Mit Dank an Susanne Schuster für die Übersetzung dieser wirklich aufklärenden, aber auch kritischen Darstellung der aktuellen Verhälnisse.
Simbabwe: Landreform und Tabakanbau
Noch ein Beispiel für den Erfolg der Landreform in
Simbabwe. Ein wesentlicher Grund dafür, dass bei der Tabaktrocknung so
ineffiziente und umweltschädliche Techniken eingesetzt werden, ist die
desolate wirtschaftliche Situation. Und die ist absichtlich
herbeigeführt worden durch den Zimbabwe Democracy and Economic Recovery Act 2001,
das Gesetz für Demokratie und wirtschaftlichen Aufschwung in Simbabwe
(oder ehrlicher gesagt: Gesetz für Imperialismus und
Wirtschaftssabotage), das von der US-Regierung im Jahr 2001
verabschiedet worden ist. Dieses Gesetz drehte effektiv den Hahn zu für
internationale Hilfsgelder und Kredite an Simbabwe. Das Land wurde damit
für seine kühne Landreform abgestraft, denn es hatte in den Augen des
internationalen Großkapitals eine Todsünde begangen: durch eine
effektive Landreform die Macht- und Grundeigentumsverhältnisse
angetastet.

Übersetzung: Susanne Schuster
Der Anstieg der Tabakproduktion durch kleinbäuerliche Betriebe in den vergangenen Jahren ist zweifellos eine Erfolgsgeschichte. In der letzten Erntesaison gab es etwa 90.000 registrierte Anbauer, von denen etwa 75.000 an die Tabakbörse lieferten; sie produzierten fast 170 Millionen Tonnen und erzielten Einnahmen von etwa 630 Millionen US-Dollar (Euro). Dies wurde größtenteils durch die Landreform ermöglicht. Zum einen erzeugen die Profite aus der Tabakproduktion dringend benötigte Exporteinnahmen für die Staatskasse, zum anderen hat die Möglichkeit zum Verkauf eines profitablen Agrarerzeugnisses das Leben und die Existenzgrundlagen vieler Landwirte in den Tabakanbaugebieten erheblich verbessert.
Umweltzerstörung durch den blauen Dunst: Die Umweltfolgen des Tabakbooms in Simbabwe
Autor: Ian Scoones,Übersetzung: Susanne Schuster
Der Anstieg der Tabakproduktion durch kleinbäuerliche Betriebe in den vergangenen Jahren ist zweifellos eine Erfolgsgeschichte. In der letzten Erntesaison gab es etwa 90.000 registrierte Anbauer, von denen etwa 75.000 an die Tabakbörse lieferten; sie produzierten fast 170 Millionen Tonnen und erzielten Einnahmen von etwa 630 Millionen US-Dollar (Euro). Dies wurde größtenteils durch die Landreform ermöglicht. Zum einen erzeugen die Profite aus der Tabakproduktion dringend benötigte Exporteinnahmen für die Staatskasse, zum anderen hat die Möglichkeit zum Verkauf eines profitablen Agrarerzeugnisses das Leben und die Existenzgrundlagen vieler Landwirte in den Tabakanbaugebieten erheblich verbessert.