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Donnerstag, 12. Dezember 2019

Die Uiguren-Frage: Wie kann die USA es wagen, China Vorträge über die Rechte der Moslems zu halten?


André Vltchek
11. Dezember 2019


Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Ab nach Idlib im Auftrag der USA






Im Jahr 2019 habe ich eine lange Analyse über "die Uigurenfrage" geschrieben, die in Kürze als Buch veröffentlicht wird.

Seit einiger Zeit warne ich die Welt, dass der Westen und insbesondere die Vereinigten Staaten dazu beitragen, die Uiguren in der Provinz Xinjiang und außerhalb zu radikalisieren.

Und nicht nur das: Ich habe die Route der uigurischen Radikalen durch einige Länder wie Indonesien in Richtung Türkei klar benannt, von wo sie dann weiter in brutale Kriegsgebiete wie Idlib in Syrien geschleust werden. Ich habe in der Region Idlib mit den syrischen Kommandeuren gearbeitet, und ich habe ausführlich mit den syrischen Binnenvertriebenen gesprochen, die Opfer der uigurischen Völkermordanschläge geworden sind.

Die Mehrheit der Uiguren sind Muslime. Sie haben ihre eigene, alte, spezifische Kultur, und die meisten von ihnen sind natürlich sehr anständige Menschen. Nordwestchina ist ihre Heimat.

Das "Problem" ist, dass Urumqi, Xinjiang an der Haupt-Linie der BRI (1 Gürtel, 1 Straße Initiative) liegt – einem äußerst optimistischen, internationalistischen Projekt, das bezweckt, Milliarden von Menschen auf allen Kontinenten zu verbinden. Das BRI ist ein infrastrukturelles und kulturelles Projekt, das bald Hunderte von Millionen Menschen aus Armut und Unterentwicklung herausführen wird.
Die Xinjiang-uigurische autonome Region und die neue Schnellstraße von Bejing nach Urumqi.
Washington ist entsetzt, dass China eine Vorreiterrolle beim Aufbau einer viel besseren Zukunft für die Menschheit übernimmt. Denn wenn China erfolgreich ist, könnte es das Ende des westlichen Imperialismus und Neokolonialismus sein, was zu echter Freiheit und Unabhängigkeit für Dutzende von bisher leidenden Nationen führen könnte.

Deshalb hat Washington beschlossen zu handeln, um den Status quo und seine Dominanz über die Welt zu erhalten.

Erster Schritt: China auf jeden Fall zu bekämpfen, zu provozieren und mit Dreck zu bewerfen, ob in Hongkong, Taiwan, dem Südchinesischen Meer oder, wie oben erwähnt, der "Uiguren Frage".

Schritt zwei: zu versuchen, einen Teil der verfassungsmäßig anerkannten nationalen Minderheit Chinas – die Uiguren – in "Rebellen", genauer gesagt, Terroristen, zu verwandeln.

Die Türkei, ein Mitglied der NATO, bot den USA eine hilfreiche Hand. Uiguren wurden mit ihren Familien mit türkischen Pässen nach Istanbul geflogen über Stützpunkte in Südostasien. Dann wurden ihre Pässe in Istanbul beschlagnahmt. Viele Uiguren wurden rekrutiert, ausgebildet und dann in das vom Krieg zerrüttete Syrien transportiert. Kleinere Gruppen blieben an Orten wie Indonesien und schlossen sich dort den Dschihad-Kadern an. Als die terroristischen Gruppen in Syrien fast vollständig besiegt wurden, wurden einige Uiguren nach Afghanistan verlegt, wo ich auch früher gearbeitet und ermittelt habe. Und Afghanistan hat eine kurze, aber wichtige Grenze zu China.


Warum diese komplexe Operation?

Die Antwort ist einfach: NATO/Washington/West hoffen, dass die gestählten, gut ausgebildeten Uiguren Dschihad-Kämpfer schließlich nach Xinjiang zurückkehren werden. Dort könnten sie anfangen, für "Unabhängigkeit" zu kämpfen und damit die BRI zu sabotieren.

Auf diese Weise würde China Schaden zugefügt und sein mächtigstes globales Projekt (BRI) gestört.

Die chinesische Regierung ist natürlich beunruhigt. Es ist klar, dass der Westen eine brillante Falle vorbereitet hat:
1) Wenn China nichts tut, wird es auf seinem eigenen Territorium mit einer äußerst gefährlichen terroristischen Bedrohung konfrontiert (denken Sie daran, dass die Sowjetunion nach Afghanistan hineingezogen wurde und von im Westen trainierten, finanzierten und unterstützten Mujahedeen schwere Verluste erlitt. Der Westen hat eine lange Geschichte des Missbrauchs des Islam für seine machiavellistischen Pläne). 2) Wenn China etwas tut, um sich zu schützen, wird es von den westlichen Medien und Politikern angegriffen werden. Genau das ist es, was jetzt passiert.

Alles ist klar und vorbereitet.


Am 12. September 2019 berichtete die South China Morning Post:
«Der US-Senat hat das ‘Uiguren Menschenrechts-Gesetz verabschiedet, das Sanktionen gegenchinesische Beamte wegen der Xinjiang-Lager fordert.

Das Gesetz fordert auch die Trump-Administration auf, die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen an staatliche Agenten in der chinesischen Region zu verbieten, in der mehr als 1 Million Uiguren inhaftiertsin.

Peking beschreibt den Schritt als "grobe Einmischung in Chinas innere Angelegenheiten".

Natürlich ist das so genannte Rechts-Gesetz eine grobe Einmischung in die Angelegenheiten Xinjiangs und eine Übung in Heuchelei und Einschüchterung.

Wir dürfen nicht vergessen, dass die Vereinigten Staaten die muslimischen Menschen mit absoluter Boshaftigkeit behandeln. Es verbietet ihnen sogar die Einreise in die USA, wenn sie zufällig in bestimmten Ländern leben. Sie bombardiert willkürlich in Pakistan, Afghanistan und anderswo und kümmert sich nicht über den Verlust von Zivilisten. Sie foltert Muslime, und sie erniedrigt sie in den USA und sogar in ihren eigenen Ländern.

Und offen gesagt: Indem Washington versucht, den Uigurenaufstand in China auszulösen, fügt es den Uiguren selbst und eigentlich allen Menschen im Nordwesten Chinas eindeutig großen Schaden zu. Es ist nicht nur falsch, die Vereinigten Staaten begehen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.



*
China ist ein multinationales, multikulturelles Land. Die muslimische Kultur ist Teil der Identität der VR China. Ich schlage jedem, der daran zweifelt, vor, nach Xi'an zu reisen, einer der drei alten Hauptstädte Chinas.

In Xi'an entstand die alte große Seidenstraße (das alte BRI, könnte man sagen). Bis heute ist sie stolz auf ihre gewaltigen muslimischen Denkmäler sowie auf ihr wunderbares muslimisches Essen und ihre Musik. Jedes Jahr reisen Dutzende von Millionen chinesischer Besucher nach Xi'an, um sein Erbe zu verstehen und seine Kultur zu genießen. Die Stadt wird geliebt und geschätzt, vor allem wegen ihrer lebendigen muslimischen Identität.

Es ist völliger Unsinn, dass China "antimuslimisch" ist. Sowohl China (als auch Russland) sind gegenüber dem Islam viel toleranter als der Westen. Historisch und aktuell.

Der gleiche Unsinn ist zu behaupten, dass China in Xinjiang "Konzentrationslager" baut.

Chinas Position ist klar: Was der Westen als Lager bezeichnet, sind "Berufsbildungszentren", in denen "Auszubildende" Chinesisch lernen und berufliche Fähigkeiten erwerben können, damit sie nicht Opfer von "Terrorismus und religiösem Extremismus" werden. Eine Gruppe muslimisch-indonesischer Führer, die Zugang zu diesen so genannten "Lagern" in Xinjiang erhielten, sagte kürzlich meinem Kollegen, dass Menschen, die einige Zeit in diesen Institutionen verbringen, tatsächlich nachts zu Hause schlafen können.


Offen gesagt, kaum ein Guantanamo Bay.


