Alexander Kasakow
18. April 2015
Es ist kaum zu glauben, dass zwei Republiken in Noworossija, die darauf verzichtet haben, ihr Schicksal mit den Banditen von Kiew zu teilen, schon ein Jahr existieren. In diesem Jahr sind so viele Ereignisse geschehen, dass anderen Völker das in ein ganzes Jahrhundert packen würden.
Doch es bleibt die Tatsache eine Tatsache. Wie es auch Tatsache ist, dass nach den Unabhängigkeitserklärungen vor einem Jahr die Donezker und Lugansker Volksrepubliken, auf dem Gefechtsfeld, in der Wirtschaft und im humanitären Bereich standhalten mussten, und zwar einem regulären Staat, der Ukraine.
Wenn man in zwei Wörtern beschreiben sollte, mit welchem Gepäck die Republiken zum Jahrestag gekommen sind? Mir scheint es genug, nur ein Paar der Errungenschaften zu nennen. Erstens haben die Volksrepubliken die Aggression seitens der ukrainischen Armee und der Strafbataillone zweimal abgewehrt. Wenn man die Dinge beim rechten Namen nennen möchte, so haben Donezk und Lugansk zweimal über die regulären und irregulären Truppen der Ukraine gesiegt. Zweitens konnten seit September 2014 wenn auch nur durch riesige Anstrengungen und mit Geduld und der Hilfe Russlands die DVR und die LVR von Kiew Entscheidungen erzwingen, den direkten Dialog über die politische Regelung des Konfliktes zu beginnen.