Anmerkung des Übersetzers:
Zähneknirschend
wird nun ein Teil der Wahrheit zugegeben. ABER kein Wort davon, dass
England - wie üblich - den Friedensvertrag brach, indem es nicht die
weißen Farmer auslöste, wie vorher vereinbart. Man wollte natürlich das
Land ins Elend stürzen und damit zeigen, wie dämlich die Afrikaner sind.
Und die Regierung von Mugabe sollte natürlich auch verschwinden. Aber
trotz aller Schikanen, aller Schmutzkampagnen, trotz aller Boykotts und
Sanktionen ist die Regierung nicht ausgewechselt worden. Und auch Dank
chinesischer Hilfe geht es langsam wieder bergauf.
Und noch etwas
erscheint mir unglaubwürdig. Ich weiss es aus Tansania, dass die
Kaffee-Erträge der Kleinbauern ERHEBLICH über denen der Großbetriebe
lagen. Und dies ist eine Erfahrung, die auch in Südamerika und an vielen
anderen Orten gemacht worden ist. Möglicherweise haben die weißen
Farmer sehr viel Düngemittel verwendet, die sich die schwarzen Bauern
nicht leisten können.
Den kompletten Artikel der New York Times kann man hier lesen.
22. Juli 2012
Als Roger Boka mit seinem Auktions-Geschäft in den 90-er Jahren begann, waren die Tabak-Börsen der Stadt gedämpfte Plätze, außer der einschmeichelnden Stimme des Auktionators. Eine Handvoll weißer Farmer, von denen jeder hunderte Tabak-Ballen verkaufte, kamen in Sportwagen, checkten in den besten Hotels der Stadt ein und warteten auf ihre dicken Schecks.
In der Auktionssäson dieses Jahres herrscht eine ganz andere Szene unter dem höhlenartigen Dach der Bock Tobacco Auction Floors. Jeden Tag kommen hunderte Bauern in Minibussen an und auf der Ladefläche von Pickups, viele mit Frau und Kindern im Schlepptau. Sie campten die Nacht über auf offenem Feld in der Nähe und schwärmten dann in die Halle mit tausend Geräuschen, um ihre Ernte zu verkaufen. Es war lebhaft und gedrängt; zwei Frauen kamen in dem Auktionssaal nieder. Der sichtbarste Unterschied aber war die Farbe ihrer Gesichter - alle waren sie schwarz.