Der selbsternannte "Richter" - die Vereinigten Staaten - hat Hunderte von Hochsicherheitsgefängnissen, die über das ganze Land verteilt sind. Es ist bekannt, dass es dort ein großes (privates) Geschäft ist, oft unschuldige Menschen ins Gefängnis zu werfen, schon seit vielen Jahrzehnten. Millionen von Menschen sind umsonst eingesperrt. Wie kann es ein Land mit der größten Anzahl von Gefangenen auf der Erde (auf Pro-Kopf-Basis) wagen, jemanden Gerechtigkeit zu predigen? Es ist wirklich ein großes Mysterium.


*


Was ist der wahre Zweck solcher Handlungen?


Die Antwort ist einfach: Es ist die entschiedene Weigerung der USA, ihren Einfluss auf die Welt mit anderen, viel humaneren Ländern, wie China, zu teilen, es ist ihre Weigerung, auf der Basis großer Ideen und guten Willens zu konkurrieren.


Je nihilistischer die US-Außenpolitik wird, desto mehr beschuldigt sie andere des "Mordes".


Die Funktionsweise der Dinge ist einfach: Washington schafft einen schrecklichen Konflikt, irgendwo. Wenn das Opferland versucht, den Konflikt zu lösen, um sozusagen das "Feuer zu löschen", wird es der "Verletzung von Rechten" beschuldigt und mit Sanktionen belegt.


All das muss aufhören und zwar bald. Diese Politik Washingtons verwandelt Millionen von Menschenleben in Qualen.



André Vltchek ist Philosoph, Schriftsteller, Filmemacher und investigativer Journalist. Er hat Kriege und Konflikte in Dutzenden von Ländern behandelt. Fünf seiner neuesten Bücher sind "China Belt and Road Initiative": Connecting Countries, Saving Millions of Lives", "China with John B. Cobb, Jr., Revolutionary Optimism, Western Nihilism, ein revolutionärer Roman "Aurora" und ein Bestseller der politischen Sachbücher: " Lügen des Imperiums enthüllen". Sehen Sie sich seine anderen Bücher hier an. Sehen Sie Rwanda Gambit, seine bahnbrechende Dokumentation über Ruanda und den Kongo und seinen Film/Dialog mit Noam Chomsky "On Western Terrorism". Vltchek lebt derzeit in Ostasien und im Mittleren Osten und arbeitet weiterhin weltweit. Er ist über seine Website und sein Twitter erreichbar. Sein Patreon Er ist ein regelmäßiger Mitarbeiter von Global Research.

Quelle - källa - source 

Montag, 30. Dezember 2019

70 Jahre US-Destabilisierung Chinas. US-gesponsorter Uighuren-Aufstand in Xinjiang



Shane Quinn

23. Dezember 2019
Aus dem Englischen: Einar Schlereth
Ihr könnt auf Google nachprüfen: Seitenweise Fotos über die armen Uighuren, die von der CIA mit Dollars überschüttet werden, um Terror-Attentate in Sinkiang zu verüben.

Chinas Austritt aus der Sphäre der US-Kontrolle im Oktober 1949 war vielleicht der schwerste Schlag für die amerikanische globale Hegemonie nach dem Zweiten Weltkrieg. Chinas erfolgreicher Unabhängigkeitsdrang war in Washington seit vielen Monaten erwartet worden.

Im September 1948 bemerkte der weitsichtige amerikanische Diplomat George Kennan, dass "es beträchtliche Einschränkungen gibt, was wir tun können, um den Verlauf der Ereignisse in China zu beeinflussen". In den vergangenen sieben Jahrzehnten war der Umfang des amerikanischen Einflusses auf die inneren Angelegenheiten Chinas bestenfalls begrenzt, aber er setzt sich dennoch fort. Washington hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, in der Hoffnung, China zu destabilisieren und zu zersplittern.

Die Strategien des Pentagons gegenüber China spiegeln in gewisser Weise die gegen die UdSSR gerichteten Strategien wider: Die Nutzung von Stellvertretergruppen, Extremisten, sowie ethnischen Minderheiten und von Marionetten.

Die Turkistan Islamic Party (TIC), eine terroristische Organisation, wurde 1988 von uighurischen Dschihadisten gegründet, als in der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas separatistische Aufstände ausbrachen. Die Turkistanische Islamische Partei, früher bekannt als die Ostturkestan-Islamische Bewegung, wurde von der CIA seit ihrer frühen Existenz gefördert.

In widersprüchlicher Weise wird die Turkistanische Islamische Partei, die größtenteils im Nordwesten Pakistans ansässig ist, von den Vereinigten Staaten, zusammen mit anderen großen Ländern wie Russland und natürlich China und seinem Nachbarn Pakistan, als terroristische Organisation betrachtet.

Bis 2001 bereiteten sich militante Uiguren auf einen Guerillakrieg in denselben Lagern in Afghanistan vor, in denen einst die CIA und der pakistanische Geheimdienst ISI Mudschahedin-Extremisten ausgebildet hatten - um die vor 40 Jahren in Afghanistan stationierten sowjetischen Truppen zu behindern. Zwischen 1990 und 2001 verübte die Islamische Partei Turkistans mehr als 200 Terrorakte, darunter das Sprengen von Fahrzeugen und Marktplätzen sowie die Ermordung chinesischer Regierungsbeamter.

Freitag, 18. September 2020

Armer Xi: Ein Gigant muss mit Zwergen konferieren

Armer Xi: Ein Gigant muss mit Zwergen konferieren

Pepe Escobar

17. September 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

 

Da sitzen die Zwerge auf ihren Thrönchen und halten sich für den Kaiser von China

Ein Peking-Brüssel-Berlin-Special: Das war ein richtiger Video-Gipfel.

Aus Peking hatten wir Präsident Xi Jinping. Aus Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und aus Brüssel den Präsidenten des Europäischen Rates Charles Michel und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen. Die Chinesen bezeichneten ihn als den ersten Gipfel "seiner Art in der Geschichte".

In Wirklichkeit war es das zweite hochrangige Treffen der chinesischen und europäischen Führung innerhalb von zwei Monaten. Und es fand nur wenige Tage nach einer hochrangigen Reise von Außenminister Wang Yi durch Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und Norwegen und dem Besuch des mächtigen "Yoda" des Staatsrates, Yang Jiechi, in Spanien und Griechenland statt.

Der Heilige Gral am Ende all dieser Treffen - von Angesicht zu Angesicht und virtuell - ist der China-EU-Investitionsvertrag. Deutschland steht derzeit für sechs Monate an der Spitze der EU-Präsidentschaft. Berlin wollte, dass der Vertrag auf einem Gipfeltreffen in Leipzig diesen Monat unterzeichnet wird, das die EU-27 und Peking vereint. Doch Covid-19 hatte andere Pläne.

Deshalb wurde der Gipfel in dieser Mini-Videokonferenz metastasiert. Der Vertrag soll noch vor Ende 2020 unterzeichnet werden.

Interessanterweise fand der Mini-Gipfel auch einen Tag vor der Teilnahme von Premierminister Li Keqiang an einem vom Weltwirtschaftsforum (WEF) geförderten virtuellen Sonderdialog mit Wirtschaftsführern statt. Es ist unklar, ob Li die Feinheiten des Great Reset mit Klaus Schwab besprechen wird - ganz zu schweigen davon, ob China sich ihm anschließt.


Wir sind "noch engagiert".


Der Mini-Videogipfel EU-China war wegen seiner sehr diskreten Veranstaltung bemerkenswert. Offiziell betrachtet die EU China nun sowohl als wichtigen Partner als auch als "strategischen Rivalen". Brüssel beharrt auf seinem Willen zur "Zusammenarbeit" und verteidigt gleichzeitig die berüchtigten "Werte" der Menschenrechte.

Was den Investitionsvertrag betrifft, das Geschäft Heiliger Gral, über das seit sieben Jahren verhandelt wird, sagte Ursula von der Leyen, "es bleibt noch viel zu tun".

Was die EU im Wesentlichen will, ist die Gleichbehandlung ihrer Unternehmen in China, ähnlich wie chinesische Unternehmen innerhalb der EU behandelt werden. Diplomaten bestätigten, dass die Schlüsselbereiche Telekommunikation, der Automobilmarkt - der völlig offen sein sollte - und das Ende des unlauteren Wettbewerbs durch chinesischen Stahl sind.

Vergangene Woche warf Siemens-Chef Joe Kaeser einen extra Hammer ins Getriebe: "Wir verurteilen kategorisch jede Form von Unterdrückung, Zwangsarbeit und Bedrohung der Menschenrechte", sagte er der "Zeit" und verwies auf Hongkong und Xinjiang.

