Ich erinnere mich, dass wir in den 10 Jahren, die ich nach dem Krieg noch zuhause lebte bis zum Abitur, höchstens einmal in der Woche Fleisch aßen. Das waren feierliche Momente. Das Fleisch wurde aufgeteilt - für Vater das größte Stück und der Rest wurde gleich auf die drei Kinder verteilt. Später dann in der Studentenzeit gab es in der Mensa an den Universitäten auch keine üppigen Fleischrationen. Und die Jahrzehnte danach mit Frau und Tochter haben wir auch relativ wenig Fleischwaren gegessen. Hier in Schweden ist es immer weniger geworden, je mehr ich über die Tierhaltung im allgemeinen und besonderen erfuhr. Ich habe Fleisch, Milch, Käse drastisch reduziert und werde es nun ganz aufgeben - bis vielleicht auf besondere Anlässe, wozu aber nicht Weihnachten und Ostern zählen. Das hat der Artikel bei mir bewirkt. Und bei euch? Es muss aber jetzt wirklich niemand kommen und mir sagen, was alles noch notwendig ist, um eine radikale Veränderung des Zustands der Welt herbeizuführen.
10. November 2014
Meine Haltung zum 'Veganer-werden' war ähnlich der des Augustinus, ein Zölibatär zu werden - "Gott, gib mir Enthaltsamkeit, aber nicht jetzt".
Aber bei einer Tier-Zucht als größte Ursache der Vernichtung von Spezies, der Wasserverschmutzung (1), toter Ozeanzonen und Habitat-Zerstörung (2) und mit der immer deutlicher werdenden Todes-Spirale des Ökosystem ist Veganer werden die wichtigste und direkteste Änderung, die wir vornehmen können, um den Planeten und seine Spezies zu erhalten. Dies ist es, was meine Frau - die treibende Kraft hinter der Umstellung unserer Familie - und ich gemacht haben.
