Stefan Lindgren
4. Oktober 2016
Aus dem Schwedischen: Einar Schlereth
| Putin gratuliert, aber Dresdner Bürger rufen: "Merkel hau ab!" |
Russlands Präsident gratulierte Deutschlands Präsident Gauck und Kanzler Merkel zum Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung. Er betonte, dass es „in der gegenwärtig unruhigen internationalen Lage wichtig sei, das positive Potential in der russisch-deutschen Zusammenarbeit beizubehalten und einen konstruktiven Dialog in aktuellen Fragen beizubehalten“.
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In Wladimir Solowjows Diskussions-Programm hingegen nahm man kein Blatt vor den Mund. Die Deutschen, die ihre Wiedervereinigung erhalten haben, obwohl England und Frankreich dagegen waren, sollten wirklich der Bevölkerung der Krim dasselbe Recht auf Wiedervereinigung gönnen, statt von einer russischen „Annektion“ zu reden.
Der Filmregisseur Sjachnasarow meinte außerdem, dass die deutschen Wiedervereinigung wirklich viel eher eine Annektion gewesen sei, wenn auch historisch gerecht. Sie geschah ohne Volksbefragung und gegen den Willen vieler.
Zu Gorbatschows Art, die Wiedervereinigung zu behandeln, wobei die ursprüngliche Forderung, dass Deutschland außerhalb des (NATO) Blocks bleibt, verschlampt wurde, gab es laut Solowjow nur ein Urteil: razsdolbajstvo = sträfliches Unvermögen.
Tass vom 3. Oktober und Voskresnyj vjetjer vladimir solvjovom vom 2. Oktober 2016