Das erregte einiges Aufsehen. Mindestens 10% des Siemens-Geschäfts werden in China generiert, wo das Unternehmen seit 1872 präsent ist und über 35.000 Mitarbeiter beschäftigt. Siemens war gezwungen, öffentlich zu erklären, dass es sich "noch immer" in China "engagiert".

Seit 2017 ist China der wichtigste Handelspartner Deutschlands - vor Frankreich und den USA. Kein Wunder also, dass die Alarmglocken zu läuten begannen, an und aus. Erst im Januar vergangenen Jahres definierte der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) China erstmals als "Systemkonkurrent" und nicht nur als "Partner". Im Mittelpunkt standen dabei "Marktverzerrungen" und die Barrieren gegen die deutsche Konkurrenz innerhalb Chinas.

Der Mini-Videogipfel fand zu einem Zeitpunkt statt, da der von Washington entfesselte Handelskrieg gegen Peking die Ausmaße des Kalten Krieges 2.0 erreicht hat. EU-Diplomaten geben widerwillig und inoffiziell zu, dass die Europäer in der Mitte gebunden sind und die einzig mögliche Strategie darin besteht zu versuchen, ihre wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen und gleichzeitig auf dem Allheilmittel der Menschenrechte bestehen.

So fordert die offizielle EU an diesem Montag - in den chinesischen Medien nicht berichtet - die Entsendung "unabhängiger Beobachter" nach Xinjiang.


Diese uigurischen Dschihadis


Wir sind also unweigerlich wieder bei der hochexplosiven Frage der "Konzentrationslager" in Xinjiang angelangt.

Das atlantische Establishment hat eine heftige, ungebremste Kampagne entfesselt, um die Erzählung aufzutischen, dass Peking nicht weniger als einen kulturellen Völkermord in Xinjiang durchführt.

Abgesehen von der Rhetorik der US-Regierung wird die Kampagne meist von "einflussreichen" US-Think-Tanks geführt wie diesem, die Berichte veröffentlichen, die in westlichen Unternehmensmedien zu hits werden.

Einer dieser Berichte zitiert "zahlreiche Berichte aus erster Hand von Uiguren", die als "angestellt" bezeichnet werden, um Zwangsarbeit zu verrichten. Infolgedessen sei die globale Lieferkette, so der Bericht, "wahrscheinlich mit Zwangsarbeit behaftet".

Das entscheidende Wort ist "wahrscheinlich". Wie in Russland ist "wahrscheinlich" die Einmischung in US-Wahlen und die "wahrscheinliche" Vergiftung von Kremlgegnern. Es gibt keine Möglichkeit, die Richtigkeit der in diesen Berichten zitierten Quellen zu überprüfen - die zufälligerweise von "mehreren Gebern finanziert werden, die am Handel in Asien interessiert sind". Wer sind diese Geldgeber? Was ist ihre Agenda? Wer wird von der Art "Handel in Asien" profitieren, die sie vorantreiben?

Auf persönlicher Ebene stand Xinjiang in diesem Jahr ganz oben auf meiner Reisepriorität - die dann durch Covid-19 zu Grabe getragen wurde – weil ich alle Aspekte dessen, was wirklich im Fernen Westen Chinas vor sich geht, selbst überprüfen möchte.

So wie es aussieht, haben US-Nachahmer-"Einflussnehmer" in der EU freie Hand, um die Erzählung über uigurische Zwangsarbeit durchzusetzen, wobei sie betonen, dass die Kleidung, die die Europäer tragen, von Zwangsarbeitern hergestellt wordensein könnte - und das entscheidende Wort ist "könnte".

Erwarten Sie nicht, dass das atlantische Netzwerk sich nur im geringsten bemüht, einen Kontext in Bezug auf China anzubieten, das den Terrorismus in Xinjiang bekämpft.

In den alten Al-Qaida-Tagen besuchte und interviewte ich uigurische Dschihadis, die in einem ausgedehnten Gefängnis eingesperrt sind, das von den Mudschahedin unter dem Kommandeur Masoud im Panjshir-Tal errichtet wurde. Sie alle waren von Imamen indoktriniert worden, die in von Saudi-Arabien finanzierten Koranschulen in ganz Xinjiang predigten.

In jüngerer Zeit waren uigurische Salafi-Dschihadis in Syrien sehr aktiv: mindestens 5.000, wie die syrische Botschaft in Peking mitteilte.

Peking weiß genau, was passieren würde, wenn sie nach Xinjiang zurückkehren, so wie Moskau weiß, was passieren würde, wenn tschetschenische Dschihadis in den Kaukasus zurückkehren.

Es ist also kein Wunder, dass China handeln muss. Dazu gehört die Schließung der Koranschulen, die Inhaftierung von Imamen und die Festnahme - und "Umerziehung" – möglicher Dschihadis und ihrer Familien [die zum Schlafen auch nachhause gehen können. D. Ü.].

Vergessen Sie den westlichen Angebotskontext über die Turkistan Islamic Party (TIP), die im November 2019 in Idlib im Nordwesten Syriens ein Islamisches Emirat nach ISIS/Daesh-Norm erklärt hat. Die TIP wurde vor 12 Jahren in Xinjiang gegründet und ist seit 2011 sehr aktiv in Syrien - genau in dem Jahr, als sie behauptete, für eine Terroroperation in Kashgar verantwortlich zu sein, bei der 23 Menschen getötet wurden.

Es ist mehr als erbärmlich, dass der Westen mit dem "Krieg gegen den Terror" muslimische Massen - direkt und indirekt - tötete und vertrieben hat, nur um sich ach so besorgt über die Notlage der Uiguren zu machen.

Es ist erhellender, sich an die Geschichte zu erinnern. Wie im Herbst 821, als Prinzessin Taihe, die Schwester eines Kaisers aus der Tang-Dynastie, auf einem baktrischen Kamel ritt und ihre weiblichen Begleiter ihr auf kostbaren Ferghana-Pferden den ganzen Weg vom Kaiserpalast in Chang'an bis ins Land der Uiguren folgten.

Prinzessin Taihe war als lebender Tribut ausgewählt worden - und war auf dem Weg, den uigurischen Kaghan zu heiraten, um die Freundschaft ihrer Völker zu festigen. Sie kam aus dem Osten, aber ihr Kleid und ihre Ornamente kamen aus dem Westen, aus den zentralasiatischen Steppen und Wüsten, wo sie ihr neues Leben leben würde.

Übrigens waren die Uiguren und die Tang-Dynastie Verbündete.


Pepe Escobar ist Allroundkorrespondent der Asia Times. Sein jüngstes Buch ist ‘2030’. Folgen Sie ihm auf Facebook.-

 http://www.informationclearinghouse.info/55586.htm

Mittwoch, 24. Februar 2021

Indien und Menschenrechte in Waffen verwandeln

Carla Stea übersetze ich immer sehr gern. Sie stellt  die richtigen Fragen und gibt die richtigen Antworten. An der Beurteilung des faschistischen Indien und des kommunistischen China lässt sich das Ausmaß der Heuchelei & Verlogenheit der westlichen Qualitätsmedien sehr schön ablesen.  

Indien und Menschenrechte in Waffen verwandeln

Von Carla Stea

17. September 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

 

Chinas kommunistische "Diktatur" holt 700 Millionen chinesische Bürger aus der Armut: Doch Indien wird von westlichen Experten verehrt, während China dämonisiert und sanktioniert wird

***

"Das erste Menschenrecht ist das Recht auf Leben." Wang Yi, Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Staatsrat der Volksrepublik China

Vor zwölf Jahren präsentierte der stellvertretende Generalsekretär der Vereinten Nationen für wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten, Jomo Kwame Sunderam, bei einer Pressekonferenz den "Economic and Social Survey of Asia and the Pacific 2008" und enthüllte auf Seite 124 die erschütternde Tatsache, dass:

"Mit begrenzten Ressourcen sind die Bauern auf Leihgeld Geld angewiesen, um Saatgut und andere Betriebsmittel für die Bewirtschaftung ihres Landes zu kaufen. Der kleinste Rückgang ihres Einkommens führt zur Verschuldung. In Indien beispielsweise spiegelt sich die Notlage in den ländlichen Gebieten in der hohen Zahl der Selbstmorde von Landwirten wider: 86.922 im Zeitraum 2001-2005 (Government of India, 2007)."

