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Freitag, 6. März 2015

Die Zukunft des Nahen Ostens

Ich wollte mich gerade an die Übersetzung dieses langen Artikels machen, als ich ausnahmsweise die glorreiche Idee hatte, mal zu nachzusehen, ob das nicht schon jemand anderes gemacht hat. Bingo! Mit Dank an Horst Fröhlich und das Voltaire Netzwerk übernehme ich diese Analyse in der innigen Hoffnung, dass eintritt, was Thierry Meyssan sagt und dieser mir unendlich erscheinende Krieg gegen das tapfere syrische Volk vielleicht doch bald ein Ende nimmt.
Seit mehreren Monaten versucht Barack Obama die US-Politik im Nahen Osten zu ändern, um das islamische Emirat mit Hilfe von Syrien zu eliminieren. Aber er kann es nicht, einerseits weil er seit Jahren nicht aufgehört hat zu sagen, Präsident Al-Assad müsse gehen, und andererseits, weil seine regionalen Verbündeten das islamische Emirat gegen Syrien unterstützen. Trotzdem ändern sich die Dinge langsam, so dass es ihm bald gelingen sollte. Es scheint daher, dass alle Staaten, die das islamische Emirat unterstützten, es jetzt nicht mehr tun, was den Weg für eine Neuverteilung der Karten ebnet.
Die Welt erwartet den Abschluss einer umfassenden Vereinbarung zwischen Washington und Teheran – unter dem lächerlichen Vorwand, einem militärischen Atomprogramm ein Ende zu setzen, das seit dem Ende des Krieges mit dem Irak (1980-88) nicht mehr existiert-. Sie würde den Schutz von Israel betreffen, im Gegenzug für die Anerkennung des iranischen Einflusses im Nahen Osten und in Afrika.
JPEG - 18.8 kBAber sie sollte erst nach den israelischen Legislative-Wahlen vom 17. März 2015 stattfinden. Die voraussichtliche Niederlage von Benjamin Netanyahu sollte die Verbindungen zwischen Washington und Tel Aviv verbessern und das Abkommen mit Teheran erleichtern.
In diesem Zusammenhang versuchen die US-Eliten sich auf ihre künftige Politik zu einigen, während die europäischen Verbündeten der Vereinigten Staaten sich vorbereiten, sich der neuen US-Politik anzugleichen.