Vorweg: Boko Haram ist eine fundamentalistische islamische
Bewegung mit dem Ziel eines islamischen Staates, von einem
Mohammed Yusuf 2001 gegründet, die hauptsächlich im Nordosten von
Nigeria operiert und im angrenzenden Niger und Mali. Sie ist bekannt
geworden durch ihre brutalen Angriffe auf Schulen (=Sündennester),
Polizeistationen etc, und verursachte seit 2001 etwa 10000 Tote. Es
gab lange den Verdacht, dass die USA dahintersteckten, aber bislang
wurden dafür keinerlei Beweise gefunden. Die Armee hat bisher
vergeblich versucht, Boko Haram unter Kontrolle zu bringen. Nun haben
junge Menschen begonnen, die Sache in ihre Hand zu nehmen. Dieselbe erfolgreiche Erfahrung, die man in Syrien gemacht hat: Waffen an die direkt betroffene Bevölkerung zu verteilen.
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| Checkpoint der Volkswehr |
20. Oktober 2013
Die Leute von Boko Haram kamen durch die ländliche Stadt gestürmt, steckten Häuser in Brand, plünderten, schossen und brüllten „Gott ist groß!“, erzählten Bewohner und Beamte. Die Bewaffneten schossen Motorfahrer auf der Straße nieder, zerrten junge Männer aus den Häusern, um sie zu erschießen und befahlen Bürgern, sich hinzulegen, um den Todesschuss zu erhalten.
Als es 12 Stunden später vorbei war, sagten sie, waren 150 Menschen tot, und selbst einen Monat danach ist diese einst belebte Stadt mit 35 000 Bewohnern ausgebrannt, mit schwarzen Hausskeletten und verbrannten Autos.