Über diese erschreckende Tatsache wurde bis 2014 nur wenig, ja so gut wie gar nicht in der Presse berichtet oder von offizieller Seite untersucht: In einem Artikel von Jonathan Kennedy mit dem Titel: "New evidence of suicide epidemic among India's 'marginalised' farmers" heißt es:

"Im Jahr 2010 haben sich 187.000 Inder selbst getötet - ein Fünftel aller Selbstmorde weltweit..... Neueste statistische Untersuchungen finden starke kausale Zusammenhänge zwischen den Gebieten mit den meisten Selbstmorden und den Gebieten, in denen verarmte Bauern versuchen, Feldfrüchte anzubauen, die aufgrund der relativ jungen Umstellung Indiens auf die freie Marktwirtschaft unter starken Preisschwankungen leiden."

"Es wird oft vergessen, dass über 833 Millionen Menschen - fast 70 % der indischen Bevölkerung - immer noch in ländlichen Gebieten leben. Ein großer Teil dieser Landbewohner hat nicht vom Wirtschaftswachstum der letzten zwanzig Jahre profitiert. Tatsächlich hat die Liberalisierung zu einer Krise im Agrarsektor geführt, die viele Kleinbauern mit Cash Crops in die Verschuldung und in vielen Fällen in den Selbstmord getrieben hat."

So viel zum kapitalistischen Paradies, das Trump Nordkoreas sozialistischem Führer Kim Jung Un verspricht.

Am 22. Februar 2014 titelte Ellen Barry in der New York Times: "After Farmers Commit Suicide, Debts Fall on Families in India"(Wenn Bauern Selbstmord machen, gehen die Schulden an die Familie über, wobei verarmte Witwen dann als "Huren" bezeichnet wurden. Im Juni 2014 titelte AP: "Vergewaltigte, ermordete Mädchen offenbaren entsetzliche Risiken für Indiens Arme": UNICEF schätzt, dass fast 594 Millionen - fast 50 Prozent der indischen Bevölkerung - im Freien defäkieren, wobei die Situation in verarmten ländlichen Gebieten wie dem Bezirk Badaun in Uttar Pradesh besonders akut ist....Die Entführung, Gruppenvergewaltigung und der Lynchmord an zwei Teenager-Mädchen, als sie sich am vergangenen Dienstag erleichtern wollten, haben ihrer täglichen Tortur eine erschreckende neue Dimension hinzugefügt."

Schließlich, sechs Jahre später, innerhalb der Maskerade, die es ermöglicht, Covid-19 als Ursache der Verzweiflung zu beschuldigen, verwirrte die New York Times absichtlich die Fakten und erklärte: "Lockdown Sows Death Among India's Farmers"(Lockdown sät Tod unter Indiens Bauern) und stellte fest:

"Indien hat eine der höchsten Selbstmordraten der Welt. Im Jahr 2019 starben landesweit insgesamt 10.281 Bauern und Landarbeiter durch Selbstmord, so die Statistik des National Crime Records Bureau. Sich das Leben zu nehmen, ist in Indien immer noch ein Verbrechen, und Experten sagen seit Jahren, dass die tatsächlichen Zahlen weitaus höher sind, weil die meisten Menschen das Stigma einer Anzeige fürchten.“ Diese spärliche Aufmerksamkeit für die Schrecken, die mittellose Inder erleiden und die selbst von den Sonderorganisationen der Vereinten Nationen oft ignoriert werden, steht in krassem Gegensatz zu der überwältigenden Aufmerksamkeit für sogen. Menschenrechtsverletzungen, die China von den westlichen Medien und im UN-Sicherheitsrat vorgeworfen werden.

Indiens derzeitiger Premierminister Modi stammt aus der politischen Partei, die in die Ermordung von Mahatma Gandhi verwickelt ist, dem großen Führer der indischen Unabhängigkeit von Großbritannien. Es scheint klar, dass Modi entschlossen ist, Indien in die Hände des Westens zurückzugeben, der es bis 1947 versklavt hat. Modi ist ein sehr gehorsamer Diener, wenn es darum geht, Indiens ehemaligen Herren zu gefallen. Eine kurze Beschreibung der genozidalen Politik Großbritanniens gegenüber dem kolonialen Indien findet sich in Susan Butlers Meisterwerk: "Roosevelt and Stalin, Portrait of a Partnership", (Seite 327, Knopf-Ausgabe):

"Die britische Herrschaft über Indien war genauso brutal wie Stalins Herrschaft über Russland....Im November 1941 leitete Churchill in Bengalen eine Politik der verbrannten Erde ein, die als Verweigerungspolitik bekannt wurde. Die Soldaten erhielten den Befehl, allen Reis zu beschlagnahmen, den sie finden konnten: Sie plünderten Silos und Lagerhäuser, nahmen Saatgut mit ... Die Soldaten beschlagnahmten auch alle Industrie- und Freizeittransporte, alle Boote, einschließlich der Boote der bengalischen Fischer, alle Fahrräder, einschließlich derer, die von der Bevölkerung benutzt wurden, um zur Arbeit zu kommen. Ihr Reisvorrat war aufgebraucht, der Transport zur Nahrungssuche wurde verweigert, und die Bengalen begannen in immer größerer Zahl zu verhungern....

Am 16. Oktober 1942 wurde Bengalen von einem Wirbelsturm und einer Flutwelle heimgesucht, die Felder, Häuser und die Fähigkeit der Menschen, ihr Leben weiterzuführen, zerstörten. Angesichts dieser Katastrophe wurde die britische Politik der Reisverweigerung fortgesetzt... Als Ergebnis starben 13 Prozent der Bevölkerung Bengalens an Hunger. Da es den Indern nicht erlaubt war, ins Ausland zu reisen und sie keinen Zugang zu internationalen Telefonen oder Telegrafen hatten, und ihre Anführer im Gefängnis saßen, gab es für die Bengalen keine Möglichkeit, ihre Notlage der Welt bekannt zu machen....

Nach der Flutwelle ersetzte FDR Johnson durch William Phillips, den kompetentesten Diplomaten des Staates, als seinen persönlichen Vertreter. Er wies Phillips an, seine Philosophie "zugunsten der Freiheit für alle abhängigen Völker zum frühestmöglichen Zeitpunkt" voranzutreiben. Als Phillips Ende 1942 eintraf, hatten Inder in großer Zahl, angeführt von Mahatma Gandhi und Jawaharlal Nehru, völlig empört über die britische Selbstherrlichkeit, rebelliert, und der Vizekönig hatte Vergeltung geübt, indem er zehntausend Inder tötete und neunzigtausend ins Gefängnis steckte. Fünfundzwanzigtausend Mitglieder der Kongresspartei, darunter Nehru und Gandhi, die in Isolationshaft gehalten wurden, blieben im Gefängnis. Phillips Bitte, sie zu interviewen, wurde abgelehnt. Als er erfuhr, dass Nehru, den er verachtete, fastete, kommentierte Churchill: "Wir hatten nichts dagegen, dass er sich zu Tode fastete...Er ist eine durch und durch böse Kraft, die uns in jeder Faser feindlich gesinnt ist ...

Churchill behauptete, dass die Kämpfe durch böses Blut zwischen den Hindus und den Muslimen verursacht wurden, was nicht stimmte. Tatsächlich bestand die britische Politik, wie schon in der Vergangenheit, darin, die Feindschaft zwischen den beiden Gruppen zu fördern. Ich bin überhaupt nicht angetan von der Aussicht auf ein vereintes Indien, das uns die Tür weisen wird', gab er zu." (Die meisten Palästinenser und Israelis, mit denen ich gesprochen habe, führen die Ursache ihres andauernden katastrophalen Konflikts auf Großbritanniens machiavellistische Politik des 'Teile und Herrsche' zurück) "Phillips nahm in seinem Bericht an FDR kein Blatt vor den Mund: 'Viele der ländlichen Gebiete in Bengalen sind ohne Nahrung, und die Dorfbewohner wandern in die Städte, um dort an Hunger zu sterben. Es wird berichtet, dass die Hungertoten auf den Straßen Kalkuttas so zahlreich geworden sind, dass prominente europäische Mitglieder der Gemeinde offene Briefe an die städtischen Behörden gerichtet haben, in denen sie darum bitten, dass angemessenere Mittel für die Beseitigung der Leichen gefunden werden."... John Colville, Churchills Privatsekretär, hielt in seinem Tagebuch fest: 'Der Premierminister sagte, die Hindus seien eine üble Rasse, die durch ihre bloße Anziehungskraft vor dem Verhängnis bewahrt werde, das ihnen gebühre, und er wünschte, Bert Harris, Marschall der Luftwaffe, könnte einige seiner überzähligen Bomber schicken, um sie zu vernichten.' Moderne Schätzungen gehen davon aus, dass mindestens 1 Million und vielleicht sogar 3 Millionen Menschen starben."

