traum und Wunsch der Palästinenser wird erst Wirklichkeit werden, wenn das wirkliche «Reich des Bösen» verschwindet.
Zwei Palästinenser erinnern sich an ihr zerstörtes
Dorf
Romana Rubeo
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Dr. Ghada Ageel und Dr. Ramzy Baroud haben mehr gemeinsam als ihre wissenschaftliche Forschung zur palästinensischen Geschichte und Politik. Sie sind beide Flüchtlinge und die direkten Nachkommen palästinensischer Flüchtlinge, die während der Nakba vom 15. Mai 1948 mit vorgehaltener Waffe aus ihrem historischen Dorf Beit Daras vertrieben wurden.
Ab dem 27. März 1948 wurde ein kleines palästinensisches Dorf, Beit Daras genannt, von zionistischen Milizen angegriffen. Mit wenigen Mitteln - ein paar alten Gewehren und Küchenmessern - wehrten sich die Bewohner und konnten den ersten und zweiten Überfall zurückschlagen.
Der abschließende Angriff auf das friedliche Dorf folgte einer militärischen Strategie der verbrannten Erde und hinterließ zahlreiche Tote und Verwundete und das gesamte Dorf floh vor den Mördern.
Unter den Tausenden ethnisch gesäuberter Palästinenser in Beit Daras retteten sich auch zwei Familien, Ageel und Baroud, mit ein paar Habseligkeiten und machten sich auf die Suche nach einem sicheren Ort, in der Hoffnung, dass sie in einigen Tagen nach Hause zurückkehren würden.
Hunderte Nachkommen dieser Bewohner von Beit Daras warten seit 72 Jahren immer noch auf ihre Heimkehr.