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Dienstag, 5. August 2014

Westen ist bereit, 90 Milliarden $ zu verlieren - Geniestreich der Schildbürger in Brüssel


Welch ein Schildbürger-Geniestreich! Die EU-Unterhändler mit den USA haben erreicht, dass Europa - und da natürlich vor allem die Völker und nicht Hollande/Merkel - die Last der Sanktionen trägt und die USA händereibend zuschaut. Am schlimmsten wird ja sein, wenn die Bürger sich den Arsch abfrieren, weil Russland entweder Kürzungen oder saftige Erhöhungen für sein Gas einführen wird. Auf das amerikanische versprochene Gas werden sie jedenfalls lange warten können, und wenn welches kommt, wird es noch teurer als das russische mit Erhöhung sein. 
Obendrein haben diese Schlauberger in Brüssel "übersehen", dass Russland der ganze Zirkus viel weniger treffen wird. Denn erstens hat Russland einen sehr, sehr finanzkräftigen Verbündeten - nämlich China. China hat bereits angeboten, entweder die Brücke über den Kertsch-Sund oder einen Tunnel mit zwei Gleisen, 6-spuriger Autobahn und Kanälen für Gas und Strom sowie den entsprechenden Verkehranschlüssen und Hafeninfrastruktur zu bauen.
Noch ein Punkt. Putin hat bereits angekündigt, dass die Sanktionen Russland die goldene Gelegenheit bieten, die Importe durch Eigenproduktion zu ersetzen. Sie sind für die russischen Führer ein nützliches Signal, in die eigene Ökonomie zu investieren, statt russisches Kapital im Ausland arbeiten zu lassen. Der Gouverneur von Krasnodar Alexander Tkatschow sagt zu ria-novosti, dass sie "dem Land die Chance geben, ein ganz neues Niveau zu erreichen, auch wenn es eine schwerer Weg sein wird. Unsere 'Freunde' im Westen, EU und USA, erwarten, dass diese Sanktionen die ökonomische Kraft des Landes untergraben und die Selbständigkeit unseres Staates brechen wird. Für uns ist dies eine Chance, viele Prozesse in Gang zu setzen, viele Industrien zu bauen, die uns unabhängiger von ausländischen Märkten machen. ... Das ist eine Möglichkeit, die Wirtschaft auf ein ganz neues Niveau zu heben und neue Märkte zu entwickeln, nicht nur im Ölsektor, sondern durch kleine und mittelgroße Unternehmen."