Laut Dr. Sashi Tharoor, dem ehemaligen Untergeneralsekretär der Vereinten Nationen,

"Churchill hat genauso viel Blut an seinen Händen wie Hitler."

Sonntag, 4. Oktober 2020

China klagt die USA an, die Welt in das ‘Dschungelzeit-Alter’ zurückführen zu wollen.

Von Reuters

3. Oktober 2020

Einige US-Politiker 'lügen und betrügen aus Gewohnheit ... schaffen böswillig politische Konfrontation und untergraben die multilaterale Zusammenarbeit', sagte die Sprecherin der chinesischen Mission bei den Vereinten Nationen.

Die Kommentare kommen, nachdem die US-Bildungsministerin Betsy DeVos und der US-Außenminister Mike Pompeo Peking beschuldigen, Uiguren und andere Minderheiten zwangsabzutreiben, zu sterilisieren und unfreiwillig Geburtenkontrollgeräte einzupflanzen.

03. Oktober 2020 "Information Clearing House" - China hat am Freitag die Vereinigten Staaten beschuldigt, "Lügen zu fabrizieren" und zu versuchen, die Welt zurück in das "Dschungelzeitalter" zu führen, nachdem Washington Peking und UN-Agenturen für "die Ermordung von Millionen kleiner Mädchen" verantwortlich gemacht hatte.

Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) sagte am Freitag, er bedauere die Vorwürfe der US-Bildungsministerin Betsy DeVos, die bei einer Sitzung der UN-Generalversammlung am Donnerstag zum Jahrestag einer richtungsweisenden Frauenkonferenz 1995 erhoben wurden.

Die Exekutivdirektorin des UNFPA, Natalia Kanem, sagte, jeder Zwang von Frauen sei "gegen unsere Praxis und Politik".

"Wir räumen der freiwilligen sexuellen und reproduktiven Gesundheit, Rechten und Verfahren höchste Priorität ein", sagte sie.

"Im Fall des UNFPA haben wir eine Überprüfung unserer Praxis und Verfahren im Land China beantragt, und in den letzten vier Jahren haben die Vereinigten Staaten unsere Programme nicht besucht. 

Die USA kürzten 2017 die Mittel für den UNFPA und sagten, sie "unterstützen ...kein Programm für Zwangsabtreibung oder unfreiwillige Sterilisation".

Die Vereinten Nationen sagten, dies sei eine unzutreffende Wahrnehmung.

DeVos und US-Außenminister Mike Pompeo, der am Donnerstag eine Erklärung abgaben, beschuldigten beide China, Uiguren und andere Minderheiten der Zwangsabtreibung, Zwangssterilisation und unfreiwillige Implantation von Verhütungsmitteln zu unterwerfen.

Ein Sprecher der chinesischen UN-Mission in New York sagte, die Äußerungen seien "reine Erfindung".

"Einige US-Politiker lügen und betrügen aus Gewohnheit. Sie schaffen böswillig politische Konfrontation und untergraben die multilaterale Zusammenarbeit", sagte die Person.

"Die Vereinigten Staaten werden entgegen dem Trend der Zeit zum größten Zerstörer der bestehenden internationalen Ordnung und versuchen mit allen Mitteln, die Welt in das Dschungelzeitalter zurückzubringen.

Die seit langem schwelenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und China haben bei den Vereinten Nationen wegen der Coronavirus-Pandemie den Siedepunkt erreicht, was das Streben Pekings nach größerem multilateralen Einfluss in einer Herausforderung für die traditionelle Führung Washingtons deutlich macht.

 

 

Quelle - källa - source

Donnerstag, 25. Februar 2021

WE love CHINABASHING ...

WE love CHINABASHING ...

Einar Schlereth
24. Februar 2021

Das waren noch Zeiten!

...........    je mehr desto besser - abwechselnd mal mehr auf die Russen, dann mal mehr auf die Chinesen und dann gleichzeitig auf beide, dann können bei uns alle Rassisten-Einpeitscher, die Kriegstreiber und Kriegsgewinnler, Medienhuren und Politschranzen aufatmen, weil dann alle Glotzen-Abhängigen all den Mist vergessen können, der hier am dampfen ist. Da kann das Merkel-Ungeheuer lässig die Staatskasse um einige hundert Milliarden erleichtern und der nächstbesten EZB-Bank in den Rachen werfen und im Gemauschel mit den netten Herren von der Waffenlobby die Produktion drastisch ankurbeln, da wir uns dringend auf den nächsten Ritt gegen diese Untermenschen im Osten vorbereiten müssen. Tredje gången gillt! sagt man hier in Schweden auch: Aller guten Dinge sind drei! Zweimal ordentliche Prügel erhalten, das reicht nicht. Allerdings wird das 3. Mal für Deutschland das endgültige AUS sein. Dann können die wenigen Überlebenden ihre atomar verseuchten sieben Sachen einsammeln und sich einsargen.
Das hat ihnen Putin deutlich genug vorgerechnet, aber was der sagt, kann man ja vergessen.

Das Genozid-Thema wird besonders gerne gespielt. Von USRAELEU-Experten, die kennen sich da gut aus. Die USA haben es 244 Jahre (abzüglich 17 Friedensjahre) lang eingeübt - so etwa 100-200 Millionen Opfer kommen da zusammen. Prof. Gideon Polya aus Australien hat das exakt ausgerechnet. Die Engländer waren aber noch viel besser, weil die ja mit Hilfe der meisten Kriege das erste echte Weltimperium errichtet hatten. Da ging die Sonne wirklich nicht unter. Da kamen die Spanier und Franzosen nicht richtig mit. Die Spanier waren im Abarbeiten von Genoziden besser. Die schafften in knapp hundert Jahren 60 Millionen Indigene in Südamerika.

Wir haben es jedenfalls hier mit Experten zu tun, die genau wissen, wann und wo echte Genozide stattfinden. Der pompöse US-Pompeo z. B. - eine Mischung aus Dick und Doof - hat auf den letzten Drücker noch beim Räumen seines Büros den Chinesen einen furchtbaren Genozid an den Uighuren angehängt. "Erzwungene Sterilisierung, erzwungener Abort und zwangsweise Familienplanung". Das hat er sich von einem Deutschen - ausgerechnet - "ausgeliehen", einem gewissen Adrian Zenz, ein rechter religiöser Extremist, der im Kampf gegen die Chinesen "von Gott geführt" wird. Und was der in seiner Suppenküche zusammenrührt, wurde dann von Pompeo und allen wahren und guten Medien wie Associated Press, CNN und BBC dankend übernommen (das haben Gareth Porter und Max Blumenthal hier veröffentlicht: http://www.informationclearinghouse.info/56350.htm).

Ach, da haben wir aber ja noch die Tibeter, die auch pausenlos ausgerottet,  unterdrückt, maltraitiert und misshandelt wurden. Ein englisches Journalisten-Ehepaar, Stuart und Roma Gelder, gaben aber bereits 1964 ihr Buch über ihre Reisen in Tibet heraus (The Timely Rain), das ich schon in den 1968-er Jahren als ein wichtiges Argument gegen das damalige China-bashing benutzte. Doch die Hurenbengel. Mit ihm brachten sie die ständigen Stories über Unterdrückung, KZs und Genozid in allen renommierten Medien unter.

Die Chinesen haben also beizeiten Erfahrungen sammeln können, wozu indigene Minderheiten für die Imperialisten gut zu gebrauchen sind. CIA, NED, BND, MI5 und vor allem die Zionisten sind die Elemente gewesen (und sind es noch), die in großen Ländern wie China, Russland, Sudan, Kongo, in Libyen, Iran, Algerien etc. für Spaltung, Aufstände, religiöse Auseinandersetzungen und Kriege gesorgt haben. Deswegen ist schon unter Mao Tse-tung eine vorbildliche Politik auch den kleinsten Minderheiten gegenüber ausgearbeitet worden. Alle konnten ihre Sprache und Kultur benutzen und weiterentwickeln, sie hatten eigene Schulen und Bildungsstätten, Tempel, Kirchen, Moscheen und weitgehende Selbstverwaltung. Was zum Beispiel für Chinesen galt, wurde niemals den indigenen Völkern aufgezwungen. So wurde die 1-Kind respektive die 2-Kind-Politik nicht bei Indigenen eingeführt.
Übrigens ist gerade ein neues Buch von Maxime Vivas «Uiguren – Schluss mit den Fake News» erschienen, das auf eigenen langjährigen Erfahrungen basiert. Außerdem behandelt auch Professor Wolfram Elsner in "56 Ethnien, darunter 55 Minderheiten" in seinem Buch "Das chinesische Jahrhundert"(erschienen 2020 im Westend-Verlag) die Minoritätenfrage.

Es ist schon grotesk, dass die Länder, die ihre Minderheiten grob misshandeln, unterdrücken, sie in die entsetzlichste Armut versetzen, ihnen ihre Reichtümer in und über der Erde stehlen oder boshaft und mutwillig zerstören (denkt nur an die brutale Ausrottung der Bison in Nordamerika) wie die USA, Kanada, Brasilien, Indien, Indonesien (das gerade heftig über die Behandlung der Rohingya in Burma protestierte) etc. sich besonders ihr Maul verreißen über nicht existente Genozide und Misshandlungen von Minderheiten. Selbst das kleine Schweden jodelt kräftig mit, hat aber in dem Trubel vergessen, das Abkommen zum Minderschutz zu unterschreiben.

Aber ich möchte noch auf ein weiteren Punkt kommen, den man unentwegt über China zu hören bekommt: das Terror-Regime mit seiner totalen Überwachung. Die Kameras an allen Ecken und Enden mit Gesichtserkennung. Oh, wie entsetzlich. Seltsamerweise hört man von einem anderen Staat, der eine noch viel stärkere Überwachung eingeführt hat, kaum ein Wort: Großbritannien. Da spricht niemand von einem Terrorregime. Oh Pardon, das ist ja christlich, demokratisch, königlich und kapitalistisch. Und nicht weltlich, undemokratisch, sozialistisch und kommunistisch.

Kann es etwa sein, dass China, das nicht auf dem Boden abendländisch-christlicher Kultur steht, sondern dessen Staatsräson eine ethische ist, also weltlich, 1000 Jahre keine Kriege geführt hat, um andere Völker zu unterwerfen, auszubeuten, millionenfach zu ermorden, sondern sich in den eignen Grenzen gehalten hat und seine riesige Bevölkerung auf einem eigentlich viel zu kleinen Ackerland gesund zu ernähren gewusst hat? Ein Land, das trotzdem die größte Wirtschafts- und am meisten fortgeschrittene Industriemacht der Welt war, bis vor 200 Jahren die Imperialisten geschlossen einmarschierten, um Ordnung zu schaffen, will sagen, um alles kurz und klein zu schlagen und alles zu stehlen, was nicht niet-  und nagelfest war. Ja, es folgten "100 Jahre der Erniedrigung", wie es in China genannt wird. Aber es ist dabei, in wenigen Jahren wieder die größte Macht zu werden in jeder Hinsicht - Wirtschaft, Technik, Medizin, Kultur, Ökologie, Gesundheit.

  Und was hat es denn eigentlich mit den Kameras auf sich. Ich habe dazu nochmals das ausführliche Kapitel im oben genannten Buch von Wolfram Elsner gelesen. Aber da muss ich passen. Teilweise verstehe ich es noch. Es geht z. B. um Umweltvergehen, was bei uns allenfalls ein Kavaliersdelikt ist, das ist in China ein Vergehen und "Dann wird kontrolliert, stillgelegt und bestraft." Im Kleinen wie im Großen. In China können die Schiffe auch nicht mehr mit dem dreckigsten und billigsten Öl über die Weltmeere schippern. Bei uns dürfen das die Luxus-Liner-Kreuzfahrtschiffe unter grïmer Flagge mit tonnenschwerem Schwanz von hochgiftigen Abgasen. Das sind die kleinen, feinen Unterschiede. Oder man kann inzwischen auch gefahrlos bei GRÜN die Straße überqueren. Und man darf nicht mehr auf die Straße spucken, was das Prärogativ der Chinesen war und was unsere Damen und Herren ja immer als so eklig empfanden. Aber es hat eben auch mit Ansteckungsgefahr zu tun.

Das sind die Dinge, die ich noch verstanden habe, aber dann geht es zur Cyber-Technik über und da kenne ich mich überhaupt nicht aus. Hier ein Abschnitt:
"Die Albträume kapitalistischer Megastädte, in Südostasien etwa, mit ihren explodierenden Slums, ihrer Unregierbarkeit und ihrer teils völlig fehlenden Lebensqualität  kann die chinesische Stadt-politik jedenfalls verhindern. Daher werden chinesische Städte zu intelligenten, elektronisch verkehrsgesteuerten »Smart Citys« ausgebaut, in denen durchschnittliche Bewegungen der Menschen registriert und ausgewertet werden. Die ­entsprechende Cyber-Infrastruktur ist eingebettet in zahlreiche interdisziplinäre Forschungsprojekte zur Ermittlung der Raum-Zeit-Wahrnehmungen und entsprechenden Verhaltensweisen der Menschen. Erklärte Ziele sind die Verbesserung der Lebensqualität, des sozialen Zusammenhalts und der urbanen Governance.
All diese Dinge werden in China in öffentlichen Debatten, wissenschaftlichen Konferenzen, öffentlich zugänglicher Literatur und bei konkreten Maßnahmen breit und kritisch diskutiert.(Von mir hervorgehoben. D. V.) Dennoch glauben westliche Medien offensichtlich die chinesische Wahrheit besser zu kennen und genau zu wissen, dass in China nur eine neue Überwachungsdiktatur beabsichtigt ist." (Elsner, S. 189)

Prof. Elsner hat seinem Buch noch einen Artikel von Madeleine Genzsch »Sozio-ökologische Transformation durch Sozialpunkte?« beigelegt. Genzsch erforscht darin die Gestaltung, Wirkungen und Diskussion der verschiedenen regionalen und lokalen Punktesysteme in China.
(Es kann hier runtergeladen werden: www.westendverlag.de/china)

Und noch ein Punkt fällt mir ein, der mir nie richtig klar war, aber hier in einem Artikel einleuchtend dargelegt und nicht mit Diktatur verknüpft wird,  und zwar die Nachbarschafts-Komitees, die auch einen großen Anteil an der schnellen Lösung des Corona-Problems hatten.
"Die Nachbarschaftskomitees begannen in den 1950er Jahren als städtische Graswurzeln. Als Selbstverwaltungseinheiten des Volkes wurden sie auf Anregung von Mao Tse-tung, dem Gründer des sozialistischen Chinas, institutionalisiert.
Dieses erste Nachbarschaftskomitee waren die 200, die sich kurz nach der Gründung der Volksrepublik China am 23. Oktober 1949 in der Shangyangshi-Straße von Hangzhou eintrugen und alle zur Wahl des Vorsitzenden des Nachbarschaftskomitees gingen. Ende der 1980er Jahre wurden in allen Städten Chinas Nachbarschaftskomitees gegründet. Die Mitglieder der Komitees werden von den registrierten Haushalten für drei Jahre gewählt. Der gewählte Vorsitzende und Sekretär wird von den lokalen Regierungen bestätigt. Früher wurden oft Rentner für diese Aufgabe gewählt, heute gibt es sogar Vorsitzende, die einen Doktortitel haben. Das niedrigste Bildungsniveau ist ein Bachelor-Abschluss. Teenager werden oft für verschiedene Projekte eingesetzt. Die wichtigste menschliche Quelle sind die registrierten Freiwilligen.

Die Aufgaben der Nachbarschaftskomitees sind:

-Die Anwohner über die Verfassung, Richtlinien und Gesetze zu informieren,
-das Einsammeln der Abonnements für das Wohnhaus und die Baustelle und die Kennzeichnung der    Dokumente,
-Zur Unterstützung der legitimen Rechte der Bewohner beizutragen,
-Zum Schutz des öffentlichen Eigentums,
-Organisation von Gemeinschaftsveranstaltungen und Unterhaltung,
-Friedensstiftende Maßnahmen bei geringfügigen Meinungsverschiedenheiten,
-Zur öffentlichen Sicherheit beitragen,
-Hygiene in Gemeinschaftsräumen zu regeln,
-Pflege der älteren und behinderten Menschen, Erziehung der Jugend und Verbesserung der sozialen Sicherheit,
-Vorschläge der Bürger an die Regierung heranzutragen.
Der Vorsitzende des Komitees ist für die Koordination verantwortlich. In jedem Komitee gibt es einen stellvertretenden Vorsitzenden. Jedes Mitglied des Komitees ist für einen bestimmten Bereich zuständig. Diejenigen, die mit diesen Aufgaben betraut sind, werden für die zivile Regierung, die soziale Wohlfahrt und die soziale Unterstützung angewiesen."
"Das Geheimnis von Chinas Erfolg: Nachbarschaftskomitees"
übersetzt von Adnan Akfırat - http://www.defenddemocracy.press/

Zum Schluss noch eine interessante Beobachtung meines kürzlich verstorbenen Freundes André Vltchek, die er auf seinen vielen Reisen, Reportagen und Vorträgen in China machte: "Viele Weiße kommen in China an und werden wütend. Das Land ist ja schöner und sauberer und gepflegter und die Städte sind auch unvergleichlich schöner und grüner und blühender und die Menschen scheinen glücklicher zu sein. Das haben die uns abgeguckt und gestohlen." Darüber kann man ja nur lachen. Das hat den Amerikanern immerhin ihr vormaliger Präsident erzählt. Wie hieß er denn nur schnell wieder?
 

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Chinas künftige GHG*- Giganten


Für mich liegt die Schuld für solche Mensch und Umwelt gefährdenden Projekte in erster Linie bei einer gewissen Sorte von 'Wissenschaftlern', die am genauesten wissen sollten, worauf sie sich einlassen; und erst in zweiter Linie bei den Politikern, die sich gerade bei solch gigantischen Projekten genauestens informieren müssten. Was wollen wir mit Energie anstellen, wenn uns das Wasser ausgeht? Und obendrein in Wüstengebieten und als Krönung des Ganzen im Gebiet einer der größten Minderheiten Chinas – der Uiguren. Das ist in keiner Weise zu verantworten.



Countercurrents.org
26. September 2013


Die geplanten mit Kohle betriebenen synthetischen Naturgaskraftwerke in China würden die 7-fache Menge an Treibhausgasemissionen ausstoßen als die konventionellen Naturgaskraftwerke und würden 100 mal so viel Wasser als Fracking-Anlagen verbrauchen, fand eine Studie von Forschern an der Duke-Universität (USA) heraus.**

Die neue Studie wurde am Donnerstag im Journal 'Nature Climate Change' veröffentlicht.
Als Teil der größten Investition in kohlebetriebene synthetische Naturgaskraftwerke der Geschichte billigte die chinesische Regierung kürzlich den Bau von neun großen Kraftwerken, die 37 Mrd. m³ synthetisches Naturgas jährlich produzieren können. Privatunternehmen planen, mehr als 30 weitere Kraftwerke zu bauen, die 200 Mill. m³ Naturgas jährlich produzieren können, was den aktuellen Bedarf des Landes bei weitem übertrifft.

Montag, 3. Mai 2021

Chinas Handel: Exporte steigen auf Rekordniveau, da Coronavirus-Lockdowans in den Westen zurückkehren

Finbarr Bermingham

7. Dez 2020

Aus dem Englischen: Einar Schlereth

Berstende Häfen in China

South China Morning Post

USA müssen Zölle abschaffen und Beschränkungen für chinesische Technologie beenden, sagt Wang Yi.

Außenminister Wang Yi forderte die Vereinigten Staaten auf, die Zölle auf chinesische Importe abzuschaffen und die Beschränkungen für den Technologiesektor aufzuheben, und stellte Bedingungen für die Wiederherstellung der beschädigten chinesisch-amerikanischen Beziehungen auf. Wang sagte am Montag auf einem Forum in Peking, dass sich die Beziehungen an einem kritischen Punkt befänden und die USA ihre Politik überdenken müssten, wenn die Beziehungen nach dem Schaden durch die frühere Regierung von Donald Trump wiederhergestellt werden sollten. "Wir hoffen, dass die USA ihre Politik so schnell wie möglich anpassen und die unangemessenen Zölle auf chinesische Produkte, die einseitigen Sanktionen gegen chinesische Unternehmen und wissenschaftliche Forschungsinstitute sowie die unangemessene Unterdrückung chinesischer Technologie aufheben", sagte Wang. Holen Sie sich die neuesten Erkenntnisse und Analysen aus unserem Global Impact Newsletter zu den großen Geschichten aus China. Er fügte hinzu, dass China bereit sei, mit den USA bei der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie, dem Klimawandel und einer globalen wirtschaftlichen Erholung zusammenzuarbeiten. "Mit dem Aufkommen und der Entfaltung globaler Herausforderungen werden die Bereiche, in denen China und die USA zusammenarbeiten müssen, nicht weniger, sondern mehr. Der Raum für die Zusammenarbeit ist nicht enger, sondern breiter geworden. Beide Seiten sind mehr denn je zu großen Erfolgen fähig, von denen beide Länder und die Welt profitieren", sagte er. Wangs Forderungen folgten auf Äußerungen von US-Finanzministerin Janet Yellen in der vergangenen Woche, dass Washington die Zölle vorerst beibehalten, aber nach einer gründlichen Überprüfung abwägen werde, wie es weitergehen solle.

"Wir sind dabei zu evaluieren, wie unser Ansatz gegenüber China sein sollte, aber es gibt eine Reihe von Themen, bei denen wir unfaire Praktiken sehen", sagte Yellen gegenüber CNBC und nannte Bedenken über Chinas Verhalten im Handel, erzwungene Technologietransfers und Subventionen für die Hi-Tech-Industrie. US-Präsident Joe Biden muss seine China-Politik noch formulieren, hat aber signalisiert, dass dies ein Schlüsselthema sein wird und versprach, mit Europa und Asien zusammenzuarbeiten, um sich auf einen langfristigen Wettbewerb mit Peking vorzubereiten. Zhang Henglong, Vizedirektor des Instituts für öffentliche Diplomatie der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit an der Universität Shanghai, sagte, Wangs Bemerkungen zeigten, dass China nicht zu Kompromissen bereit sei. "Er sagt der US-Regierung, dass sie ihre Position ändern muss, wenn sie die Beziehungen zwischen den USA und China verbessern will", sagte Zhang und fügte hinzu, dass Wangs Forderungen auf die jüngsten Äußerungen von US-Beamten abzielten. "Jede Verbesserung der Beziehungen in den kommenden Monaten wird von der Reaktion der USA abhängen ... [China] kann sich nicht nur auf die Beseitigung der Zölle konzentrieren, es muss eine breitere Sichtweise einnehmen."

Die Trump-Administration behandelte China als Rivalen und griff zu einer Reihe von Maßnahmen, um Peking entgegenzuwirken, darunter die Stärkung der Beziehungen zu Taiwan und die Verhängung von Verboten für chinesische Technologie unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedenken. Im vergangenen Jahr verhängten die USA auch Sanktionen gegen China wegen Menschenrechtsproblemen in Hongkong und Xinjiang - wo sie China beschuldigten, einen Völkermord an den Uiguren zu begehen. Wang forderte die USA auf, sich nicht mehr in die Angelegenheiten von Hongkong, Xinjiang und Tibet einzumischen und die pro-unabhängigen Kräfte in Taiwan nicht zu unterstützen. "Wir hoffen, dass die USA Chinas Kerninteressen, nationale Würde und Entwicklung respektieren und aufhören, die Kommunistische Partei Chinas und das politische System Chinas zu verleumden", sagte er. Washington sollte auch die unter Trump verhängten Beschränkungen für chinesische Medien und Austauschaktivitäten im Bildungs- und Kulturbereich aufheben und den Bildungsaustausch wieder aufnehmen, sagte Wang. Er fügte hinzu, dass die Differenzen zwischen den beiden Ländern mit mehr hochrangigem Dialog bewältigt werden könnten und sagte, dass das jüngste Telefongespräch zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und Biden - bei dem Xi sagte, dass eine Konfrontation zwischen den beiden Nationen eine Katastrophe" wäre - den Boden für weitere Diskussionen bereiten könnte. "In den letzten 70 Jahren haben wir nie einen Krieg provoziert und nie einen Zentimeter Land in einem anderen Land besetzt. Wir haben uns für den Dialog zur Überbrückung von Differenzen und für Verhandlungen zur Beilegung von Streitigkeiten eingesetzt", sagte Wang. Chinesische Diplomaten haben seit Bidens Amtsantritt wiederholt zu mehr Dialog mit Washington aufgerufen. 

Die neue Regierung hat gesagt, sie würde die China-Politik überprüfen und sich mit den US-Verbündeten beraten, und Quellen zufolge sind die Kontakte auf Arbeitsebene zwischen Peking und Washington seit Ende Januar wieder aufgenommen worden. Kritiker sagten jedoch, dass Washingtons harte Haltung gegenüber Peking wahrscheinlich fortgesetzt wird, wenn man frühere Kommentare der zahlreichen China-Spezialisten betrachtet, die für Schlüsselpositionen in der neuen US-Regierung ausgewählt wurden. Biden signalisiert mit Schlüsselpositionen eine härtere Linie gegenüber China. Unter ihnen ist Ely Ratner, der als spezieller Assistent von Verteidigungsminister Lloyd Austin die China-Taskforce leiten soll. Ratner, ein China-Kenner, der als stellvertretender nationaler Sicherheitsberater des damaligen Vizepräsidenten Biden diente, war im vergangenen Sommer Mitverfasser eines Kommentars, in dem er mehrere US-Strategien gegenüber China forderte, darunter die Blockade von Pekings Hightech-Autoritarismus und seiner Dominanz im Südchinesischen Meer. Zu den weiteren Ernennungen gehören die stellvertretende Verteidigungsministerin Kathleen Hicks, die China als "die größte Herausforderung unserer Zeit" bezeichnete, und Melanie Hart, Bidens Wahl zur Koordinatorin der China-Politik, die dem Unterstaatssekretär für Wirtschaftswachstum dient. Sie hat eine umfassende US-Strategie gefordert, um Pekings Industriesubventionen und dem chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei Technologies zu begegnen. 

Tang Xiaoyang von der Abteilung für internationale Beziehungen an der Tsinghua-Universität sagte, es sei unwahrscheinlich, dass die USA die Zölle auf chinesische Produkte vorerst aufheben würden, aber er erwarte, dass sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern längerfristig verbessern würden. "Es ist nicht so, dass China und die USA erst dann zusammenarbeiten können, wenn sie die von beiden Seiten gestellten Bedingungen erfüllt haben. Durch zunehmende Kooperation können Bedingungen geschaffen werden zur Verbesserung der Sino-amerikanischen," sagte Tang. "Für die Biden-Verwaltung ist wirklich eine Kooperation mit China auf anderen Gebieten notwendig, wie etwa der Klimawandel.

Nur wenn China bereit ist zur Kooperation auf diesen Gebieten, wird die Beziehung zwischen beiden Ländern sich verändern. Wenn sich die Dinge bessern, wird die USA mehr Rücksicht auf Chinas Forderungen, die Sanktionen und Tarife reduzieren." Zusätzliche Berichte von Rachel Zhang und wendy Wumore von der Südchinesischen Morgen Post: Der chinesische Staatschef Xi Jinping sendet ein neues Signal der Entschlossenheit, auf "hohe Standards" der wirtschaftlichen Unabhängigkeit zu drängen im US-China Handelskrieg: Trumps Handelszölle bleiben "vorerst" bestehen, aber Peking soll sich an Verpflichtungen halten. TikToks Gnadenfrist in den USA bietet Hoffnung für andere chinesische Tech-Unternehmen."

Dieser Artikel 'Die USA muss die Tarife beenden und auch die Einschränkungen für die Chinesische Tech' , so sagt Wang Yi erschien zuerst in SouthChina Morning Post unter den neuesten Nachrichten 2021.


Quelle - källa - source

Dienstag, 23. März 2021

Sanktionen gegen China

Diese ganzen unterbelichteten Typen werden sich wundern. China haut dieses Mal kräftig zurück. Die werden alle noch auf dem Bauch vor China kriechen. Für die Chinesen gilt schon immer: Hunde bellen und die Karawane zieht weiter.

EIN HAUFEN IDIOTEN HAT DIARRHÖE

Aus JW: Ausgabe vom 23.03.2021, Seite 1 / Titel

Weltgericht EU

Westen verhängt Sanktionen gegen China. Brüssel wendet eigenen »Menschenrechtsmechanismus« global an

Von Arnold Schölzel

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Phil Noble/REUTERS

Die EU verhängte am Montag die ersten Strafmaßnahmen gegen China seit 1989 (EU-Kommission in Brüssel)

In einer konzertierten Aktion verhängten die USA, Großbritannien, Kanada und die EU am Montag Sanktionen gegen China – im Fall der EU die ersten seit 1989. Anlass ist das, was Washington als »Völkermord an den Uiguren« bezeichnet, China aber als Kampf gegen Terrorgruppen und als Bildungskampagne. In Brüssel beriefen sich die 27 EU-Außenminister am Montag auf das »Global Human Rights Sanctions Regime«, das sich der Staatenbund nach dem Vorbild des »Global Magnitsky Act« der USA im Dezember 2020 selbst gegeben hatte. In deutschen Medien wird der damit verbundene völkerrechtswidrige Anspruch auf weltweites Abstrafen selten erwähnt, sie übersetzen das »Regime« mit »Menschenrechtsmechanismus«. Die EU-Schlächter von Belgrad 1999, Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien schöpfen in alter Kolonialmanier Recht: Es ist immer das, was sie tun.

Am Montag warfen die 27 EU-Außenminister diesen »Mechanismus« an und beschlossen formal – geeinigt hatte man sich bereits am vergangenen Mittwoch –, aus ihm für China sowie die Demokratische Volksrepublik Korea, Russland, die eigene Kolonie Libyen, Eritrea, Südsudan und Myanmar Strafmaßnahmen herzuleiten. Die Türkei kam nicht auf die Tagesordnung, weil – so Außenminister Heiko Maas (SPD) beim Treffen in Brüssel – es dort »Licht und Schatten« gebe.

Kein Licht sahen die 27 Menschenrechtskämpfer in den anderen genannten Staaten. Beweise wurden im EU-Amtsblatt, wo noch am Montag die Namen der Sanktionierten – in China vier regionale Partei- und Staatsfunktionäre – aufgelistet wurden, nicht erbracht. Man schloss von Funktionen in Xinjiang auf Verantwortlichkeit für konkrete Taten. Das Muster wurde von der BRD-Justiz entwickelt: Wer nie einen NS-Justizhenker verurteilt hatte, ließ nach 1990 keinen DDR-Repräsentanten ungeschoren. Erfunden wurden Kapitalverbrechen durch Unterlassen – damals nur für DDR-Bürger. Eine Fortentwicklung des Faustrechts durch den Generalbundesanwalt einige Jahre später besagte: Gerhard Schröder, Joseph Fischer etc. können nicht angeklagt werden, weil nur die Vorbereitung eines Angriffskriegs wie 1999 auf Jugoslawien, nicht aber das Führen eines solchen strafbar sei. Nun ist die nächste Stufe erreicht.

Die erste Antwort aus Beijing war in der Sache humoristisch, im Ton scharf. China verhängte Strafmaßnahmen gegen unbedeutende zehn EU-Politiker und andere Personen sowie gegen vier Institutionen. Darunter waren die deutschen EU-Abgeordneten Reinhard Bütikofer (Grüne) und Michael Gahler (CDU), der rechtsgewirkte Ethnologe Adrian Zenz, der sich »von Gott geleitet« fühlt und ein Buch über biblische Endzeit verfasst hat, sowie das Mercator-Institut für China-Studien (Merics) in Berlin. Das Außenministerium Chinas erklärte: Man dränge die EU aufzuhören, »andere über Menschenrechte zu belehren und sich in deren innere Angelegenheiten einzumischen«. Die EU-Sanktionen basierten »auf nichts anderem als Lügen und Desinformationen, verzerren und missachten Fakten«.

Eine indirekte Antwort war zudem der Besuch des russischen Außenministers Sergej Lawrow. Er kam am Montag zu zweitägigen Gesprächen nach China. Außenamtssprecherin Hua Chunying erklärte in Beijing, China und Russland seien »enge Partner«, die auf verschiedenen Ebenen Austausch pflegten. Die Entwicklung der Beziehungen ziele nicht auf Drittstaaten: »Wir verhalten uns nicht wie andere Länder, die sich gegen andere zusammenrotten.«